
Es ist Wochenende, liebe Freunde! Endlich, muss ich sagen, denn diese Woche war mehr als anstrengend für mich und dann freut man sich umso mehr über ein bisschen Ruhe und Entspannung. Die ganze Woche über habe ich gelernt und geackert und dann lief die Klausur nicht wirklich nach meiner Vorstellung. Naja, warten wir das offizielle Ergebnis ab. An den Vokabeln hat es jedenfalls nicht gelegen, die konnte ich sehr gut. Das hätte ich aber nicht ohne meine Mutter geschafft, die zu jeder Zeit bereit war, mich abzufragen und dies auch ausgiebig getan hat. Für sie eine Selbstverständlichkeit. Aber auch der Rest meiner Familie hätte mir im Rahmen ihrer Möglichkeiten geholfen. Und damit komme ich auch zum heutigen Thema: Familie.
Wie ich ja schon mehrfach hier im Blog erwähnt habe, ist mir der Wert der Familie so ziemlich der höchste überhaupt. Ich tue nichts, was irgendeinem Familienmitglied schaden würde und ich gebe für meine Eltern und meine Geschwister immer das Beste und helfe ihnen, wo ich nur kann. Und genauso tun sie dasselbe für mich. Wenn ich nirgendwo Rückhalt habe, wenn mir alles über den Kopf wächst, wenn ich Mist baue, dann kann ich mir zu 100 Prozent sicher sein, dass meine Familie mich auffängt, mich unterstützt, mich rausboxt. Jeder einzelne trägt seinen Anteil dazu bei. Das ist für uns alle schon so selbstverständlich, dass man vergisst, dass es das gar nicht ist.
Oft bekomme ich mit, dass Familien zerstritten sind, die Kinder mit ihren Eltern nicht klarkommen oder sich ständig mit ihren Geschwistern streiten. Natürlich gibt es das bei uns auch manchmal, Meinungsverschiedenheiten gehören dazu, wenn man zusammenlebt, aber wirklich schlimm wird das bei uns nur selten und nie bekommt man das Gefühl, nicht mehr geliebt oder gar irgendwie benachteiligt zu werden. Das ist wohl auch der Grund, warum wir immer noch alle zusammen wohnen und keiner unbedingt ausziehen will. Und das jeder dazugehört, merkt man so richtig, wenn einer nicht da ist, so wie meine Schwester, die heute Abend von einer Klassenfahrt wiederkommt. Wir sind alle froh, dass sie wiederkommt.
Nur ist es natürlich klar, dass das nicht immer so bleiben kann. Irgendwann ist für jeden einmal die Zeit gekommen zu gehen, ob es nun durch einen Umzug oder ganz ist. Aber bis es soweit ist, vergeht hoffentlich noch viel Zeit, die ich natürlich so gut es geht mit meiner Familie nutzen möchte, ob das nun regelmäßige Spaziergänge mit meinem Vater durchs Dorf sind, bei denen wir immer viel miteinander reden, oder ich mich mit meiner Mutter einfach mal zusammensetze, ich mit meinem Bruder Witze mache, ich meiner Schwester bei den Hausaufgaben helfe, oder wir alle einfach nur gemeinsam zu Abend essen – jeder Moment mit der Familie ist für mich unschätzbar wertvoll.
Aber wo ich schon bei gemeinsamen Mahlzeiten war: Bei uns ist es üblich, dass zumindest am Wochenende alle Mahlzeiten gemeinsam begangen werden und auch in der Woche, sofern möglich, isst keiner für sich allein. Das sind immer so die Gelegenheiten, in denen die Familie beisammen sitzt und wir uns gemeinsam über alles unterhalten. Jeder bringt sich ein, mal mehr, mal weniger, das ist immer ganz vom Thema abhängig. So passiert es manchmal, dass sich das Essen schon etwas länger hinzieht und wir sitzen bleiben und weiter reden, obwohl schon alle fertig sind. Ich persönlich kann es nicht verstehen, wie jeder sich sein Essen macht und danach gleich wieder verschwindet, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn ich also auf irgendetwas stolz bin, dann ist das meine Familie. Mit Eltern, die einem den Rücken stärken und Freiraum geben, aber auch mal antreiben und in die Schranken verweisen und mit Geschwistern, die sich für einen einsetzen und unter denen kein Konkurrenzkampf herrscht. Meine Familie ist ganz einfach das höchste Gut, das ich habe. Und jeden Tag bin ich aufs neue dankbar dafür.

















7 Kommentare
Wow, ihr seid ja richtig dicke
Das ist wirklich schön, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Naja, mein Bruder und ich verstehen uns eigentlich erst so richtig gut seit ich ausgezogen bin
(Konkurrenzkampf und so)
Aber ich bin absichtlich zum Studium ausgezogen (abgesehen davon, dass es nicht möglich gewesen wäre, von Trier nach Greifswald zu pendeln). Ich wollte endlich auf eigenen Füßen stehen, gerade weil meine Familie mich gut darauf vorbereitet hat.
Hey Julia, du bist in Greifswald? Cool
Ich wohne nur 40km weiter.
@Familie Ja Familie ist sehr sehr wichtig. Meine Oma hat es leider versäumt der Familie Zusammenhalt zu geben und zu vermitteln und so kenne ich nur einen Bruchteil. Das hat mir jedoch vor Augen geführt wie wichtig die Familie ist und werde für die meine der Fels in der Brandung sein.
So hatte ich eine große “geistige” Familie
Von meiner Mutti kam mal der Rat: Wenn du keine liebe Oma hast, dann adoptiere dir doch eine andere, eine nette
Lieber Konna, da bin ja mal wirklich “baff” so ein positives Bekenntnis zur Familie zu lesen
. Bitte verzeih mir die Aussage, aber ich hatte schon eigentlich mehr den Eindruck, dass die Familie in Deutschland nicht wirklich einen hohen Stellenwert hat.
Bei meinen Eltern und mir war und ist dies genauso, wie Du es bei Euch beschrieben hast. Jetzt, wo ich selbst Vater von zwei Mädels bin führe ich das so weiter.
Ich hoffe natürlich, dass meine Töchter ein ähnlich positives Familiengefühl haben, wenn sie älter sind.
Vor allem in der italienischen Hälfte meiner Familie wird das Zusammensein und der Zusammenhalt groß geschrieben.
Ich kenne das nicht anders und würde es nie anders handhaben.
Viva la famiglia!
@julia: Ja naja, also es ist ja nicht so, dass ich mich mit meinen Geschwistern nicht mal streite, früher häufiger als jetzt, vermutlich liegt das daran, dass wir nun auch schon alle ein gewisses Alter erreicht haben. Und zum Ausziehen: Das hat nicht nur bequemliche Gründe, sondern auch finanzielle, pendeln ist einfach günstiger. Und irgendwie bin ich der Meinung, dass ich noch lang genug alleine wohnen werde.
@latita: Hm, ja, teilweise kenn ich das auch von etwas entfernteren Familienmitgliedern, dass die sich eher nich um die Belange der Familie kümmern. Dafür aber mein engerer Familienkreis umso mehr.
@muyomania: Den Eindruck muss ich dir nicht verzeihen, den habe ich nämlich selbst auch. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Finde es aber gut, dass es bei dir auch Tradition hat und du das fortführst. Das will ich, sofern ich denn irgendwann einmal eine Familie gründe, auf jeden Fall auch so machen wollen. ^^
Wow. Ja manche und ich kann mich da Gott sei Dank mit einschließen, haben das Glück eine solche Familie zu haben. Meine Familie bedeutet mit Alles. Familie ist so wichtig und ich muss sagen, es ist leider nicht für jeden das Gleiche. Ich war gerade gestern erst wieder mit meinem Vater im Theater manche mögen das langweilig finden, für mich ist es der größte Spass. Und je älter ich werde umso mehr wandelt sich das typische Eltern-Kind Verhältnis in Freundschaft um. Meine Eltern zählen für mich zu meinen besten Freunden, so wie meine Geschwister. Und alle zusammen sind wir eben noch dazu FAMILIE. Es ist großartig!
@S. im Wunderland: Gerade als ich diesen Post noch einmal gelesen habe, habe ich festgestellt, dass ich den ohne weiteres heute ganz genauso posten könnte (mit leicht geänderter Einleitung).
Die Wandlung, die du beschreibst, kann ich auch feststellen, man wird immer mehr zu einem gleichberechtigten Partner, dessen Meinung genau das gleiche Gewicht hat wie das eines jeden anderen im Haus. Allerdings bleibt das Familienband immer stärker, als es je eine Freundschaft sein könnte – so kommt es mir jedenfalls vor.
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