Über sieben Eselsbrücken musst du gehen

Sie sind die Lernhilfen par excellence, das Fundament des Vokabeln- und Datenlernens. Sie sind zuverlässiger als die Auskunft und oft witziger als Karneval – Eselsbrücken. Ich glaube, ohne Eselsbrücken wäre ich mit meinen beiden Studienfächern so gut wie aufgeschmissen. In Latein sind es die Vokabeln und in Geschichte viele Daten, die sich mit Eselsbrücken einfach leichter lernen lassen. Doch woher kommt eigentlich der Begriff “Eselsbrücke”? Da hilft die Tante Wiki weiter:
Esel sind sehr wasserscheu und weigern sich beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten, auch wenn sie diese physisch leicht bewältigen könnten („sturer Esel“), denn ein Esel kann durch die spiegelnde Wasseroberfläche nicht erkennen, wie tief der Bach ist. Daher baute man ihnen in Furten kleine Brücken, die sogenannten „Eselsbrücken“. >>weiter mit dem ganzen Artikel
Nun aber mal zu ein paar Beispielen. Vor allem für die Alte Geschichte, was ja mein Lieblingsbereich der Geschichte ist, gibt es ein paar wirklich einfache und einprägsame Eselsbrücken. Wer hat noch nicht vom mythischen Gründungsjahr Roms gehört und dabei an den Spruch “7-5-3 – Rom schlüpft aus dem Ei” gedacht. Oder an den Feldzug Alexanders des Großen, der eine seiner wichtigsten Schlachten in einem sehr netten Jahr geschlagen hat, sodass man sich merken kann “3-3-3 – bei Issos Keilerei”. Und wenn mans erst einmal nachollzogen hat, dann vergisst man das auch nicht mehr.
Das Besondere an Eselsbrücken ist, dass sie umso einprägsamer sind, je dämlicher sie einem vorkommen. Ich erinnere mich an meinen ersten Lateinlehrer, der hat uns Eselsbrücken genannt, die an Dämlichkeit wirklich kaum zu überbieten sind. Ein Beispiel: Das wort “paulatim” heißt zu deutsch “allmählich” – lassen sich also nicht irgendwie durch Ähnlichkeit oder Etymologie leicht lernen. Seit ich aber diese Eselsbrücke kenne, habe ich dieses Wort nicht mehr vergessen, denn wer vergisst schon folgenden, wirklich mehr als beknackten Satz: “Paula kommt allmählich um die Ecke gepaulert.”
Unsinnig, aber effektiv!


4 Kommentare
juliaL49 - 07.02.2008 at 8:55
Hehe, die zwei Jahreszahlen plus Eselsbrücke hat unser Geschichtslehrer uns damals (vor ca 15 Jahren…) auch genannt. Kann ich immer noch, funktioniert also prima!
Aus dem Lateinunterricht ist praktisch nix hängengeblieben, aber meine Englischlehrerin war auch so ne Verrückte. Wir mussten uns einmal hinstellen und mit den Armen wedeln:
- Arme hoch: raise your arms
- Arme im Bogen von links nach rechts: the sun rises
Den Unterschied von “raise” und “rise” habe ich drauf
cimddwc - 07.02.2008 at 10:01
Dumm nur, wenn man sich zwar an “3-3-3″ und “Keilerei” erinnert, aber vom Ort nur noch weiß, dass er zweisilbig war – wie es mir in der Schule mal ergangen war…
Pas - 07.02.2008 at 15:26
kenne de Jahreszahlen auch noch^^
und: 14-9-2, dem Kolumbus sein Ei. Und zufälligerweise ist der Feldberg einen Meter höher, also 1493 Meter^^
die geilste Eselsbrücke ist aber immer noch die meiner Chemielehrerin: Reduuuuuuuuuktion=Elektronenauuuuuuuuuufnahme. Wenn sie das sagt, kann das keiner vergessen glaub ich^^
In Chemie wurden bei uns zu Merkzwecken auch schon einige schwangere Elefantenbabys etc geboren…
konna - 07.02.2008 at 22:32
@julia: Sind ja aber auch wirklich gute Eselsbrücken und wichtige Daten.
Die raise und rise Brücke ist aber auch gut. Genauso wie meine Lehrerin immer für die dritte Person Singular: “He, she, it – das ‘s’ muss mit!”
@cimddwc: Das ist in der Tat nicht so gut. Da hat die Brücke wohl ihr Ziel knapp verfehlt. ^^
@Pas: Ha, die Brücke kannte ich noch gar nicht, ist aber sehr gut, muss ich mir merken.

Aber die Chemie-Brücke… ähm, naja solange es hilft.
Aber schwangere Elefantenbabys?