CD-Check: Coheed and Cambria – Good Apollo I’m Burning Star IV | Volume One: From Fear Through The Eyes Of Madness
Kritik
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Musikalben ein einheitliches Konzept haben und die Songs aufeinander aufbauen. Coheed and Cambria, heute im CD-Check, haben sich jedoch etwas außergewöhnliches einfallen lassen. Alle ihre bisher erschienen Alben beziehen sich auf eine eigens geschaffene Sci-Fi-Geschichte:
“Sie erzählen in ihren Liedern die Geschichte des Ehepaars Coheed (Mann) und Cambria (Frau) Killgannon, welche in der Vergangenheit auf einem erdähnlichen Planeten leben und als Wächter des „Keywork“ fungieren, einer Verbindung von 78 Solarsystemen des Universums, das auch als “Heaven’s Fence” bezeichnet wird. Als das „Keywork“ auf einmal aufhört reibungslos zu funktionieren, wird Coheed losgeschickt, um es zu reparieren. Beim Versuch, es zu reparieren, wird Coheed von einer Libelle mit einem Virus namens Monstar infiziert, welches, sobald es durch Augenkontakt mit einer bestimmten Person (hier eben Cambria) aktiviert wird, zur Apokalypse führt.” ((Quelle: wikipedia.de))
Hier geht es aber nicht nur um die Bewertung dieser Geschichte, sondern auch um die Musik und vor allem umd das erste Volume des Albums “Good Apollo, I’m Burning Star IV”.
Musikalisch werden die Stücke in ein Hard Rock /Progressive Rock Gewand gehüllt, jedoch ist diese Einstufung zu eng gesehen, da auch einige andere Einflüsse in manchen Songs eine Rolle spielen. Wenn die Gitarren mal nicht aus den Boxen fetzen, dann kann auch schon mal eine so schöne und gefühlvolle Ballade wie Wake up dabei herauskommen. Gewöhnungsbedürftig ist zumindest am Anfang die Stimme von Mastermind und Frontmann Claudio Sanchez, den man, wenn man ihn zum ersten mal sieht, nicht mit einer solchen Stimme in Verbindung bringen würde. Hat man sich aber erst einmal reingehört, so merkt man, dass die Stimme sehr gut zur Musik passt und kann sie sich nicht mehr wegdenken. Die Texte lassen sich natürlich auf die Hintergrundgeschichte beziehen, was ohne deren Kenntnis gar nicht so einfach ist. Sie lassen sich aber auch interpretieren und übertragen, da schließlich jede Geschichte bestimmte Themen enthält.
1:11:26 – das ist die stolze Laufzeit des 15 Tracks starken Albums, von denen der erste ein instrumentales Intro ist. Genauso wie die Spieldauer können auch Artwork und Booklet überzeugen. Es sind alle Songtexte enthalten und klar lesbar und jede Doppelseite ist mit einer schönen Zeichnung versehen. Das macht ordentlich was her, sodass man immer mal wieder gerne reinguckt. Für die beiden Bereiche gibt es also volle Punktzahl.
Fazit
Auch wenn einen die Geschichte um Coheed und Cambria nicht interessiert, so kann man sich die Musik dennoch anhören, da sie sich nicht unbedingt immer eindeutig darauf bezieht. Wer progressiven Hard Rock mag und sich mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Stimme des Sängers Claudio Sanchez anfreunden kann, wird mit diesem Album sicher nichts falsch machen.
Coheed & Cambria – Good Apollo I’m Burning… (Album)
Facts:
- Tracks: 15
- Gesamtspieldauer: 1:11:26
- Erscheinungsjahr: 2005
- Genre: Progressive Rock / Hard Rock
- Homepage: www.coheedandcambria.com
- Anspieltipps: Welcome Home, Wake Up, The Suffering
Einzelwertung:
Texte: 8 von 10
Musik/Produktion: 7 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 5 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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1 Kommentar
Alex - 10.12.2007 at 21:38
hm… da gefiel mir der song von deinem gastbeitrag bei mir echt besser. ist absolut nicht mein geschmack – aber *öhm* das wundert dich jetzt bestimmt auch nicht! ^^