Filmriss: Deadwood (Season Two)
Es ist schon eine ganze Weile vergangen und viel geschehen, seit Seth Bullock (Timothy Olyphant) in Deadwood angekommen ist. Geschäfte wurden aufgebaut und jeder sucht nach dem ganz persönlichen Glück in der Stadt, die außerhalb des amerikanischen Einflussbereichs liegt. Doch das soll sich ändern: Durch die zunehmende Bevölkerung und den weiterem Aufbau erregt die Stadt aufsehen und soll nun in die Vereinigten Staaten eingegliedert werden. Dazu brauchte es zumindest die Fassade einer Regierung in der Stadt. So endete die erste Staffel mit deren Einrichtung und der Ernennung Bullocks zum Sheriff.
Wie bereits erwähnt ist die anstehende Eingliederung der Stadt das Hauptthema der zweiten Staffel von Deadwood, der erfolgreichen Westernserie von HBO. Schließlich will jeder seine Vorteile aus der Situation ziehen und die Mächtigen der Stadt schrecken vor kaum einem Mittel zurück, um diese zu erreichen. Aber es passiert natürlich noch mehr in der Stadt: Bullock muss sich um die Frau und den Sohn seines verstorbenen Bruders kümmern, die er in seine Familie aufgenommen hat. Diese erreichen gerade zu der Zeit die Stadt, als Bullock eine Affäre mit der reichen Witwe Garret (Molly Parker) begonnen hat. Saloon-Besitzer Al Swearengen (Ian McShane) kämpft mit einem Blasenstein, der ihm fast das Leben kostet und die Prostituierte Joanie Stubbs (Kim Dickens) eröffnet ihr eigenes Bordell. Und nicht zuletzt streckt der Unternehmer George Hearst (Gerald McRaney) seine Fühler nach Deadwood aus, um an die reichen Goldvorkommen zu gelangen.
Für mehr als genug Zündstoff ist in den zwölf Folgen der zweiten Staffel von Deadwood also gesorgt. Und tatsächlich: Nachdem die erste Staffel bei mir noch einen recht zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat, hat mich die Serie nun vollends gepackt. Vor allem die vielschichtigen und interessanten Charaktere machen Deadwood zu einer Ausnahmeserie. Zwar gibt es auch in der zweiten Staffel die ein oder andere Folge, die etwas schwerfällig dahinplätschert, aber Deadwood will realistisch sein und das ist es auch. Zuweilen sind manche Handlungsstränge etwas schwierig zu durchschauen, aber das tut dem Spaß kaum Abbruch.
Der Cast von Deadwood hatte mich schon in der ersten Staffel überzeugt und in der zweiten Staffel wirkt alles noch viel besser und echter, die Mannschaft meistert ihre Aufgaben durchweg herausragend gut. Ian McShane als Al Swearengen ist wieder einmal großartig und auch Timothy Olyphant (“Hitman”) bringt den Sheriff, der die Sorge um seine Familie mehr als Pflicht denn als Liebe sieht, nachvollziehbar rüber. Die neu hinzugekommenen Anna Gunn (“Breaking Bad”) als Martha Bullock und Garret Dillahunt (“No Country for old Men”) als George Hearsts Handlanger Francis Wolcott fügen sich perfekt ein. Der Rest fällt dem gegenüber ebenfalls nicht ab.
Fazit: Die zweite Staffel von Deadwood macht alles noch ein Stück besser als die erste Staffel. Die Geschichte nimmt mehr an Fahrt auf und die neuen Probleme bringen Abwechslung und Spannung in die Stadt. Die Atmosphäre und die Charaktere verleihen dem Szenario greifbare Tiefe, die einen so schnell nicht mehr loslässt. Ich freue mich schon auf die dritte und letzte Staffel von Deadwood.
Meine Wertung: 8/10
[starreview]
User-Wertung:
[starrater]
Link-Container:
Filmriss: Deadwood (Season One)
Filmriss: Deadwood (Season Three)
Deadwood – Die komplette zweite Season bei Amazon kaufen


3 Trackbacks