Archive March 2007
16:10 ist sexy, kann aber keine Freunde ersetzen
Man, was war das wieder für ein anstrengender, aber auch schöner Tag gestern. Der Ort meiner Schulzeit ist seit gestern um eine Filiale einer großen Elektronikkette reicher geworden und zur Eröffnung gabs den einen oder anderen ganz besonderen Preis. Und da ich eh vorhatte, mir einen neuen Monitor anzuschaffen, kann man ja mal vorbeischauen, dachte ich mir. Ganz entspannt durch das überfüllte Geschäft gekämpft, sich über die Security gewundert und Ausschau gehalten. Ziemlich schnell hab ich mich dann auch entschieden und das Gerät zu Hause gleich ausgepackt – bin sehr zufrieden. Im Vergleich zu meinem vorigen Bildschirm ist das Bild auch besser für meine kurzsichtigen Augen, da größer. Meinen alten17″er hab ich dann auch verkauft, sonst hätt ich mir das auch gar nicht leisten können/wollen.
Doch was gestern noch viel wichtiger war: Wir haben eine Semesterferien-Ende Party gefeiert. Hatten ja zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit schon eine Feierlichkeit im kleinen Kreis gehabt. Und auch wenn wir diesmal leider nur zu viert waren, hatten wir doch einigen Spaß, ich hab vor den anderen auch gezwungenermaßen endlich mal ohne Kopfstimme gesungen und wir haben uns sehr gut unterhalten, über Studium, Dozenten und ich nenne es mal Privates
– wir haben auch drei Folgen von Rome geschaut, was dann zur gehäuften Aussprache mehrerer Zitate führte, ich sage nur “Bei Iunos Titten” und “Fortuna macht die Beine breit”
Nun neigt sich die freie Zeit langsam dem Ende zu, morgen gehts dann nochmal zum Frisör, die Matte muss wieder kürzer, es wird ja auch wärmer draußen. Im Auto wars heute schon fast unerträglich warm, mit Jacke fahren ging nicht ohne zu sehr zu schwitzen. Als ich mich dann allein auf dem nach Hause weg befand, hatte ich nochmal Gelegenheit nachzudenken. Ich glaube, ich muss mal wieder ein bisschen an mir arbeiten. Ich neige dazu, es manchmal ein wenig zu sehr mit mir durchgehen zu lassen und sage oder mache Dinge, die ich nicht so meine oder später bereue. Ab sofort wird der Versuch gestartet, generell mal ein bisschen netter zu sein, weniger nervig und ein paar andere Sachen auch, die ich aber nicht alle im einzelnen aufzählen will. Ich weiß auch nicht, warum ich manchmal so bin, denn eigentlich liegt mir nichts ferner, als die Menschen zu enttäuschen, die ich liebe.
Filmriss: Rome (Season One)
Diesmal müsste der “Filmriss” eigentlich “Serienriss” heißen, denn heute will ich euch mal die Mini-Serie Rom vorstellen, die mir persönlich so gut gefallen hat, dass ich sie einmal weiterempfehlen will. Bevor ich zur Serie selbst komme, muss ich noch sagen, dass sie im deutschen Free-TV noch nicht gestartet ist, die Rechte hat RTL bereits erworben und es dürfte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis der Startschuss fällt. Jedoch ist die erste Staffel bereits auf DVD ausleihbar oder man besorgt sich die UK-Importversion, denn auf dieser ist ebenfalls die deutsche Tonspur enthalten und ist in jedem Fall ungekürzt, denn hierzulande muss man damit rechnen, dass die Serie gekürzt wird, denn an Sex, Gewalt und Blut wird nicht gespart.
Rome spielt in der Antike, die erste Staffel beginnt beim Sieg Caesars über Gallien und endet mit seiner Ermordung. Hauptpersonen der Serie sind jedoch die beiden Soldaten Lucius Vorenus und Titus Pullo aus der 13. Legion (haben wirklich existiert, sie werden in Caesars de bello gallico erwähnt), die mehr oder weniger mit den politischen Ereignissen in der Stadt zu tun haben. Die Serie orientiert sich grob an historischen Fakten, selbstverständlich werden aus dramaturgischen Zwecken manche Kniffe angewendet, die historisch vielleicht nicht ganz korrekt sind, aber das tut dem Wert der Serie überhaupt keinen Abbruch, denn es hält sich wirklich in Grenzen, es ist lange nicht so schlimm wie beispielsweise im Film Gladiator, bei dem wirklich kaum auf historische Fakten geachtet wurde.
Die Serie strotzt vor Detailreichtum, die Kulissen und Kostüme wirken wirklich sehr authentisch, man möchte meinen, dass es wirklich so in Rom ausgesehen haben muss, wie es gezeigt wird. Abseits der Haupthandlung um Caesars Machtergreifung und – verlust werden auch viele kleine Nebenhandlungen eingeführt und Intrigen gesponnen, Handlungsstränge gehen auseinander und führen wieder zusammen und nach jeder Folge (es sind insgesamt 12 in der ersten Staffel) möchte man unbedingt wissen, wie es weiter geht. Die Figuren sind auch durchgehend sehr gut dargestellt, fast so, wie man sie sich vorgestellt hat, lediglich Ciceros Darstellung ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, er kommt mir persönlich etwas zu schlecht weg. Glanzlichter sind für mich die Rollen von Caesar, Antonius, Atia und Octavian.
Die zweite Staffel läuft bereits in den USA im Fernsehen, sie beschäftigt sich mit dem Aufstieg und der Regierungszeit Octavians bzw. Augustus’. Nach dieser Staffel soll allerdings schon Schluss sein. Obwohl die Serie ziemlich erfolgreich läuft, scheint sie sich nicht so sehr zu rechnen, ist es doch die teuerste Serienproduktion aller Zeiten (die erste Staffel hat 100 Mio. US-Dollar gekostet). Doch laut den Machern ist das letzte Wort noch nicht gefallen. Man darf also noch hoffen.
Übrigens: Die Aufmachung der DVD-Box ist sehr edel. Die 6 DVD’s kommen in einem aufklappbaren Pappbehältnis, welche in eine schön gestaltete Holzbox gelegt ist. Ein kleines Booklet mit Mini-Inhaltsangaben ist auch dabei. Die Bild- und Audioqualität ist sehr hochwertig und es finden sich auf den einzelnen DVD’s viele Extras wie Making-Of’s und Hintergrundinformationen, selbstverständlich alles auch mit deutschen Untertiteln. Auch kann man sich auf Wunsch während der Folgen Texteinblendungen anzeigen lassen, die historische Extrainformationen beinhalten. Alles in allem wirklich sehr aufwändig und der Hingucker in jeder DVD-Sammlung. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung, wer sich das entgehen lässt, verpasst wirklich etwas.
Meine Wertung: 9/10
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User-Wertung:
[starrater]
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Filmriss: Rome (Season Two)
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Weird Al Yankovic
Wenn ihr mal etwas wirklich lustiges sehen und hören wollt, dann genehmigt euch mal diese Videos von Weird Al Yankovic. Es handelt sich hierbei um diverse Songparodien, besonders lustig natürlich, wenn man die Originale kennt. Die Videos allein sind schon ziemlich lustig, aber noch lustiger wirds, wenn man auf die Texte hört. Schaut auf jeden Fall mal rein, es lohnt sich
I’m fat (Original: I’m bad)
[youtube QG8WUpHdpVA]
Amish Paradise (Original: Gangsta’s Paradise)
[youtube hlWlYs3zmDc]
Smells like Nirvana (Original: Smells like Teen Spirit)
[youtube 8DMFALywTbg]
Bedrock Anthem (Original: Under the Bridge/Give it away)
[youtube dgU_tbQ3pwA]
Wem das alles gefallen hat, der sollte sich mal auf die Suche machen, es gibt noch viel mehr von Weird Al Yankovic zu entdecken!
CD-Check: In Extremo – Kein Blick Zurück (Ltd.)
Kritik
Das Album erscheint in 2 Varianten, eimal mit einer CD und einmal in einer Limited Edition mit einer Bonus CD. Die erste CD enthält 15 Songs, davon sind 13 aus dem bekannten Repertoire der Band, auf deren Homepage abgestimmt wurde, welche Songs auf das Album kommen sollten – so sind auch fast alle bekannten Kracher dabei. Aber: Die älteren dieser Tracks wurden noch einmal neu aufgenommen und erklingen nun in einem neuen Gewand und hören sich durchaus sehr frisch an. Zu den 13 bekannten Tracks gesellen sich noch 2 neue, bisher unveröffentlichte Tracks, die sich aber wunderbar in die Reihe einfügen. So wird auch den Besitzern aller Alben ein Kaufanreiz geboten, sehr löblich! Für Fans besonders interessant ist jedoch die Bonus CD der limitierten Version. Dort befinden sich 8 weitere Tracks, die Coverversionen darstellen, die andere Künstler von In Extremo-Songs extra für dieses Album aufgenommen haben. Dabei befinden sich auch bekannte Namen wie Silbermond, Götz Alsmann oder auch die Metaller von Grave Digger. Da haben sich In Extremo wirklich etwas Besonderes einfallen lassen.
Zur Musik muss man ansonsten eigentlich nicht viel sagen, da die Band eigentlich hinreichend bekannt ist. In Extremo machen Musik, die sich allgemein als Folk-Rock oder Mittelalter-Rock bezeichnen lässt. Die Texte stammen häufig aus dem Mittelalter und werden in den verschiedensten Fremdsprachen (von Latein bis Gälisch) gesungen. Dazu kommen für Rockmusik eher exotische Instrumente wie Dudelsäcke, Schalmeien und andere zum Einsatz, die die Songs stark von anderen Rockstücken abheben.
Beide CD’s zusammen haben eine Spieldauer von 1:36:35, die normale Version kommt immerhin auch noch auf 1:02:07, bietet also viel für das Geld. Jeder Song ist länger als 3 Minuten, die meisten überqueren sogar die 4 Minuten Marke. Das Cover und das Booklet sind schön aufgemacht, jedoch fehlen leider die Songtexte, was bei Best of Alben viel zu häufig passiert. Auch die Namen der Musiker und welche Instrumente sie spielen wurden weggelassen Die limitierte Fassung kommt in einem edlen Digipack.
Fazit
Mit diesem Best Of Album liefern In Extremo einen perfekten Blick über ihre bisherige Laufbahn. Für Fans und Einsteiger ist das Album eine absolute Empfehlung, vor allem in der limitierten Fassung.
In Extremo – Kein Blick Zurück (Album)
Facts:
- Tracks: 15 ( Ltd. 23)
- Gesamtspieldauer: 1:02:07 (1:36:35)
- Erscheinungsjahr: 2006
- Genre: Mittelalter-Rock/Folk-Rock
- Homepage: www.inextremo.de
- Anspieltipps: Alte Liebe, Ave Maria, Spielmann
Einzelwertung:
Texte: 8 von 10
Musik/Produktion: 9 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 4 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 8 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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Ein flotter Tango zu zweit allein
Ich kann nicht Tanzen, aber es macht mir sehr viel Spaß. Damit ich mich nicht blamiere, tanz ich auch ganz gerne mal alleine. Schöne, tanzbare Musik abseits meines gewöhnlichen Geschmacks eingelegt, die Anlage auf eine angemessene Lautstärke geregelt, das Licht gedimmt und schon kann es losgehen. Das macht Spaß, man bewegt sich und irgendwie schafft man es, die Welt da draußen und die Probleme für einen Moment zu vergessen. Es mag vielleicht ein wenig merkwürdig klingen, aber ich kann dabei furchtbar gut entspannen. Einfach mal abschalten und Fünfe gerade sein lassen.
Überwachungsstaat
Der Überwachungsstaat ist ein ein heikles Thema. Niemand weiß ganz genau, wie weit dieser schon existiert und welche Methoden und Maßnahmen alle durchgeführt werden, um eine möglichst umfassende Überwachung aufzubauen. Es gibt zahlreiche Theorien, manche mehr, manche weniger glaubwürdig. Doch eines ist sicher: Wir alle sind betroffen und können uns so gut wie gar nicht dagegen wehren.
CD-Check: Zeraphine – Kalte Sonne
Kritik
Das Debut-Album Kalte Sonne der Gothic-Rocker gilt bei vielen Fans immernoch als das bisher beste. Die 12 Tracks sind durchweg auf Deutsch, während sich auf den folgenden Alben auch englische Songs befinden. Das Markenzeichen von Zeraphineist vor allem die wunderschöne tiefe Stimme von Sänger Sven Friedrich, ehemals Sänger der Dreadful Shadows, die einen hohen Wiedererkennungswert hat. Die Songs reizen vor allem durch ihre textliche Stärke und sind sehr melancholisch. Man kann sehr lange über die Texte nachdenken und sie auch mit persönlichen Erlebnissen verbinden. Zwischen den ruhigen Titeln (“Sterne sehen”) gibt es aber natürlich auch einige kraftvolle, laute und rockige Songs (“Licht”). Das Album ist dadurch sehr abwechslungsreich und durch seine Vielfalt auch sehr ohrwurmig.
Mit 48:11 Minuten weist die Scheibe im heutigen Vergleich eine wirklich sehr ordentliche Länge auf, alle 12 Songs laufen Länger als 3 Minuten. Die Gestaltung des Covers und des Booklets sind sehr gut gelungen, die Songtexte sind alle leicht lesbar auf dunklem Hintergrund gedruckt, einige Fotos der Bands lockern das Booklet stimmig auf. Auch sind alle sonst noch interessanten Informationen wie Namen der Bandmitglieder und Songschreiber etc. genannt.
Fazit
Auch wer sonst nicht so auf Musik steht, die Richtung Gothic geht, sollte mal ein Ohr riskieren, denn Zeraphine machen wirklich tolle Musik mit tollen Texten. Fans tiefer Stimmen kommen voll auf ihre Kosten. Wer keine Scheu vor “dunkler” Musik hat, wird Zeraphine sicher mögen.
Zeraphine – Kalte Sonne (Album)
Facts:
- Tracks: 12
- Gesamtspieldauer: 48:11 min
- Erscheinungsjahr: 2002
- Genre: Gothic-Rock
- Homepage: www.zeraphine.de
- Anspieltipps: Siamesische Einsamkeit, Sterne sehen
Einzelwertung:
Texte: 10 von 5
Musik/Produktion: 10 von 5
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 5
Spieldauer: 8 von 10
Ohrwurmfaktor: 9 von 10
Gesamt: 9 von 10 Punkten
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