Filmriss: Babylon A.D.

Normalerweise informiere ich mich ja immer ein wenig über Filme, die ich mir im Kino anschauen möchte, lese Kritiken und Wertungen (am besten welche, die Spoiler vermeiden) und gehe dann mit entsprechenden Erwartungen in den Kinosaal. Dieses Mal war es jedoch anders. Über Babylon A.D. wusste ich nur, dass Vin Diesel mitspielt und die Handlung in der Zukunft stattfindet. Ich stellte meine Erwartungen also auf einen actionreichen, aber inhaltlich eher simplen Streifen ein. Inwieweit diese Erwartung berechtigt war oder nicht, das lest ihr in den folgenden Zeilen.

Babylon A.D.

Babylon A.D.

In der Nahen Zukunft kämpft der Söldner Toorop täglich ums Überleben und hält sich gerade so über Wasser. Sein exzellenter Ruf als Mann, der Aufgaben verlässlich erledigt, ruft den einflussreichen Mafioso Gorsky auf den Plan, der Toorop ein exzellentes Angebot macht und ihm die Chance auf ein neues, besseres Leben bietet: Er soll ein Mädchen, welches bisher ihr ganzes Leben behütet in einem Kloster verbracht hat, nach New York bringen. Was zunächst wie ein simpler Auftrag anmutet, entpuppt sich schnell als schwieriges Unterfangen, denn irgendwer scheint hinter dem Mädchen her zu sein. Als Toorop erfährt, dass das Mädchen einer dubiosen Sekte übergeben werden soll, beginnt er Zweifel an seiner Aufgabe zu hegen…

Ich bin nicht mit besonders großen Erwartungen ins Kino gegangen und habe auch im Voraus nicht wirklich viel über den Film gehört. So konnte ich wenigstens nicht besonders enttäuscht werden und das wurde ich auch nicht. Zwar hat der Film mich nicht wirklich gefesselt, aber er hatte seine Glanzpunkte und einige nette Actionszenen, was bei mir immer gut ankommt. Die Geschichte fand ich allerdings etwas zu verworren und unlogisch, was daran liegen könnte, dass man mit zu wenig Hintergrundinformationen versorgt wurde. Immerhin lässt sich inszenatorisch sonst kaum etwas bemängeln, der Film war schon recht bildgewaltig.

Wenden wir den Blick auf die Schauspieler: Vin Diesel (“The Fast and the Furious”) macht das, was er am besten kann – er spielt sich selbst. Den einsamen Söldner mit einer gehärigen Portion Coolness und Durchsetzungsfähigkeit kauft man ihm durchaus ab. An einer Stelle des Films jedoch, an der er Gefühle zeigen soll, kommt er nicht ganz so glaubwürdig rüber. Der Rest des Casts macht seine Sache ebenfalls ordentlich. Michelle Yeoh (“Die Geisha”) als wehrhafte Schwester Rebecca und Mélanie Thierry in ihrer ersten größeren internationalen Rolle als das geheimnisvolle Mädchen Aurora sind gut besetzt.

Fazit: Babylon A.D. ist kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss. Er hat einige sehenswerte Szenen, allerdings auch ein paar Längen, die die inhaltlichen Schwächen des Films klar offenlegen. Man hat am Film irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Der Diesel-Faktor bringt ein bisschen Coolness rein und auch die Action geht in Ordnung. Viel mehr sollte man von Babylon A.D. aber nicht erwarten.

Meine Wertung: 5/10

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2 Kommentare

  1. tshalina says:

    Babylon A.D. – da haben wir zwei dann ja die gleiche Meinung zu etwas. Ich denke auch, dass war kein Film, den man gesehen haben muss.

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  1. Babylon A.D. (2008) « isinesunshine

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