Filmriss: Jumper
Nur weil Filme in der Presse förmlich zerrissen werden, bedeutet das noch lange nicht, dass dies auch gerechtfertigt ist. Ich bin ja immer der Meinung, dass man sich ein eigenes Bild machen sollte und so kam ich diesmal dazu, mir den vielfach kritisierten Film “Jumper” im Kino anzusehen. Denn das Thema hörte sich recht interessant an.
David Rice (Hayden Christensen) ist auf seiner Schule ein Außenseiter und Ziel von Spott und Häme einiger Mitschüler. Als er dadurch eines Tages in einem zugefrorenen See einbricht, erkennt er zum ersten Mal eine ihm bisher verborgene Fähigkeit: Er beherrscht das “Jumpen”, wodurch er sich an fast jede Stelle auf der Erde teleportieren kann. Als er sich der Fähigkeit vollends gewahr wird, läuft er von zu Hause weg und füllt sein Konto durch einen Bankraub auf und beginnt ein völlig neues Leben, bis ihm die “Paladine” auf die Spur kommen, eine Gruppe religiöser Fanatiker deren einziges Ziel es ist, alle Jumper auszulöschen. Aus dem ersten Treffen mit deren Anführer Roland (Samuel L. Jackson) kann er gerade noch entkommen, woraufhin David erstmal nach Hause zurückkehrt und seine alte Liebe Millie (Rachel Bilson) besucht, die er spontan auf einen Trip nach Rom einlädt. Dort erwartet ihn aber neuer Ärger mit den Paladinen, allerdings lernt er auch Griffin (Jamie Bell) kennen, einen weiteren Jumper, der seinerseits Jagd auf die Paladine macht…
Jumper hält sich nicht lange mit einer Einführung auf, recht schnell nach Beginn geht es gleich zur Sache und die Story nimmt an Fahrt auf. So kommt es wohl auch dazu, dass der Film auch nur eine Spielzeit von 89 Minuten hat. Mehr hätte es aber auch nicht sein dürfen. So bleibt der Film kurzweilig und vor allem ein Augenschmaus – die vielen Schauplätze und schicken Effekte. Natürlich hat der Film aber auch deutliche Schwächen: Es bleiben relativ viele Fragen offen, etwa über die Hintergründe des “Jumpens”, stellenweise will der Film einfach unpassend komisch sein und das Ende legt es ganz klar darauf an, dass es noch einen Nachfolger geben soll.
Die Darsteller liefern allesamt eine nicht überragende, aber solide Vorstellung ab. Hayden Christensen (“Star Wars: Episode II + III”) und Rachel Bilson (“O. C., California”) als David und Millie sollen sprechen natürlich klar die Zielgruppe Teenies an, Samuel L. Jackson (“Pulp Fiction”) mimt den Bösewicht Roland gut wie immer und Jamie Bell (“Billy Elliot”) macht das, was er am besten kann: Außenseiter spielen.
Fazit: Jumper ist bei weitem kein heraiusragender Film, allerdings auch nicht ganz so schlecht, wie er von vielen Stellen gemacht wird. Mittelmaß eben und ganz okay für den kleinen Fantasy-Action Appetit zwischendurch. Mehr aber auch nciht.
Meine Wertung: 5/10
[starreview]
User-Wertung:
[starrater]


1 Kommentar
faulix - 15.07.2010 at 21:07
Eine wirklich gelungene Review. Endlich mal Reviews die nicht nur den Inhalt zusammenfassen und dann schon einen Fazit präsentieren. Hier gewinnt man wirklich gute Informationen über den Film, da nicht nur irgendwelche Rezensionen nachgekaut werden.
Super Arbeit!