CD-Check: Solar Fake – Broken Grid

Kritik

Solar Fake ist das Solo-Elektroprojekt von Sven Friedrich, dem Sänger von Zeraphine und den Dreadful Shadows. Elektronische Klänge sind ja heutzutage keine Seltenheit mehr und so wirkt die Musik auch nicht störend künstlich. Außerdem bleibt Sven Friedrichs unverwechselbare Stimme in den allermeisten Liedern glücklicherweise ohne elektronische Verzerrung, denn genau die Songs, in denen das der Fall ist, fallen im Vergeich ein wenig ab. Die Tracks sind recht abwechslungsreich, es gibt schnelle und laute Stücke (“Hero & Conquereor”), aber auch langsamere und ruhigere (“Your hell is here”), oft haben die Stücke auch in sich eine eigene Dynamik. Insgesamt dürfte die elektronisch erzeugte Musik aber nicht jedermanns Sache sein, ich empfehle daher erstmal reinzuhören. Wenn man sich aber erst einmal drauf eingelassen hat, erwartet einen extrem tanzabre Musik, die absoluten Ohrwurmcharakter hat. Und auch bei den Texten lässt sich Sven Friedrich nichts vormachen, der Mann ist einfach ein begnadeter Songschreiber. So sind die Lyrics gespickt mit Metaphern und gleichzeitig persönlich und offen für Interpretationen, dass jeder etwas ganz eigenes aus den Songs für sich herausziehen kann.

Und nicht nur Musik und Texte lösen Begeisterungsstürme aus, auch die Spieldauer und das Booklet bieten Grund zur Freude. Das Album spielt sehr gute 52:25 Minuten und schafft es auch, die ganze Zeit über genug Abwechslung zu bieten, dass auch ein erneutes Anhören im Anschluss gut möglich ist, ohne das ein Track der Skiptaste zum Opfer fallen muss. Das Booklet steigert das ganze noch einmal, da alle Texte (bis auf das Radiohead-Cover “Creep”, da fehlte die Lizenz) abgedruckt sind und die Aufmachung wirklich sehr schön ist. Die Schrift ist gut lesbar und das Artwork ist stilsicher integriert. Absolut vorbildlich.

Fazit

Ein mehr als gelungenes Debut von Solar Fake. Sven Friedrich beweist einmal mehr sein gutes musikalisches Gespür und liefert mit Broken Grid einen Einstand nach Maß ab. Mit “Here I stand” und “Your hell is here” enthält das Album zwei absolute Hits und Ohrwürmer. Für Fans von Zeraphine und Dreadful Shadows ein Muss, alle Electro-Fans sollten unbedingt mal reinhören.


Solar Fake - Broken GridSolar Fake – Broken Grid (Album)

Facts:

  • Tracks: 12
  • Gesamtspieldauer: 52:25
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Genre: Electro
  • Homepage: www.solarfake.de
  • Anspieltipps: Here I stand, Your hell is here

Einzelwertung:
Texte: 10 von 10
Musik/Produktion: 8 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 8 von 10

Gesamt: 9 von 10 Punkten

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