Filmriss: 21

Heute gibts im Filmriss einen Film, der auf wahren Begebenheiten und dem Bestseller „Bringing Down The House“ von Ben Mezrich basiert. Dort geht es um eine Gruppe Collegestudenten, die mit Hilfe eines Kartenzählsystems in Las Vegas die Casinos ausräumen. Nachdem ich diese Woche mit “Iron Man” schon einen exzellenten Film im Kino gesehen habe, kommt nun mit “21″ der zweite gute Film innerhalb einer Woche.

21Mathematikstudent Ben Campbell (Jim Sturgess) möchte unbedingt in Harvard Medizin studieren, allerdings fehlt ihm dazu ein Stipendium oder das nötige Kleingeld, genauer gesagt 300.000 Dollar. Weil seine Chancen auf ein Stipendium zu schwinden scheinen, muss Ben also auf einem anderen Weg zu Geld kommen. Da kommt die Anfrage seines Mathematikprofessors Mickey Rosa (Kevin Spacey) gerade Recht: Er will Ben in sein Blackjack-Team aufnehmen, mit dem er jedes Wochenende nach Las Vegas fliegt, um das große Geld zu machen. Dies erreichen sie durch das Zählen der Karten, wodurch sie ihre Gewinnchancen maximieren. Mit geheimen Zeichen verständigt sich Ben mit seinem Team, dem auch Bens Schwarm Jill (Kate Bosworth) angehört. Nach und nach räumen sie in Casinos das Geld ab, bis ihnen Cole Williams (Laurence Fishburne), der Chef der Sicherheit, auf die Spur kommt und das Geld zurückwill. Doch kommt es auch innerhalb des Teams zum Krach und ganz plötzlich geraten die Dinge aus den eigentlich erdachten Bahnen…

Obwohl ich weder ein Fan von Mathematik bin, noch ein besonderes Faible für Glücksspiele oder speziell Black Jack habe, hat mir 21 sehr gut gefallen, auch wenn es ein paar Kritikpunkte gibt. So gibt es in dem 123 Minuten langen Film durchaus einige Längen, die der Geschichte ein bisschen Fahrt aus den Segeln nehmen. Und auch der Humor wirkt an manchen Stellen sehr albern und bemüht komisch. Beide Punkte kann man jedoch gut verschmerzen, da ansonsten alles richtig gemacht wird: Die Erzählstruktur ist gut gewählt und der Stoff wird interessant vermittelt, wenngleich man als Laie nicht wirklich durch das System des Kartenzählens durchsteigt. Das ist für das Verständnis aber auch nicht notwendig und so bekommt man einen Film, der sehr abwechslungsreich ist, da er spannende Elemente ebenso wie dramatische und humorige Szenen aufweist.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Besetzung. Jim Sturgess (“Across the Universe”) gibt sowohl das Mathegenie als auch einen coolen Zocker sehr gut wieder und es würde mich nicht wundern, wenn man von ihm in den nächsten Jahren öfter etwas zu sehen bekommt. Die wirklichen Stars sind aber ganz klar Kevin Spacey (“American Beauty”) und Laurence Fishburne (“Matrix”), das ist aber auch kein Wunder. Die anderen jungen Schauspieler machen ihren Job auch vollkommen in Ordnung und geben ihren Charakteren glaubwürdige Charakterzüge.

Fazit: 21 hat mir Spaß gemacht – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er hatte zwar seine Längen, war aber nicht langweilig und erzählte eine interessante Geschichte mit ein paar mehr oder weniger überraschenden Wendungen. Allerdings ist es kein Film, den ich mir unbedingt noch einmal ansehen würde. Dennoch fällt meine Bewertung positiv aus.

Meine Wertung: 7/10

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7 Kommentare

  1. Wiru says:

    Wenn man den Film im originalen schaut, stellt man fest, dass Ben KEIN Mathematikstudient ist.

    Grüße

  2. jakob says:

    So, habe mir den Film heute in der Spätvorstellung auch angesehen. Ich fand ihn recht lustig und war das Geld auf jeden Fall wert.

  3. tshalina says:

    Ich hab den Film sehen wollen, aber der lief gestern in Lübeck schon nicht mehr. Hab daher “Love Vegas” geguckt. Thematik ist auch Glücksspiel, aber hat verdammt wenig mit Mathe zu tun. :) Mir hat der Film gefallen.

  4. konna says:

    @Wiru: Tatsächlich? Was ist er denn dann?

    @jakob: Das stimmt, ich habs auch auf keinen Fall bereut, dass ich da reingegangen bin. :)

    @tshalina: Gut, da mir das eher nach einem typischen Frauenfilm aussieht, werde ich wohl drauf verzichten und lieber sobald wie möglich Indiana Jones gucken. Aber wenn er dir gefallen hat, dann ists ja gut. :D

  5. jakob says:

    Hehe, meine Schwester wollte auch in 21 und ist in Las Vegas gelandet. xD
    @ konna, wiru: In der englischen Wikipedia steht tatsächlich nichts von einem Mathestudium, in der deutschen ist allerdings von Bens Matheprof die Rede. Ist im Film jemals die Rede davon, dass Ben Mathe studiert? Nur weil er im Matehkurs sitzt, muss das ja nicht zwigend der Fall sein. Auf jeden Fall fand ich es auch etwas verwirrend, dass ein Mathestudent Medizin studieren will.

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