Die Angst besiegen lernen

Angst

Jeder Mensch hat manchmal Angst. Vielleicht Angst vor der Dunkelheit oder Angst vor Spinnen. Manche Leute haben auch Angst vor dem Versagen. Ängste begleiten uns das ganze Leben lang und machen es uns nicht immer leicht, zwar bewahren sie uns manchmal vor Dummheiten oder Leichtsinnigkeit, doch sehr oft hindern sie uns an bestimmten Dingen. Doch wie kann man seine Angst besiegen? Wie kann man sie loswerden? Eigentlich geht das nur auf eine Art und Weise: Indem man sich ihr stellt!

Ich muss gestehen, dass ich ein ziemlicher Angsthase bin, ich hatte und habe vor einigen Dingen Angst und nicht selten ärgert mich das. Früher hatte ich Angst vor dem Telefonieren, heute kann ich das sogar ziemlich lange. Oder auch heute noch habe ich Angst vor dem Tauchen, was in einer traumatischen Erfahrung als Kind begründet liegt, als ich einmal fast Ertrunken wäre. Als kleines Kind sollte man eben nicht ohen schwimmen zu können allein ins Schwimmerbecken gehen und sich am Rand entlanghangeln.

Der aktuellste Pfuhl meiner Angst ist ein PC Spiel, genauer gesagt Bioshock von 2K Games. Worum es darin geht und was es sonst darüber spieletechnisch zu wissen gibt, erfahrt ihr im Game Checkpoint, sobald ich mehr zum Spiel sagen kann. Nur so viel: Die Atmosphäre in diesem Spiel ist so packend, dass ein wahres Gefühl von Beklemmung und ständiger Gefahr entsteht. Hinzu kommen diese mutierten Menschen, die keinen sehr freundlichen Eindruck machen und die musikalische Untermalung tut ihr Übriges. Bisher habe ich wohl bei noch keinem Spiel so frequentiert die Schnellspeichertaste genutzt!

Und was mache ich da jetzt? Klar, weiterspielen! Mich meiner Angst stellen. Ich kann zwar nicht wie bei nem Film die Hände vors Gesicht schlagen, da ich sonst ruckzuck Game Over bin und dieselbe stelle noch einmal spielen muss, nein, ich muss aktiv agieren und das macht das Erlebnis eines Spieles meiner Meinung nach noch viel intensiver als das eines Films, auch wenn die echter aussehen als Computerspiele. Aber glücklicherweise bin ich ja wehrhaft. :)

Man muss einfach lernen, seine Angst zu besiegen, indem man sich ihr stellt, was zwar leichter gesagt als getan ist, aber was hat man schon zu verlieren? Man kann nur gewinnen, und wenn es nur eine Erfahrung ist. Davonlaufen bringt einem nichts und auf die Dauer wird man sich der Angst stellen müssen und hier gilt je früher, desto besser. Und zugegebenermaßen: Meist stellt man sich alles schlimmer vor, als es am Ende tatsächlich ist. Also wenn ihr das nächste Mal eine Spinne seht, dann tötet sie nicht, sondern bringt sie nach draußen, wenn ihr die Wahl zwischen Fahrstuhl und Treppe habt, dann nehmt doch den Fahrstuhl, wenn ihr das nächste Mal schlafen geht, macht das Licht aus. Und ich spiele mein Spiel bis zum Ende, und gehe nächsten Sommer im Schwimmbad tauchen, versprochen! ;)

13 Kommentare

  1. heicall - 09.01.2008 at 7:58

    Ich finde gut, dass du dieses Thema mal direkt ansprichst, da es meist als tabu gilt, über persönliche Schwächen zu reden.
    Jedoch muss jeder wissen, dass es nicht schlimm ist, wenn man sich verletzlich zeigt. Zumal es die Möglichkeit gibt, seine Ängste mit anderen Menschen zu teilen, was sehr hilfreich sein kann, da sich viele persönliche Ängste mit dem Gefühl der Einsamkeit noch mals intensiver anfühlen.

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  2. alltagswahn - 09.01.2008 at 9:42

    Ein Spiel? Ich les ja gerne und viel. Manchmal ist die Handlung so spannend, beklemmend, fesselnd, faszinierend und unheimlich, da krieg ich auch Angst, und hör die “Flöhe” nicht nur husten, sondern sich zur lebensbedrohlichen Attacke zusammen rotten.

    Aber Spinnen kann ich mittlerweile wieder begegnen ;-) . Als Zehnjährige hat mir ein damaliger Freund mal seine neueste Erungenschaft auf den Kopf gesetzt, eine nette fette Vogelspinne. Die hat allerdings nicht lange überlebt und er hatte auch ein nettes Andenken von mir erhalten. Ich hab mich da sooo reingesteigert mit der Zeit, dass selbst die kleinste Spinne mich zum Zusammenbruch brachte. Nun gut, seitdem ich dann in meiner eigenen Hütte wohnte, ging das Problem, war ja kein Papa da, der mißmutig zur Rettung seiner Tochter eilte. ;-)

    Ein sehr schönes mutiges Thema. Könnte mich glatt inspirieren noch mehr preiszugeben. ;-)

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  3. konna - 09.01.2008 at 10:11

    @heicall: Danke. :)
    Ich finde auch, dass man über Schwächen ruhig offen reden sollte, denn jeder hat Schwächen und irgendwie gehören die auch einfach zu einem dazu, ja sie charakterisieren einen sogar in gewissen Teilen. Und das mit dem Einsamkeitsgefühl ist sehr richtig, wenn man mit keinem drüber redet oder alle um einen herum diese Angst nicht haben, fühlt man sich schnell mal allein.

    @alltagswahn: Ja, ein Spiel. :) Bei Büchern hatte ich das noch nicht, liegt aber vielleicht auch an der Auswahl meiner Lektüre. Ist eigentlich totaler Quatsch, sich bei einem Spiel zu fürchten, aber in dem Spiel ist das echt so gemacht, dass man ständig das Gefühl hat, dass da gleich etwas um die Ecke springt ode von hinten angelaufen kommt. ;)
    Bei Spinnen ist es bei mir so, dass ich weniger Angst habe, aber mehr Ekel. Heißt, ich muss nicht wegrennen oder schreien, wenn ich so ein Vieh sehe, aber auf die Hand nehmen muss auch nicht sein. :D

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  4. alltagswahn - 09.01.2008 at 10:43

    @konna: Ja genau dies Gefühl hab ich auch bei so manchen Krimi/Thriller, alsob der Bösewicht gleich hinter mir steht und überhaupt. Beim Buch ist es ja genauso Quatsch, ich seh ja noch nichtmal was, im Gegensatz zum Spiel (Monitor). Als Kind durfte ich ja auch nicht Aktenzeichen xy gucken… ;-) Von daher ist das schon gut, dass ich meistens nur “niedliche” Spiele spiel.
    Und Spinnen in die Hand nehmen? Ne, soweit geht meine Tierliebe auch nicht. *schüttel*

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  5. latita - 09.01.2008 at 12:28

    OH Bücher können sehr wohl Angst machen. Wenn ich lese, entsteht bei mir im Kopf eine Art Film. Und dann lies mal Herr der Ringe, wo Sam und Frodo an der Hütte der 9 Geister vorbeimüssen. Ich wär bald geplatzt vor Angst… und dann hat es an der Tür geklingelt… ich hab nicht aufgemacht… doch derjenige gab nicht auf und stand dann auf einmal vor der Wohnungstür :eek:

    Dieses Thema Ängste ist sehr gut :) ich könnt ja mal aufzählen… Spinnen sind jedenfalls Angst/Ekel Nr. 1 und je älter ich werde, um so mehr steigere ich mich da hinein. Opa Langbeine gehen, denn da hab ich mal einen angefasst (der hat so gezappelt *schrei*)… Ich fang dann richtig an zu hyperventilieren, renne in die entfernteste ecke um mich hinzukauern, aber nicht ohne vorher noch einen markerschütternden Schrei abzugeben.. Wohlweißlich nur wenn ein Retter da ist ^^
    Schlimmer ist es allerdings bei toten Spinnen. Warum auch immer. *michgeradehochschaukel* *lol*

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  6. heicall - 09.01.2008 at 13:29

    Mir fällt auch noch ein Angstgefühl ein. Kennt ihr das vielleicht, wenn man fast eingeschlafen ist und man dann plötzlich so ein Gefühl bekommt, als würde man irgendwo runterfallen, sodass man schlagartig aufwacht und zusammenzuckt.

    @latita: Bei Spinnen schicke ich immer meine Freundin vor. :) Hab selber aber eher Ekel davor, als richtige Angst. Aber verstehen kann ich dich alle Mal!

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  7. konna - 09.01.2008 at 23:03

    @alltagswahn: Also bei Büchern habe ich das nicht, ich glaube mir fehlt einfach die Fantasie. :(
    Und ich hätte solche Sendungen zwar sehen dürfen, ich wollte es nur nie. ;)
    Und zu den Spinnen: Es gibt ja immer noch andere Möglichkeiten, die loszuwerden. ^^

    @latita: Wenn ein Buch Angst macht, spricht das auf jeden Fall nur für die Qualität des Buches, die bei HdR ja unbestreitbar vorhanden ist. ^^
    Aber bei dir ist das wohl schon eine Spinnenphobie, wenn ich das so lese… und den Begriff “Opa Langbeine” find ich ja mal cool. :mrgreen:
    Kann das bei den toten Spinnen so sein, dass du Angst hast, dass sie doch noch nicht wirklich tot sind und plötzlich wieder loskrabbeln? :D

    @heicall: Ja, dieses Gefühl kenn ich auch und danach bin ich wieder hellwach, das ist richtig widerlich, dieses Gefühl. ^^

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  8. latita - 10.01.2008 at 12:34

    @Konna, ja ich habe eine Phobie vom Feinsten ^^
    Die Angst vor toten Spinnen kommt daher: Es gab mal einen Netto, um den viele alte große Bäume standen. Und wo Bäume, da auch Spinnen. Nun kletterten da nicht nur die lebenden umher, nein es klebten auch etliche von der Tür dahingeraffte Spinnen am Rahmen… und jedes Mal hatte ich Angst, dass mir eine auf den Kopf fällt. Das ist wohl eher Riesen-Ekel. *bwaaah*
    Zu den Opa Langbeinen… :) den Begriff Weberknecht benutzte damals keiner von uns.

    @heicall meistens wacht man ja gerade in dem Moment auf, in dem man aufschlägt :D Im nachhinein ist es lustig, weil man dann nur so “WTF??” denkt

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  9. Alex - 10.01.2008 at 12:56

    früher hatte ich als kind immer wahnsinnige angst, wenn ich mal alleine zu hause war, meine eltern weg waren und es schon dunkel draußen war… da hört man ja als kind echt ALLES.

    ich hatte bis vor kurzem noch eine wohnung, da gab es in unregelmäßigen abständen immer so komische geräusche auf dem dachboden. ich lag im schlafzimmer und genau über mir fing es manchmal nachts an zu kratzen und irgendwas lief von einer in die andere ecke. das war ein mehrfamilienhaus und ich wohnte ganz oben.
    ich hab das vieh dann ‘golom’ getauft und jedesmal wenn die geräusche wiederkamen, hab ich nur gerufen: “schnauze, golom!” und bei kollegen und in der familie hieß es nur – wenn ich mal unausgeschlafen aussah – “na, war golom heute nacht wieder da und hat seinen schaaatz gesucht!?” zum glück ist er mir nicht in die neue wohnung gefolgt… war doch ziemlich nervig (der marder o.ä.). :D

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  10. konna - 10.01.2008 at 13:21

    @latita: Oha, so schlimm ist es bei mir glücklicherweise nicht. :)
    Finde den Namen “Opa Langbein” aber toll, kommt auch dem englischen “daddy-long-legs” recht nahe. ^^

    @Alex: *lol* Der Gollum ist wirklich gut. :D
    In unserer alten Hütte hier haben wir auch einen Dachboden, wo sich allerlei Ungetier verirrt, das hat sogar schon einmal n Uhu geschafft. ^^

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  11. Leicchensalat - 07.07.2008 at 20:55

    oh man… oh man :cry:

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  12. canan - 09.08.2009 at 4:40

    ich find was da steht ist einfach hammer geschrieben
    wer das geschrieben hat ist ein naturtalent :mrgreen:

    naja ich war Ja eigendlich nur auf der seit weilll ich auch angst vor was hab und
    das sind clowns ich hasse
    sie viellleicht sehen lieben allle kinder clowns aber sie sehen nur grusselieg aus wen uch schon nach denke kommt mir das zietern 8O ka wiso ich angst vor den hab
    aber ich willl die nagst sofort vernichten

    danke die seite hat mir geholfen ich werde mal in den zirkus gehen da
    gibt es ja viele clowns :lol:

    aber ich kann ja auch nicht davon abhauen

    nochmall 1000000mal Danke :mrgreen:

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  13. Cem - 21.03.2010 at 21:22

    also ich leide jetzt über seit 1 monat unter angsstörung …ich hatte mal 2 panickattacken wovon ich nix wusste…dann seit dem ich nun weiß dass ich unter angsstörungen leide…geht es mir jeden tag schlimmer ich beschäftige mich 24 std damit und erkundige mich über die krankheit….ich hab so viele gedanken, so dass sie mir richtig angst machen…irgendwann denke ich, das ich nicht mehr normal bin…es ist zur zeit so schlimm, dass ich jeden tag weine weil ich nicht mehr der alte bin…ich kann an nix anderes mehr denken…wie gesagt das schlimmste ist ich weiß gar nicht wovor genau ich angst habe….aber das schlimmste ist dass ich vieles nicht mehr so real sehe…als passiert alles unwirklich…einfach nur schrecklich…wie kann ein mensch sich nur so schnell ändern ich war früher sehr fröhlich aber jetzt geht gar nichts mehr…achso therapie und tabletten bringen grad gar nix…hat jemand erfahrung oder kann tipps geben… vielen dank

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