Filmriss: Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit
New Orleans – bei einem Bombenanschlag auf einer Fähre kommen 543 Menschen ums Leben. ATF-Agent Doug Carlin (Denzel Washington) wird zum Unfallort beordert, um nach Hinweisen zu suchen. Dabei findet er heraus, dass ein aus dem Fluss geborgenes Opfer, eine Frau namens Claire (Paula Patton), nicht bei der Explosion umgekommen ist, sondern schon vorher, woraus Carlin schließt, dass ihr Mörder von der Explosion gewusst haben muss – die Spur zum Täter des Bombenanschlags führt also über Claires Mörder.
Zur Aufklärung der Verbrechen wird Carlin in eine Spezialeinheit der Regierung unter der Führung von Agent Pryzwarra (Val Kilmer) geladen, die mit Hilfe einer speziellen Technologie in die Vergangenheit sehen kann. Dies funktioniert leider immer nur genau 4 1/2 Tage und es kann immer nur ein Ort zur gleichen Zeit angesehen werden, ohne die Möglichkeit, noch einmal zurückzuspulen. Aus diesem Grund muss das Team genau überlegen, wo sie hinschauen. Während die Einheit allein auf die Festnahme des Täters fixiert ist, will Carlin mehr und möchte die zur Verfügung stehende Technik nutzen, um das Verbrechen schon im Voraus zu verhindern.
Filme, die Zeitreisen bzw. Eingriffe in die Vergangenheit oder Zukunft beinhalten, haben immer das große Problem, dass sie nur so von Logikfehlern strotzen. Auch Déjà Vu macht hier keine Ausnahme, nicht wenige Unstimmigkeiten trüben das Bild. Auch der Krimiaspekt kommt ziemlich kurz, da schnell klar ist, wer der Täter ist. Doch der Film ist dennoch die meiste Zeit über spannend, da man sich schon fragt, wie das Verbrechen am Ende nun verhindert werden wird, nicht schlecht gemacht ist außerdem, dass man gegen Ende des Films viel vom Anfang wiedererkennt und nun selbst scheinbar unwichtige Dinge plötzlich an Wichtigkeit gewinnen. Einzig in der Mitte des 127 Minuten langen Films gibt es einen kleinen Durchhänger und das Ende ist etwas inkonsequent, wird aber allen Freunden von Happy Ends gefallen.
Die Hauptprotagonisten werden von ihren Darstellen ausnahmslos gut dargestellt. Zwar erkennt man bei keinem eine größere Entwicklung oder tiefere Wesenszüge, dennoch wirken sie nicht oberflächlich, was sicherlich der guten Darstellung, speziell der von Denzel Washington, zu verdanken ist. In der Hinsicht kann man also durchaus zufrieden sein, hier wird aus den eher eindimensionalen Charakteren das Beste herausgeholt.
Fazit: Wer sich leicht an Logikfehlern und abstrusen wissenschaftlichen Theorien stört, der sollte Déjà Vu auf jeden Fall meiden. Wer sich jedoch weniger daran stört und sich darauf einlässt, der bekommt einen größtenteils spannenden Thriller mit ein paar Mängeln bei der Charaktertiefe.
Meine Wertung: 6/10
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Dieser Beitrag wurde von Konna am 25.12.2007 um 22:47 in der Kategorie Kino, Film & TV veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den Tags: Deja Vu, Filmriss. Bislang wurden 3 Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.








3 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping
SebastianWir haben den im Kino gesehen und ich fand ihn auf jeden Fall unterhaltsam. Über Logikfehler kann ich ziemlich gut hinwegsehen, auch wenn sie sich hier vor allem gegen Ende doch arg aufgedrängt haben. Aber das ist schon okay, weil der Film optisch einiges her machte.
Aber irgendwie kann ich Denzel Washington überhaupt nicht leiden :-/
am 25.12.2007 um 23:52
crunchi87also ich habe mir den film damals auch angesehen. Fand ihn jetzt nicht sonderlich schlecht aber auch nicht absolut hammer. Aber doch, man konnte sich ihn anschauen, hat sich schon gelohnt.
am 26.12.2007 um 16:11
Matzewar surper… bin dabei eingeschlafen,… bis zur mitte in etwa,.. da wurd ich geweckt… danach war er ganz gut
am 27.12.2007 um 12:50
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