Archive August 2008
Linktipps zum Thementag Imperium Romanum auf 3sat
Da ich ein paar Kommentare bekommen habe, dass viele den Thementag “Imperium Romanum” auf 3sat verpasst haben, möchte ich all diesen ein paar Links und Tipps geben, wo man doch noch auf die meisten Dokumentationen, Filme und Sendungen stoßen kann. Außerdem hat nicht jeder einen DVD-Rekorder, mit dem man die kompletten 24 Stunden hätte aufnehmen können. Aber glücklicherweise lässt sich das meiste und wichtigste trotzdem finden:
Die sechsteilige Doku-Reihe Rom und seine großen Herrscher ist zum Beispiel über Amazon sehr einfach und zu einem akzeptablen Preis auf DVD erhältlich, ebenso der Spielfilm Julius Caesar. Weitere erhältliche Dokumentationen sind Pompeji – Der letzte Tag, Brot und Spiele und Schliemanns Erben – Roms Limes im Orient. Den Film-Klassiker “Quo Vadis?” mit Sir Peter Ustinov hingegen soll es zwar auf DVD geben, gefunden habe ich ihn allerdings nicht. Notfalls kann man auch zur VHS-Fassung greifen, die deutlich frequentierter anzutreffen ist.
Das Highlight des Thementages war natürlich die Kulturzeit extra komplett in lateinischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Viel über die Sendung zum Nachlesen und ein kleines Making of finden sich auf der Seite von 3sat. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie momentan noch (wer weiß schon wie lange noch?) über Youtube ansehen. Hier gibt es den ersten Teil direkt im Blog zu sehen, für Teil 2, Teil 3 und Teil 4 bitte auf die entsprechenden Links klicken. Ich hoffe, ich konnte allen Suchenden zumindest ein bisschen weiterhelfen!
[youtube ohc_kTM6L4A]
[Beitragslogo von vgm8383]
Retrosabotage – Spieleklassiker neu interpretiert
Habe eine sehr lustige Seite gefunden, auf der einige Spieleklassiker wie Pong, Space Invaders oder Pac-Man von den Machern der Seite neu und mit viel Humor interpretiert wurden. So läuft Pac-Man, nachdem er zu viele Powerpillen gegessen hat, aus dem Labyrinth heraus und überall auf der Welt Amok oder beim Breakout wippt das Spielfeld mit dem Schläger mit. Wer auch nur ein Hauch für diese wirklich uralten Spiele übrig hat, der wird sicher ein paar Minuten Spaß mit den momentan 20 vorhandenen Spielen auf Retro Sabotage haben.
[Bilder von retrosabotage.com]
Projekt 52 – Gegensätze
Gerade aus Dänemark wiedergekommen habe ich nur einen Tag Zeit, um meinen Beitrag zum Projekt 52 für die 35. Woche einzureichen. Ich konnte mir nun also nicht wirklich Gedanken darüber machen, was ich für ein Motiv wähle, was liegt also näher, eines meiner in Dänemark geschossenen Fotos zu verwenden? Schließlich kann man beim Thema “Gegensätze” doch einiges interpretieren oder arrangieren. Und ich denke, dass mir zu diesem Thema doch ein passendes Foto gelungen ist. Einfach mal anschauen und wirken lassen.
Thema 35: Gegensätze
Himmel am Strand von Dänemark. Ich denke, der Gegensatz ist sehr offensichtlich: Während der Himmel in der Mitte des Bildes noch größtenteils blau ist, haben wir direkt am Horizont einen rötlichen Ton. Auch die Wolen unterscheiden sich – vom unteren dunkelgrau über das mittlere zartrosa zum fast schon bedrohlichen Mix aus rot, braun, lila und grau. Noch ein Gegensatz: Oben eine dicke Wolkendecke, auf der untern Hälfte deutliche Lücken zwischen den einzelnen Wolken. Gleichzeitig kann das Bild auch den Gegensatz des Wetters darstellen, den ich in Dänemark erlebt habe: Sonne und Regen waren nämlich etwa zu gleichen Teilen vorhanden.
Wieder einmal habe ich keine nachträglichen Bearbeitungen gemacht. Das hätte dem Bild sicher auch nur mehr geschadet als genutzt.
So war Dänemark
Liebe Leute, habt ihr mich vermisst? Wenn ja, dann seid getröstet, denn ich bin wieder da. Wenn nicht, dann bin ich trotzdem wieder hier. Nach einer Woche Urlaub im schönen Dänemark befinde ich mich also gut erholt und noch besser genährt wieder zu Hause im auch schönen Schleswig-Holstein. Ich habe sehr viele Fotos gemacht und habe auch ein bisschen was zu erzählen, wobei nicht wirklich viel Spannendes passiert ist, da es ein Erholungsurlaub und kein Abenteuerurkaub war. Aber ihr werdet erkennen, warum ich so gerne nach Dänemark fahre.
Die Anreise und das Haus
Am Tag der Anreise hieß es erst einmal früh aufstehen, denn ein paar Sachen mussten noch gepackt werden und wir wollten auch zeitig los, um möglichen höheren Verkehrsaufkommen etwas aus dem Weg zu gehen. Wir hatten natürlich leckeres Reiseproviant dabei: Brötchen, Frikadellen, Schokolade und andere Süßigkeiten, auf die wir uns dann auch stürzten, kurz nachdem wir über die Grenze waren. Während es in Deutschland noch ziemlich regnete, wurde es gen Norden immer besser und man konnte sogar einzelne blaue Flecken am Himmel sehen, was uns optimistisch stimmte.
So gegen halb vier erreichten wir dann nach der Schlüsselübergabe unser Haus. Gleich beim Eintreten wussten wir: Das wird ein schöner Aufenthalt. Wir hatten alles, was wir brauchen, eine gemütliche Einrichtung und von draußen Blickaufs Meer. Nach dem Auspacken erkundeten wir noch ein wenig die Gegend und ließen es uns nicht nehmen, noch ein schönes, dänisches Soft-Eis zu essen. Doch dazu später mehr.
Der bärtige Mann und das Meer
Fjellerup heißt das Örtchen, in dem wir Urlaub gemacht haben. Wir waren schon öfter dort und wissen, wie schön die Gegend da ist, trotzdem entdecken wir immer wieder neue Seiten und sind demnach auch viel Spazieren gegangen. Mein Highlight ist und bleibt aber der Strand. Dadurch, dass wir uns am Kattegat befanden und der Strand nach Norden ausgerichtet war, konnten wir schöne Sonnenuntergänge am Meer beobachten.
Der Strand war auch wieder richtig schön, kein Schmutz und auch kaum Leute, dafür die meiste Zeit schönes Wetter, Ruhe und richtig warmes Wasser, das zum Baden einlud, was wir auch mehrfach gemacht haben. An drei Tagen konnten wir uns lange am Strand hinlegen und uns sonnen, während man dem Meeresrauschen lauschte. Weil man schönen Sandstrand hatte und nicht so viele Steine, konnte man auch wunderbar am Wasser spazieren gehen. Insgesamt ist es dort ein richtig schönes Fleckchen, das zum fotografieren nur so einläd.
Die Sauna und der Regenwald
An zwei regnerischen Tagen bin ich statt an den Strand in die Sauna des Hauses gegangen bin. Da ich vorher noch nie “gesaunt” habe, wollte ich das unbedingt mal ausprobieren. Hat mir sehr gut gefallen. Wenn man danach unter die Dusche springt fühlt man sich richtig frisch. Mache ich das nächste mal garantiert wieder!
So richtig ins Schwitzen kam ich nn einem dieser Tage auch, als wir in die für dänische Verhältnisse große Stadt Randers gefahren sind und wie letztes Jahr den Randers Regnskov besucht haben. Das sind riesige Kuppeln, unter denen Regenwälder aus Afrika, Asien und Südamerika mit entsprechenden klimatischen Bedingungen simuliert werden – natürlich mit echten Tieren, die einem, wenn man Pech hat, auf den Kopf kacken. Mein Vater hatte aber Glück, denn nachdem er dem Papagei an den Schwanzfedern zupfte, ließ dieser eine Sekunde zu spät seinen Schiss fallen. Wenn man sich traut (und keiner der dortigen angstellten hinguckt, kann man sogar kleine Äffchen streicheln.
Das leibliche Wohl und die Abreise
Dänemark ist ja vor allem auch bekannt für seine kulinarischen Spezialitäten Hot-Dogs und Soft-Eis. Von beidem habe ich wohl etwas zu viel gegessen, denn als ich mich wieder zu Hause auf die Waage stellte, keuchte mir eben diese entgegen, dass ich ganz plötzlich 5kg mehr mit mir herumschleppe als vorher. Autsch, das muss wieder abtrainiert werden! Ist aber auch eine verzwickte Sache, denn beides schmeckt so lecker, dass man nicht widerstehen kann. Und wenn der eigene Vater es immer so gut mit einem meint und immer die große Portion Soft-Eis bestellt, dann kommt sowas schon vor.
Am Samstag morgen war die Woche dann auch leider schon wieder um. Ich habe die Zeit wirklich sehr genossen und wäre auch gerne noch eine Woche länger geblieben, aber man kann ja nicht immer Urlaub machen. Die Arbeit ruft und auch andere Verpflichtungen können nicht ewig liegen bleiben. In den nächsten Tagen werde ich auch noch ein Webalbum zum Urlaub erstellen, auf dem ihr dann noch mehr Bilder sehen könnt, ich muss nur erst mal alle durchsehen. Ich würde aber auf jeden Fall wieder dorthin fahren, Dänemark hat mir bis jetzt wirklich immer gefallen.
August Wunschbeitrag: Damdada-damda
Im Februar gab es eine relativ knappe Abstimmung zum Wunschbeitrag des Monats. Durchsetzen konnte sich am Ende der Beitrag “And I keep driving into the night” vor dem Beitrag, der diesen Monat auf euch wartet. Die Überschrift lässt wahrscheinlich eher weniger darauf schließen, dass er inhaltlich sogar etwas mit meinem Studienfach Latein zu tun hat. Allerdings bekommt er am Ende doch noch eine etwas andere Richtung. Hier kommt “Damdada-damda”:
Wenn man Latein lernt, kommt man irgendwann an die Stelle, an der es um Lyrik geht und darin dann um Hexameter. Das ist ein Versmaß mit sechs Metren. Viele Schüler und Studenten tun sich sehr schwer beim rhythmischen Vorlesen der Verse, die aus Spondeen (zwei Längen) und Daktylen (Eine Länge und zwei Kürzen) bestehen. “Damdada-damda” hat man sich folglich aus einem Daktylus und einem Spondeus vorzustellen, denn so endet ein Hexameter immer (wobei die allerletzte Silbe auch kurz sein kann). Klar erfordert das Lesen etwas Übung, aber spätestens im Studium sollte man das eigentlich beherrschen. Leider ist das aber bei vielen nicht der Fall.
Die Wurzel dafür scheint aber etwas tiefer zu liegen. Wenn man manchen Leuten zuhören muss, wenn sie etwas vorlesen, dann fragt man sich, wie diese Menschen ihren Abschluss geschafft haben. Es ist nicht nur diese totale Monotonie ohne jegliche Betonung beim Lesen, die ich absolut schrecklich finde, es sind auch teilweise extreme Lesefehler oder total stockendes Lesen, bei denen ich mich dann immer Frage: Wie kann das nur sein, das so jemand auch noch etwas studiert, wo das Vorlesen zum Alltag dazugehört? Eigentlich müssten die wieder zurück in die Schule geschickt werden.
Ich finde es extrem wichtig, wenigstens einigermaßen gut Vorlesen zu können. Nicht in jedem Job, aber als Lehrer ganz bestimmt und auch in vielen anderen Berufen. Um das zu fördern, sollte schon in den Schulen deutlich mehr laut vorgelesen werden, in jedem Unterrichtsfach, in dem gelesen wird. Die Schwierigkeit ist aber – und da wiederhole ich mich – dass die Klassengrößen einfach zu hoch sind. Bei 30 Schülern kommen nie alle dran mit lesen, zumal man nicht nach allen zwei oder drei Sätzen durchwechseln kann.
In meinem Grundschulpraktikum habe ich auch gemerkt, dass man vor allem die Schüler, die schwach im Lesen waren, eher nicht drangenommen hat. Wahrscheinlich, damit man schneller vorankommt und die anderen Schüler zuhören können. Allerdings ist ja klar, dass dann die schlechteren Schüler kaum eine Chance haben, sich zu verbessern, denn zu Hause wird darauf auch meist nicht viel wert gelegt. Bei mir war es als ich noch klein war, so, dass mir zwar auch vorgelesen wurde, aber sobald ich lesen konnte, ich meinen Eltern vorgelesen habe. Das hat mir, denke ich sehr geholfen, weil Fehler früh erkannt und schnell abgestellt werden konnten.
Darum, liebe Eltern, lasst eure Kinder doch auch einmal euch vorlesen. Das macht auch Spaß. Und wenn ihr euren Kindern vorlest, dann macht es ihnen bitte richtig vor. Es wird sich deutlich auf die Lesefähigkeit des Kindes auswirken und spätestens beim Lateinstudium wird es bemerkbar, denn ich habe kaum Probleme mit dem rhythmischen Lesen, es gehört sogar zu den Dingen, die mir am meisten Spaß machen. Die Wörter müssen tanzen – damdada-damda!
Konnas Music Mixtape Spezial
Diesmal eine Ausnahmefolge des Mixtapes, die deshalb auch keine Nummer bekommt. Ich befinde mich ja gerade in Dänemark und wie man es so kennt, gibt es im Ausland kein deutsches Radio. Mein Vater hat für diesen Fall schon vor den ersten Urlauben ein Mixtape zusammengestellt, das wir seitdem immer hören. Irgendwann ist allerdings die Kassette kaputt gegangen und so habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Songs, die wir schon sehr oft gehört haben und die irgendwie schon Tradition haben. Inzwischen sind auch schon neue hinzu gekommen. Ein paar dieser Songs möchte ich euch hier vorstellen. Da das aber mehr als sonst sind und auch nicht unbedingt Unbekannte, verzichte ich diesmal auf großartige Hintergrundinformationen. Labt euch einfach an der Musik.
The Olsen Brothers – Fly on the Wings of Love
[youtube wEwlSyd7DH4]
Die Olsen Brothers, die den Eurovision Song Contest für Dänemark gewonnen haben, dürfen natürlich nicht fehlen, wenngleich wir immer die dänische Version der beiden sympathischen Herren hören.
The Rocky Horror Picture Show – Time Warp
[youtube zdu7xoHU9DA]
Dasabsolute Lieblingsmusical von meinem Vater und auch von mir. Und der Time Warp ist einfach nur ein launiger und ohrwurmiger Song.
The Sweet – Blockbuster
[youtube zXKRcgRrCY0]
Den Song finde ich persönlich gar nicht soo gut, aber irgendwie passt er super ins Auto mit der Sirene. So richtig schön zum Cruisen in den Urlaub.
Slade – Far, Far Away
[youtube A0NpJ7mcfPo]
Dieser Song ist ja fast noch besser für jede Reise. Ich hör ihn mir immer wieder gerne an und einer meiner allerersten Ohrwürmer, die ich je hatte.
Neil Young – Heart of Gold
[youtube c7M1Se-p7uk]
Ein sehr rührender Song eines wirklich genialen Künstlers, zu dem ich kaum etwas anderes sagen kann als: genial.
Uriah Heep – Lady in Black
[youtube -Th_lZab7IQ]
Ebenfalls ein sehr genialer Song, ich kenne keinen, in denen ein “ahahaaaa” besser passen würde. Zwar auch recht ruhig, aber deshalb auf keinen Fall lahm!
The Kinks – Lola
[youtube IMsnqQHOwFg]
Diesen Song kennt glaube ich fast jeder und er macht einfach nur Spaß und ist ja auch textlich recht witzig.
John Miles – Music
[youtube EONoHjSUPbg]
Ein wahrlich genialer Song, weil er so facettenreich ist. Das lustige ist, das fast jeder die einzelnen Bestandteile des Songs kennt, aber kaum jemand alle zusammen und den Künstler schon gar nicht. Dies ist übrigens eine kürzere Version, eigentlich geht die fast 6 Minuten.
Das war doch auch ein schöner Abschluss dieses Mixtape Spezials. Ich hoffe, dass es euch gefallen hat, vielleicht sitzen wir gerade im Auto und hören einen dieser Songs. Insgesamt sind natürlich noch mehr auf der Kassette, aber alle vorzustellen würde wohl den Rahmen sprengen. Wenns gewünscht wird, mache ich es gerne, wenn ich wieder da bin.
Projekt 52 – Vergänglichkeit
Obwohl ich mich, wenn dieser Beitrag erscheint, gerade in Dänemark befinde, möchte ich natürlich noch das fehlende Foto zum Projekt 52 für die 34. Woche einreichen. Das Thema lautet “Vergänglichkeit” und da ist mir wieder einiges eingefallen, letztlich habe ich mich aber für eine Interpretation des Themas entschieden, die sehr nahe liegt und mir selbst auch sehr nahe geht. Mal ein bisschen was zum nachdenken, aber das ist ja nichts Schlechtes:
Thema 34: Vergänglichkeit
Ihr seht hier das Grab meines vor fast 2 Jahren verstorbenen Katers Zorro. Es soll die Vergänglichkeit des Lebens darstellen, denn wirklich alles ist vergänglich und nichts existiert für die Ewigkeit. An sich zwar eine traurige Vorstellung, aber eben wahr. Selbst der Schmerz über den Verlust vergeht irgendwann und auch die Grabesstelle selbst wird einfach von der Natur annektiert, wobei wir uns Mühe geben, es dann doch irgendwie besonders aussehen zu lassen. Hier sieht es nun ein wenig verwüstet aus, weil es gerade geregnet hatte und der Wind das Laub und Äste über das Grab wehte. Das, was mit als letztes vergeht, ist die Erinnerung.
Keine nachträgliche Bearbeitung.







