Filmriss: ReGenesis (Season Two)

Nachdem die spanische Grippe vom Team des NorBAC (North American Biotechnology Advisory Commission) aufgehalten wurde, hat sich der leitende Wissenschaftler David Sandström, der glaubt am Ausbruch Schuld zu haben, eine Auszeit genommen und reist nach China, wo er von der Volksarmee gekidnappt wird. Die chinesischen Wissenschaftler sind einer gefährlichen Epidemie auf der Spur, kommen jedoch nicht weiter und brauchen nun Davids Hilfe. Währenddessen wird auf einer AIDS-Konferenz in Toronto die schwangere Vertreterin der Amerikanischen Vereinigung der Pharmahersteller mit einem neuen AIDS-Stamm infiziert.

ReGenesis (Season 2)So der Auftakt zur zweiten Staffel der kanadischen Science Fiction Serie ReGenesis. Wie schon in der ersten Season haben es die Wissenschaftler des NorBAC unter der Leitung der ehemaligen CIA-Agentin Caroline Morrison mit allerhand neuartigen und kniffligen biologischen und chemischen Problemen zu tun, die es (teilweise gleichzeitig) zu lösen gilt. Neben den Problemen, mit denen sie durch ihre Arbeit konfrontiert sind, rückt auch immer wieder das Privatleben der Wissenschaftler in den Blickpunkt des Interesses, wodurch wir mehr über deren Vergangenheit erfahren können. Doch all das rückt in den Hintergrund, als das Team merkt, dass es jemanden gibt, der gegen sie arbeitet – ist es möglicherweise sogar jemand aus den eigenen Reihen?

Wie in der ersten Staffel sind die Fälle der Wissenschaftler um David Sandström überaus spannend und interessant für jeden, der sich auch nur ein bisschen für Biologie und Chemie begeistern kann. Alles Wichtige wird dabei so erklärt, dass auch für Laien verständlich wird, was gerade passiert oder schief läuft. Teilweise sind die Themen der Fälle hochaktuell und so bekommt die Serie neben dem Unterhaltungswert auch noch einen Bildungswert – kein Wunder also, dass die Serie in Deutschland auf ARTE ausgestrahlt wurde.

Natürlich ist wieder das gesamte Team aus der ersten Staffel dabei. Schon in der ersten Staffel waren die starken Charaktere ein ganz klares Plus der Serie, in der zweiten Staffel werden diese konsequent ausgebaut. Die Schauspieler tragen mit ihren guten Leistungen entsprechend dazu bei. Jede Figur erweckt beim Zuschauer ein gewisses Interesse und wird in ein paar Folgen etwas mehr ins Zentrum gestellt.

Auch von der technischen Seite wird das Niveau der ersten Staffel gehalten. Wieder werden Kniffe wie Splitscreens, Zeitraffer, Mikroskop-Bilder und “Weggabelungen”, bei denen von einem Punkt aus nacheinander zwei Handlungsstränge verfolgt werden, eingesetzt. Sowohl durch die große Charaktertiefe als auch durch den technischen Einsatz wird man richtig in die Serienhandlung hineingezogen. Da ärgert man sich über den extrem fiesen Cliffhanger am Ende der Staffel gleich doppelt: Nicht nur, dass die Staffel schon vorbei ist, sondern weil man unbedingt weiterschauen möchte, aber nicht kann.

Fazit: Die zweite Staffel von ReGenesis bleibt auf dem gleichen hohen Niveau wie die erste. Die Serie ist wirklich eine wahre Ausnahmeerscheinung in der Serienlandschaft. Wer die immer gleichen Muster von Dr. House nicht mehr sehen kann, die Fälle von CSI langweilig findet oder sich generell für Wissenschaft interessiert sollte unbedingt bei ReGenesis reinschauen. Es lohnt sich!

Meine Wertung: 9/10

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