Gedankenmüll zum Wochenende | Optimismus

Ich gehe regelmäßig mit meinem Vater spazieren, eine kleine Runde, damit wir an der frischen Luft sind und uns bewegen. Dabei kommt es häufig mal zu wirklich tiefsinnigen Vater-Sohn-Gesprächen, mit teilweise philosophischen Denkansätzen, aber auch mit viel Spaß. Ist manchmal ein bisschen wie mit Sokrates und seiner Gefolgschaft. Auf jeden Fall lerne ich durch diese Gespräche sehr viel fürs Leben und genieße diese Spaziergänge in vollen Zügen. In dieser Woche sind wir über einen Umweg auf ein Thema gekommen, bei dem ich so ziemlich mit meinem Vater einer Meinung bin: Optimismus und Pessimismus.

Das Leben ist eine ständige Berg- und Talfahrt, mal geht es aufwärts, mal geht es abwärts – das ist ganz normal. Wenn man sich dessen bewusst ist, ist ein schwieriger Teil schon geschafft, weil man sich von den schlechten Momenten nicht mehr so leicht unterkriegen lässt. In gewisser Weise gibts da Ähnlichkeiten zu meinen Gedanken über die Zukunft. Aber es soll hier und jetzt nicht um die Zukunft gehen, sondern um die Gegenwart.

Ich selbst würde mich als Realist mit Neigung zum Optimismus bezeichnen. Zumindest meistens. Ich lasse mich nicht ganz so leicht aus der Bahn werfen. Oder so ähnlich ausgedrückt, wie mein Vater es meinte: Wenn etwas nicht klappt oder etwas schlechtes passiert, dann verliere ich nicht gleich den Mut. Und wenn dann nochmal soetwas ist, stecke ich auch dann nicht den Kopf in den Sand. Und auch beim dritten Mal gebe ich nicht auf. Der Optimismus und das positive Denken mindern die Resignation und verhindern, dass man aufgibt.

Dabei ist Optimist sein in dieser Zeit wahrlich alles andere als einfach. Ständig wird man mit schlechten Nachrichten konfrontiert und die Mehrheit aller Menschen, die einen umgeben, sind eher pessimistisch. Kein Tag vergeht, an dem nicht gejammert wird, wie schlecht es allen geht. Und leider kommt es auch immer häufiger dazu, dass Menschen mit guter Laune angefeindet werden. Ein Satz wie “der immer mit seiner guten Laune” hat sicher jeder schon einmal mitbekommen.

Es wäre schön, wenn in den Köpfen der Menschen mal ein großes Umdenken stattfinden würde. Trotz all der Probleme, die jeder hat, positiv zu denken und die Schwierigkeiten mit Elan und Schwung angehen. das ist es, was wir brauchen – dann würde es uns allen besser gehen. Wortwörtlich sogar, denn positives Denken schlägt sich auch positiv auf die Gesundheit nieder. In diesem Sinne: Frohes Schaffen!

3 Kommentare

  1. lexxa - 07.04.2008 at 18:39

    ..schöne Gedankengänge, sollte ich mir zur Zeit auch zu Herzen nehmen..
    Danke!

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  2. zitrone - 08.04.2008 at 0:59

    pessimisten sind optimisten mit lebenserfahrung ;)

    optimist zu sein ist nicht einfach, aber versuchen sollte man es wohl… ABER… nein ich führe nun lieber keine aber punkte an, hätte da aber so einige. aber ich bleib nun einfach mal dabei, dass man es versuchen soll optimistisch zu sein :D

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  3. Deutschflüsterer - 13.04.2008 at 13:50

    Sehr schön, gefällt mir in der Tat!

    Zu wenig Personen führen derlei Gespräche miteinander. Leider. :roll:

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