CD-Check: Knorkator – Hasenchartbreaker

Kritik

Knorkator sind das beste Beispiel für eine Fun Metal Band. Humorige Texte werden mit brachialen Sounds unterlegt. Die Musik lässt sich ein wenig mit Rammstein vergleichen, wenngleich Knorkator immer wieder komplett aus der Reihe fällt. Frontmann Stumpen, der eine richtige Gesangsausbildung genossen hat, schafft Tonlagen von ganz tief bis ziemlich weit hoch und schafft es, die Texte gut verständlich rüberzubringen. Die Texte sind wie gesagt sehr humorig, doch alles andere als plump und strotzen nur so vor Gesellschaftskritik. Sie bieten sehr viel Wortwitz und eine etwas andere Sicht auf bestimmte Dinge. Dabei schreckt die Band auch nicht vor Fäkalausrücken zurück. Das ist sicherlich Geschmackssache, ich persönlich finde ihre Texte aber mehr als genial.

Knappe 55 Minuten Spielzeit bieten Knorkator mit Hasenchartbreaker auf, verteilt auf 15 Tracks, hervorragend, da gibt es nichts zu meckern, zumal das Album auch nicht mit einem Intro oder Instrumentalstücken in die Länge gezogen wird. Auch das Booklet ist gut, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Und zwar fehlt ein Songtext, die Buchstaben sind teilweise zu klein und es ist ein Faltheft. Ansonsten ist es sehr schön aufgemacht und statt Danksagungen zähel Knorkator auf, bei wem sie sich wofür entschuldigungen.

Fazit

Hasenchartbreaker macht 55 Minuten großen Spaß und bietet ausreichend Möglichkeiten, einfach mal die Sau rauszulassen. Der durch Wortwitz bestechenden Texte allein sind schon einen Blick wert, aber auch die Musik dürfte Freunde der etwas härteren Gangart nicht enttäuschen.


Knorkator - HasenchartbreakerKnorkator – Hasenchartbreaker (Album)

Facts:

  • Tracks: 15
  • Gesamtspieldauer: 54:49
  • Erscheinungsjahr: 2000
  • Genre: Fun Metal / Rock
  • Homepage: www.knorkator.de
  • Anspieltipps: Ganz besond’rer Mann, Weg nach unten

Einzelwertung:

Texte: 10 von 10
Musik/Produktion: 7 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 8 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 7 von 10

Gesamt: 8 von 10 Punkten

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2 Kommentare

  1. latita - 11.02.2008 at 1:39

    Das stimmt, die sind sowohl genial als auch verkannt :) Mal einen musikalischen Geschmack, den wir uns teilen. Wobei ich zugeben muss, dass Knorkator bei mir immer wieder in Vergessenheit gerät und daher nur in besonderen Momenten genossen werden kann. Danke für die Erinnerung :mrgreen:

    Ps. und immer dieser Exibitionismus *hihihihihihi*

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  2. Dandu - 12.02.2008 at 6:23

    Ich schliesse mich so ziemlich meiner Vorrednerin an. Als ich Knorkator entdeckte haben sie mich glatt umgehauen. Der Extrem-metal mit den krassen Texten zb. “Ich hasse Musik”, was ja glaube ich von einem anderen Album herführt ist doch beeindruckend. Leider gerät der Sound eben immer wieder in Vergessenheit. :mrgreen:

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