Nadine von Her-life hat sich Gedanken gemacht, wie man die Besucher auf seinem Blog fesselt und sie dazu bringt, häufiger wiederzukommen, was in der Regel dadurch erreicht wird, dass sie Deinen feed abonnieren. Ihre Tipps (u.a. auf Feed hinweisen, Kommentare beantworten) sind gut und richtig, ich möchte ihre Liste aber noch ein bisschen erweitern und einmal ein paar weitere Methoden vorstellen, die vielleicht ein wenig Erfolg bringen. Inwieweit diese Tipps für euch nützlich sind, müsst ihr natürlich selbst entscheiden.
Tipp 01: Auch abseits des Blogs auf den Feed hinweisen
Nadine schreibt ganz richtig, dass ein prominent platziertes Feed-Icon eine der Grundvoraussetzungen ist, um neue Feedleser zu bekommen. Allerdings bietet es sich auch an, seinen Feed abseits des eigenen Blogs zu bewerben. Besonders geeignet sind dafür etwa Social Networks und Foren. Aber auch E-Mail-Signaturen und die Abwesenheitsnachrichten von Instant Messengern können hervorragende Orte für ein wenig Eigenwerbung sein.
Tipp 02: Kompletten Beitragsfeed anzeigen lassen
Viele Blogger neigen dazu, im Feed nur eine Beitragsvorschau anzeigen zu lassen. Sie argumentieren mit höheren Zugriffszahlen, da nicht einfach nur im Feed gelesen und dann weitergeklickt wird, sondern ein Beitrag immer aufgerufen wird. Zum Teil mag das stimmen, allerdings empfinden viele Feedleser einen gekürzten Feed als Ärgernis und tragen sich aus selbigem wieder aus. Besser wäre es wohl, wenn man die Feedleser durch interessante, ansprechende Inhalte dazu bringt, kommentieren zu wollen und so auf die Seite zu gehen.
Tipp 03: Regelmäßiger Content (nicht zu wenig und nicht zu viel)
Jeder Blogger kennt das Problem, dass man Phasen hat, in denen man kaum ein Beitrag zustande bringt oder in denen man nur so vor Ideen übersprudelt. Dadurch entwickelt sich eine sehr ungleich verteilte Postingfrequenz, welche Leser ebenfalls abschrecken kann. Wenn nur alle paar Wochen mal ein Beitrag erscheint, dann wird ein Leser, der nicht unbedingt den Feed abonniert hat, irgendwann vergessen haben, dass es das Blog gibt.
Aber auch zu viele Beiträge können schaden. Denn wenn ständig der Feedreader die Meldung zeigt, dass es etwas neues gibt. dann wird jedem normalen Leser irgendwann die Lust vergehen, sich alles durchzulesen, zumal es schneller auffällt, wenn die Qualität der Beiträge schwankt. Klar, Newsblogs leben von höheren Postingfrequenzen, da sie aktuelle Themen aufgreifen, alle anderen Blogs sollten sich auf maximal 3 Beiträge am Tag (1 längerer und 2 kürzere etwa) beschränken.
Wichtig ist Gleichmäßigkeit, ein Leser mag nur selten Überraschungen, die seine Lesegewohnheiten zerstören. Manchmal ist es also ganz gut, wenn man in kreativen Phasen ein paar Beiträge für schlechtere Zeiten aufspart, sofern eine zeitlich nahe Veröffentlichung nicht notwendig ist.
Tipp 04: Leser und Kommentatoren belohnen und einbinden
Erfolg versprechen auch kleine, aber feine Überraschungen für die Leser oder besser noch für die Kommentatoren, die dazu ermuntern, weiter zu lesen und zu kommentieren. Neben der Anzeige der Top-Kommentatoren und dem Eingehen auf Kommentare gibt es noch weitere kleinere Möglichkeiten.
Zum einen kann man einem Erstkommentator eine nette E-Mail schicken, in der man sich für den Kommentar bedankt (und sowohl Blog- als auch Feed-URL hinterlässt). Das hinterlässt gleich einen bleibenden Eindruck.
Weiterhin ist es immer gerne gesehen, wenn im besonderen Maße auf die Meinung der Leser eingegangen wird. Das muss nicht nur darin enden, dass man Kommentare beantwortet, man kann auch ganze neue Beiträge verfassen, die sich mit so einer Meinung auseinander setzen. Trackbacks und Verlinkungen verengen eine Beziehung zwischen Bloggern ebenfalls (oder bringen erste Kontakte). Diesen Beitrag hätte ich auch einfach so schreiben können, aber warum nicht auf den von Nadine aufbauen? Das ist letztlich für alle hilfreich: Für Nadine, die von mir vielleicht Leser bekommt, für mich, der vielleicht Besuch von Nadine bekommt und für meine Leser, die weiterführende Informationen bekmmen können.
Tipp 05: Boni für Feedleser
Diesen Tipp sollte man vielleicht einklammern, aber richtig eingesetzt kann es auch etwas bringen, hin und wieder Boni für das Abonnieren des Feeds anzubieten. Da es schwierig ist herauszufinden, wer denn alles den Feed liest, muss man ein wenig tricksen. Etwa ist es möglich, den Feed-Footer (z. B. per WP-©Feed-Plugin) mit einem Link anzureichern, welcher zu einer bestimmten Seite führt, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Auf der richtet man dann zum Beispiel ein Kontaktformular ein und unter allen, die sich eintragen, verlost man Kleinigkeiten wie (gebrauchte) Bücher, Gastbeiträge oder Sidebarlinks. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Allerdings muss man darauf gefasst sein, dass manche einfach nur kurz den Feed abonnieren, nach Extras gucken und dann wieder abbestellen. Aber das verhindert hoffentlich der gute Content!
Noch mehr Tipps?
Dir fallen noch mehr Tipps ein, wie man Leser an sein Blog fesseln kann oder dazu überredet, den Feed zu abonnieren? Dann immer her damit, lass andere von Deinem Wissen profitieren und ergattere ein paar Leser, die über den Kommentar vielleicht zu Dir kommen! Übrigens: Hast Du meinen Feed schon abonniert?

















13 Kommentare
Haste schön aufgeschrieben konna. Ich mein, das Thema hatten wir ja gestern auch schon in unseren Gespräch.
Aber ich verspreche dir, ich komme dennoch immer wieder auf deinen Blog
Ich muss sagen ich benutzte Feeds gar nicht
Das mit den vollwertigen Feeds kann ich nur voll und ganz unterschreiben … Gerade Leser, die sehr viele Feeds abonniert haben, lassen sich in der Hinsicht nur ungern gängeln. Ich kann zwar das Argument der Blogger verstehen, dass sie mit einem gekürzten Feed die Leser auf ihre Seite locken wollen, aber auf Dauer macht man sich damit weniger Freunde, glaube ich
.
Feeds benutze ich auch gar nicht.. weiß nichtmal, wie das geht XD
Dafür reagiere ich brav auf jeden Hinweise bei plurk und gehen lesen :]
@zitrone: Zum Thema aus unserem Gespräch will ich auch noch genauer etwas schreiben, hier gehts ja darum, wie man die Leser behält, es ist aber auch ein Beitrag geplant, der thematisiert, wie man überhaupt erstmal Leser bekommt.
@Ascari: Die Diskussion wird glaub ich nie aufhören, denn in gewisser Weise sind beide Argumente schlüssig. Für mich ist es aber von höherem Wert, wenn meine Beiträge gelesen werden als das ich einen Besucher mehr habe. Denke auch, dass es auf Dauer sinnvoller ist.
@LaMa: Hm, vielleicht sollte ich noch einen Hinweis schreiben oder einen Link zu einer Erklärung setzen. Falls es noch mehr leute gibt, die sich damit nicht auskennen. Plurk und Twitter sind auf jeden Fall gute Helfer, um Leute auf sein Blog zu bekommen.
Ja, ich bin auch ein großer Fan von vollständigen Feeds – Hauptsache ist doch, dass man Leser hat, die sich für’s Blog interessieren – ob sie nun täglich auf’s Blog gucken oder nur den Feed lesen, ist doch eigentlich egal, oder?
Aber feine Tipps – werd wohl auch mal ein wenig dran denken – gibt’s eigentlich ein empfehlenswertes Plugin zur Anzeige der aktivsten Kommentierer?
@beetFreeq: Ja, ich empfehle Show Top Commentators. Da lässt sich einstellen, ob immer die Top-Kommentatoren des Monats oder der Woche oder aller Zeit angezeigt werden sollen. Und es linkt automatisch zu denen hin.
Perfekt – das Plugin werd ich mir bei Gelegenheit mal einbauen! Muss nur erstmal die Widget-Lastigkeit meines Layouts umbauen und die Sidebar-Widgets manuell setzen. Hatte ich eh vor und ist bei diesem Plugin ja auch nötig! Aber danke schon mal!
Lach. Herrlich. Ich hatte vor ein paar Tagen eine ganz eigene Idee. ich werde meine Newsletter-Abonnenten zum Bratapfelessen einladen.
@beetFreeQ: Freut mich, weiterhelfen zu können!
@Yitu: Und lässt du sie denn auch alle mit ner Stretch-Limo abholen?
Feeds die nur als Ausschnitt oder Zusammenfassung auftauchen rangieren bei mir auf der Beliebtsheitskala ganz weit unten, ich kann zwar die nachvollziehen das sich jemand davon höhere Besucherraten auf der Seite verspricht aber die Lust auf so einen Schnipsel zu klicken ist bei mir nicht sonderlich groß.
Zu Feeds im Allgemeinen: Ich bin ein sehr eifriger Sammler eben solcher, und sie prägen die Art wie ich den Webcontent wahrnehme ungemein, Seite weden eben nur für mögliche Kommentare besucht und auch deren Design oder ähnliches für das sich der Betreiber oft wirklich ins Zeug gelegt hat bleibt auf der Strecke. Das ist auf der einen Seite natürlich schade, aber auf der anderen ist es einfach eine so bequeme und zielgerichtete Informartionsquelle eine Sammlung an Feeds zu führen, dass man es als Nutzer doch oftmals billigend in Kauf nimmt.
Das führt oft dazu, dass man nicht nur einem anderen — ich möchte nicht fehlendem sagen — Layout gegenübersitzt und der Betreiber in der Situation ist sich zu entscheiden ob er zusätzlich zu dem Aussehen auf der Seite selbst auch auf das Aussehen im Feed Rücksicht nimmt, bei WordPress können oft Plugins Spaßbremsen sein, die in einem Feed Content nicht oder nur falsch anzeigen sowie das oft breitere Textfeld im Reader, welches zu unglücklichen Zeilenbrüchen führen könnte.
Ich denke man darf gespannt sein wie die weitere Entwicklung in der Richtung aussehen wird. Ein Leser meines Blogs hat da eine sehr schöne Seite, einen Non-Blog. http://blog.misc.ephaone.org/
Ich möchte keine Werbung in dem Sinne machen, aber die FAQ sollte man sich mal ankucken, ich find das einfach unglaublich Amüsant.
@ Konna: Nope
Aber Sie bekommen auch Anfrage ne Wegbeschreibung.
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