Die Planet Express Crew ist wieder unterwegs! Nach ihrem Spielfilmdebut “Bender’s Big Score” folgt nun der zweite von insgesamt vier geplanten DVD-Spielfilmen der Zeichentrickserie von Simpsons-Schöpfer Matt Groening. Wie dieser im Vergleich zu seinem Vorgänger und natürlich auch zur grandiosen Serie abschneidet, darüber will ich euch in den folgenden Zeilen berichten. Aber erst einmal zum Inhalt, damit ihr wisst, worum es geht:
Ein plötzlich entstandener, riesiger Riss im All hat ein Tor zu einem anderen Universum geöffnet, von dem niemand weiß, was sich dahinter verbirgt. Nachdem ein Versuch der Planet Express Crew, den Riss zu untersuchen, fehlschlägt, nimmt sich das Militär unter der Führung von Captain Zapp Brannigan der Sache an. Fry jedoch betritt aus Einsamkeit und Trauer darüber, dass seine große Liebe Colleen nicht so ist, wie er sich erhofft hatte, das Paralleluniversum und wird von einem Riesenmonster mit einer sehr fragwürdigen Moral und Millionen Tentakeln in Besitz genommen und verkündet fortan dessen Botschaften an die Menschheit. Wieder einmal liegt es in den Händen der (restlichen) Planet Express Crew um Leela, Bender und Amy, die Welt vor einer scheinbaren Katastrophe zu retten.
Als bekennender Futurama-Anhänger, der alle Folgen mindestens vier mal gesehen hat, war ich natürlich voller Erwartungen, bevor ich den Film gesehen habe. Diese wurden zum Teil leider enttäuscht, denn die Story nahm nur sehr langsam fahrt auf. Das ist zwar per se nicht schlimm, Futurama kann auch in Nebenplots sehr lustig sein, allerdings fand sich dort das zweite Haar in der Zoidbergkotze: Viele Gags hat man irgendwie irgendwo schon mal gesehen und auch wenn man immer noch drüber schmunzelt, hätte man insgesamt auf mehr Neues gehofft. Die Gagdichte war noch etwas geringer als im Vorgänger “Bender’s Big Score” und die Witze sind mehr als Persiflage auf Science-Fiction Filme und Serien gedacht denn als subtile Gesellschaftskritik mit Gegenwartsbezug . Das klingt jetzt aber alles schlechter, als es letztlich ist, denn es ist immer noch Futurama und “Die Ära des Tentakels” hat auch seine großen Momente – die Auftritte von Dr. Zoidberg und dem Möchtegern-Casanova Zapp Brannigan führen fast immer zu garantierten Lachern.
Als Gaststars geben sich diesmal Stephen Hawking, Brittany Murphy und David Cross die Ehre. Ersterer tritt auch als er selbst im Film auf, die anderen beiden sprechen die Rollen von Colleen bzw. Yivo. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren aus dem Futurama-Universum wie Calculon, Dr. Wernstrom oder der Lustbot. Ein paar Worte zur Synchronisation: Unverständlicherweise ist die deutlich schlechter geworden als die bisherige, die für eine auf recht viel Wortwitz setzende Serie ziemlich gut war. Das manche Sprecher nicht wieder verpflichtet werden konnten, ist ja noch zu verschmerzen, aber wenn sich manche Figuren plötzlich Siezen, wirkt das schon sehr aufgesetzt und schadet dem gewohnten Futuramagefühl.
Fazit: Nachdem schon “Bender’s Big Score” im Vergleich zur Serie ein wenig abfiel, aber immer noch gut und sehenswert war, ist “Die Ära des Tentakels” leider noch ein kleines Stückchen schwächer als der Vorgänger. Fans freuen sich über ein paar Anspielungen und das Wiedersehen mit einigen Charakteren und haben sicherlich ihren Spaß am Film, das hohe Niveau der Serie erreicht er allerdings nur in manchen Momenten.
Meine Wertung: 7/10
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Weiterführende Links:
Filmriss: Futurama (Season One)


















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