Filmriss: Leg Dich nicht mit Zohan an

Zohan ist der berühmteste und beste Anti-Terrorkämpfer Israels, er erledigt jeden noch so schwierigen Einsatz spielend und bewegt sich jenseits aller physikalischen Gesetze. Doch nach langem Dienste in der israelischen Armee ist Zohan des Krieges überdrüssig und will ein neues Leben in Amerika beginnen. Sein Traum: Frisör werden! Damit man nicht nach ihm sucht, täuscht er seinen Tod im Kampf gegen seinen palästinensischen Erzfeind The Phantom vor und haut ab.

Leg Dich nicht mit Zohan an

Leg Dich nicht mit Zohan an

Mit neuer Frisur und eigenwilligem Outfit in Amerika angekommen, macht Zohan sich auf die Suche nach einem Job, wird allerdings überall abgewiesen und ausgelacht, bis er ausgerechnet in einem palästinensischen Salon zunächst als Aushilfe anfangen darf. Indem er der meist schon älteren und übergewichtigen Kundschaft nicht nur eine neue Frisur verpasst, sondern ihnen im Nebenzimmer auch noch eine andere Art der Befriedigung besorgt, erarbeitet er sich schnell einen guten Ruf unter den Damen, die fortan bei ihm Schlange stehen. Die Folge davon aber ist, dass ein palästinensischer Taxifahrer, dem Zohan vor Jahren einmal die Ziege weggenommen hat, auf ihn aufmerksam wird und sich an ihm rächen will. Noch dazu will der Großunternehmer Walbridge das israelisch-palästinensische Viertel abreißen und stattdessen ein EInkaufszentrum mit Achterbahn auf dem Dach bauen lassen. Zohan sieht sich gezwungen zu handeln.

Ich bin mit relativ geringen Erwartungen an den Film herangegangen, eigentlich wollte ich ihn mir gar nicht oder erst auf DVD anschauen, aber es hat sich eben so ergeben. Die Story an sich bot zwar viel Stoff und auch der Trailer war viel versprechend, allerdings befürchtete ich, dass es dann doch zu albern werden würde. Diese Befürchtung hat sich nicht bzw. nur in Teilen bestätigt. Leg Dich nicht mit Zohan ist wirklich eine nette Komödie geworden, die allerdings noch viel besser hätte sein können. Viele Gags waren auf einem eher niedrigen Niveau und wurden dann auch noch zu oft wiederholt, etwa wie Zohan aus Menschen eine Bretzel formt. Auch dass sich eine Komödie nicht immer um alle physikalischen Gesetze schert, hat man schon öfter gesehen. Dafür wurde der Konflikt Israelis gegen Palästinenser auf eine teils schön böse klischeehafte, politisch unkorrekte aber letztlich sehr versöhnliche Weise thematisiert. Ein paar Lacher hatte ich auf jeden Fall, was für den Film spricht.

Zu Adam Sandler (“Chuck & Larry”) kann man eigentlich nur sagen, dass er genau das macht, was er immer macht. Wenn man das mag, ist das gut, wenn nicht, dann wird einem der Film nicht eines Besseren belehren. Ich persönlich bin was Sandler angeht zwar nicht euphorisch, finde aber viele seiner Sachen wirklich sehr nett. Fast ebenso verrückt spielt John Turturro (“Transformers”) Zohans Gegenpart The Phantom. Wirklich genial ist aber Rob Schneider (“Rent a Man”) als palästinensischer Taxifahrer Salim. Und es gibt auch etwas für das (männliche) Auge: Die wirklich süße Emmanuelle Chriqui, der scheinbar einzig normale Mensch unter Verrückten.

Fazit: Leg Dich nicht mit Zohan an ist mit Sicherheit nicht der Inbegriff der Komödie, zu viele Wiederholungen weniger guter Gags und verschenktes Potential bei der Thematik verhindern, dass der Film uneingeschränkt empfehlenswert ist, wenngleich er ein paar wirklich gute Momente hat. Kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, aber für einen humorvollen Abend durchaus geeignet.

Meine Wertung: 6/10

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4 Kommentare

  1. jakob - 17.08.2008 at 15:10

    So langsam geht mir die nölige Stimme von Adam Sandler auf die Nerven. In Mr. Deeds passt die Stimme ja noch zur naiven Art, aber in anderen Filmen wirkt sie nur fehl am Platz und Adam Sandler iwie beschränkt. jm2c.

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  2. konna - 17.08.2008 at 15:12

    @jakob: Da bringst du mich auf etwas, das ich vergessen habe zu erwähnen. Die Übersetzungen waren teilweise, naja, unschön und der Dialekt, der eigentlich so arabisch-nahöstlich sein sollte, hörte sich manchmal wie französisch an… was nicht für die Synchro spricht.

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  3. ichistmeinname - 17.08.2008 at 22:40

    Ich hab jetzt zwar aus Zeitgründen nur das Fazit gelesen – da ich den Film selbst gesehen hab, ist der Inhalt klar – und kann dir nur zustimmen. Der Film hatte seine guten Momente (und wie du schon meintest, viel Potential wurde auch verschenkt), es war in keinster Weise intelligenter Humor und die Synchro ist fürn Arsch.

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  4. ernstl - 19.08.2008 at 16:43

    Ich kann Jakob nur zustimmen. Diese Stimme von Sandler ist unerträglich. Als ob er einen IQ von unter 20 hätte. Ich muss mir mal den englischen Trailer reinziehen, ob er im Original auch so eine dümmliche Betonung hat.

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