Game Checkpoint: WiiPlay (Wii)
Nachdem Nintendos Konsole mit Wii Sports schon eine Minispielsammlung beilag, ist mit WiiPlay eine weitere Minispielsammlung erhältlich. Diese wird jedoch nur zusammen mit einer weiteren Wiimote verkauft, da die Spiele auch hauptsächlich für zwei Spieler ausgelegt sind. Deshalb beziehen sich die folgenden Bewertungen der insgesamt neun Minispiele auch immer auf den Fall, dass man mit einem anderen Spieler zusammenspielt. Spielt man nur allein, kann man sich das Spiel wirklich schenken. Ich werde jedes Minispiel kurz vorstellen und eine einzelne Bewertung geben, bevor es am Ende die Gesamtwertung geben wird.
Spiel 1: Schützenfest
Mit der Wiimote bewegt man auf dem Bildschirm sein Fadenkreuz und muss in mehreren Runden verschiedene Ziele (Zielscheiben, Luftballons, Ufos usw.) treffen. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Nette Zielübung zum Aufwärmen, aber spätestens nach drei Durchgängen extrem langweilig.
Bewertung: 




Spiel 2: Mii-Gewimmel
Die Spieler müssen vorbestimmte Miis (die selbst erstellten werden mit einbezogen) aus einer Masse anderer Miis herausfinden, zum Beispiel zwei gleiche oder den schnellsten. Für jeden richtig gefundenen Mii gibt es Punkte. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Ganz witzig, könnte aber etwas abwechslungsreicher sein. Aber immer wieder spannend, wenn man weiß, dass der Gegner immer schneller sein kann, als man selbst.
Bewertung: 




Spiel 3: Tischtennis
Wie Tischtennis funktioniert, ist glaube ich jedem klar. Wer zuerst 11 Punkte hat, gewinnt das Spiel. Allerdings verderben die miese Kollisionsabfrage und die seltsame Ballphysik den Spielspaß. Außerdem nervt die Musik.
Bewertung: 




Spiel 4: Mii-Posenspiel
Mit Hilfe der A- und B-Taste ändert man die Pose seines Miis und muss diesen durch Drehung der Wiimote in die Silhouetten in herabfallenden Blasen einpassen, wofür man Punkte bekommt. Wenn eine Blase am unteren Bildschirmrand ankommt, verliert man einen von drei Versuchen. Sind alle Versuche aufgebraucht, ist das Spiel vorbei. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Stressig und hektisch beschreibt dieses Spiel am besten. Macht keinen Spaß.
Bewertung: 




Spiel 5: Laser-Hockey
Kennen wohl auch die meisten: Man muss den Puck mit seinem Schläger in das Tor des anderen zu befördern. Wer als erstes 8 Tore hat, gewinnt. Obwohl der Puck irgendwie unglaubwürdig durch die Gegend fliegt, macht das Spiel noch einigermaßen Spaß. Die Schadenfreude ist groß, wenn der Gegner den Puck versehentlich ins eigene Tor befördert.
Bewertung:




Spiel 6: Billard
Beim Billard benutzt man die Wiimote wie einen Queue. Es muss immer die Kugel mit der niedrigsten Zahl zuerst angestoßen werden, ansonsten bekommt man 3 Strafpunkte. Wer am Ende der Partie mehr Punkte hat, ist der Sieger des Spiels. Das Spiel artet aber mehr zur Glückssache aus, da die Ballphysik miserabel ist und die Steuerung zuweilen hakt, was leicht zu missglückten Stößen und somit Fouls führt.
Bewertung: 
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Spiel 7: Angeln
Ziel beim Angeln ist es, mehr Fische als der Gegner aus einem Teich zu angeln. Dabei bringen verschiedene Fische unterschiedlich viele Punkte. Das artet allerdings extrem in Stress aus, weil die Angel meistens nicht so will, wie man das selbst gern hätte. Immerhin kommt dank Schadenfreude wenigstens ein bisschen Spaß auf.
Bewertung: 




Spiel 8: Wilde Kuh
Bei diesem Spiel hält man die Wiimote horizontal. Durch Neigung bringt man seine Kuh dazu, schneller zu laufen oder die Richtung zu ändern. Am Ende gewinnt der Spieler, der nach einer bestimmten Zeit mehr Vogelscheuchen umgerannt und somit mehr Punkte eingefahren hat. Naja, die Steuerung ist etwas schwammig und aus der Idee hätte man mehr machen können.
Bewertung: 




Spiel 9: Panzerkiste
Mit dem Steuerkreuz der Wiimote steuert man einen kleinen Panzer auf einem Feld hin und her und muss gegnerische Panzer mit Kugeln und Minen zerstören. Erinnert ein bisschen an Bomberman, ist aber nicht halb so spaßig. Zumal das Spiel nicht ganz zuende gedacht ist: Denn es geht immer dann eine Runde weiter, wenn mindestens ein Spieler eine Runde überlebt. Wenn man aber führt, kann man einfach versuchen, den Mitspieler auszuschalten und dann absichtlich selbst draufzugehen.
Bewertung: 




Fazit: WiiPlay ist eine Sammlung von Minispielen, die man nicht unbedingt braucht. Die Steuerung der meisten Spiele ist sehr ungenau und etwas mehr Abwechslung oder Konfigurationsmöglichkeiten wären nett gewesen. Für mehr als mal zwischendurch spielen reicht es so nicht. Wenn man sich jedoch sowieso eine Wiimote zulegen will, dann kann man auch die paar Euros zusätzlich ausgeben.
Alle Spiele zusammen bewertet:
Grafik: 




+ putzige Animationen
- weit unter den Möglichkeiten
Sound: 




+ ganz niedliche Soundeffekte
- teils nervtöttende Musik
Bedienung: 




+ verschiedene Arten der Bewegung
- oft ungenau und hakelig; schlechte Ballphysik und Kollisionsabfrage
Spielspaß: 




+ für Zwischendurch zu zweit ganz okay
- keine Herausforderung; wird schnell langweilig
Gesamtwertung: 3/10
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