Bloggen mit Spracherkennung

Heute versuche ich mal ein ganz gewagtes Experiment auf meinem Blog. Denn zum Schreiben dieses Beitrags benutze ich nicht meine Finger, sondern meine Stimme. Mein Bruder hat sich eine Spracherkennungssoftware (Dragon NaturallySpeaking) gekauft, mit der es möglich ist gesprochene Wörter in geschriebenen Text umzuwandeln. Das funktioniert erstaunlich gut, man muss die Software nur kurz konfigurieren, indem man ein paar Texte vorliest und kann danach sofort beginnen Texte in sein Mikrofon zu sprechen. Was das für Vorteile mit sich bringt und welche Nachteile daraus entstehen, möchte ich kurz “erzählen”.

Funktionsweise

im Prinzip lässt sich mit dieser Software fast jedes Programm allein durch Sprachbefehle bedienen. Mit speziellen Wortbefehlen lassen sich Texte markieren, unterstreichen, löschen und ähnlich Formatieren. Ebenso lassen sich Buttons klicken, indem man deren Namen spricht und den Klickbefehl gibt. Hin und wieder kann es vorkommen, dass die Software ein Wort nicht richtig erkennt, jedoch lässt sich das durch ein manuelles Worttraining leicht beheben. Auch neue Wörter lassen sich so spielend einfach beibringen und zum Wortschatz hinzufügen. Man kann auch die Dokumente auf seinem PC scannen lassen und die Wörter, die sich darauf befinden, automatisch in das Wörterbuch des Programms aufnehmen.

Vorteile

Dadurch, dass man für das Schreiben keine Hände braucht, kann man diese für etwas anderes benutzen, zum Beispiel für Fapfap zum Basteln nebenher. Oder ich könnte stricken während ich blogge, wenn ich das denn wollte. Man kann sich auch ganz einfach zurücklehnen und gedankenvoll in die Luft schauen, während man seine Sätze für den Beitrag wohl formuliert diktiert. Es macht Spaß und man trainiert deutliches und langsames Sprechen und wenn man schon etwas geübt ist, dann schreibt sich der Beitrag auch wesentlich schneller als per Hand. Wenn man gut im Erzählen ist, kann man auch seine Fähigkeit auf das Schreiben übertragen.

Nachteile

Das Schreiben per Spracherkennung bringt auch Nachteile. Zuerst ist es sehr schwierig, die Zeichensetzung zu beachten, da man jedes einzelne Satzzeichen mitdiktieren muss. weiterhin kennt die Software noch nicht alle Wörter, die ich verwende und muss diese erst noch erlernen. Weil auch die Grammatik nicht hundertprozentig stimmt und die richtige Formatierung mit Wörtern nicht oder nur sehr schwer einstellbar ist, muss nach dem Schreibprozess auch immer eine nachträgliche Bearbeitung per Hand erfolgen.

Persönliches Fazit

Eine Spracherkennungssoftware ist das Schreiben von Hausarbeiten oder ähnlichen längeren Arbeiten ganz gut geeignet, da man sich nicht zu sehr auf das tippen konzentrieren muss und seine Gedanken schnell in das Dokument übertragen kann. Lediglich zum bloggen wird die Software jedoch nicht auf Dauer die Tastatur ersetzen können. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass ich die Spracherkennungssoftware hin und wieder mal einsetzen werde, weil es schon irgendwie Spaß macht und verhältnismäßig schnell geht und mir oft einfach die Lust am Tippen fehlt, ich die Ideen für Beiträge aber schon im Kopf habe.

Es gibt auch eine sehr schöne und lustige Werbereihe zu der Software, von denen ich euch einfach mal den ersten Spot zeige. Aber auch der zweite und vor allem der dritte Spot sind auch sehr witzig. Erwähnte ich schon, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt werde? ;)

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7 Kommentare

  1. Hikari says:

    Ich hätt sowas gern für meinen Roman!!! Da müsst ich nich dauernd auf den Laptop schauen. Kann mich dran erinnern, dass ich in meiner Hocharbeitsphase jede Nacht von Abends 20 Uhr bis vllt 2 Uhr dran saß. Das geht auf die Augen und ist sehr anstrengend oO Und mit der Spracherkennung hätte es eben wirklich den Vorteil, dass man denke ich gerade derartige Beiträge, wo man viel denken muss, besser erledigt, wenn man einfach gleich das spricht, was man denkt. Ich kann zwar schnell schreiben, sodass ich nicht weiß, ob sich dadurch eine Zeitverbesserung ergibt, aber handlicher fänd ich’s schon. =)

  2. jana says:

    jetzt müsste es das blog dann aber auch noch mit audiofunktion geben, dass man dein gesprochenes auch hören kann ;-)

  3. zitrone says:

    hmm… magst du mir mal sagen welches Programm das ist? Ich sehe hoffnung, dass ich meine zig tausenden seitenlangen geschichten zu ende geschrieben ähh gesprochen kriege :D

  4. zitrone says:

    argh ich war blind sry *schäm*ok 199 euro? ich fang mal an zu sparen :D

  5. jakob says:

    Wir hatten vor Urzeiten auch mal so ein Teil, allerdings hat das nicht wirklich funktioniert. Interessant zu sehen, wie die Technik sich weiterentwickelt. Ein großer Pluspunkt sind aber die Werbespots. :mrgreen:

  6. konna says:

    @Hikari: Ja, glaube auch, dass so ein Programm für Dich zum Schreiben Deines Romans gut geeignet wäre. Es ist wirklich angenehm, weil man auch einfach die Augen zumachen und losreden kann. Und es geht wirklich schnell, wenn man sich erst einmal eingewöhnt hat.

    @jana: Besser nicht, meine Stimme ist noch schlimmer als meine Texte! :mrgreen:

    @zitrone: Stimmt, ist schon relativ teuer, aber mein Bruder hat es, glaube ich, aber für weniger bekommen, muss ich nochmal erfragen. Glücklicherweise kann ich es gratis mitbenutzen. :D

    @jakob: Ja, das kann ich mir vorstellen, dass das damals nicht so ganz funktionierte. Aber der Text oben ist zu, naja, 95% mit dem Programm erstellt und ich hab keine halbe Stunde gebraucht. ^^

  7. zitrone says:

    leihst du mir deinen bruder? :mrgreen:

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