Nachdem Benjamin Gates (Nicolas Cage) und seine Truppe das geheimnis der Tempelritter gelöst haben, sind sie mittlerweile zu richtigen Berühmtheiten geworden. Doch im Privatleben des Entdeckers läuft es nicht ganz so rund: Ben lebt mit seiner Freundin Abigail Chase (Diane Kruger) in Trennung. Und nun kommt auch noch ein unbekannter namens Mitch Wilkinson (Ed Harris) ins Spiel und verkündet, dass Gates’ Ur-Ur-Großvater der Kopf der Verschwörer und Mörder von Abraham Lincoln gewesen ist. Das kann Familie Gates natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so startet Ben eine aberwitzige Jagd nach Hinweisen, um seinen Namen und den seines Vaters (Jon Voight) reinzuwaschen. Auch der Technikexperte Riley Poole (Justin Bartha), dessen Buch über Verschwörungstheorien ein absoluter Ladenhüter ist, ist wieder mit von der Partie.
U
nd so reist die Truppe unter anderen nach Frankreich und England und werden bei der Suche nach dem nächsten Tipp immer wieder vor neue Schwierigkeiten gestellt. So sitzen ihnen nicht nur Wilkinson und Gefolgschaft im Nacken die Truppe muss auch in den Buckingham Palace einbrechen und für einen Hinweis gar den Präsidenten der Vereinigten Staaten entführen.
Man sieht schon, ‘Das Vermächtnis des geheimen Buches’ ist in seiner ganzen Geschichte noch viel abgedrehter als der Vorgänger. Das ist an sich nicht schlimm, gut amüsieren kann man sich nämlich trotzdem, wenn einem das nicht so viel ausmacht. Auch die Logikfehler kann man im Großen und Ganzen verschmerzen. Ein bisschen Schade ist allerdings, dass der Film trotz 125 Minuten Spieldauer stellenweise zu schnell ist, der Zuschauer bekommt keine Möglichkeit, ein bisschen Mitzurätseln, da die Protagonisten die gesammelten Hinweise meist innerhalb weniger Sekunden richtig deuten. Da hätte man mehr draus machen können. Dafür war das Finale ein wenig langatmig. Wo man aber den Abenteuer- und Entdeckeranteil vermisst, dafür aber mit stellenweisem Humor entschädigt wird.
Die Besetzung ist natürlich aus dem erfolgreichen Vorgänger übernommen worden. Neu hinzugekommen sind Ed Harris als Bösewicht Wilkinson und Helen Mirren (“Die Queen”) als Bens Mutter. Beide fügen sich sehr gut in die Geschichte ein und können ihre Qualitäten beweisen. Aber auch Nicolas Cage spielt gewohnt charismatisch und beweist sein schauspielerisches Können. Und Diane Kruger ist mehr als nur eye candy, auch wenn sie eher im Hintergrund bleibt und Justin Bartha ist der Hauptverantwortliche für die meisten humoristischen Passagen. Insgesamt also eine gute Leistung des Ensembles.
Fazit: Das Vermächtnis des geheimen Buches fällt gegenüber seinem Vorgänger leicht ab, da er noch abgedrehter als dieser ist und sich von der ganzen Machart sehr an diesen anlehnt, wirklich Neues und Innovatives sucht man vergeblich. Dennoch macht der Film Spaß und man verlässt das Kino mit dem positiven Gefühl, dass man gut unterhalten wurde. Und das zählt letztlich doch am meisten.
Meine Wertung: 7/10
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5 Kommentare
Ich habe den Vorgänger neulich im TV gesehen – ich weiss nicht. Für mich muss ein Abenteuerfilm interessante Schauplätze haben, Wüsten, Dschungel, sowas. Aber der spielte praktisch nur in Washington, wo die zwischen Museen und Kirchen hin- und hergefahren sind. Das machte das alles ein wenig dröge.
Und Turtltaub ist kein doller Regisseur, halt so ein Handwerker, der das Drehbuch abfilmt ohne Ideen. Deswegen werde ich mir den Nachfolger wohl eher schenken. Obwohl John Voigt den genervten Vater gut gespielt hat.
Das Vermächtnis der Tempelritter hat mich schon sowas von umgehauen, dass ich eingeschlafen bin. Ne, da will ich gar nicht näher drauf eingehen. Und wenn Du in deinem Fazit schon schreibst, das in Teil 2 nichts Neues und Innovatives kommt, wie einschläfernd wirkt dann Teil 2 auf mich?
Hat wenigstens Abigail eine angenehmere Stimme bekommen, oder quäkt die immer noch so dümmlich?
@ Sebastian: Naja, genau diese Schauplätz sind es ja, die den Film interessant machen sollen, genauso wie in “The Da Vinci Code” unter der Pyramide des Louvre, wo man ja nun wirklich nichts vermutet.
Wüste, Dschungel und Co. sind im heutigen Großstadtdschungelzeitalter wohl genug erwähnt worden; jedenfalls für’s nächste Jahrzehnt.
@ alltagswahn: Abigail hat btw. im ersten Teil, sowie auch im zweiten Teil ihre eigene echte Stimme zur deutschen Syncro hergegeben. Und ehrlich gesagt, ich mag ihre Stimme irgendwie.
Teil 2 ist einfach was für Leute, die den ersten Teil gut fanden, aber wirklich nichts für Leute mit großen Erwartungen.
Davon mal ganz ab, tolle Rezension konna!
@Sebastian: Im Grunde hast du natürlich Recht, ein wirklicher Abenteuerfilm ist das nicht, eher so ein Mission Impossiblein witzig oder so. Also man muss beide nicht unbedingt gesehen haben, finde sie aber auch nicht schlecht.
@alltagswahn: Ja naja, ich kann mich an den ersten nicht mehr 100% erinnern, aber wenn ich mich nicht täusche, war der vom Tempo her etwas gemäcjlicher, da zieht der zweite ein bisschen an.
Und Abigail wird im Deutschen, wie heicall schon erwähnte von Diane Kruger selbst gesprochen, es hört sich aber nicht mehr ganz so schlimm an, ich weiß nämlich genau, was du meinst.
@heicall: Stimmt Da Vinci Code ist ein guter Vergleich! Die beiden Filme sind wie The Da Vinci Code, nur in lustig.

Also im ersten Teil fand ich Abigails Stimme auch etwas komisch, aber im zweiten gehts. Aber vor allem optisch kann man nicht meckern.
Und danke für dein Lob. ^^
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