Überwachungsstaat

Der Überwachungsstaat ist ein ein heikles Thema. Niemand weiß ganz genau, wie weit dieser schon existiert und welche Methoden und Maßnahmen alle durchgeführt werden, um eine möglichst umfassende Überwachung aufzubauen. Es gibt zahlreiche Theorien, manche mehr, manche weniger glaubwürdig. Doch eines ist sicher: Wir alle sind betroffen und können uns so gut wie gar nicht dagegen wehren.

Welche Überwachungswege gibt es? Da wäre zunächst einmal die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen als offensichtlichste Maßnahme, bekannt sind auch die Vorratsdatenspeicherung von Daten, die über das Internet übermittelt werden, jeder kann mit Hilfe seiner IP-Addresse ausfindig gemacht werden. Wenn man mit seinem Mobiltelefon unterwegs ist, kann der eigene Standort auf wenige Meter genau lokalisiert werden. Sagt man am Telefon bestimmte Wörter, wird ein Mechanismus ausgelöst, durch den dann die Gespräche aufgezeichnet und untersucht werden. Das nennt man dan das “gläserne Handy”. Durch Programme wie Windows, die der Großteil der Bevölkerung nutzt, werden sämtliche Informationen über die User gesammelt, die man bekommen kann. Welche Seiten schaut jemand an? Welche Programme benutz er? Welche Musik hört er? Der sich unbeobachtet fühlende Staatsbürger wird somit zum gläsernen Bürger, ohne etwas mitzubekommen. Und in Zukunft wird es noch ausgefeiltere Techniken geben, die jetzt schon in voller Planung sind. Genetischer Fingerabdruck und implantierte Sender, die als irgendetwas harmloses getarnt sind sind da noch die harmlosesten Vorstellungen. Dem ein oder anderen wird sicher auch der Begriff “Echelon” etwas sagen.

Natürlich soll das ganze der Sicherheit aller Bürger dienen. Doch wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für Sicherheit? Doch sobald man sich dagegen wehrt und aufschreit, gerät man unter den Verdacht, etwas verheimlichen zu wollen. Terroristen sollen bekämpft, Drogendealer aufgespürt, im Allgemeinen Verbrecher gefasst werden. Und dazu ist es legitim, uns alle unter Generalverdacht zu stellen und zu überwachen? Dazu werden alle möglichen privaten Daten von mir gebraucht? Also ich wage das zu bezweifeln und das hinterlässt bei mir einen ziemlich üblen Beigeschmack. Wenn man mich nach meiner persönlichen Meinung fragt, soll das nicht (nur) der Sicherheit dienen, sondern Kontrolle bringen. Beweisen kann man das natürlich nicht.

Doch was wäre, wenn es wirklich so ist? Was kann man gegen die Überwachung tun? Auswandern? Das würde das Übel wohl nur an einen anderen Ort verlegen. Bei der nächsten Wahl das Kreuzchen woanders hinsetzen? Bringt wohl auch eher wenig, denn keine Partei würde auf Überwachung verzichten, wobei es dort auch kleinere und größere Übel gibt. Es bleibt uns wohl oder übel nichts anderes zu tun, als uns damit abzufinden, oder würdet ihr auf Dinge wie Internet, Telefon und EC-Karte verzichten?

 

1 Kommentare

  1. Der große K says:

    Jaja…

    Big Brother is Watching you!

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