Christliche Rockmusik – was soll man davon halten?

Ich bin ja quasi immer auf der Suche nach neuer guter Musik. Heute bin ich auf eine Band gestißen, deren Name Skillet (dt. Bratpfanne) lautet. Ich hörte mir ein paar Stücke an und der erste Eindruck war gar nicht mal schlecht, “Mensch”, dachte ich mir, “das ist ja gar nicht mal so schlecht, das muss ich mir mal genauer anschauen und anhören.” Hab mich dann aber wie üblich bei Wikipedia, Amazon und Last.fm über die Band informiert. Da wunderte ich mich ganz schön, als ich las, dass es sich hier um eine “christliche Rockband” handelt mit Einflüssen aus dem Bereich Grunge. Der Sänger sieht aus wie einer dieser typischen Schmusesänger (gut, für das Aussehen kann er ja nichts) und am Schlagzeug sowie an Gitarre/Keyboard spielen zwei Damen (nette Abwechslung, zumal eine der beiden auch Backgroundgesang macht :) ). Aber abgesehen davon, dass ich die Kombination christliche Band und Rock/Grunge für sehr ungewöhnlich empfand, musste ich mich davon noch einmal selbst überzeugen, indem ich genauer auf die Texte achtete, darin würde sich das schon widerspiegeln.

Und tatsächlich, man kann schon viel christlichen Glauben hineininterpretieren, ob nun evangelisch, katholisch oder aus einer christlichen Sekte lässt sich nicht dabei zwar nicht herauslesen, aber ganz theoretisch kann man die Texte auch ganz anders auslegen. Da ich nun nicht gerade der gläubigste Mensch bin (ich geh nicht jeden Sonntag in die Kirche, bin aber getauft und konfirmiert), frage ich mich nun, was ich davon halten soll. Bin ja eigentlich eher so ein Mensch, der sagt, dass neben der Musik auch die Texte stimmen müssen. Und so wirklich gut kommt solch religiöses Zeug bei mir nicht an. Ich akzeptiere zwar jede Religion und auch, wenn jemand diese aktiv auslebt, aber ich persönlich muss es nicht haben. Jetzt find ichs aber doch irgendwie schade um die Musik. Vielleicht sollte ich mir mal eine CD zulegen und mir das alles nochmal genauer anhören, anhand von ein paar Songs zu urteilen ist vielleicht nicht ganz fair. Aber hier mal ein Video, damit ihr euch selbst mal ein Bild machen könnt, ihr seid ja sicher ganz neugierig. Also hier der Song Rebirthing von Skillet:

[youtube WkZ4lRfllko]

Und damit auch alle etwas haben, um sich zu beteiligen, frag ich euch auch mal: Sind für euch die Texte mindestens genauso wichtig wie die Musik oder spielt das kaum eine Rolle? Es muss ja nicht nur religiöser Inhalt sein, es gibt ja auch Songs mit rechts- und linksradikalem Gedankengut. Wo zieht ihr die Grenze? Bin gespannt auf eure Meinungen :)

 

3 Kommentare

  1. MuGo says:

    Tja, hm, gute Frage…

    Im Allgemeinen spielen englische und spanische Texte für mich keine Rolle (außer ich entdecke, dass ein beschissenes Lied eigentlich einen guten oder witzigen Text hat und es deswegen doch nicht so scheiße ist); französische und italienische aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse sowieso nicht.

    Anders sieht es dagegen schon bei deutschen Texten aus: Bei HipHop spielt der Text für mich eine ziemlich wichtige Rolle, bei Pop und Rock kann es auch schon einmal eine Weile dauern, bis ich auf den Text achte. Im Endeffekt ist da die Melodie für mich schon entscheidender.

    Es gibt allerdings auch Lieder, wo der Text für mich eine wichtige Rolle spielt: “Boten Anna” von BassHunter, den Deutz-Fahr-Song oder “Wir sind Kaiser’s Tengelmann” würde ich nicht so häufig hören, wenn ich nicht wüsste, dass der Text so unterirdisch ist. Dennoch: Wäre die Musik nur scheiße – ich würde es mir kaum antun…

    Summa summarum: Die Melodie und die richtige musikalische Umsetzung machen für mich die Mehrheit aus.

    Was radikale Texte angeht: Bis auf zwei Lieder von den Böhsen Onkelz (“Kirche” und “Keine Amnestie für MTV”) besitze ich nichts, was im Ruch des RechtsRock liegt. Und was linksradikales angeht – ein paar echt linke Lieder von Manu Chao und anderen südamerikanischen Untergrundhelden seien mir gegönnt; kommunistische oder anarchistische Lieder besitze ich sonst aber meines Wissens nach nicht. Wobei ich als eher Linker natürlich schon linkes Material besitze…^^

  2. Dandu says:

    Grundsätzlich kommt für mich Musik vor Text, obwohl seit ich der englischen Sprache mächtig geworden bin, ich manchmal sehr überrascht über den Inhalt mancher Lieder bin. Als 15jähriger gröhlte ich noch unwissend die Texte von “Hells Bells” oder “Highway to Hell” blauäugig mit oder schwelgte in Eagles “Hotel California”, dessen Inhalt doch nicht ohne ist. Manchmal täuscht auch die Musik über die brisanz der Texte hinweg. Im Hip Hop Bereich a la Fettes Brot und Co sind die Texte natürlich mehr im Vordergrund und im technoiden Bereich ist klar, dass das Gehör eine direkte Verbindung zur Kniescheibe aufweist.

  3. dani says:

    ich find so schlecht is das mit den Texten garnich….es kommt drauf an was du hören willst….ich find christliche texte sind meistens eher positiv

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