Filmriss: 10.000 B.C.

Roland Emmerich, Regisseur wirklich beeindruckender Filme wie “Independence Day” und “The Day After Tomorrow” ist bekannt für seine optisch exquisiten Produktionen. Ein großer Geschichtenerzähler ist er aber nicht, jedoch konnte man bei vielen Filmen darüber hinwegsehen, da diese einen gewissen Charme hatten. Nun schickt sich der “Spielberg aus dem Ländle” mit seinem neuen Projekt 10.000 B.C. an, es noch einmal zu tun – und scheitert daran.

Zum Inhalt: Der junge D’Leh (Steven Strait) versucht sich, die 10.000 B.C.Gunst seines Stammes zu erkämpfen, schafft dies aber nur zufällig und nicht aus Mut. Aus Scham gibt er die Ehre wieder zurück, obwohl er dadurch das Recht, mit seiner großen Liebe Evolet zusammen zu sein, wieder aufgeben muss. Als dann jedoch Fremde das Dorf überfallen und Evolet (Camilla Belle) und andere Stammesmitglieder zur Versklavung entführen, schwört D’Leh (übrigens ein Anagramm von”Held”) Rache und macht sich auf den weiten und beschwerlichen Weg in das fremde Land, um sie zu retten. Dabei begleiten ihn sein Ziehvater Tic’Tic (Cliff Curtis), sein Rivale um Evolets Gunst, Ka’Ren (Mo Zinal), und der junge Baku (Nathanael Baring). Auf ihrer Reise treffen sie außerdem auf fremde Stämme, die ebenfalls überfallen wurden und sich der Gruppe anschließen.

Die sowieso schon nicht gerade innovative Story wird leider auch nicht besonders gut erzählt. Immer wieder hört man die Stimme eines Erzählers, der die Hintergründe jedoch wenig enthusiastisch vermittelt und im Endeffekt eher störend wirkt, da er die aktive Handlung immer wieder unterbricht. Aber auch die Dialoge zwischen den Figuren sind oft unfreiwillig komisch. Dazu kommen auch noch einige Logikfehler. Man sollte den Film auch eher als Fantasy-Film einstufen als als Historienfilm, wer das nicht tut, wird aus dem Haareraufen nicht herauskommen.

Die allesamt eher unbekannten Schauspieler machen ihren Job ganz okay, können aber die schwache Story auch nicht mehr rausreißen. Regelrecht sympathisch ist einem eigentlich keine der Rollen. Einen größeren Effekt erzielen eher die CGI-Kreaturen, wobei diese doch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Der Säbelzahntiger und die aggressiven Laufvögel kommen jedoch nur sehr kurz vor, eine größere Rolle spielen lediglich die Mammuts.

Fazit: 10.000 B.C. kommt leider nicht über das Mittelmaß hinaus. Optisch weiß der Film zwar zu gefallen, aber Story und Dialoge sind mehr als platt. Einen wirklichen Spannungsbogen sucht man leider auch vergeblich. Und als saures Sahnehäubchen kommt auch noch ein einfach lächerliches Ende dazu, das aufgesetzter nicht wirken kann.

Meine Wertung: 4/10

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5 Kommentare

  1. juliaL49 - 09.03.2008 at 11:40

    Also mich würden da vor allem die geschichtlichen Fehler stören (Pyramiden und große Städte zu einer Zeit als gerade mal die Landwirtschaft erfunden wurde?).
    Aber gerade diese horrenden Fehler haben dazu geführt, dass der Film überdurchschnittlich oft erwähnt wurde. Alleine heute bin ich auf fast ein Dutzend Artikel gestoßen; zwar alle ein Verriss, aber immerhin Publicitiy.

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  2. bullion - 09.03.2008 at 19:24

    Den werde ich mir dann wohl sparen! :)

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  3. Alex - 10.03.2008 at 13:49

    ok, ein film den ich also definitv nicht sehen werde! hab es auch schon in verschiedenen kritiken zuvor gelesen, dass die handlung richtig mies sein soll und nur die optik wirklich überzeugt.

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  4. Richi - 11.03.2008 at 14:25

    Die Vorschau im Kino von 10.000 BC fand ich ja eigentlich noch recht interessant, aber je mehr ich jetzt darüber lese, bin ich froh das ich ihn mir bisher noch nicht angeschaut hab.

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  5. konna - 11.03.2008 at 14:31

    @julia: Ja, die Fehler sind wirklich sehr auffällig. Also 10.000 vor Christus passt auf jeden Fall gar nicht. Ein Teil ist weit früher und ein Teil doch einiges später. Naja, man sollte es eher als Fantasy-Film sehen.

    @bullion: Würde ich empfehlen, ja. ;)

    @Alex: So siehts aus, dennoch wollte ich mir gern ein eigenes Urteil bilden und ich weine jetzt auch nicht dem Geld oder der Zeit hinterher, so schlimm war es nun auch nicht. ^^

    @Richi: Herzlich willkommen hier! :)
    Ja, der Trailer war wirklich gut, der hat aber viel mehr versprochen, als er letztlich gehalten hat. Leider!

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