SEO für Anfänger – So finden Dich Google und Co.

In der letzten Woche sind meine Besucherzahlen und Kommentare in die Höhe geschnellt, das ist nicht normal. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, aber möglicherweise sind ein paar einfache Maßnahmen, die ich im Bereich SEO gemacht habe, ja angekommen. Wenn man als normaler Hobbyblogger von SEO hört, fühlt man sich immer gleich überfordert ob der vielen Möglichkeiten und Dinge, die man beachten muss, aber wenn man sich ein wenig drauf einlässt, lassen sich schon mit wenigen, leicht durchführbaren Mitteln kleinere Erfolge erzielen. Darum hier einmal ein paar SEO-Tipps für Anfänger:

Tipp 01: Title Tags

Der “Title Tag” ist sozusagen die Überschrift einer Seite (nicht eines Beitrags). Aus den Informationen, die er enthält, erschließen Suchmaschinen den Inhalt der Seite und machen sie durch die Suche auffindbar. Wie relevant genau dieser “Title Tag” ist, kann ich nicht sagen, aber er ist im Vergleich zu kleinen Contentbröckchen deutlich relevanter, da aus ihm auch der Titel entnommen wird, der bei Google angezeigt wird. Der “Title Tag” wird auch im Browsertab angezeigt.

Um den “Title Tag” zu bearbeiten, empfehle ich für WordPress das Plugin “All in One SEO Pack“, mit dem der “Title Tag” für einzelne Beiträge, Seiten, Kategorieseiten usw. leicht angepasst werden kann. Standardmäßig sind die Title Tags so eingestellt, dass zunächst der Beitragsname (bzw. Seitenname, Archivname usw.) und dann abgetrennt der Blogname steht. In meinem Falle würde dieser Beitrag bei Google etwa “SEO für Anfänger | Gedankendeponie” heißen.

Der Vorteil daran, dass der Blogname immer angezeigt wird, ist, dass er möglicherweise Markencharakter bekommt bzw. bei schon vorhandenen Marken für einen Wiedererkennungswert sorgt. Bekannte Newsportale verfahren in der Regel so, weil ihre Marke als verlässlich gilt.

Für Blogger, die in der Regel nicht auf eine Marke zurückgreifen können, empfiehlt es sich vielleicht, den Blognamen aus dem “Title Tag” herauszunehmen, da Suchmaschinen dann die Gewichtung mehr auf den Beitragstitel legen und bei einer Suche das Ergebnis höher ranken. Ich selbst verfahre so und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. “Gedankendeponie” ist eben keine bekannte Marke. Um dennoch einen Wiedererkennungswert zu haben, gibt es ja noch meinen Header.

Tipp 02: Beitragstitel

Aus Tipp 01 ergibt sich auch gleich der nächste Tipp. Dem Beitragstitel wird von Suchmaschinen eine relativ hohe Bedeutung zugemessen, demnach ist es wichtig, einen vernünftigen Titel zu wählen. Er sollte Aussagekräftig sein und man sollte schon anhand des Titels erkennen können, was es im Beitrag zu lesen gibt. Die Überschrift dieses Beitrags ist, glaube ich, klar und deutlich formuliert. Rein theoretisch hätte ich ihn auch “Mach Dich sichtbar” oder ähnlich nennen können. Das wäre vielleicht witziger gewesen, aber niemand hätte gewusst, worum es geht.

Für den Beitragstitel sollte man sich immer klar machen, wie Leute Suchmaschinen benutzen. Was tippen Sie ein, um bestimmte Informationen zu erhalten? Wenn man seine Beiträge danach benennt, wird man deutlich bessere Zugriffszahlen erreichen können. Allerdings: Zugriffszahlen sind nicht alles und ein gutes Konzept mit entsprechenden Titeln kann auf Dauer sogar mehr bringen. Entscheide selbst, was Dir wichtiger ist.

Tipp 03: Verlinke dich selbst

Es ist kein Geheimnis, dass Suchmaschinen die Anzahl der Links zu einer Seite als Kriterium für ein besseres Ranking nehmen. Selbstreferenzierung ist im Web überhaupt kein Problem, in Blogs ist es sogar ein Service am Leser, der auf weitere Informationen aufmerksam gemacht wird und diese bei Bedarf aufrufen kann. Wenn man also ein Thema erwähnt, dass man schon mal behandelt hat, sollte man auf den Beitrag mit einem Link verweisen.

Suchmaschinen nutzen sogenannte Bots, um Seiten zu finden und zu listen. Mit Links kann man ihnen das Leben stark erleichtern, da sie sich in gewisser Weise von Link zu Link hangeln. Darum ist es von Vorteil, sich mit möglichst wenigen Klicks durch fast die komplette Seite bewegen zu können. Hilfreich sind dazu Verwandte Beiträge, Kategorielinks in der Sidebar und eine Sitemap, die sich für WordPress-Blogs ganz leicht mit dem Plugin “Google XML Sitemaps” erstellen lässt.

Ein bisschen sollte man aber mit der Verlinkerei aufpassen. Google versucht, gekauften Links und ähnlichem auf die Schliche zu kommen und rankt Seiten, die auf dieses Mittel zurückgreifen, schlechter als Seiten, die ganz natürlich verlinkt werden.

Tipp 04: Links richtig benennen

Zusätzlich zur Verlinkung selbst ist es nicht unerheblich, dass man die Links richtig benennt. Suchmaschinen lesen aus den Linknamen Informationen heraus, weshalb man aus Links mit Namen wie “hier” lieber vernünftige Bezeichnungen macht. Beispiel: Statt “Wie ihr Leser auf eurem Blog halten könnt, lest ihr hier” bringt ein Link “Für mehr Informationen, lest meinen Beitrag darüber, wie ihr Leser auf eurem Blog halten könnt” wesentlich mehr. Nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung, sondern auch für die Leser, die gleich wissen, wo der Link hinführt. Diesen Tipp habe ich selbst lange Zeit nicht befolgt, halte mich aber nun strikt daran.

Tipp 05: Bilder mit Namen versehen

Suchmaschinen erfassen nicht nur den Text einer Seite, sondern auch die Bilder, die eingebunden werden. Das kann aber nur passieren, wenn den Bildern auch Namen gegeben werden. Oft wird das vernachlässigt, weil man den Namen in der Regel sowieso nicht sieht, aber ein “alt=”-Tag gehört eigentlich zu jedem Bild dazu.

Mehr über SEO?

Es gibt noch sehr viel mehr über SEO zu sagen, auch Dinge, die Anfänger leicht erledigen können, doch ich denke, dass es für den Anfang genug ist. Gefällt euch der Ansatz, wie ich an das Problem SEO herangegangen bin oder interessiert euch das überhaupt nicht? Würdet ihr weitere Tipps zu Suchmaschinenoptimierung (oder auch anderen Tipps für Blogger) begrüßen oder ist euch das zu viel? Lasst mir doch einen kurzen Kommentar da und sagt mir eure Meinung. :)

Beachtet auch meine Fortsetzung zu diesem Beitrag: SEO für Anfänger – Teil 2

 

28 Kommentare

  1. zitrone says:

    Wer suchet der findet, nicht gefunden? Verschwunden!

    öhm.. kA.. ich wars nich

  2. beetfreeq says:

    Gute Tipps, die man auch einfach befolgen kann! Zu Tipp 2 würde ich noch hinzufügen, dass es wichtig ist, den Titel im Template auch als Überschriften-Tag (am besten h1) zu definieren. Sämtliche Überschriften-Tags werden von Suchmaschinen nämlich auch als relativ wichtig behandelt. Die beste Überschrift nützt nix, wenn der Bot sie nicht als solche erkennt. ;)

  3. Beim Titel, Überschrift, Seitenname und Verlinkung ist es auch wichtig, dass man nicht keywords wählt, die im Content selbst gar nicht vorkommen. “aussagekräftig” und zum Inhalt passend ist die Devise.

  4. Sebastian says:

    Hmmm…ein paar Dinge sind schon wichtig, wenn man nun auch wirklich Besucher bekommen möchte. Aber in vielen Blogs lesen einfach nur andere Blogger mit, somit braucht es da dann nicht so viel SEO.

    Doch die Tipps hier sind eigentlich schon ok, nur benutzen die die meisten wahrscheinlich auch schon, wenn auch unbewusst zu einem großen Teil.

  5. Wulffy says:

    Sehr gut zusammengefasst und somit vielen eine Menge Arbeit erspart, um diese Erkenntnisse zu erlangen. Hilfreich für viele sollte es sein, Deinen Artikel mehr als einmal und bewusst zu lesen, da man sehr schnell wichtige Faktoren übersieht.

    Die Anzahl der Links ist nicht entscheidend. Es ist ein Mix aus Anzahl und Qualität der Links, d. h. eine Seite mit einigen hundert Links kann deutlich stärker sein als eine Seite mit zehntausend eingehenden Links.

    Und immer daran denken: Google findet Dich sowieso. ;-)

    “Gedankendeponie” ist ein genialer Begriff. Dazu habe ich auch den ein oder anderen Blog verwendet. Um meine Gedanken aufzuschreiben und zu speichern. Nur ist mir nie so ein perfekter Begriff eingefallen…

  6. Yitu says:

    Tja. Mein Blog bei Blog.de, da kann ich nicht div. Sachen einstellen. Und meine Titel sind eher… sehr persönlicher Natur. :roll:

  7. Konna says:

    @Sebastian: Ich, der Beitrag, Google oder alles zusammen? ;)

    @zitrone: Äh… wie bitte? ^^

    @beetfreeq: Stimmt, gute Ergänzung, danke!

    @Fitness Girly: Willkommen hier! :) Auch wahr, wenn jemand etwas sucht und nicht findet, ist das natürlich frustrierend und schadet letztlich.

    @jakob: Ich wusste, auf Dich ist hier verlass! :D

    @Sebastian: Klar, wenn man nicht unbedingt Besucher haben möchte, dann kann man das vernachlässigen. Und ich habe den Beitrag ja extra für Anfänger geschrieben, also auch klar, dass viele das schon so machen, aber die Gründe wissen schadet ja auch nicht. Linknamen wie “hier” sehe ich übrigens noch recht häufig.

    @Wulffy: Auch dich heiße ich auf der Gedankendeponie bekommen und sage erstmal artig Dankeschön für das Lob – freut mich, dass dir der Blogname gefällt! :)
    Qualität geht natürlich immer über Quantität, das gilt auch für Links, da hast du Recht. Und wenn Google uns sowieso schon findet, warum geben wir nicht einen kleinen Hinweis darauf, wo wir sind? ;)

    @Yitu: Das ist natürlich der Nachteil von Bloghostern gegenüber selbst gehosteten Blogs. Dafür sind die SEO-technisch aber standardmäßig schon ganz gut eingestellt.

  8. zitrone says:

    Nix wie bitte, es muss doch nicht immer alles sinn haben oder? Wenn doch dann… dann… dann lösch mich *grins*

  9. Jürgen says:

    Sehr nette Einleitung in die Thematik. Um einen umfassenden Blick darüber zu erhalten, mußt Du aber noch viele Beiträge schreiben.

  10. Sebastian says:

    Ne,nicht du,nicht der Beitrag und auch nicht google,sondern WordPress.Und ein bisschen SEO schadet sicher nicht. Aber WordPress bietet schon viele Möglichkeiten,wenn man sie nutzen will. Ich muss auch noch viel eigentlich bei mir optimieren.

  11. beetFreeQ says:

    @konna: Dass Bloghoster schon relativ gut auf SEO eingestellt sind, kann ich nicht so ganz unterschreiben. Bei WordPress.com z.B. mag das stimmen, ich war aber einige Zeit bei blogger.de und die Plattform bietet in der Hinsicht leider absolut gar nix. An sich ist blogger.de ein ganz schönes, recht persönliches Blog-Portal mit familiärer Atmosphäre, aber da es auf dem im Vergleich zu WordPress und anderen bekannten Blogsystemem sehr simplen “Antville”-System basiert, ist dort alles ziemlich spartanisch. Seit ich ein selbstgehostetes Blog habe, haben sich die Zugriffszahlen durch Google anfangs selbst ohne große Maßnahmen vervielfacht!

  12. overberg says:

    Schon mal an sozial news Gedacht, auch hier kann ein Link schnell mal 100 Besucher zusätzlich auf die Seite bringen… Nich alles ist SEO… Schau doch mal in die Besucherauswertung dann weißt du woher sie kommen…

  13. Konna says:

    @zitrone: Nein, ich lösche doch nicht meine liebste Minigolf-Konkurrentin, die immer so niedlich ist, wenn sie mal wieder verliert. ^^

    @Jürgen: Es sollte ja auch nur ein Einstieg sein und Anfängern eine Erleichterung geben. Mehr wäre wohl zuviel gewesen. Aber die große Resonanz schreit ja fast nach einer Fortsetzung. :)

    @Sebastian: Äh… achso! Mit der ersten Antwort an Sebastian meinte ich eigentlich den anderen Sebastian. Einer von euch sollte einen anderen Nicknamen benutzen. :D
    Und ja, WordPress bietet einem schon recht viele Möglichkeiten. Man kann quasi immer etwas verbessern.

    @beetFreeQ: Eigentlich ist das aber schon seltsam, oder? Schließlich ist blogger doch sogar von Google, da sollte man eine gute Erreichbarkeit doch erwarten. Oder Google will die Blogs klein halten, warum auch immer. Also Blogs auf wordpress.com waren schon sehr gut auffindbar.

    @overberg: Stimmt, SEO ist bei weitem nicht alles, sondern macht nur einen Teil aus, aber das steht auf einem anderen Blatt und wird vielleicht in einem anderen, eigenen Beitrag, behandelt. ;)

  14. Sebastian S. says:

    (Wieso gibt es so viele Sebastians? Ach, das wurde ja neulich erst erörtert :D )

    @ Konna: Um Deine Frage zu beantworten: Der Beitrag. No offense, SEO ist einfach eine Welt, die mir wohl auf ewig fremd bleiben wird.

  15. beetfreeq says:

    @Konna – ne, blogger.de ist nicht von Google sondern eher privater Natur – du meinst sicher blogger.com ;)

  16. Konna says:

    @Sebastian S.: Ja okay, kann ich gut verstehen, ist nicht jedermans Thema, vor allem, wenn es einem nicht so wichtig ist, ob man gefunden wird. :)

    @beetfreeq: Mea culpa, das habe ich überlesen! Und die Aussage, dass die meisten Bloghoster ganz gut optimiert sind, muss ich wohl so revidieren, dass die meisten “großen” Bloghoster das sind… die Masse ist natürlich eher klein.

  17. Julian says:

    Ich habe bisher nicht die Erfahrung gemacht, dass sich Bloghoster großartig SEO betreiben, bei WordPress.com besteht die einzige Maßnahme aus einem Permalink-Rewrite, Metainformationen wie Description, oder Tags werden nur dann gesetzt wenn das verwendete Theme dies fest eingebaut haben sollte.

    Anstelle des All-in-One-Seo-Packs für ich mir mal das Platinum SEO Pack ansehen, was eine gepimpte Version dessen ist und mit einigen neuen Funktionen wie 301 Redirects aufwartet.

    http://wordpress.org/extend/plugins/platinum-seo-pack/

    Soweit ich das jetzt herausfinden konnte ist das was Google und Co. am wichtigsten bewerten, das Vermeiden von Duplicated Content und 404s dem man im Notfall mit einer robot.txt zu Leibe rücken muss. Ich hatte das Problem bei von mir geführten Foren welche nach deren Beseitigung einen explosionsartigen Anstieg der Besucherzahl verzeichnen konnten.

  18. Konna says:

    @julian: Aber immerhin war ich mit meinem wordpress.com Blog damals auch gar nicht mal schlecht gelistet in den Suchmaschinen, von daher siehts zumindes von der Seite an sich nicht so übel aus.

    Vielen Dank für den Hinweis auf das Plugin, ich schaus mir mal an! :)

    Das Problem mit “duplicated content” werd ich dann wohl mal in einem Folgebeitrag näher erläutern.

  19. fronq says:

    ich finds super verständlich geschrieben. ich hätt nur gern mal jemand, der neben mir sitzt und mir einfach kurz was vormacht. das geht meist am schnellsten. was auch gut ist, sind screenshots zum erklären.
    grüße fronq

  20. Vale001 says:

    Danke für diese tollen tipps =)
    einige verwende ich schon lönger also z.b das google sitemaps plugin aber das mit den links werde ich mir auf jeden fall abschauen. bis jetzt habe ich die meisten links auch nur mit “hier” bennant.

    p.s dieser artikel ist bei google mit der suche “seo für anfänger” auf platz 1 ;-)

    gratulation =)

    lg

  21. Konna says:

    @Vale001: Gerne, ich hoffe, dass sie dir weiterhelfen. :) Wusste gar nicht, dass ich damit auf Platz 1 bei Google stehe, aber das freut mich natürlich umso mehr. :D

  22. Martin says:

    Schöne Einführung, auf den die Ehrgeizigeren aufbauen können. Bzgl. der bereits auf SEO eingestellten Bloghoster frage ich mich allerdings, was genau die Kriterien für suma-optimierte Freeblogs sind? Dass man eine möglichst gute interne Verlinkung bewerkstelligen kann, z.B. durch tags und Kategorien? Oder die generelle Stärke der Freeblog-Anbieters (PR, Alter, Links), die einfach Gewicht hat bei den Sumas und der einzelne blog profitiert daher davon?

  23. Konna says:

    @Martin: Danke! Das ist eine gute Frage, die du da stellst, allerdings kann ich da keine präzise Antwort geben, sondern kann auch nur spekulieren. Ich denke schon, dass die einzelnen Blogs von der Stärke des Bloganbieters profitieren können.

  24. Sonikoo says:

    Sehr informativer Beitrag. Besonders für Einsteiger sind das wertvolle Tipps die man beachten sollte.

    MfG

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