Game Checkpoint: Crysis (PC)

Crysis

Wir befinden uns im Jahre 2020 und spielen einen US-Soldaten namens Nomad, der Mitglied eines Sondereinsatzkommandos ist, und befinden uns in einem Flugzeug über einer Insel im chinesischen Meer.

Unser Projektleiter Prophet weist uns an, was wir zu tun haben. Unser Auftrag lautet, eine Forschungsstation auf der Insel auszukundschaften, die von nordkoreanischen Truppen besetzt wird. Die US-Regierung vermutet, dass Nordkorea an einer Atomwaffe baut und der Kontakt zu den Forschern ist abgerissen. Unser Trupp springt also mit Fallschirmen aus dem Flugzeug. Als wir nach einigen Hundert Metern im freien Fall unseren Fallschirm öffnen wollen, geht etwas schief – wir stürzen ungebremst zu Boden und prallen auf. Unverletzt stehen wir auf – ein Wunder?

Nein, unsere Spezialeinheit ist mit sogenannten Nanosuits ausgestattet, die uns besonders widerstandsfähig gegen jede Art von Verletzungen machen oder uns ganz besonders stark, unglaublich schnell oder gar für kurze Zeit unsichtbar machen können. Wir müssen unseren Trupp wieder zusammensuchen und uns in der Nacht durch das Dickicht schlagen. Aber irgendetwas stimmt auf dieser Insel nicht. Ein Kamerad funkt uns Hilferufe zu, die jäh von einem Schrei beendet werden. Das waren keine Koreaner, das war etwas viel Größeres und Gefährlicheres.

Dass es sich bei dieser Gefahr letztlich um Aliens handelt, ist kein Geheimnis des erfolgreichen Ego-Shooters Crysis aus dem Hause Crytek. Die Story des Spiels gewinnt so der so keinen Innovationspreis und kann demnach auch vernachlässigt werden. Viel interessanter sind die anderen Aspekte des Spiels und hier punktet Crysis auf ganzer Linie: Die Grafik ist momentan immer noch über jeden Zweifel erhaben und mit das hübscheste, was es in Videospielen zu sehen gibt. Darum verwundert es auch nicht, dass die Zwischensequenzen, in denen die Handlung vorangetrieben sind, in der Spielgrafik erzählt werden. Das bringt sogar einen enormen Atmosphäre-Vorteil, da man das Geschehen immer aus der Sicht von Nomad sieht und sich mittendrin fühlt.

Auch die Bedienung funktioniert tadellos, wer mit anderen Shootern klarkommt, der findet sich auch in Crysis zurecht. Die Besonderheit im Gameplay ist der oben schon erwähnte Nanosuit, der uns verschiedene Taktiken ermöglicht. Wir können im Stärkemodus Gegner und Gegenstände durch die Luft werfen oder wir schleichen uns im Tarnmodus an unserer Gegner heran, um sie lautlos auszuschalten. Die Waffen, die wir zur Verfügung haben, sind hingegen weniger besonders, zumal wir nur sehr wenige verschiedene Schießprügel finden können. Diese können wir immerhin recht umfangreich modifizieren, indem wir etwa Schalldämpfer, Taschenlampe oder verschiedene Visiere aufschrauben. So macht es reichlich Spaß, sich durch die Feindlager zu kämpfen, denn die KI der Gegner stellt sich sehr geschickt an, wodurch überlegtes Vorgehen gefordert ist, zumindest in höheren Schwierigkeitsgraden. Da stört es auch nicht, dass man es während des Spiels nur eine Hand voll verschiedener Gegner zu tun bekommt.

Während mancher Missionen, die alle im Großen und Ganzen zusammenhängend auszuführen sind, ohne dass man aus der Spielwelt herausgerissen wird, dürfen wir uns an das Steuer von verschiedenen Fahrzeugen wie Jeeps und Truppen-Transporter setzen. In je einer Mission übernehmen wir sogar die Kontrolle eines Panzers und eines Flugzeugs, so werden die ansonsten recht repetitiven Vorgänge ein wenig durchbrochen. Die ganze Inszenierung des Krieges auf der Insel gelingt wirklich hervorragend, weil man wirklich das Gefühl bekommt, in einer glaubwürdigen Welt (mit realistischer Physik) Teil einer größeren Operation zu sein. Ständig passiert etwas und so merkt man kaum, wie die Zeit beim Spielen vergeht. Nach etwa 12 Stunden sind fortgeschrittene Spieler durch. Lediglich das Ende enttäuscht auf ganzer Linie.

Daumen mittel hochFazit: Crysis ist ein Ego-Shooter erster Güte, Grafik und Atmosphäre stimmen und durch den Nanosuit kann man das Spiel seiner bevorzugten Vorgehensweise anpassen. Das Spiel ist packend inszeniert und fesselt bis zum Schluss, um dann am Ende leider einen missglückten Abschluss zu finden. Dennoch für alle Shooter-Fans eine absolute Kaufempfehlung, wenn die Hardware denn mitmacht.

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Trailer

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2 Kommentare

  1. Nadine says:

    Das hat mein Freund auch mal gespielt… das ist eins von diesen Spielen, wo ich es vorziehe fernzusehen während er zockt. :roll:

  2. konna says:

    @Nadine: Das kann ich verstehen. Zum Zusehen sind derlei Spiele absolut nichts, man muss selbst die handelnde Person sein, dann machen sie aber wirklich Spaß! ;)

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