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	<title>Comments on: Die Leiden der Eva Herman oder Staat vs. Kinder</title>
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		<title>By: Am dritten Tage nach dem Eva-Herman-Fall &#171; Sendungsbewusstsein</title>
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		<dc:creator>Am dritten Tage nach dem Eva-Herman-Fall &#171; Sendungsbewusstsein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 18:38:49 +0000</pubDate>
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		<description>[...] anders geht es auch: Im Blog &#8220;Gedankendeponie&#8221; (Link) wird eine Diskussion über die Familie geführt, streng im Rahmen der Vorgaben, die Eva Herman [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] anders geht es auch: Im Blog &#8220;Gedankendeponie&#8221; (Link) wird eine Diskussion über die Familie geführt, streng im Rahmen der Vorgaben, die Eva Herman [...]</p>
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		<title>By: sanja</title>
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		<dc:creator>sanja</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 19:16:20 +0000</pubDate>
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		<description>ich distanziere mich von der eben getätigten aussage, ich hab einfach keinen bock das näher zu vertiefen. aber dramen darüber zu machen wie gering die geburtenrate ist, ist einfach paranoid. und ehrlich gesagt für mich auch nazistisch</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich distanziere mich von der eben getätigten aussage, ich hab einfach keinen bock das näher zu vertiefen. aber dramen darüber zu machen wie gering die geburtenrate ist, ist einfach paranoid. und ehrlich gesagt für mich auch nazistisch</p>
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		<title>By: sanja</title>
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		<dc:creator>sanja</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 19:10:58 +0000</pubDate>
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		<description>in zeiten von überbevölkerung, massensterben durch hunger usw. ist es nahezu als schwarzer humor zu verstehen mehr kinder zu fordern</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>in zeiten von überbevölkerung, massensterben durch hunger usw. ist es nahezu als schwarzer humor zu verstehen mehr kinder zu fordern</p>
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		<title>By: Blondes Alien</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3099</link>
		<dc:creator>Blondes Alien</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 15:53:22 +0000</pubDate>
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		<description>@MuGo: Danke Dir.

@Konna: Du hast Recht, ich wollte nicht pauschalisieren. Ich dachte beim Schreiben an meinen Neffen, der ohne Geschwister aufwächst. Und wir beobachten, daß er sehr fixiert ist auf Erwachsene, also auf seine Eltern und auf mich. Meine Schwester geht zwar täglich auf den Spielplatz und ist auch einmal wöchentlich in einer Kindergruppe, aber das reicht einfach nicht. Er soll den Umgang mit anderen Kindern lernen. Aber das ist mangels Kinder gar nicht so einfach.

Daher obige Äußerung zum Sozialverhalten. Sollte nicht ausdrücken, daß es zu Defiziten kommt, wenn Kinder zu Hause aufwachsen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@MuGo: Danke Dir.</p>
<p>@Konna: Du hast Recht, ich wollte nicht pauschalisieren. Ich dachte beim Schreiben an meinen Neffen, der ohne Geschwister aufwächst. Und wir beobachten, daß er sehr fixiert ist auf Erwachsene, also auf seine Eltern und auf mich. Meine Schwester geht zwar täglich auf den Spielplatz und ist auch einmal wöchentlich in einer Kindergruppe, aber das reicht einfach nicht. Er soll den Umgang mit anderen Kindern lernen. Aber das ist mangels Kinder gar nicht so einfach.</p>
<p>Daher obige Äußerung zum Sozialverhalten. Sollte nicht ausdrücken, daß es zu Defiziten kommt, wenn Kinder zu Hause aufwachsen.</p>
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		<title>By: Ich war im Kindergarten - und meine Eltern lieben mich trotzdem! &#171; MuGo</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3098</link>
		<dc:creator>Ich war im Kindergarten - und meine Eltern lieben mich trotzdem! &#171; MuGo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 15:28:31 +0000</pubDate>
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		<description>[...] schreibt man Kommentare, die es wert sind, dass sie zu einem Artikel werden. So geschehen mit diesem Kommentar zu Konnas Beitrag &#8220;Die Leiden der Eva Hermann oder Staat vs. Kinder&#8220;. Das ganze lag mir [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] schreibt man Kommentare, die es wert sind, dass sie zu einem Artikel werden. So geschehen mit diesem Kommentar zu Konnas Beitrag &#8220;Die Leiden der Eva Hermann oder Staat vs. Kinder&#8220;. Das ganze lag mir [...]</p>
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	<item>
		<title>By: MuGo</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3097</link>
		<dc:creator>MuGo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 14:45:12 +0000</pubDate>
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		<description>@Konna:

Du wirst Recht haben, dass sich die entsprechenden Paare wahrscheinlich nicht bewusst gegen Kinder entscheiden, sondern einfach gar nicht den Wunsch äußern. Punkt an dich.

Trotzdem bezweifel ich, dass Geld so ein großer Faktor ist. Zumindest kommt es mir so vor, als ob ausgerechnet Hartz-IV-Empfänger als Einzige noch Kinder bekommen, um es mal ganz überspitzt zu sagen.

Zu deiner eigentlichen Intention: Da hast du vollkommen Recht - Deutschland IST hochgradig kinderfeindlich; wer etwas anderes behauptet, kann keine Kinder haben. Aber eine Diskussion über neue Erziehungsmodelle und ein Umdenken in der Familienpolitik gerade mit Eva Hermann aufzuziehen, war taktisch unklug. Denn Eva Hermann will alles - aber kein modernes partnerschaftliches Familienmodell!^^</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Konna:</p>
<p>Du wirst Recht haben, dass sich die entsprechenden Paare wahrscheinlich nicht bewusst gegen Kinder entscheiden, sondern einfach gar nicht den Wunsch äußern. Punkt an dich.</p>
<p>Trotzdem bezweifel ich, dass Geld so ein großer Faktor ist. Zumindest kommt es mir so vor, als ob ausgerechnet Hartz-IV-Empfänger als Einzige noch Kinder bekommen, um es mal ganz überspitzt zu sagen.</p>
<p>Zu deiner eigentlichen Intention: Da hast du vollkommen Recht &#8211; Deutschland IST hochgradig kinderfeindlich; wer etwas anderes behauptet, kann keine Kinder haben. Aber eine Diskussion über neue Erziehungsmodelle und ein Umdenken in der Familienpolitik gerade mit Eva Hermann aufzuziehen, war taktisch unklug. Denn Eva Hermann will alles &#8211; aber kein modernes partnerschaftliches Familienmodell!^^</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: konna</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3096</link>
		<dc:creator>konna</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 13:35:02 +0000</pubDate>
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		<description>Also zuerst möchte ich doch noch einmal sehr klarstellen, dass ich es NICHT so sehe, dass Kinder, die nicht durchgehend bei der Familie aufwachsen, Defizite haben oder im Nachteil sind und sicher sogar einige Vorzüge haben (beides hat seine Vor- und Nachteile). Also das ist mir wichtig, dass mir das nicht vorgeworfen wird, ich gebe aber zu, dass es in meinen bisherigen Äußerungen vielleicht so rüberkam - sorry! Möglicherweise liegt es daran, dass ich es mir nicht so gut vorstellen kann. Meine Äußerung dazu tut mir schon ein wenig Leid, ich wollte damit niemanden diskriminieren.

Jedoch könnte man bei euch auch raushören, dass die Kinder, die bei den Eltern aufgewachsen sind, Defizite haben - was pauschal auch nicht richtig ist. Pauschalisieren sollte man bei diesem Thema aber sowieso nicht. ;)

Aber eigentlich war das auch nicht die Hauptintention des Beitrags - es ging eher um die Kinderfeindlich des Staates und um das althergebrachte Rollenmodell und inwiefern man da vielleicht umdenken (können) sollte - also zum Beispiel, dass der Mann als Hausmann arbeitet. Sowas gibt es doch kaum und wenn, dann wird das doch meist eher belächelt.

Folgendes Zitat aus deiner Quelle, Katja, das fand ich für den ersten Teil am bezeichnendsten:

&quot;Flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder, flexible Elternzeit-Regelungen, hohes Elterngeld, Anspruch auf Teilzeitarbeit und die Reservierung eines Teils der Elternzeit ausschließlich für Väter gelten als die Erfolgsfaktoren des nordischen Modells&quot;

In Deutschland sind all diese Dinge nur mangelhaft umgesetzt. Die Demografie ist ein extrem großes Problem, das nur dadurch angegangen werden kann, dass man den Menschen wieder das Kinderkriegen ins Bewusstsein ruft und ihnen Anreize bietet, das auch durchzuführen. Die Studie besagt ja, dass dies vor allem von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen bestimmt wird. Paare, wo beide arbeitslos sind, werden sicherlich an alles andere denken als ans Kinderkriegen. Die finanzielle Seite spielt eine nicht unerhebliche Rolle - und ich glaube, dass du, MuGo, diese Fälle nicht kennst, weil sich finanziell schlecht dastehende Paare um soetwas gar keine Gedanken machen. Wenn sie finanziell auf sicheren Füßen stehen, ist da natürlich eher Platz für Kinderwünsche. Ist aus meiner Sicht jedenfalls logisch - ich würde jedenfalls genauso handeln.

Nochmal zu den Krippen etc. - sicher kommt es auch immer darauf an, wie das ganze dort gemacht wird. Da gibt es sicher gute und schlechte Beispiele.
Und dir, MuGo, muss ich natürlich in dem Punkt zustimmen, dass es bei Einzelkindern und &quot;Großfamilien&quot; Unterschiede gibt.

Jetzt bin ich bestimmt auf irgendwas nicht eingegangen, aber ich muss jetzt erstmal weg, deshalb gibts das dann später. :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also zuerst möchte ich doch noch einmal sehr klarstellen, dass ich es NICHT so sehe, dass Kinder, die nicht durchgehend bei der Familie aufwachsen, Defizite haben oder im Nachteil sind und sicher sogar einige Vorzüge haben (beides hat seine Vor- und Nachteile). Also das ist mir wichtig, dass mir das nicht vorgeworfen wird, ich gebe aber zu, dass es in meinen bisherigen Äußerungen vielleicht so rüberkam &#8211; sorry! Möglicherweise liegt es daran, dass ich es mir nicht so gut vorstellen kann. Meine Äußerung dazu tut mir schon ein wenig Leid, ich wollte damit niemanden diskriminieren.</p>
<p>Jedoch könnte man bei euch auch raushören, dass die Kinder, die bei den Eltern aufgewachsen sind, Defizite haben &#8211; was pauschal auch nicht richtig ist. Pauschalisieren sollte man bei diesem Thema aber sowieso nicht. <img src='http://www.gedankendeponie.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber eigentlich war das auch nicht die Hauptintention des Beitrags &#8211; es ging eher um die Kinderfeindlich des Staates und um das althergebrachte Rollenmodell und inwiefern man da vielleicht umdenken (können) sollte &#8211; also zum Beispiel, dass der Mann als Hausmann arbeitet. Sowas gibt es doch kaum und wenn, dann wird das doch meist eher belächelt.</p>
<p>Folgendes Zitat aus deiner Quelle, Katja, das fand ich für den ersten Teil am bezeichnendsten:</p>
<p>&#8220;Flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder, flexible Elternzeit-Regelungen, hohes Elterngeld, Anspruch auf Teilzeitarbeit und die Reservierung eines Teils der Elternzeit ausschließlich für Väter gelten als die Erfolgsfaktoren des nordischen Modells&#8221;</p>
<p>In Deutschland sind all diese Dinge nur mangelhaft umgesetzt. Die Demografie ist ein extrem großes Problem, das nur dadurch angegangen werden kann, dass man den Menschen wieder das Kinderkriegen ins Bewusstsein ruft und ihnen Anreize bietet, das auch durchzuführen. Die Studie besagt ja, dass dies vor allem von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen bestimmt wird. Paare, wo beide arbeitslos sind, werden sicherlich an alles andere denken als ans Kinderkriegen. Die finanzielle Seite spielt eine nicht unerhebliche Rolle &#8211; und ich glaube, dass du, MuGo, diese Fälle nicht kennst, weil sich finanziell schlecht dastehende Paare um soetwas gar keine Gedanken machen. Wenn sie finanziell auf sicheren Füßen stehen, ist da natürlich eher Platz für Kinderwünsche. Ist aus meiner Sicht jedenfalls logisch &#8211; ich würde jedenfalls genauso handeln.</p>
<p>Nochmal zu den Krippen etc. &#8211; sicher kommt es auch immer darauf an, wie das ganze dort gemacht wird. Da gibt es sicher gute und schlechte Beispiele.<br />
Und dir, MuGo, muss ich natürlich in dem Punkt zustimmen, dass es bei Einzelkindern und &#8220;Großfamilien&#8221; Unterschiede gibt.</p>
<p>Jetzt bin ich bestimmt auf irgendwas nicht eingegangen, aber ich muss jetzt erstmal weg, deshalb gibts das dann später. <img src='http://www.gedankendeponie.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: MuGo</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3095</link>
		<dc:creator>MuGo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 12:43:10 +0000</pubDate>
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		<description>@Blondes Alien:

Ein sehr schöner Kommentar. Danke!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Blondes Alien:</p>
<p>Ein sehr schöner Kommentar. Danke!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Blondes Alien</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3094</link>
		<dc:creator>Blondes Alien</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 12:07:58 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde auch, daß sich aus dem Beitrag stellenweise herauslesen lässt, daß Kinder, die nicht durchgehend im Familienverbund aufwachsen, Defizite mitbringen. Ich denke, das ließe sich leicht widerlegen. Einmal, wenn man auf die Länder des ehemaligen Ostblocks blickt. Diese Menschen haben im Durchsschnitt genauso gute oder schlechte Eigenschaften wie die Menschen im Westen. Sie sind weder intelligenter noch dümmer, nicht assozialer oder sozialer als wir.

Ich glaube auch nicht, daß ich einen Schaden dadurch davongetragen habe, daß meine Eltern beide gearbeitet haben. Ich wuchs die ersten fünf Jahre mit einer Nanny auf. Danach war ich im Kindergarten, dann kam die Schule. Ich war ein Schlüsselkind. Heute habe ich ein ausgesprochen liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern und zu meiner Schwester. Ich bin kein sozialer Nerd und geistig nicht zurückgeblieben.

Zum anderen kann man durchaus weiter in die Vergangenheit reisen. Wie lange gibt es denn eigentlich die Familienstruktur in der beschriebenen Form? Gute 200 Jahre? Und dann noch nicht mal in allen Gesellschaftsschichten. Die Hausfrau und Mutter ist eine Idealisierung der Romantik. Zuvor waren Frauen allezeit gezwungen, zu arbeiten. Die Notwendigkeit war da, sonst hätte die Familie nicht überleben können.
Und das funktionierte auch, schließlich lebte man in Großfamilien oder (noch weiter in der Vergangenheit) in Sippen. Da gab es Tanten, Omas, gebrechliche Familienmitglieder und ältere Kinder, und die konnten auf kleinere aufpassen und sie miterziehen.  
Ich fände eine Familienstruktur in dieser Form auch heute ausgesprochen sinnvoll. Die Mütter (oder Väter) werden entlastet. Das Kind lernt von klein auf den sozialen Umgang. Der ist doch wichtig. Nur zu Hause mit einem Elternteil kannst Du doch kein Sozialverhalten aufbauen. 

Das Problem ist nur: Die Großfamilie gibt es nicht mehr. Aber was ist so verwerflich daran, die Großfamilie durch erzieherische Einrichtungen zu ersetzen?  

Ich finde Deinen Ansatz, weg von den Schuldzuweisungen und hin zu einem Kompromiss absolut lobenswert. Ich bin völlig einer Meinung mit Dir in diesem Punkt. Es geht nicht um das Ausspielen diverser Machtpositionen, weder in der Gesellschaftspolitik noch in der Emanzipation. Es geht um Respekt, Anerkennung und einer Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen. Dazu müssen überholte Denkmuster aus den Gehirnen. 

Nimm z.B. meine Beziehung: Ich bin mit Sicherheit gebildeter und ausgebildeter als mein Freund (und nur um das zu verdeutlichen: Bildung und Ausbildung haben nichts mit Intelligenz zu tun, ich halte meinen Freund mir in dieser Hinsicht in jedem Fall ebenbürtig). Ich verdiene mehr und so wird es vermutlich auch bleiben. Wäre es nicht völlig verkehrt, kontraproduktiv und gedankenlos, wenn ich nun nach der Geburt eines Kindes (was abgesehen davon nicht passieren wird) das Haus hüte, während sich mein Freund abkämpfen muss, um das Überleben zu sichern? 

Das ist es eben, was mich an den Aussagen Frau Hermanns stört. Es sind z.T. recht unüberlegte Plattitüden (von vielen ohne nachzudenken gedankenlos beklatscht), die an den Gegebenheiten vorbeilaufen. Und nicht nur Frauen diskriminiert, sondern auch die Männer.

Ich fühle mich jedenfalls diskriminiert, schließlich kann ich durch einen Unglücksfall keine Kinder bekommen. Ich bin also gesellschaftlich mehr oder weniger nutzlos und als arbeitende Frau laut Frau Hermann ohnehin depressiv (und sogar suizidgefährdet). Naja, die einzig depressive Phase hatte ich, als ich (mal abgesehen von der Krankheit) arbeitslos war. 

Männern wird durch Frau Hermann per se die Fähigkeit, ein Kind großzuziehen abgestritten. Das Kind gehört zur Mutter. Ja wie? Und der Vater spielt nur die zweite Geige? 

Aber Frau Hermann kann auch noch diskriminierender. Sie erklärt die Welt mit längst überholten biologischen Fred-Feuerstein-Theorien. War ja immer so, daß Frauen am Feuer standen und die Männer Mammuts gejagt haben. Naja, vielleicht war sie dabei. Bei archaischen Völkern dieser Welt hockt jedenfalls keine Frau mit Kind am Feuer. Die binden sich das Kleine um und arbeiten. Anders könnten sie nicht überleben. (Oft sind es sogar die Männer, die faul rumsitzen und selbst die Hochschwangeren arbeiten lassen). Ich denke ein Blick auf die Naturvölker dieser Welt gibt einen guten Hinweis darauf, wie unsere frühzeitliche Gesellschaft wohl ausgesehen hat. Wie oben schon gesagt, dieses hermannsche Bild existiert nicht seit Jahrtausenden, sondern seit gut 200 Jahren (und betraf in früheren Zeiten auch nur die Oberschicht. Bauersfrauen beispielsweise durften immer arbeiten). Diese These von Frau Hermann ist doch schlicht falsch!

Dazu ein Zitat von Frau Hermann:

&lt;em&gt;Der Mann ging zur Jagd, später zur Arbeit und sorgte für den Lebensunterhalt der Familie, die Frau kümmerte sich um das Heim, den Herd, die Kinder und stärkte ihrem Mann den Rücken durch weibliche Fähigkeiten wie Empathie, Verständnis, Vorsicht. Aus dieser Zeit stammt das volksmündliche Sprichwort, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine kluge Frau stehe.&lt;/em&gt;
(&lt;a href=&quot;http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&amp;item=1111&quot;&gt;Quelle&lt;/a&gt;)


Wenn man sich über Familienpolitik Gedanken macht, dann hilft es vielleicht, mal über die Landesgrenzen hinauszublicken. Warum funktioniert es in Frankreich oder in Skandinavien so gut? Eine recht gute Zusammenfassung gibt dieser Artikel &lt;a href=&quot;http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/mensch/psychologie/3723806-Ein-Drittel-Kind-Vorsprung,articleset=4658980,page=0.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde auch, daß sich aus dem Beitrag stellenweise herauslesen lässt, daß Kinder, die nicht durchgehend im Familienverbund aufwachsen, Defizite mitbringen. Ich denke, das ließe sich leicht widerlegen. Einmal, wenn man auf die Länder des ehemaligen Ostblocks blickt. Diese Menschen haben im Durchsschnitt genauso gute oder schlechte Eigenschaften wie die Menschen im Westen. Sie sind weder intelligenter noch dümmer, nicht assozialer oder sozialer als wir.</p>
<p>Ich glaube auch nicht, daß ich einen Schaden dadurch davongetragen habe, daß meine Eltern beide gearbeitet haben. Ich wuchs die ersten fünf Jahre mit einer Nanny auf. Danach war ich im Kindergarten, dann kam die Schule. Ich war ein Schlüsselkind. Heute habe ich ein ausgesprochen liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern und zu meiner Schwester. Ich bin kein sozialer Nerd und geistig nicht zurückgeblieben.</p>
<p>Zum anderen kann man durchaus weiter in die Vergangenheit reisen. Wie lange gibt es denn eigentlich die Familienstruktur in der beschriebenen Form? Gute 200 Jahre? Und dann noch nicht mal in allen Gesellschaftsschichten. Die Hausfrau und Mutter ist eine Idealisierung der Romantik. Zuvor waren Frauen allezeit gezwungen, zu arbeiten. Die Notwendigkeit war da, sonst hätte die Familie nicht überleben können.<br />
Und das funktionierte auch, schließlich lebte man in Großfamilien oder (noch weiter in der Vergangenheit) in Sippen. Da gab es Tanten, Omas, gebrechliche Familienmitglieder und ältere Kinder, und die konnten auf kleinere aufpassen und sie miterziehen.<br />
Ich fände eine Familienstruktur in dieser Form auch heute ausgesprochen sinnvoll. Die Mütter (oder Väter) werden entlastet. Das Kind lernt von klein auf den sozialen Umgang. Der ist doch wichtig. Nur zu Hause mit einem Elternteil kannst Du doch kein Sozialverhalten aufbauen. </p>
<p>Das Problem ist nur: Die Großfamilie gibt es nicht mehr. Aber was ist so verwerflich daran, die Großfamilie durch erzieherische Einrichtungen zu ersetzen?  </p>
<p>Ich finde Deinen Ansatz, weg von den Schuldzuweisungen und hin zu einem Kompromiss absolut lobenswert. Ich bin völlig einer Meinung mit Dir in diesem Punkt. Es geht nicht um das Ausspielen diverser Machtpositionen, weder in der Gesellschaftspolitik noch in der Emanzipation. Es geht um Respekt, Anerkennung und einer Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen. Dazu müssen überholte Denkmuster aus den Gehirnen. </p>
<p>Nimm z.B. meine Beziehung: Ich bin mit Sicherheit gebildeter und ausgebildeter als mein Freund (und nur um das zu verdeutlichen: Bildung und Ausbildung haben nichts mit Intelligenz zu tun, ich halte meinen Freund mir in dieser Hinsicht in jedem Fall ebenbürtig). Ich verdiene mehr und so wird es vermutlich auch bleiben. Wäre es nicht völlig verkehrt, kontraproduktiv und gedankenlos, wenn ich nun nach der Geburt eines Kindes (was abgesehen davon nicht passieren wird) das Haus hüte, während sich mein Freund abkämpfen muss, um das Überleben zu sichern? </p>
<p>Das ist es eben, was mich an den Aussagen Frau Hermanns stört. Es sind z.T. recht unüberlegte Plattitüden (von vielen ohne nachzudenken gedankenlos beklatscht), die an den Gegebenheiten vorbeilaufen. Und nicht nur Frauen diskriminiert, sondern auch die Männer.</p>
<p>Ich fühle mich jedenfalls diskriminiert, schließlich kann ich durch einen Unglücksfall keine Kinder bekommen. Ich bin also gesellschaftlich mehr oder weniger nutzlos und als arbeitende Frau laut Frau Hermann ohnehin depressiv (und sogar suizidgefährdet). Naja, die einzig depressive Phase hatte ich, als ich (mal abgesehen von der Krankheit) arbeitslos war. </p>
<p>Männern wird durch Frau Hermann per se die Fähigkeit, ein Kind großzuziehen abgestritten. Das Kind gehört zur Mutter. Ja wie? Und der Vater spielt nur die zweite Geige? </p>
<p>Aber Frau Hermann kann auch noch diskriminierender. Sie erklärt die Welt mit längst überholten biologischen Fred-Feuerstein-Theorien. War ja immer so, daß Frauen am Feuer standen und die Männer Mammuts gejagt haben. Naja, vielleicht war sie dabei. Bei archaischen Völkern dieser Welt hockt jedenfalls keine Frau mit Kind am Feuer. Die binden sich das Kleine um und arbeiten. Anders könnten sie nicht überleben. (Oft sind es sogar die Männer, die faul rumsitzen und selbst die Hochschwangeren arbeiten lassen). Ich denke ein Blick auf die Naturvölker dieser Welt gibt einen guten Hinweis darauf, wie unsere frühzeitliche Gesellschaft wohl ausgesehen hat. Wie oben schon gesagt, dieses hermannsche Bild existiert nicht seit Jahrtausenden, sondern seit gut 200 Jahren (und betraf in früheren Zeiten auch nur die Oberschicht. Bauersfrauen beispielsweise durften immer arbeiten). Diese These von Frau Hermann ist doch schlicht falsch!</p>
<p>Dazu ein Zitat von Frau Hermann:</p>
<p><em>Der Mann ging zur Jagd, später zur Arbeit und sorgte für den Lebensunterhalt der Familie, die Frau kümmerte sich um das Heim, den Herd, die Kinder und stärkte ihrem Mann den Rücken durch weibliche Fähigkeiten wie Empathie, Verständnis, Vorsicht. Aus dieser Zeit stammt das volksmündliche Sprichwort, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine kluge Frau stehe.</em><br />
(<a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&amp;item=1111">Quelle</a>)</p>
<p>Wenn man sich über Familienpolitik Gedanken macht, dann hilft es vielleicht, mal über die Landesgrenzen hinauszublicken. Warum funktioniert es in Frankreich oder in Skandinavien so gut? Eine recht gute Zusammenfassung gibt dieser Artikel <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/mensch/psychologie/3723806-Ein-Drittel-Kind-Vorsprung,articleset=4658980,page=0.html">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: MuGo</title>
		<link>http://www.gedankendeponie.net/2007/10/12/die-leiden-der-eva-herman-oder-staat-vs-kinder/comment-page-1/#comment-3093</link>
		<dc:creator>MuGo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 11:46:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Konna:

Ist das &quot;Weggeben&quot; ein Zeichen von Liebe? Sicherlich nicht. Aber ist es ein Zeichen von Liebe, sich selbst aufzugeben und etwas zu machen, auf das man keine Lust hat, nur weil man jemandem etwas vorspielen möchte, was man selbst gar nicht will? Und das wäre der Fall gewesen, wenn sich meine Mutter oder mein Vater für die Betreuung meinerseits und gegen den Beruf entschieden hätten.

Es ist da ja auch ein grundlegender Unterschied zwischen uns: Ich betrachte alles aus der Einzelkindperspektive, du aus der Perspektive der Großfamilie. Wenn jemand fünf (oder sieben) Kinder hat und dann dennoch einem Vollzeitjob als, sagen wir, Familienministerin nachgeht, dann denke ich mir: &quot;Respekt! Aber das kann nicht der Standard sein!&quot; Klar, dass man dies im Normalfall nicht mit zwei Vollzeit arbeitenden Eltern schafft - aber es kann auch nicht sein, dass Frau von der Leyen vorgeworfen wird, sie würde ihre Kinder nicht lieben, weil sie ein Kindermädchen beschäftigt. Sie hat ihren Weg gefunden und wir sollten uns alle freuen, dass sie dabei glücklich ist.

Jetzt kommen da aber die Horrorszenarien, die ich innerlich habe: Vierzigjährige Frauen, die jetzt nochmal ein Kind haben wollen und sich dann nur noch auf dieses Kind konzentrieren. Da bemitleide ich das Kind, weil es unter ständiger Kontrolle steht (was schon im Kindergarten nicht mehr der Fall wäre - es ist einfach was anderes, ob die eigenen Eltern oder jemand anderes auf einen aufpassen) und höchstwahrscheinlich verzogen wird: Wie soll ein Kind, das der Lebensinhalt der Mutter ist (es sind normalerweise die Mütter), jemals lernen, Konflikte mit Mitmenschen zu lösen oder dass man hin und wieder auch mal zurückstecken muss, um sich nicht vollends unbeliebt zu machen? Es kommt ja nie mit anderen Kindern in Konfliktsituationen!

Mir ist wichtig, dass klar wird: Es geht hier um Einzelkinder! Schon bei drei Kindern stellen sich die Probleme nicht mehr, weil man sich dann schließlich mit seinen Geschwistern auseinandersetzen muss. Aber ich habe beim Wert &quot;Familie&quot; eben Vierzigjährige Frauen mit nur einem Kind vor Augen - Frauen wie Eva Hermann. Frauen, die sich unbotmäßig etwas aneignen wollen, was eigentlich Großfamilien zustehen sollte: Das Recht darauf, sich um die Kinder gebührend zu kümmern. Aber ein Kind allein braucht keinen 24-Stunden-Service!

Ich weiß, dass ich hier schnell in die Gefahr gerate, meine eigene Meinung auf das Gemeinwohl zu projezieren, denn ich bin bekanntermaßen kein Freund von &quot;Hausfrauen&quot; (ein besserer Ausruck fällt mir gerade nicht ein). Aber ich möchte auch eigentlich nur einen anderen Lebensstil verteidigen, in dem ich aufgewachsen bin und den ich selber als den für mich richtigen ansehe und dabei darauf hinweisen, was meine Meinung beeinflusst.

Zu den Kosten: Naja, ich weiß nicht, ich habe noch nie von jemandem gehört: &quot;Ich hätte gerne ein Kind, aber wir können es uns nicht leisten.&quot; Ich kenne vielleicht die falschen Leute, aber solange ich diese Menschen nicht persönlich einmal treffe, halte ich sie für eine unbedeutende Randgruppe.
Außerdem halte ich es immer noch für ein seltsames Argument: Gott sei Dank leben wir in einem Land, in dem kein Kind verhungern muss, weil die Eltern kein Geld für Essen haben. Und das würde ja auch so bleiben - ich will ja nicht Sozialleistungen abschaffen, sondern das Kindergeld. Und das drei oder vier Personen natürlich mehr Geld brauchen als zwei steht außer Frage. Und wer ein Einkommen unter dem Sozialhilfesatz hat, bekommt die Differenz auch ausgezahlt. Ob der Sozialhilfesatz richtig berechnet ist, ist eine ganz andere Frage...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Konna:</p>
<p>Ist das &#8220;Weggeben&#8221; ein Zeichen von Liebe? Sicherlich nicht. Aber ist es ein Zeichen von Liebe, sich selbst aufzugeben und etwas zu machen, auf das man keine Lust hat, nur weil man jemandem etwas vorspielen möchte, was man selbst gar nicht will? Und das wäre der Fall gewesen, wenn sich meine Mutter oder mein Vater für die Betreuung meinerseits und gegen den Beruf entschieden hätten.</p>
<p>Es ist da ja auch ein grundlegender Unterschied zwischen uns: Ich betrachte alles aus der Einzelkindperspektive, du aus der Perspektive der Großfamilie. Wenn jemand fünf (oder sieben) Kinder hat und dann dennoch einem Vollzeitjob als, sagen wir, Familienministerin nachgeht, dann denke ich mir: &#8220;Respekt! Aber das kann nicht der Standard sein!&#8221; Klar, dass man dies im Normalfall nicht mit zwei Vollzeit arbeitenden Eltern schafft &#8211; aber es kann auch nicht sein, dass Frau von der Leyen vorgeworfen wird, sie würde ihre Kinder nicht lieben, weil sie ein Kindermädchen beschäftigt. Sie hat ihren Weg gefunden und wir sollten uns alle freuen, dass sie dabei glücklich ist.</p>
<p>Jetzt kommen da aber die Horrorszenarien, die ich innerlich habe: Vierzigjährige Frauen, die jetzt nochmal ein Kind haben wollen und sich dann nur noch auf dieses Kind konzentrieren. Da bemitleide ich das Kind, weil es unter ständiger Kontrolle steht (was schon im Kindergarten nicht mehr der Fall wäre &#8211; es ist einfach was anderes, ob die eigenen Eltern oder jemand anderes auf einen aufpassen) und höchstwahrscheinlich verzogen wird: Wie soll ein Kind, das der Lebensinhalt der Mutter ist (es sind normalerweise die Mütter), jemals lernen, Konflikte mit Mitmenschen zu lösen oder dass man hin und wieder auch mal zurückstecken muss, um sich nicht vollends unbeliebt zu machen? Es kommt ja nie mit anderen Kindern in Konfliktsituationen!</p>
<p>Mir ist wichtig, dass klar wird: Es geht hier um Einzelkinder! Schon bei drei Kindern stellen sich die Probleme nicht mehr, weil man sich dann schließlich mit seinen Geschwistern auseinandersetzen muss. Aber ich habe beim Wert &#8220;Familie&#8221; eben Vierzigjährige Frauen mit nur einem Kind vor Augen &#8211; Frauen wie Eva Hermann. Frauen, die sich unbotmäßig etwas aneignen wollen, was eigentlich Großfamilien zustehen sollte: Das Recht darauf, sich um die Kinder gebührend zu kümmern. Aber ein Kind allein braucht keinen 24-Stunden-Service!</p>
<p>Ich weiß, dass ich hier schnell in die Gefahr gerate, meine eigene Meinung auf das Gemeinwohl zu projezieren, denn ich bin bekanntermaßen kein Freund von &#8220;Hausfrauen&#8221; (ein besserer Ausruck fällt mir gerade nicht ein). Aber ich möchte auch eigentlich nur einen anderen Lebensstil verteidigen, in dem ich aufgewachsen bin und den ich selber als den für mich richtigen ansehe und dabei darauf hinweisen, was meine Meinung beeinflusst.</p>
<p>Zu den Kosten: Naja, ich weiß nicht, ich habe noch nie von jemandem gehört: &#8220;Ich hätte gerne ein Kind, aber wir können es uns nicht leisten.&#8221; Ich kenne vielleicht die falschen Leute, aber solange ich diese Menschen nicht persönlich einmal treffe, halte ich sie für eine unbedeutende Randgruppe.<br />
Außerdem halte ich es immer noch für ein seltsames Argument: Gott sei Dank leben wir in einem Land, in dem kein Kind verhungern muss, weil die Eltern kein Geld für Essen haben. Und das würde ja auch so bleiben &#8211; ich will ja nicht Sozialleistungen abschaffen, sondern das Kindergeld. Und das drei oder vier Personen natürlich mehr Geld brauchen als zwei steht außer Frage. Und wer ein Einkommen unter dem Sozialhilfesatz hat, bekommt die Differenz auch ausgezahlt. Ob der Sozialhilfesatz richtig berechnet ist, ist eine ganz andere Frage&#8230;</p>
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