Filmriss: Firefly – Der Aufbruch der Serenity

Nachdem ich mit Rome schon einmal eine Serie im Filmriss vorgestellt habe, will ich dies noch einmal mit einer anderen Serie machen, die es meiner Meinung wert ist, bekannter zu werden. Es handelt sich um die Serie Firefly – Der Aufbruch der Serenity von Joss Whedon (Buffy, Angel), die einen Mix aus Science-Fiction und Western darstellt. Bisher wurde die Serie trotz mehrerer Ankündigungen seitens RTL bisher nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Leider wurde die Produktion der Serie bereits nach 14 Folgen eingestellt. Den Abschluss der Geschichte bietet dann der Kinofilm Serenity.

Firefly - Die komplette Serie Die Serie folgt handlungstechnisch keinem roten Faden, jedoch hängen alle Folgen miteinander zusammen und die Entwicklung der Charaktere und einige Story-Elemente ziehen sich durch alle Episoden hinweg. Es geht um die Crew des unanbhängigen Transportraumschiffs Serenity, die mit manchmal mehr, manchmal weniger legalen Aufträgen versucht, an ein wenig Geld für die Grundversorgung zu kommen. Die Serenity befindet sich ständig auf der Flucht vor der Regierung der Allianz, die einen flüchtigen Passagier an Bord der Serenity sucht und vor den Reaver, ehemalige Menschen, die zu Kannibalen geworden sind und sich selbst verstümmeln.

Das Besondere an Firefly ist die wirklich liebevolle Ausarbeitung der Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen und deren Entwicklung man gerne beobachtet. Jede Figur hat eigene Ansichten und Interessen, was dazu führt, dass Konflikte vorprogrammiert sind. Die Serie bietet Spannung, Dramatik, Humor und auch ein bisschen Romantik, ist also sehr vielschichtig und garantiert nicht nur für Sci-Fi Fans interessant. Die Dialoge bieten viel Wortwitz und sind teilweise auch mal etwas derber von der Wortwahl, was die Serie realistisch erscheinen lässt. Die schauspielerischen Leistungen können auch vollkommen überzeugen.

Die Serie ist komplett in einer DVD-Box mit 4 DVDs erhältlich. Der Sound ist zwar nur in 2.0 und das Bild könnte auch etwas besser sein, doch das tut der Güte der Serie eigentlich überhaupt keinen Abbruch. Insgesamt hat man mit Firefly – Der Aufbruch der Serenity 625 Minuten Spaß. Hinterher wird man nur extrem traurig sein, dass die Geschichte leider schon zuende ist und die Entwicklung der Charaktere nicht weiter fortgeführt werden konnte.

Meine Wertung: 10/10

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9 Kommentare

  1. CineKie says:

    Es ist wirklich eine Schande, dass diese hervorragende Serie so schnell abgesetzt wurde. Aber so läuft das ja häufig mit guten Serien (“Pretender”, “Surface”, “Jericho”, …). :-(

  2. Gerrit says:

    Ich wusste gar nicht, dass Serenity auf einer TV-Serie basiert. Aber wenn die Serie genauso gut ist, wie der Film sollte sie ja mehr als unterhaltend sein.
    Im Allgemeinen lohnt es sich aber so gut wie nie darauf zu warten, dass gute und in anderen Ländern sehr beliebte TV-Serien (Heroes) irgendwann einmal im deutschen Fernsehen laufen. Und falls sie dann doch einmal ausgestrahlt werden, dann zu total idiotischen Sendezeiten (Veronica Mars). Meistens kommt dann noch hinzu, dass schon lange fertige Staffeln z.T. erst einige Jahre später gezeigt werden (Alias), obwohl diese in anderen Ländern direkt aufeinander folgten und selbst die DVDs schon lange verkauft wurden. Wahrscheinlich ist es aber kommerziell erfolgreicher die x-te Alarm für Cobra 11 Wiederholung zu zeigen…

    Zum Glück wird man z.B. auf TVFreaks immer fündig, egal was man gut findet (so lange die Lieblingsserie ausnahmsweise mal nicht abgesetzt wurde ;) ).

  3. bullion says:

    Schön hier über “Firefly” zu lesen. Eine meiner absoluten Lieblingsserien. Viel zu früh abgesetzt. Tolle Schauspieler, tolle Charaktere und tolle Geschichten. Wirklich schade und selbst “Serenity” ist ein – im direkten Vergleich – etwas schwacher Abschluss. Muss ich auch unbedingt einmal wieder sehen!

  4. konna says:

    @CineKie: Ja, ist schon schade, was da manchmal verfrüht abgesetzt wird. Aber leider bestimmt die Quote, was gesendet wird und nicht die Qualität.

    @Gerrit: Dein Kommentar ist komischerweise im Spam gelandet. Die Serie ist auf jeden Fall sehenswert, da sie sogar um ein vielfaches besser ist als der Film. Kann ich dir wirklich uneingeschränkt empfehlen, ich hab die Folgen echt in Windeseile durchgehabt.

    @bullion: Die Serie ist auch bei mir sehr schnell zu einer meiner Lieblingsserien geworden, da stimmt wirklich alles. Bei mir war es so, dass ich den Film gesehen habe, bevor ich von der Serie überhaupt wusste, da fand ich den schon etwas seltsam.

  5. Jenson says:

    Ich selbst habe die Filme schon länger im Hause gehabt, da lagen die DvDs also, Zeitbomben gleich…
    Irgendwann kam meine Tochter Ende 2007 auf mich zu: Papa?! Ich habe da mal reingeluschert…die musst Du mit mir ansehen!!
    Was dabei heraus gekommen ist?
    Wir haben sie angesehen und die Firefly hat die harte Konkurrenz zu Mc Louds Töchter und Co lässig gemeistert.
    Tatsächlich hat irgendjemand es hier geschafft, so eine Art familiäre Bindung über den Screen zu vermitteln und das mit einer SF-Serie.
    Und als ich den letzten Teil sah, hatte ich selbst das Gefühl, aus einer sehr netten Family zu gehen,
    Hammer! :razz:
    Währenddessen muss ich lange darüber nachdenken, wen meiner Freund ich nicht mit den Firefly-Episoden beglückt hätte.
    Aussergewöhnlich ist hier die Einfachheit in Technik, Style und Sript.

    Traurig:
    Bei den Housewives geht Fillion leider ein wenig unter!

  6. konna says:

    @Jenson: Willkommen auf der Deponie! :)
    Schöne Geschichte, als ich die erste Folge gesehen hatte, war ich sofort fasziniert. Habe die Serie dann regelrecht verschlungen und habe dieses “familiäre” auch entdeckt. Leider war alles viel zu schnell vorbei. Aber ich habe dann auch meine Familie angefixt und habe wirklich von jeder Seite nur pure Begeisterung vernommen. :D

  7. Jenson says:

    Jo Konna!

    …ich geb ja zu, war spät dran in diesem Forum :oops:

    Mein Highlight war übrigens die Episode, in der der Käppen allein auf seinem Schiff zurückblieb, mit den vielen Rückblenden und dem kaputten Teil für die Schiffsenergie, hatte Kaylie diesmal nich zusammengebracht das alte Schrotteil… :evil:
    ..und als Reynolds nach seiner Rettung kurz aus seiner Anästhesie herauskam und u.a. nur sagte:
    “wenn ich morgen aufwache, seid ihr dann noch da??”, oder so…
    Viel mehr Verbindlichkeit kann ja das Leben in Wahrheit wohl nich bringen… :razz:
    Und weil ich jetzt mal checken will, wie diese Folge hieß, habe ich mir mein Filmchen gerade zurückerobert und zaubere mir das nochmal aufn Schirm.

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