
Wenn man einen Blog führt, kann es hin und wieder dazu kommen, dass man etwas schreibt, was andere ganz anders sehen. Dies kann man dann als Kommentar äußern oder, wenn es einem ganz persönlich wichtig ist, auch eine E-Mail schreiben. So fand ich heute in meinem Postfach eine Mail von Thomas, der nicht ganz damit einverstanden war, was ich im Beitrag “PC-Spiele Vollversionen in Magazinen | Märzausgaben” über das Spiel “Captain Delta und die Quelle von Argos” schrieb. Nach kurzer Absprache haben wir uns geeinigt, dass ich seine E-Mail hier separat veröffentlichen darf und einen Hinweis zu diesem Artikel an der betreffenden Stelle setze. Nun aber zu der Mail:
Guten Tag, Herr Eggert!
Auf Ihrer Webseite (www.gedankendeponie.net/…-marzausgaben/) ((URL wurde aus ästhetischen Gründen von mir gekürzt)) findet man bei der CBS folgenden Eintrag:
„Captain Delta und die Quelle von Argos – Billiges, technisch schwaches Adventure. Dann lieber Clever & Smart!”
Wie können Sie behaupten, dass dieses Spiel billig wäre? Es handelt sich dabei um ein Freeware-Adventure Spiel. Der Entwickler hat dafür 2 Jahre (reine Freizeit) alles alleine gemacht und daher kann man es nicht mit einem kommerziellen Spiel vergleichen! Der Entwickler erstellte dieses Spiel für alle Adventure-Fans. Ist es kostenlos und jeder kann es auf der Entwicklerseite herunterladen. Leider nutzte die CBS dieses Spiel, um Werbung zu machen und keinen Gewinn! Das Spiel sollte eher gelobt werden, anstatt zu kritisieren!
Machen Sie doch mal ein komplettes Adventure-Spiel ganz alleine!
Ich gehöre schon seit längerer Zeit der Visionaire-Community an (www.visionaire-online.de), dort werden mit diesem Programm eigene Adventure-Spiele erstellt. Dieses Spiel war das erste komplett fertiggestellt Spiel, das mit dieser Engine arbeitet.
Schauen Sie sich mal dagegen die Arbeit zu „Captain Delta 2″ an. (zu finden unter www.Captain-Delta.de) Das zweite Spiel besitzt eine weitaus bessere Grafik, einen richtigen Helden, sogar mit kinohaften 3D-Szenen. Dieser Teil wirkt anspruchsvoller als das erste Spiel. Der Entwickler konnte sogar die Leistungen steigern, wobei seine Techdemo zum zweitem Teil auch schon recht gut war.
Es wäre nett, wenn Sie Ihre Meinung zurücknehmen würden.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas G. ((Nachname nachträglich von mir gekürzt))
Um die ganze Situation für beide Seiten befriedigend zu lösen, habe ich mich entschieden, das Wort “billig” aus meiner Bewertung herauszunehmen und einen Link zur Downloadseite zu setzen. Allerdings beharre ich auf meiner Meinung, dass das Spiel nicht mit der kommerziellen Konkurrenz mithalten kann. Ein Vergleich mit dieser muss aber gestattet sein, denn ein Spiel macht nicht nur aus dem Grund mehr Spaß, weil es kostenlos ist.
Letztlich muss aber natürlich jeder selbst entscheiden, wie so ein Spiel zu bewerten ist. Meine schlechte Bewertung soll nicht die Leistung des Programmieres schmälern, sollte dieser das Spiel wirklich ganz allein entwickelt haben. Ich könnte das nicht, darum versuche ich es auch gar nicht erst.
Damit ist dieses Problem hoffe ich ausreichend und zufriedenstellend gelöst. Ich bin immer gern bereit, mit mir reden zu lassen. Mit dem richtigen Ton kann man bei mir schon einiges erreichen. Sollte also noch einmal jemand Anstoß an meiner Schreibe finden, einfach melden, dann regeln wir das. ![]()
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3 Kommentare
Also mal ehrlich – nachdem es sich hier auf deiner Site um dein privates Blog, deine privaten Ansichten und Meinungen und die deiner Freunde handelt, solltest du auch das schreiben dürfen, was du dir denkst. In einem passenden Ton versteht sich. Auch Spielentwickler müssen mit Kritik fertig werden, oder? Freie Meinungsäußerung nenne ich das..
@lexxa: Im Grunde stimme ich da mit dir überein, darum wollte ich auch nicht einfach so von meiner Meinung abrücken. Aber ein bisschen entgegenkommen wollte ich schon und das war für mich so der beste Weg. Und das Wort “billig” war vielleicht wirklich etwas zu hart.
Und immerhin hat Thomas verhältnismäßig sachlich geschrieben und argumentiert, was ich honoriere. Wäre der Ton anders gewesen, wäre ich diesen Kompromiss sicher nicht eingegangen. Ich denke, dass das schon in Ordnung so geht. “Gedankendeponie – näher am Leser”
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