Spätestens seit dem Sudoku-Hype vo ein paar Jahren gilt Japan als Land, in dem Lernen und Denken mit Spaß verknüpft werden. Dazu ist es ein Mutterland der Videospiele, sowohl Nintendo als auch Sony haben ihren Hauptsitz in Japan. Was liegt also näher als beides miteiander zu verbinden und ein Spiel auf den Markt bringen, mit dem sich das Gehirn trainieren lässt?
Mit der Touchscreen/Stylus-Technologie des Nintendo DS lässt sich das auch noch innovativ bedienen und schon ist ein ein Spiel geboren, welches weltweit ungeheuren Erfolg haben wird: Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Das Training, welches das Spiel anbietet, beruht auf den Theorien von Prof. Ryūta Kawashima und stimuliert das Hirn durch Rechen-, Lese- und Merkübungen, welche in unterschiedlichen Schwierigkeitsgeraden und Variationen angeboten werden. Der DS wird dabei so gehalten, dass auf dem linken Bildschirm die Aufgabe steht und auf dem rechten mit dem Stylus geschrieben werden muss.
Man kann einen Alterstest machen, in dem drei verschiedene Aufgaben möglichst schnell und sicher gelöst werden müssen und aus denen dann das »Hirnalter« errechnet wird, oder man wählt einfach einzelne Übungen zum trainieren. Zwischendurch erklärt ein virtuelles Abbild von Dr. Kawashima die Auswirkungen der einzelnen Aufgaben. Für alle, die sich ein bisschen die Zeit vertreiben wollen, gibt es auch noch eine Reihe Sudokus zu lösen.
Was in der Theorie sehr gut klingt und zu Beginn viel Spaß macht, entpuppt sich bei nüchternerer Betrachtung als langfristig eher mau. Zu wenig Abwechslung bietet das Spiel, die wenigen Übungen sind sich zu ähnlich oder machen ohne DS einfach mehr Spaß, zum Beispiel das Lesen. Ein weiterer Nervfaktor ist die Bedienung, die eigentlich das innovative Spielprinzip ausmacht. Zu oft erkennt das Spiel nämlich nicht die Zahlen und Buchstaben, die man schreibt, selbst wenn man sich noch so viel Mühe gibt. Da man zusätzlich unter Zeitdruck steht, bringt ein saubereres Schreiben auch einen Malus in der Bewertung mit sich. Auch bei den Sprechaufgaben wird häufig nicht das richtige Wort erkannt, obwohl man klar und deutlich gesprochen hat.
Hin und wieder wird man von Dr. Kawashima aufgefordert, Dinge zu malen und auf Charakteristika zu achten oder bestimmte Fragen zu beantworten, an die man sich bei einer späteren Session erinnern soll. Das ist am Anfang ganz nett, bietet aber auch keinen wirklichen Mehrwert. Motivierend ist noch der Vergleich mit Familienmitgliedern oder Freunden, die das Spiel ebenfalls spielen – Statistiken von bis zu vier Personen können gespeichert werden. Am meisten Spaß machen noch die Sudokus, für die lohnt sich aber nicht der Kauf des Spiels, da es genug kostenlose Varianten im Internet oder in Zeitschriften gibt.
Fazit: Dr. Kawashimas Gehirnjogging bietet kurzfristig Spaß und motiviert, seine Hirnleistung zu verbessern. Sobald man aber alles gesehen hat, wird es schnell langweilig und eignet sich eher fürs gelegentliche Spielen zwischendurch oder unterwegs. Ich empfehle allerdings trotzdem lieber ein großes Rätselheft, das bietet mehr Abwechslung.
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Wir haben das Spiel auch zuhause. Ich habs anfangs auch jeden Tag gespielt und es hat wirklich Spass gemacht, aber jetzt habe ich schon ewig nicht mehr damit gespielt, weil es mit der Zeit recht lanweilig wurde.
@Jenny: Dann gehts dir also ganz genauso wie bei mir. Ich spiele im Prinzip nur noch die Sudokus durch, der Rest ist mir zu öde.
[...] bekannteste Denkspiel für den Nintendo DS ist sicherlich Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Durch die einfachen, jederman bekannten Denkaufgaben fühlte sich eine Menge Leute jeden Alters [...]