Pimp My Computer: Media-Player Vergleichstest

Vergesst Stiftung Warentest, wie nah sind die schon am Verbraucher! Hier kommt etwas ganz Neues: Konnas kritischer Apparat, exklusiv eingerichtet für meinen Blog. Absolut unzensiert und subjektiv. Vom Verbraucher für den Verbraucher. Heute im Test: Die 3 wohl meist verbreitetsten Multimedia-Player, namentlich Windows Media Player, Nullsoft Winamp und Apple Itunes. Wer wird sich durchsetzen können?
Windows Media Player:
Der erste Kandidat im Test ist der Windows Media Player von Microsoft. Er ist wohl noch der am weitesten verbreitete Player, da er standardmäßig mit Windows mitgeliefert wird. Das ist auch gleichzeitig sein größter Vorteil: Man braucht ihn nicht runterladen (außer irgendwelche Updates, was aber automatisch erledigt werden kann) und eine Installation ist auch nicht nötig. Dafür ist meiner Meinung nach die Bedienung etwas umständlich und sonderlich schick ist der WMP auch nicht. Problematisch seh ich auch den Punkt, dass Microsoft keine Gelegenheit auslässt, die Nutzer auszuspionieren. Das zeigt sich auch beim Update: Will man die neueste Version installieren, muss man in eine Überprüfung der Windows-Kopie einwilligen (angeblich werden die dabei gesammelten Daten nicht von Microsoft genutzt, aber man weiß ja nie). Nicht, dass ich mir etwas vorzuwerfen habe, aber ich will nicht, dass irgendwer aufzeichnet, was für Musik ich höre und sonst irgendwelche Daten sammelt. Daher wird auch die mit Windows XP Professional standardmäßig ausgelieferte Version 9 geprüft, obwohl die neuere Version (inwzischen 11) deutliche Sprünge in Sachen Optik gemacht hat. Immerhin unterstützt der WMP die meisten Dateiformate. Daher 2 von 5 Punkten.
[Kleiner Nachtrag: Inzwischen habe ich auch Version 11 getestet. Wer selbige besitzt, darf einen Punkt auf die Gesamtwertung draufschlagen.]
Nullsoft Winamp:
Kandidat Nummer zwei ist das unter den meisten Computernutzern bekannte und beliebte Winamp. Das verhältnismäßig kleine Programm kommt wohl mit der dicksten Funktionsvielfalt der getesteten Programme, außerdem lässt es sich beliebig durch unzählige Plug-Ins aus dem Internet erweitern. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind groß, was leider vor allem unerfahrenere Nutzer abschrecken könnte. Das komfortabelste Feature ist wohl die Media Library, die alle Media-Dateien aus den gewünschten Ordnern aufnimmt, welche sich dann praktisch durch Stichworteingabe suchen lassen – praktischer gehts nicht! Optisch macht Winamp trotz diverser Skins und Konfigurationsoptionen nicht viel her. Die allermeisten Medien-Dateien lassen sich in Winamp abspielen. Für Nullsofts Produkt gibt es 4 von 5 Punkten.
Apple Itunes:
Als drittes und letztes kommt Apples Produkt Itunes in Konnas kritischen Apparat. Wer einen Ipod besitzt, kennt auch Itunes und benutzt es wohl auch regelmäßig. Aber auch für Leute (wie mich), die keinen Ipod besitzen, ist der Player einen Blick wert. Er bestitzt zwar lange nicht so viele Funktionen wie Winamp, ist deutlich größer und spielt nicht so viele Formate ab, aber es ist von allen Programmen optisch gesehen das schönste, da es drei verschiedene Ansichten bietet, unter anderem mit Coveranzeige etc. (siehe Bild). Außerdem liest der Player ebenfalls wie Winamp die vorhandenen Tracks von der Festplatte und ordnet sie ein, allerdings lassen sie sich nicht ganz so bequem suchen. Dennoch bekommt der Apple-Player von mir 3 Punkte, Besitzer eines Ipods dürfen noch einen 4. Punkt draufrechnen.
Fazit: Nullsofts Winamp setzt sich durch seine Funktionsvielfalt an die Spitze des Tests. Itunes ist die Wahl für diejenigen, die sich eine sauber geordnete Musik-Bibliothek zulegen wollen und viel Wert auf optische Aspekte legen. Den Windows Media Player empfehle ich nur unerfahreneren Anwendern, die sich keinen anderen Player runterladen wollen oder sich nirgendwo groß einarbeiten wollen.




