CD-Check: Breaking Benjamin – Phobia
Kritik
Der Musikstil von Breaking Benjamin ist grob im Bereich des Alternative Rocks beim Post-Grunge (Nu-Rock) anzusiedeln. Die musikalische Untermalung ihrer Songs ist zwar in den meisten Songs sehr hart und rockig, aber dennoch sehr melodiös, die einzelnen Instrumente harmonisieren wirklich sehr schön miteinander. So wird ohne irgendwelche Spielereien ein klasse Rock hingelegt, der sich sofort ins Ohr durchschlägt. Sänger Ben Burnley tut sein Übriges, der seine Stimme sehr geschickt und in einer enormen Bandbreite einsetzt. So wirken die Songs in sich immer sehr abwechslungsreich, auch wenn sich die Songs insgesamt teilweise ähneln, was bei genauerem und wiederholtem Hinhören schnell vergeht.
Das Songwriting ist im großen und ganzen ausgezeichnet, das Album ist durchzogen mit verschiedensten Themen: Liebe, Leid, Hoffnung, Angst und in fast allen Songs werden beim geneigten Hörer Bilder geweckt, die auch zum Nachdenken anregen können. Man kann aber auch einfach nur die Musk genießen und abrocken. Positiv zu vermerken ist, dass kein Song komplett daneben liegt und einige Songs wirklich sehr lange im Ohr bleiben. Und wie es scheint ist Phobia eines dieser besonderen Alben, die man nie tothören kann.
Phobia hat 14 Tracks, wobei 2 rein Instrumentale Stücke dabei sind, die als Intro und Outro dienen. Diese hätte man sich auch schenken können, sie wirken wie Füllstoff. Außerdem befindet sich am Ende eine Akustik-Version von “The Diary of Jane”. Diese kann man jedoch wie einen eigenen Song werten, da sie sich genug vom Original unterscheidet und wirklich sehr schön anzuhören ist. So kommen wir auf insgesamt 46:37 Minuten Spielzeit, was zwar nicht überragend, aber durchaus ordentlich ist, zumal man sich das Album mehrere Male hintereinander anhören kann.
Was Cover, Artwork und Booklet angeht, ist Phobia das beste, was ich seit langem in den Händen gehalten habe. Die Bilder im Booklet (von einem alten, verlassenen Haus wie etwa dem aus dem Video zu “The Diary of Jane”) haben zwar keinen Bezug zu den Texten, fügen sich jedoch gut ein und sehen wirklich klasse aus. Auch in allen anderen Bereichen punktet das Booklet. Die Texte sindperfekt lesbar und fast jeder Song hat eine eigene Seite gewidmet bekommen. In der Mitte war noch Platz für ein textfreies Bandfoto und am Ende befinden sich eine Dankesseite und eine Seite mit weiteren Informationen. So wünscht man sich das. Besser geht es eigentlich nicht.
Fazit
Für mich steht fest: Breaking Benjamin wird noch sehr lang in meinem CD-Player bleiben. Die Songs klingen toll und das Songwriting ist klasse, da macht das Hören einfach Spaß. Wer gut gemachten Rock mag, sollte hier unbedingt reinhören!
Breaking Benjamin – Phobia (Album)
Facts:
- Tracks: 14
- Gesamtspieldauer: 46:37
- Erscheinungsjahr: 2006
- Genre: Alternativ Rock/Post-Grunge
- Homepage: www.shallowbay.com
- Anspieltipps: Diary of Jane, Evil Angel, Had Enough
Einzelwertung:
Texte: 9 von 10
Musik/Produktion: 8 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 7 von 10
Ohrwurmfaktor: 8 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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