Archive September 2008

Aus schön mach hässlich | Teilnehmer 5-8

Und jetzt gibt es die zweite Gruppe an Teilnehmern für meinen Verunstaltungscontest “Aus schön mach hässlich”. Nachdem letztes Mal die ersten vier Teilnehmer vorgestellt wurden, folgen nun die Teilnehmer Fünf bis Acht. Das Teilnehmerfeld füllt sich und ich hoffe, dass sich trotzdem noch ein paar mehr Leute bereiterklären, an meinem kleinen Wettbewerb teilzunehmen. Ich habe doch so kreative Leser!

Es folgen die Teilnehmer 5-8 in der Reihenfolge, in der mich die Bilder erreicht haben. Eine Übersicht über alle bisher eingereichten Bilder gibt es auf der von mir extra eingerichteten Seite “Aus schön mach hässlich“. Weitere Teilnahmen sind aktuell noch bis zum 5. Oktober 2008 möglch. Alle Infos und die Regeln können im Hauptbeitrag des Wettbewerbs nachgelesen werden.

Die Bilder der Teilnehmer 5-8 (per Klick vergrößern)

Startnummer 05

Name: Prinzzess

Blog: www.prinzzess.biz

Beitrag: Die Schöne wird zum Biest

Ausgangsbild: n/a

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Startnummer 06

Name: Cimddwc

Blog: cimddwc.net

Beitrag: Schön hässlich

Ausgangsbild: n/a

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Startnummer 07

Name: Björn

Blog: bjoerns-brutzelbude.blogspot.com

Beitrag: Durch hartes Training habe ich nun eine Wespentaille!

Ausgangsbild: n/a

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Startnummer 08

Name: Ascari

Blog: kramuriblogi.net

Beitrag: Aus schön mach hässlich

Ausgangsbild

Must see: Californication & Dexter | Neue US-Serien auf RTL II

Ein kurzer Hinweis im Rahmen meiner “Must see”-Reihe, in der ich auf interessante Kinofilme und TV-Highlights hinweise: Heute beginnen auf RTL II gleich zwei hochgelobte US-Serien, die zum ersten Mal im deutschen Free-TV ausgestrahlt werden. Californication und Dexter. Für alle, die darüber noch nichts gehört haben, hier ein kurzer Überblick (ich bin so frei und zitiere, da ich ja selbst noch nicht so genau Bescheid weiß):

Californication

“Der Bestseller-Autor Hank Moody leidet unter einer hartnäckigen Schreibblockade. Sein Freund und Agent Charlie bescheinigt ihm, dass dies unweigerlich mit seiner momentanen Lebenssituation zu tun hätte und dass er offensichtlich nach wie vor immer nach Frauen strebt, die eigentlich unerreichbar für ihn seien. Hanks Sexsucht und seine ständigen Affären gehen sogar so weit, dass seine Tochter Becca, die er gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Karen hat, schockiert ist. Einige Zeit später lernt Hank in einem Buchladen die attraktive Mia kennen, mit der er wenig später wilden Sex hat. Diese Affäre wird Hank länger beschäftigen, als ihm zu diesem Zeitpunkt schwant.” [via tvtv.de]

Von Bullion gibt es eine lesenswerte Kritik zur ersten Staffel. Der Sendetermin ist immer montags um 22:15 Uhr.

Dexter

“Dexter Morgan ist Gerichtsmediziner beim Miami Police Department und ein Experte auf seinem Gebiet. Durch Blutspritzeranalysen hilft er seinen Kollegen, grausame Morde aufzuklären. Mit kühlem Kopf macht sich Dexter an die Arbeit und scheint von den “Kunstwerken”, die psychopathische Serienmörder am Tatort hinterlassen haben, fasziniert zu sein. Dexter ist bei allen beliebt, seine Chefin stellt ihm sogar ganz offen nach. Er führt eine eher platonische Beziehung mit der attraktiven Rita, einer allein erziehenden Mutter von zwei Kindern. Die perfekte Tarnung für Dexter, der innerlich leer ist und Emotionen nur vorspielen kann. Keiner ahnt, dass Dexter sich so gut in die Psyche von Mördern hinein versetzen kann, weil er selbst einer ist. Aber er tötet nur diejenigen, die es seiner Ansicht nach verdient haben: Kinderschänder, Serienmörder und Vergewaltiger.” [via RTL2.de]

Auch hierzu gibt es eine schöne Kritik von Bullion. Der Sendetermin ist immer montags um 22:55 Uhr.

An die Glotze, fertig, los!

Ich werde heute jedenfalls in beide Serien reinschauen und mir die ersten Folgen aufnehmen. Bin gespannt, ob sie den hohen Erwartungen, die ich an sie stelle, gerecht werden können. Ich hoffe nur, dass die Synchronisation einigermaßen gelungen ist. Alle, die es mir gleich tun wollen, können hier gerne ihre Meinungen zu den ersten Folgen der Serien äußern. Ich wünsche viel Spaß beim Fernsehen! :)

September Wunschbeitrag: Wie lang sollte die Leine sein?

Seitdem die zweite Jahreshälfte angebrochen ist, gibt es ja keine Abstimmungen mehr zum Wunschbeitrag des Monats, stattdessen werden von mir die in den Umfragen jeweils zweitplatzierten Überschriften in einen Beitrag umgewandelt. Diesen Monat haben wir es mit dem März-Zweitplatzierten zu tun. “Wie lang sollte die Leine sein?” hieß die Überschrift und im Vorfeld gab es schon ein paar Spekulationen, was sich dahinter verbergen könnte. Das ging von Erlebnissen mit Hunden über Sexspielzeug bis hin zur Leine im übertragenden Sinne, also zum Beispiel darum, wie viel Selbständigkeit Eltern ihren Kindern zutrauen. Letzterer Vorschlag kam übrigens vom Rätselkönig Andreas und was soll ich sagen – auch hier hat er im Grunde richtig gelegen.

Ich möchte von mir ausgehend überlegen, vielleicht gemeinsam mit euch in den Kommentaren, inwieweit Eltern ihren Kindern eine alleinige Entscheidung zubilligen sollten und ab wann ein Einschreiten wohl besser ist. Das bezieht sich auf viele Lebensbereiche, Schule, Partys, Alkohol, Hobbys und auch Freundinnen und Freunde sind hin und wieder ein Grund für die Eltern, ein bisschen mehr Vormund und möglicherweise auch der Buhmann zu sein.

Vertrauen ist gut…

Es ist bei mir ja noch nicht so lange her, dass ich meine Entscheidungen noch nicht ganz allein treffen durfte. Aber wenn ich zurückdenke, fällt mir kaum eine Situation ein, in der meine Eltern sich komplett und ohne Kompromiss gegen meine Wünsche gestellt haben. Im Gegenteil wurde fast alles gefördert und manchmal wurde ich regelrecht zu meinem Glück überredet – wenn ich das Gefühl hatte, dass meine Eltern von einer Idee alles andere als begeistert waren, habe ich auch selbst mal zurückgesteckt. Doch letztlich haben sie mich dann doch ermuntert.

Ich kann also gar nicht klagen. Meine Eltern haben mir von Anfang an zugetraut, dass ich keinen Unsinn anstelle und mir reiflich überlege, was das Beste für mich ist. Sicher konnte ich diesem Vertrauen nicht immer gerecht werden, z.B. kam es schon mal vor, dass ich auf einer Party dann doch zu viel des Alkohols hatte, aber sie wissen wohl, dass da jeder seien eigenen Erfahrungen machen muss und die Konsequenzen am nächsten Morgen hatten ja nicht sie zu tragen, sondern ich selbst.

Der Größte Vertrauensbeweis meiner Eltern war wohl, als sie mich ganz allein zu einem Chattertreffen in NRW, 400km weit weg, haben fahren lassen, obwohl ich meinen Führerschein noch nicht einmal ein Jahr lang hatte. Ich bekam das Auto und die EC-Karte von meinem Vater und durfte mein ganz persönliches Abenteuer erleben und Menschen treffen, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Klar, das hätten sie natürlich nicht gemacht, wenn ich ihr Vertrauen in der Vergangenheit öfter missbraucht hätte, aber dennoch: Irgendwie cool.

…Kontrolle ist besser?

Wenn ich manchmal so höre, wie das bei anderen Eltern läuft, bin ich fast schon immer ein wenig ungläubig: “Wie, du musst um Mitternacht zu Hause sein? Was, deine Eltern bestimmen, wann und wie lange du lernen musst? Warum verbieten dir deine Eltern, dass du Besuch bekommst?” Deswegen mal zwei Fragen an euch: Ich würde gerne mal wissen, wie es denn bei euch so war – hattet ihr strenge Eltern oder haben sie euch auch viel gestattet? Wie würdet ihr als Elternteil handeln: Eher lange Leine oder mit klaren Regeln. Bin gespannt, ob und was ihr dazu zu sagen habt. :)

Aufbruch- und Abrissstimmung

Irgendwie scheint diese gedrückte Herbststimmung ansteckend zu sein. Bisher habe ich mich zwar ganz gut dagegen wehren können und dachte, dass ich davon verschont bleiben würde, aber irgendwie ist die Stimmung bei mir heute irgendwie gedrückt. Keine Ahnung, woran das genau liegt, aber begründen kann man sowas ja sowieso nicht immer. Ist halt einfach so, sagt man dann, glaub ich.

Nun ist diese Stimmung begleitet von einem Gemisch aus einer Stimme, die nach Aufbruch schreit, die produktiv und kreativ sein möchte und dem Ruf nach Abriss, der Wunsch nach neuem Platz und dem Wegräumen von Dingen, die nicht so sind, wie ich sie gerne hätte. Dieses Zerren ist auf der einen Seite paradox, aber dann eigentlich doch wieder nicht, denn sobald Platz ist, kann etwas Neues kommen. Jedoch entlädt sich die Situation in einer Lethargie, die mich so sehr lähmt, dass ein Befreien daraus im Augenblick einfach zu schwer ist.

Gewissermaßen wirkt sich das auch aufs Blog aus. Ich habe diverse Pläne, aber es scheitert meist an der Umsetzung. Schon länger wollte ich zum Beispiel auf eine eigene Domain umziehen, aber mich scheut der Umzug, denn es besteht ja eigentlich überhaupt keine Notwendigkeit, das zu tun – die Erreichbarkeit meines Blogs ist gut und die meisten kennen es nun schon so, wie es ist. Warum also ändern? Es spricht eigentlich nichts dafür.

Der zweite Punkt auf der Liste des Blogs sind die Themen. Bis auf wenige Ausnahmen war das in letzter Zeit doch alles die gleiche Schose, es fehlt das gewisse Etwas, es ist ein gewisser Alltagstrott eingekehrt, der mir absolut missfällt. Wäre ich mein Leser, ich würde den Feed abbestellen. Zu meinem Bloggeburtstag kündigte ich vollmundig Neuerungen an, ich versprach einen regelrechten Mehrwert für alle, die meinen Blog lesen und hier kommentieren. Zur Zeit bin ich diesen Mehrwert noch schuldig. Und sobald ich irgendein Thema oder eine Idee habe und mich daransetze, gefällt sie mir nicht mehr und ich verwerfe sie wieder, entweder weil sie mir zu uninspiriert wirken oder weil sie einfach nicht hierher passen wollen, sondern eher etwas für Themenblogs sind.

In letzter Zeit habe ich viele neue, interessante und lesenswerte Blogs für mich entdeckt, die ich abonniert und z.T. auch neu verlinkt habe. Ich dachte, wenn ich mich ein wenig umsehe, könnte ich mich inspirieren lassen, aber ich will auch nicht einfach ein billiger Abklatsch sein und schreiben, was nicht ich bin. Es ist zum verzweifeln, dieser Beitrag entwickelt sich schon wieder in eine Art “Heulbeitrag” und ich war kurz davor, einfach wieder alles rauszulöschen – wie es die letzten Tage öfter mit angefangenen Beiträgen passiert. Aber nein, dieser Beitrag muss mal raus.

Dieses fast gezwungene Löschen ist fast schon ein Sinnbild für meine Stimmung, für den Drang nach Abriss. Nur lässt sich hier nicht so einfach irgendetwas abreißen. Vielleicht das mühsam aufgebaute und umgeschriebene Theme oder ein paar Blogs aus der Blogroll, die ich nicht mehr wirklich verfolge, weil dort entweder nichts mehr passiert oder mich die Schreibe nicht mehr anspricht. Aber sobald diese Überlegungen konkreter werden, spricht die andere Seite: “Wozu? Platz ist in der Blogroll unbegrenzt, tritt doch niemandem auf den Schlips, selbst wenn du es nicht persönlich meinst!” Oder: “Schon wieder Theme ändern? Dann war die ganze Mühe umsonst und eigentlich passt es doch so – wenn du das dauernd machst, tust du dir auch keinen Gefallen damit!”

Der Beitrag ist jetzt schon länger, als eigentlich gewollt. Und dabei hab ich den ganzen Kram abseits des Blogs noch gar nicht berücksichtigt. Aber ich mach dann trotzdem mal Schluss an dieser Stelle, nachher hat keiner mehr Bock, das zu lesen. Zu verübeln wäre  es niemandem. Nur eins noch: Bitte keine Kommentare, die Mitleid sugerrieren. Ich möchte kein Mitleid heischen, sondern nur mal meine momentane Situation darstellen. Mal sehen, was hier passiert in den nächsten Tagen. Vielleicht auch einfach nur mal insgesamt etwas weniger. Erstmal werd ich aber noch ne Nacht drüber schlafen.

Projekt 52 – Liebe

Die ganze Zeit habe ich mich davor gefürchtet, jetzt ist es passiert. Das 39. Thema vom Projekt 52 lautet “Liebe”. Ich glaube, dass das für mich das bisher schwierigste Thema ist – zumindest ist mir bis eben überhaupt nichts eingefallen, was auch nur im Ansatz irgendwie passend ist. Liebe ist dafür ein irgendwie zu absolut gebrauchter Begriff, der jedoch gleichzeitig sehr viel Interpretationsspielraum lässt. Auch jetzt bin ich mit meinem Bild zum Beitrag nicht wirklich zufrieden, aber ich möchte wie bisher eigentlich pünktlich bleiben und es nicht noch weiter vor mir heruschieben. Seht selbst, was ich mir überlegt habe:

Thema 39: Liebe

Hier seht ihr eine Auswahl meiner Bücher, die in irgendeiner Weise mit Latein und römischer Geschichte zu tun haben. Meine Liebe zu Latein und antiker Geschichte ist relativ schnell, als ich in der 7. Klasse endlich Lateinunterricht in der Schule hatte. Ein Grund, dass es mir so ausnahmslos gut gefallen hat, war sicherlich auch, dass ich durchweg gute Lehrer hatte, die mir die Begeisterung für das Fach gut vermittelt haben. Diese Begeisterung hat mich auch letztlich zu meinem Studium gebracht, das ich immer noch sehr gerne verfolge und hoffentlich auch bis zum Ende durchziehen kann. Auch wenn mich manche für bekloppt halten, dass ich Latein und römische Geschichte so sehr mag, ich bin “Latinist und stolz drauf” – weswegen ich auch ein T-Shirt mit dieser Aufschrift habe. ;)

Aufreger: Neckermann

Irgendwie häufen sich in letzter Zeit meine Aufreger-Beiträge über bestimmte Firmen. Nachdem letztes Mal Freenet sein Fett weg bekommen hat, muss ich heute mal über Neckermann sprechen. Dort haben wir nämlich am 30. August einen neuen Kühlschrank bestellt. Dieser entsprach genau unseren Vorstellungen und hatte einen annehmbaren Preis. Die genauen Details sind Nebensache, denn aufgeregt hat uns (vor allem meine Mutter), die irreführenden Informationen bezüglich des Lieferdatums.

Von Neckermann zu Meckermann

In der ersten Septemberwoche schrieb Neckermann uns an und teilte uns mit, dass der Kühlschrank in circa einer Woche geliefert werden würde. Sehr schön. Wie es der Zufall so will, wurde ich ein paar Tage später von Sandra in Twitter gefragt, ob ich (als Student in Kiel) denn wüsste, wo man in Kiel relativ günstig gebrauchte Kühlschränke bekommen könnte, weil ihr Freund Christian auf der Suche nach einem ist. Schnell war abgemacht, dass wir unseren alten hergeben würden, sobald unser neuer denn da ist. Und das sollte ja bald sein.

Wir warteten also, allerdings vergebens. Der Kühlschrank kam nicht, also riefen wir mal bei Neckermann an und spielten den Meckermann. Vertröstet wurden wir dann insofern, dass die Lieferung so schnell wie möglich ausgeführt werden sollte. Also gut, geben wir denen noch eine Woche Zeit und vertrösten Christian auf eine Woche später. Dieses hin und her war mir jedenfalls schon richtig unangenehm, weil ich eigentlich Dinge, die ich verspreche, meist auch halten möchte. Da hat mir Neckermann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Neckermann – Bloß weg da, man!

Als eine Woche später immer noch nichts von denen verlautbart wurde, riefen wir wieder an. Und weil uns jetzt erst, nach drei Wochen (!) gesagt wurde, dass der Kühlschrank bei denen noch gar nicht angekommen ist, haben wir das erät dann auch gleich abbestellt. Lieferschwierigkeiten können ja passieren, aber solche Fehlinformationen sind für meinen Geschmack nicht mehr in Ordnung. Also haben wir uns einen anderen Kühlschrank besorgt.

Vorhin waren Sandra und Christian nun auch da und haben unseren vorigen Kühlschrank abgeholt. Lief alles reibungslos und ich hoff dann mal, dass er in seinem neuen Zuhause genauso gute Dienste verrichten wird wie bei uns. Meine Mutter ist mit ihrem neuen Kühlschrank jedenfalls mehr als zufrieden und hat endlich keine Platzprobleme mehr. So hat die ganze Sache doch noch einen guten Abschluss gefunden. Und ich habe wieder jemanden aus dem Internet nun auch real gesehen – hat man ja auch nicht alle Tage! :)

Ein Konzertbericht: Knorkator in Flensburg

Die meiste Band der Welt sagt “auf wiedersehen” und bricht auf zu neuen Ufern und Projekten. Natürlich muss vorher noch eine Abschiedstour her und so geben sich die Berliner auch im Flensburger Roxy die Ehre und spielen Liedgut aus ihrer gesamten Schaffungsphase. Obwohl der Start auf 21 Uhr angekündigt war und sich die Menge auch schon vor der Bühne versammelte, kamen die Jungs erst gegen 22 Uhr auf die Bühne – ob Gitarrist Buzz Dee im Backstagebereich eingeschlafen ist und die anderen ihn nicht wecken konnten?

Knorkator Frontmann "Stumpen"

Knorkator Frontmann "Stumpen"

Als es dann schließlich losging, war der Ärger durch die Warterei jedoch schnell wieder vergessen. Gleich bei den ersten Songs hüpfte der Großteil der Menge mit und auch wenn das Mitsingen und der Beifall ein wenig zurückhaltend war, worüber Stumpen sich des öfteren lustig machte, die Stimmung war gut, es flogen T-Shirts, BHs und Schuhe auf die Bühne und wenn es drauf ankam, war das Publikum da. Zum Beispiel vor dem Song “Kurz und klein”, als Stumpen forderte, dass das Publikum in der Mitte ein großes Loch formt, “wie bei einer alten Frau”. Auf Kommando sollten dann alle loslaufen und sich in die Mitte drängen. “Hat jemand ne Videokamera dabei? Ich will das morgen bei youtube sehen”, kommentierte der Frontmann die Aktion.

Das Knorkator musikalisch wirklich etwas drauf haben und nicht einfach durch vulgäre Texte provozieren, sondern bissige Satire darbieten, muss man den Fans der Band nicht sagen. Stumpen, der eine Gesangsausbildung genossen hat und Alf Ator, der Musik studiert hat, aber auch der Rest der Band legten eine tolle Performance hin. Es hat wirklich Spaß gemacht, dem Treiben auf der Bühne zuzuschauen, wenngleich man sich, wenn man nicht erdrückt werden wollte, nicht zu weit nach vorne wagen konnte. Als Entschädigung verteilte Alf Ator an die vorderen Reihen noch ein paar Tasten eines kurz vorher auf der Bühne zerschlagenen Instruments.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es durchaus ein gelungenes Abschiedskonzert war – ich bin froh, diese “etwas andere Boygroup” wenigstens einmal live gesehen zu haben. Und nun höre ich mich noch einmal die Alben durch und bin ein wenig traurig, dass diese geniale Band vorerst keine Musik mehr zusammen machen wird.

Vor kurzem haben die Jungs übrigens noch eine Doppel-DVD mit dem Titel “Weg nach unten” aufgenommen, die es seit dem 19. September zu kaufen gibt. Und auch eine letzte Single gibt es: Sie trägt den Namen “Kinderlied” und ist von dem sechsjährigen Sohn Alf Ators eingesungen worden. Der Song strotzt mal wieder so vor Selbstironie und Satire. Aber hört einfach selbst:

[youtube DNrSQ4YnkWM]

[Foto von tre_]
27.09.2008 in Musik 3 Kommentare
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