Über den Sinn und Zweck von Fußnoten

Inzwischen sehe ich auf immer mehr Blogs die zunehmende Verwendung von Fußnoten. Da ist per se nichts dran auszusetzen, allerdings wundere (und ärgere) ich mich ein wenig darüber, WIE die Fußnoten verwendet werden – und vor allem in welcher Menge. Deshalb muss ich einfach mal meine Ansicht dazu kundtun, es möge sich dadurch aber bitte keiner angegriffen fühlen. ;)

Mit Hilfe des Plugins wp-footnotes sind blitzschnell und Kinderleicht Fußnoten in einen Beitrag eingeführt. Und es ist zugegebenermaßen ja auch wirklich praktisch und sinnvoll, bestimmte Informationen nicht in den Haupttext einzubetten, manchmal passt es dort einfach besser. Immer mehr Blogger scheinen aber Spaß daran zu haben, solche Fußnoten zu setzen, wo es auch nur irgendwie geht.

Meiner Meinung wird der Lesefluss durch zu viele Fußnoten deutlich gestört, da man in der Regel dazu gezwungen wird, die Position des Textes durch Scrollen oder den Fußnotenlink zu verändern, denn die meisten Fußnoten sind auch noch so lang, dass sie nicht in die Mouse-Hover-Ansicht passen. Bei Beiträgen, die dann auch noch bis zu 10 Fußnoten haben, wird das Lesen des Textes eine reine Qual. Meistens lese ich das dann auch gar nicht erst. Vor allem Fußnoten mit sinnlosen Inhalten wie “haha” stören enorm. Das tun Fußnoten mit Absatzlänge aber ebenso – die kann man auch genauso gut in den Text einfügen.

Welche Informationen gehören also in die Fußnoten? Für mich persönlich sind Fußnoten ganz klar vor allem dazu gedacht, wozu sie auch in wissenschaftlichen Arbeiten benutzt werden, nämlich Quellenangaben und Begriffserklärungen. Beispiel: Ich zitiere eine andere Seite und bette das Zitat in den Fließtext ein. Natürlich will ich noch sagen, wo ich dieses Zitat her habe, schließlich gehört sich das so. Für viele Leser ist dieser Aspekt nicht unbedingt notwendig und außerdem lässt sie sich nur schwer auf schöne Weise in den Text einbinden, also kann diese Angabe ruhig in die Fußnoten. Anderes Beispiel: Ich verwende in meinem Beitrag ein Begriff oder eine Abkürzung, mit der wahrscheinlich nicht jeder Leser etwas anfangen kann. Dort kann ich hinter diesen Begriff eine Fußnote setzen und eine (nach Möglichkeit) kurze Erklärung hineinschreiben. So macht es zum Beispiel Julia in ihren Beiträgen zum Projekt 52 (erste Fußnote).

Alles andere, was nicht in die Fußnoten gehört, sollte nach Möglichkeit in den Haupttext eingebettet oder in Klammern gesetzt werden! Das freut den Leser und müsste auch gut für den Autoren sein, da der Inhalt viel besser wahrgenommen wird.

 

5 Kommentare

  1. cimddwc says:

    Im Prinzip stimme ich dir zu; für (kurze) Begriffserklärungen würde ich allerdings acronym verwenden (wird i.d.R. unterstrichelt, beim Drüberfahren erscheint der Tooltip).

    Wobei das mit reinen Quellenangaben-Fußnoten insofern ein kleines Problem ist, dass man evtl. draufklickt (bevor der Tooltip erscheint) und den Lesefluss dadurch durch etwas unterbricht, was eben nicht in den Lesefluss passt. Da wäre vielleicht ein unverlinktes [1], [2] etc. besser…

  2. Ok, wohin soll ich nochmal die Hosenträger und die beige Strickweste schicken?

    Schade eigentlich, daß man Kommentare nicht mit Fußnoten versehen kann. Wär’ das geil… Ich würde einen ellenlangen Kommentar für Dich verfassen mit mindestens 10 Fußnoten. :P

    Aber den würdest Du dann ja nicht lesen. Hach ja.

  3. juliaL49 says:

    Oh es gibt wirklich so Experten, die das ein wenig übertreiben. Aber mit den Links kann man ganz gut hin- und herspringen.
    Doch was mich (auch) wirklich nervt, sind diese Ein-Wort-Fußnoten. Das ist schon fast Missbrauch.

    Mit den Quellenangaben sollte man sich echt bemühen, das in die Fußnoten zu packen. Werde ich mal in Zukunft drauf achten :-)

  4. Jenni says:

    Villeicht ist es mit den Fußnoten so wie mit vielen Dingen des Lebens: Das Mittelmaß machts. :cool:

  5. konna says:

    @cimddwc: Stimmt, aber das kommt dann immer auf die Lesegewohnheit an, könnte man aber so machen.

    @Blondes Alien: Meine Adresse hast du doch. :P
    Und bei dir lese ich doch sowieso nicht. ^^

    @julia: Ich find das mit den Links ein bisschen nervig, weil das immer so fummelig ist, da draufzuklicken. Ich hab so große Hände so einen großen Mauszeiger. :D

    @Jenni: Nein, das Mittelmaß ist nicht immer am besten. ;)

Trackbacks

Schreibe einen Kommentar

 
 




 

Fan werden

Schwarzes Brett

Seitwert

Archiv