Filmriss: Battlestar Galactica (Season One)

Der Rest der Menschheit befindet sich auf der Flucht. Nachdem die von den Menschen erschaffenen Zylonen (Maschinen mit eigener Intelligenz) sich weiterentwickelt haben, wollen diese nun unsere Rasse komplett auslöschen. Nur eine kleine Flotte überlebt den Angriff und begibt sich unter der Führung des Kampfsterns Galactica auf die Flucht und auf die Suche nach der Erde. Unglücklicherweise haben die Zylonen es geschafft, dass sie genau wie Menschen aussehen und sich in die Flotte einzuschleusen.

Battlestar Galactica Season 1Die erste Staffel hält sich nicht lang mit der Einführung der Protagonisten auf, sondern schließt nahtlos an die vorhergehende Miniserie an, die Zerstörung der Heimat und den Fluchtplan der Flotte thematisiert. In der Serie geht es dann im Speziellen um die Probleme, die bei der Flucht vor den Zylonen und der Suche nach der Erde auftreten. So gelingt es den Zylonen immer wieder, die Position der Galactica und der anderen Schiffe herauszufinden oder ein Schiff voller Gefangener beginnt zu revoltieren. Teile der Handlung spielen auch immer wieder auf einem der Heimatplaneten namens Caprica, auf dem zwei der Besatzungsmitglieder zurückbleiben und sich auf der Flucht vor den Zylonen befinden.

Die Crew um Commander Adama (Edward James Olmos) ist aus grundverschiedenen Charakteren zusammengesetzt. Die wichtigsten sind der alkoholabhängige Colonel Tigh (Michael Hogan), die eigensinnige Superpilotin Starbuck (Katee Sackhoff) und der Sohn des Commanders und Pilot, Lee “Apollo” Adama (Jamie Bamber). Die wichtigsten Passagiere der Flotte sind die krebskranke Presidentin Roslin (Mary McDonnell), die eigentlich Bildungsministerin war, aber die Überlebende mit dem höchsten politischen Rang ist und der Wissenschaftler Dr. Gaius Baltar (James Callis), der Mitschuld an der Zerstörung der Heimatkolonien ist, da er unwissendlich eine Affäre mit einer Zylonin (Tricia Helfer) hatte, die ihn jedoch auch auf der Galactica weiter begleitet, aber nur von ihm gesehen werden kann.

Während der Hauptplot mit der Suche nach der Erde und den Schwierigkeiten der einzelnen Folgen durchaus zu gefallen weiß, fallen die schon erwähnten Subplots auf Caprica und der Beziehung des Doktors zur Zylonin deutlich ab und interessieren nicht so sehr und stören den Fluss der Hauptgeschichte ein wenig. Die Serie enthält auch viele philosophische und religiöse Aspekte, die sehr interessant zu beleuchten sind. Auch die Folgen, in denen es um die Erhaltung des demokratischen Systems geht, haben mir außerordentlich gut gefallen. Die Atmosphäre und die Weltraumszenen wissen ebenfalls zu gefallen. Am Ende der ersten Staffel gibt es noch einen Cliffhanger, der einen fast schon zwingt, sich die zweite Staffel gleich im Anschluss anschauen zu wollen.

Fazit: Battlestar Galactica ist für alle Science Fiction Fans ein Must See, die Serie ist deutlich anders als Star Trek oder Star Wars, was sie besonders interessant und eigenständig macht. Die Geschichten unterhalten sehr gut und die Optik ist auch erstklassig, was kaum Wünsche offen lässt. Lediglich ein paar kleine Mängel in den Subplots verhindern den Aufstieg zu den höchsten Wertungskreisen. Da diese Plots aber in der folgenden Staffel größtenteils enden, steht einer höheren Wertung dort nichts mehr im Wege.

Meine Wertung: 7/10

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5 Kommentare

  1. bullion says:

    Und wieder mal sind wir bei der Einschätzung einer Serie zum gleichen Ergebnis gekommen. Ich habe nahezu die gleichen Stärken und Schwächen wie du feststellen können. Viel Spaß bei Staffel 2!

  2. Sebastian says:

    Ich kann da auch nur zustimmen. Die Miniserie war ja atmosphärisch extrem dicht, vor allem weil die Optik mal was neues war. Die “Sound”-Kulisse auch und überhaupt.

    In der Serie konnte man sich dann auf den Storyverlauf konzentrieren, dazu hast Du ja schon alles gesagt. Das stimmt soweit alles.

    Mir gefallen vor allem die politischen Verwicklungen in der ersten Staffel, vor allem mit diesem Rebellen, der Präsident werden will. Allerdings erreicht die Serie hier bis jetzt nicht die Klasse von Babylon 5, meiner All-time Favourite-Serie.
    Aber ich verfolge BSG ja auch nur im TV, wo die zweite Staffel gerade erst angefangen hat ^^

  3. konna says:

    @bullion: Ha, das ist ja komisch. Dann scheint ja was dran zu sein. Den ersten Teil der zweiten Staffel hab ich übrigens schon gesehen, gefällt mir bis jetzt auf jeden Fall noch ein Stück besser als die erste Staffel.

    @Sebastian: Ja genau, die politischen Folgen haben mir auch mit am besten gefallen, das hat so einen angenehmen Realitätsbezug. Babylon 5 hab ich damals immer nur mal so verfolgt, da bin ich nicht richtig firm, weswegen ich da nicht wirklich was zu sagen kann, auf jeden Fall wars aber nicht schlecht, nur hats mich damals noch nicht so interessiert. ^^

  4. Sebastian says:

    Die Effekte wirken heute ein wenig alber, die waren damals schon nicht up to date. Aber wenn Du mal günstig über die DVDs stolpern solltest: zugreifen! Dann aber gleich alle 5 Staffeln, der Story-Arc erstreckt sich nämlich über die ganze Serie (was damals noch halbwegs ein Novum war).

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