Game Checkpoint: Geheimakte Tunguska (Nintendo DS)

Eine Explosion ungeahnten Ausmaßes und unbekannter Ursache erschütterte im Jahr 1908 die Tunguska-Region in Sibirien. Zahlreiche Forschungen in der Region führten scheinbar ins nichts und jetzt, fast 100 Jahre später, kommt dort wieder etwas ins Rollen. Doch davon weiß Nina Kalenkow noch nichts, sie will nur ihren Vater Wladimir besuchen, der auch ein ehemaliger Tunguska-Forscher ist. Als sie in seinem Büro auftaucht, ist selbiges total verwüstet und von Ninas Vater keine Spur.

Das ist der Beginn des Point & Click Adventures Geheimakte Tunguska von Deep Silver. Der Spieler schlüpft in die Rolle der schönen Nina und muss natürlich herausfinden, was ihrem Vater zugestoßen ist. Dazu muss sie um den ganzen Globus reisen und viele knifflige Rätsel lösen. Zum Glück lernt sie während ihres Abenteuers Max kennen, der Nina unterstützt, so gut er kann. Die beiden kommen einer mysteriösen Verschwörung auf die Spur: Zahlreiche Wissenschaftler werden von russischen Agenten entführt und werden in die Tunguska-Region verschleppt. Und was hat diese Mysteriöse Sekte, deren Mitglieder ausschließlich in schwarze Kutten gehüllt auftauchen und wieder spurlos verschwinden, mit dieser Sache zu tun?

So weit die spannende und interessante Geschichte des Spiels, die geschickt wahre Begebenheiten mit fiktiven Ansätzen verknüpft. Das motiviert zum Weiterspielen. Insgesamt wird die Geschichte sehr filmhaft präsentiert, nach vielen Abschnitten werden kurze, gut gemachte Filmsequenzen eingestreut. Einen großen Teil zur Motivation tragen auch die Charaktere bei, die alle ihre speziellen Eigenheiten haben und wunderbar klischeehaft sind, ohne dabei zu übertreiben. Immer wieder werden auch kleinere humoristische Einlagen eingestreut, die oftmals aber nur bemüht lustig und daher oft aufgesetzt wirken, was aber nicht zu sehr stört.

Kommen wir nun neben der Geschichte zum zweiten wichtigen Punkt bei einem Point & Click Adventure: Die Rätsel. Die Knobeleinlagen sind im Großen und Ganzen sehr logisch ausgefallen und sind erfreulicherweise weder zu leicht, noch zu schwer. Allerdings wird man nicht drum herum kommen, manchmal nach dem Trial & Error Prinzip vorzugehen. Glücklicherweise kann man im Spiel nicht sterben. An manchen Stellen im Spiel kann man sich Tipps geben lassen, wenn man nicht weiterkommt. Positiv hervorzuheben ist auch, dass man nur selten so viele Gegenstände gesammelt hat, dass man die Übersicht verliert. Um sich leichter zurechtzufinden, kann man sich auf Wunsch alle Gegenstände, Personen und Ausgänge anzeigen lassen, was bei der Optik – zumindest auf dem Nintendo DS – auch notwendig ist, da man vieles sonst einfach nicht richtig sehen kann.

Die Steuerung geht insgesamt auch sehr leicht von der Hand: Einfach mit dem DS-Stift die Objekte anklicken, dann wählen, wie man interagieren will (ansehen oder benutzen), fertig. Mehr ist gar nicht zu beachten. Und so rund wie die Steuerung abläuft, so eine runde Sache ist auch das gesamte Spiel Geheimakte Tunguska. Ich als Adventure-Laie war nach ca. 6 1/2 Stunden durch und mit dem Ende sehr zufrieden. Für alle Rätsel- und Adventurefreunde also eine klare Empfehlung!

Wertung: 7/10

Link-Container:
Geheimakte Tunguska bei Amazon kaufen

 

4 Kommentare

  1. Wiru says:

    Das Spiel gibt es übrigens auch als PC-Version. Die Renderbilder sind dort einfach noch ein Stück schicker als in der DS-Variante (was ja klar ist). Weißt du, ob man das Spiel 1:1 portiert hat, oder es verändert wurde?

    Viele Grüße,
    Wiru

  2. konna says:

    @Wiru: Stimmt, gibt es auch für den PC. Die Portierung wurde, vermute ich mal (beweisen kann ich es nicht) insofern vollzogen, dass auf dem DS sehr viele Texte nicht vertont sind, villeicht weißt du da Näheres?

Trackbacks

  1. Game Checkpoint: Geheimakte 2 - Puritas Cordis (PC)
  2. PC-Spiele Vollversionen in Magazinen 04/2009 (März)

Schreibe einen Kommentar

 
 




 

Fan werden

Schwarzes Brett

Seitwert

Archiv