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Ein Selbstversuch: Der Netzfreitag ’08

Vor kurzem habe ich bei der Vizekönigin von einem Beitrag auf Spiegel Online erfahren, in dem ein sogenannter Internetjunkie den Versuch wagt und eine Woche lang nicht ins Internet geht. Den Erfahrungsbericht fand ich ziemlich spannend und ich fragte mich, der auch täglich mehrere Stunden im Internet verbringt, das auch so schaffen könnte. Aber gleich eine ganze Woche ist mir dann doch zu viel, dafür brauche ich das Internet für zu viele Dinge wie Mails, Blogs, Teamspeak, Social Networks und vieles mehr. Deshalb habe ich mir übelegt, einmal die Woche einen “Netzfreitag” zu veranstalten – ein Tag, an dem ich mich nicht im Internet aufhalten möchte.

So will ich vorgehen

Dieser Tag soll ab dieser Woche jeder Freitag sein, nicht nur wegen des Wortspieles netzfrei und Freitag, sondern auch, weil ich diesen Tag für am geeignetsten halte, denn zumindest für den Abend kann man sich da leicht alternative Beschäftigungen suchen. Den Tag zähle ich übrigens von Freitag morgen 6 Uhr bis Samstag morgen 6 Uhr, da ich es nicht für sinnvoll erarchte, Punkt 0 Uhr den Rechner aus- bzw. einzuschalten. Da das ganze eher experimentell und spaßig sein soll, läuft der Selbstversuch so lange, bis ich keine Lust mehr dazu habe. Jeweils nach meinem Netzfreitag werde ich hier im Blog meinen ganz persönlichen erfahrungsbericht veröffentlichen, in denen dann zu lesen ist, wie schwer es mir gefallen ist oder wie ich es geschafft habe, mich anderweitig zu beschäftigen.

So will ich es schaffen

Vielleicht fragt sich ja tatsächlich der ein oder andere, wie ich das schaffen will, einen ganzen Tag in der Woche ohne Internet auszukommen. Und genau da kommt ein Element ins Spiel, das mich unter anderem auch zu dieser Idee geführt hat: Ich will die gewonnene Zeit nutzen, um meinen anderen Hobbys nachzugehen. Mal wieder ein Spiel spielen, ein bisschen zeichnen oder auch Sport. Außerdem komme ich dann vielleicht endlich dazu, den Buchstapel, den ich noch vor mir habe, ein wenig abzuarbeiten. Ich rechne mir aus, dass ich wirklich einiges schaffen kann, denn das Internet nimmt doch jeden Tag einen nicht unbeträchtlichen Raum ein. Vielleicht gefällt mir das ja so gut, dass ich sogar auch an anderen Tagen weniger ins Netz gehe.

So kann man mitmachen

Falls sich jemand berufen fühlt, sich meiner Idee anzuschließen, so kann das jeder wirklich gerne tun – geteiltes Leid ist halbes Leid und ich bin auch sehr gerne bereit dazu, Erfahrungsberichte von anderen zu verlinken und natürlich auch zu lesen. Netzfreitag 08Ich fände es sehr spannend zu sehen, wie andere so damit fertig werden. Falls der Freitag ungünstig sein sollte, kann sich natürlich jeder seinen eigenen Wochentag aussuchen. Zum Mitmachen einfach irgendwie anmelden (z.B. durch Trackback, Kommentar, Mail), damit ich es mitbekomme. Selbstverständlich kann man auch später einsteigen, schließlich ist dieser Versuch kein Wettkampf, sondern ein Test, ob man eben auch mal ohne das Internet auskommen kann. :)

[Logobild von Fr3d.org]





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20 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping

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    Ha, da bin ich mal gespannt auf deine Bericht und ich würde auch gerne mitmachen! Allerdings muss das am Wochenende sein, weil ich arbeitenderweise im Internet unterwegs bin ;-)
    Auf die Netzfreiheit!

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    Für diese Idee kriege ich GANZ bestimmt keinen Tag Urlaub :(

    WÄRE meine Prinzessin bei mir, würde ich auch problemlos länger als einen Tag aushalten. …

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    wer es nicht schafft einen tag pro woche ohne netz auszukommen, hat in meinen augen ein problem… ich finde deine idee gut, aber ich geh ins inet, wenn ich zeit und lust hab, schaffs aber auch ne woche in n zeltlager zu fahren und vermisse nicht das geringste…

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    @julia: Wunderbar! Du kannst dir den Tag legen, wie du willst, ist natürlich klar, dass du nicht einfach die Arbeit liegen lassen kannst. :)

    @reizzentrum: Ja, das glaube ich. In deiner bzw. eurer Situation ist das natürlich schwieriger, darauf zu verzichten.

    @torschtl: Ja, da liegt der Knackpunkt – “wenn ich Zeit und Lust hab”. Das kommt allerdings, zumindest bei mir, zu häufig vor. Das Internet wird als selbstverständlich empfunden und es lenkt ab von anderen Dingen, die villeicht sogar wichtiger sind. Du schriebst ja auch gestern, dass du dir lieber dein Essen vor den PC holst als zusammen mit der Familie zu essen. Ist doch auch so ein Beispiel. :)

    Und klar, wenn man im Zeltlager ist oder im Urlaub, dann ist das auch nicht ganz so schwer. Aber wenn man einfach nur zu Hause ist, dann “zieht” das Netz doch schon ziemlich, finde ich. Und eben dort will ich ansetzen.

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    Bei mir hat es zwangsläufig geklappt, weil ich im Urlaub war und keine Lust auf die 48 k-Leitung des Hotels hatte. Und mit meinem Handy weiß ich nicht, wo ich gelandet wäre – bei einem Voice-Minutenpreis von 15$ in dem einen Urlaub und irgendwas um die 5 € in dem anderen. Daten kosten ja in der Regel ETWAS mehr.

    Allerdings mache ich mittlerweile am Wochenende auch kaum noch was, ich blogge fast nichts, twitter so gut wie nicht und kann dann auch mal andere Sachen machen. Ist gar nicht so schlecht.. ;-)

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    Die Idee ist erschreckend, aber gut. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht schaffen würde. Und auch aus verschiedenen Gründen gar nicht kann… ich sage nur: UNO…. ;-)

    Trotzdem viel Glück! In Gedanken bin ich bei dir :-)

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    @Vizekönigin: Ja, in meinem Urlaub Ende August werde ich auch keinerlei Möglichkeit haben, ins Netz zu gehen, da stört es mich auch nicht, das hat im letzten Jahr auch sehr gut geklappt. Ansonsten gibt sich bei mir Werktag und Wochenende nicht viel, da bin ich eher Werktags weniger, weil ich da an der Uni bin. Da aber momentan vorlesungsfreie Zeit ist, ist der Wochentag eigentlich recht egal. Ich erhoffe mir aber auf jeden Fall Zeit für andere Dinge und bin gespannt, ob das bei mir auch so gut klappt, wie bei dir. :)

    @Basti: Findest du das echt so erschreckend? Ich finde es eher erschreckend, wenn man sich klar macht, wie sehr das Leben doch vom Internet bestimmt ist. Ich kann mir vorstellen, dass mir am Freitag schon ein wenig mulmig sein wird, wenn ich meine Mails nicht checke. Allerdings kann ja auch so immer irgendetwas dazwischenkommen. Ich bin gespannt, vielen Dank aber, dass du bei mir bist. ^^

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    du wirst kläglich versagen… word bro!

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    Heißt internet verbot auch gleichzeitig Computer Verbot? Als ich finde das gar nicht so schlimm ich bin auch nicht jeden Tag im Internet und es geht auch — das ist nur eine Gewöhnungssache

  10. Gravatar Icon

    Hi,

    eine interessante Sache ist das. Glaubt man meiner Frau, hänge ich auch zu oft und zu lange vor dem Kasten (Zitat: Du machst das Teil öfter an als mich). Irgendwie erzeugt es einen gewissen Druck, wenn man in vielen Foren unterwegs ist, eine Blog hat und und und…

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin mal gespannt…

    Grüße,
    Martin

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    @chr!s: Möglich, aber ich habs dann wenigstens probiert und kann meine Lehren daraus ziehen. :P

    @MarkIsen: Nein, generell Computerverbot heißt das nicht. Ich kann also schon am PC arbeiten und auch spielen, wenn ich will. Natürlich ist die Versuchung aber größer, wenn man den Rechner schon an hat. ;)

    @Martin: Oha, das Zitat würde mir dann auch zu denken geben, aber du hast recht, ein gewisser Druck ist da und auch so ein bisschen die Angst, dass man zu viel verpasst, ich kenn das gut. ^^

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    Naja, ich erinnere mich düster, daß es solche Tage in meinem Leben gab… als mir mal wieder das Telefon abgestellt wurde und tadaaa… da öffnest du den FF und pustekuchen… entsetzlich… ein Alptraum!!!

    Man beginnt plötzlich, die Wohnung sauber zu machen, Altpapier inkl. Zeitungen von 2001 endlich zu entsorgen, man wischt mal wieder den Kühlschrank aus und in der Tat – man liest! Oder guckt DVDs! Oder – und DAS ist das ultimative Erlebnis – man trifft reale, anfassbare Menschen in freier Natur.

    Und trotzdem, trotzdem ist man dann doch seeehr erleichtert, wenn die böse Fehlerseite endlich wieder youporn weicht.

    Ich wage ja fast dem Chr!s zuzustimmen…. denn zwischen Zwang und Freiwilligkeit… naja… viel Glück in jedem Fall…

    (Und, btw., Du hättest uns ruhig fragen können, ob WIR damit klar kommen, jeden Freitag auf Dich zu verzichten *heul*)

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    @Blondes Alien: Okay, ich weiß, dass ich mir viel vorgenommen habe, aber ich bin guten Mutes, das zumindest ein paar Wochen durchzuhalten. Die anderen Dinge, die man mit der gewonnenen Zeit machen kann, sind doch auch irgendwie reizvoll? Und es ist schon so, dass kaum Zeit für andere Dinge bleibt, wenn man ständig im Internet hängt. Es ist eine schöne Beschäftigung, aber sie ist enorm zeitaufwändig, wenn man sie so intensiv betreibt wie ich mit Bloggen (schreiben und lesen), Teamspeak, Plurk, Mails usw. – man verpasst dadurch so viele andere Dinge, finde ich.

    (Und im übrigen: Seit wann muss ich euch fragen, ob ich wegbleiben darf? Der Alex machts doch auch einfach und Jenni fährt auch jedes zweite Wochenende weg, da könnt ihr doch wohl einmal die Woche auch auf mich verzichten? :P Ihr werdet das schon überleben. ^^)

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    Ich habe in letzter Zeit fast jede Woche einen unfreiwilligen Netzfreitag, was einfach am Zeitmangel liegt. Und ich muss sagen, wenn ich mal keine Zeit fürs Internet habe, dann ist das auch nicht schlimm. Obwohl ich sonst eigentlich ohne Probleme stundenlang meine Zeit “verschwenden” kann.
    Wenn man mit etwas anderem beschäftigt ist, fällt es einem wohl leichter…

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    @Yuki_Keylin: Stimmt, wenn man durch andere Beschäftigungen keine Zeit für das Internet hat, dann vermisst man es auch kaum. Wenn man allerdings Zeit hätte oder unliebsame Arbeiten hat, dann kann man wunderbar viel Zeit am Rechner verbringen, die man auch anders hätte nutzen können.

    Bericht zu meinen Erlebnissen von gestern kommt heute auf jeden Fall. ^^

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