Filmriss: Slither

Der Geschäftsmann Grant hat großes Pech: Nach einem Streit mit seiner Ehefrau Starla vergnügt er sich auf einer Party mit Brenda, mit der er auf dem Weg nach Haus durch einen Wald kommt, wo sie einen seltsam anmutenden, außerirdsichen Kokon entdecken. Als Grant diesen genauer untersucht, schießt plötzlich ein insektenähnliches Wesen heraus und nistet sich in seinem Körper ein. Seitdem verändert er sich und wird zu einer mehr als abstoßenden Kreatur, die Unmengen an Fleisch verspeist.

SlitherStarla bemerkt zu spät, dass etwas mit ihrem Mann nicht stimmt, informiert daraufhin aber sofort Sheriff Bill Pardy, der mit seinem Team gerade rechtzeitig ankommt, bevor Grant etwas Schlimmes mit Starla anstellen kann. Da Grant flieht, nehmen sie die Jagd auf. Im einer Waldhütte finden sie Brenda, die als Gebärmaschine missbraucht wurde – sie ist angefüllt mit kleinen, nacktschneckenartigen Wesen. Als sie platzt, überrennen diese Viecher die Stadt und kriechen den Einwohnern der Kleinstadt in die Münder und machen sie zu willenlosen Zombies mit Hunger auf Frischfleisch.

Slither ist kein typischer Horrorfilm mit Monstern oder Außerirdischen, denn er enthält einige komödiantische Elemente, weshalb der Streifen eher als Horrorkomödie eingestuft werden sollte. Die hin und wieder aufblitzende Selbstironie zeigt, dass sich der Film selbst nicht so ernst nimmt, was ihn sympathisch macht. Aber auch die gut dosierten Schockmomente und eine gehörige Portion Ekel verhelfen dem Film zu einem gewissen Charme. Man muss jedoch eingestehen, dass Slither durchaus einige Schwächen hat: Bis die Story erst einmal richtig anfängt, vergeht schon ein bisschen Zeit und im Großen und Ganzen ist die Geschichte doch sehr vorhersehbar. Außerdem bietet der Film wenig Neues.

Die Wahl der Darsteller ist hingegen wieder ausgezeichnet. Allen voran natürlich Nathan Fillion (bekannt aus Firefly) als Sheriff Bill Pardy. Stellenweise wirkt es so, als würde er einen Teil seiner alten Rolle des Raumschiffcaptains Mal Reynolds einfließen lassen, was für Fans von Firefly und Serenity natürlich umso mehr Grund zur Freude ist. Aber auch Elisabeth Banks (Spider Man 2) als Starla und Michael Rooker als Grant sind eine gute Besetzung und machen ihre Sache gut.

Fazit: Slither ist eine grundsolide Horrorkomödie, die keine neuen Maßstäbe im Genre setzt, sondern sich eher an Bewährtem bedient. Durch die sympathischen Charaktere und die selbstironische Art ist der Film aber durchaus eine Sichtung wert, man sollte nur nicht zu viel erwarten.

Meine Wertung: 6/10

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5 Kommentare

  1. juliaL49 says:

    Hehe, bevor ich den Teil nach (more) gelesen hatte, wollte ich nur mitteilen, dass ich den Film (mein einziger Horrorfilm bisher, aber ist ja kein typischer) wegen Nathan Fillion gesehen habe.

    Da du ja schon die Verbindung hergestellt hast, muss ich das nicht mehr tun und werde dementsprechend auch keinen Kommentar hinterlassen (oder so).

  2. bullion says:

    Ich fand den Film recht gelungen. Sicher kein Überflieger, aber aufgrund Filion und der selbstironie auf jeden Fall sehenswert!

  3. latita says:

    mh lecker. Gebärmaschine, schneckenartig….
    Bin echt kein Fan solcher Sachen ^^

    Was andere für mich “Horror-Filme” angeht (Liebesschmulzen oder wie o.g.) sind die alle gut zu gucken, wenn man keinen Ton hört und sich das Gesprochene nur ab und zu erzählen lässt

  4. konna says:

    @julia: Ja, bei mir war Fillion auch der Hauptgrund, sonst guck ich auch eher selten diese Art Film. ;)

    @bullion: Dann sind wir ja mal wieder in etwa der gleichen Meinung, wobei ich gesehen habe, dass du ein Punkt mehr vergeben hast. :)

    @latita: Ich eigentlich auch nicht, aber es war doch ganz lustig. Und ohne Ton wären viele witzige Dialoge untergegangen. ^^

  5. Dandu says:

    Ich fand den Film auch sehr witzig und eklig-amüsant was selten einem Horrorfilm gelingt wenn er lustig sein sollte. Meistens sind diese Filme dann etwas überspitzt.

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