Archive November 2008
Blogjulklapp 2008 – Die Auslosung
Zunächst einmal entschuldigung, dass ihr heute so lange auf das Auslosungsvideo warten musstet, aber das hatte größtenteils technische Probleme als Ursache. Und dann war das Video so groß, dass der Upload bei meiner lahmen Leitung Ewigkeiten gedauert hat. Aber ich habs noch geschafft und freue mich, euch die Auslosung für die Gastbeiträge präsentieren zu können. Falls ich versehentlich falsche Blognamen verwendet habe (in der Regel habe ich mich auf einen Schriftzug im Header verlassen), bitte ich, das zu entschuldigen. Aber nun das Video:
[youtube _NC5nfwu-Q0]
Im Video angesprochen: 8 Tipps für Gastbeiträge ; Teilnehmerliste

Sorry, wenn die Qualität nicht optimal ist, aber besser hab ich es nicht hinbekommen. Nun noch einmal das Ergebnis der Auslosung in schriftlicher Form:
- NEU: Tapedeck schrieb bei Gustav’s world
- zitrone schrieb bei Der Casi und das U
- Basti schrieb bei Vizekoenigin
- Yitu schrieb bei blabbermouth
- Latita schrieb bei red flog
- Domschi schrieb bei Retropa
- jakob schrieb bei Glühweinjunkies
- beetFreeQ schrieb bei Fearblog
- Die_Heldin schrieb bei Yitu
- Frank schrieb bei alex blog
- Tapedeck schreibt bei man(n) lebt nur einmal am 17.12. gestrichen
- lexxa schrieb bei Balkonzeit
- Hikari schrieb bei Das Unwort
- Curi0us schrieb bei Gedanken in Buchstaben
- Vizekoenigin schrieb bei Livingroom
- Lia schrieb bei Gedankendeponie
- Casi schrieb bei Gwenis Welt
- tobi schrieb bei Randgedanken
- Tshalina schrieb bei WeitWeg
- Blabbermouth schrieb bei Yuki_Keylin
- Yuki_Keylin schrieb bei Schöner “wohnen” im Web
- Digitalk schrieb bei Happy Kerky
- Blondes Alien schrieb bei Curi0usities
- juliaL49 schrieb bei Das blonde Alien
- HappyKerky schrieb bei Meine kleine Welt
- Sari schrieb bei freeqnet
- Steffi schrieb bei Frank’n'run
- Herr Momo schreibt bei Gustav’s world am 12.12. gestrichen
- gweni schrieb bei DigiTalk
- alex schrieb bei no use for a name
- Retronaut schrieb bei LaRocca
- LaRocca schrieb bei Buettchenbunt
- XiongShui schrieb bei Myzitro
- Ela schrieb bei Mondgras
- Melli schrieb bei Noite de Lua Cheia
- Nike schrieb bei So-nicht
- Jana schrieb bei Tunefish
- flash schrieb bei 49 Suns
- Konna schrieb bei Hikari’s Home
Termine
Ich habe mir folgendes überlegt: Diejenigen, die sich als erstes angemeldet haben, sollen dafür den Vorteil bekommen, dass sie ihre Beiträge als letztes erscheinen dürfen. Deswegen fangen wir unten in der Liste an und gehen Dreierschritte nach oben. Da jeder aber etwas Zeit haben sollte, den Beitrag zu schreiben, bekommt jeder ab morgen (01.12.) eine Woche Zeit, um in sich zu gehen und zu schreiben. Die ersten Beiträge erscheinen dann am 08.12. und dann täglich drei Beiträge! Da das nicht ganz aufgeht, werden am ersten Tag nur zwei Beiträge (der von mir und der von flash) veröffentlicht.
Falls jemand mit seinem Termin hadert, soll er sich bitte umgehend hier in den Kommentaren melden, dann können wir sehen, ob vielleicht jemand tauschen mag. Bedenkt beim Schreiben bitte, dass der Blogautor eventuell auch Zeit benötigt und den Beitrag einfügen muss. Fangt daher rechtzeitig an zu schreiben und nicht 2 Stunden vor Veröffentlichungstermin.
In nächster Zeit wird auch noch eine Mail an jeden von euch rausgehen mit den nötigen Kontaktdaten und eurem Termin. Ich hoffe, dass ich von jedem von euch eine richtige und gültige E-Mail-Adresse habe.
Und jetzt bleibt mir eigentlich nichts anderes mehr übrig, als euch viel Spaß und kreative Gedanken zu wünschen, auf dass wir viele schöne Beiträge bekommen.
Projekt 52 – Da stimmt was nicht!
Mit “Da stimmt was nicht!” befinden wir uns schon mitten in der 48. Woche vom Projekt 52. Ein, wie ich finde, äußerst schwieriges Thema. Ich habe mich dafür entschieden, es mehr inhaltlich anzugehen, als irgendwie etwas Besonderes zu fotografieren. Das Bild sieht demnach sehr sehr langweilig aus. Aber da stimmt wirklich etwas nicht auf dem Bild. Ich verrate es dieses Mal vorweg: Es ist der Ort, der hier als mein Wohnort gekennzeichnet ist. Ich wohne nämlich nicht in “Bokels”, sondern in “Gokels”. Ein Glück, dass es Postleitzahlen gibt und die Post trotzdem bei mir angekommen ist. Nun aber das Bild:
Thema 48: Da stimmt was nicht!
Passend dazu habe ich eine Story in einem Forum gefunden, in der jemand von seinen Erlebnissen mit meinem Heimatort Gokels berichtet:
“Hier in Gokels war ich noch nie. Ich habe auch noch nie was davon gehört. Ziemlich trist dort am Bahnhof. Ein Bahnübergang und vier Häuser.Bei allen klingelte ich. Nur beim vierten Haus wurde mir aufgemacht. Die dort lebende Frau ließ mich telefonieren, wimmelte mich aber mit der Aussage: “Ich möchte Mittagstunde machen”, schnell wieder ab. Und nun stand ich da. Wartend. Ich beobachtete die nähere Umgebung des Bahnhofes. Alles war wie ausgestorben. Die Schiene war mit langem Grass überwuchert, welches leicht im Wind hin und her trieb. Der Bahnhof im allgemeinen sah so aus, als würde er schon lange nicht mehr benutzt werden. Die Autofahrer fuhren so schnell vorbei, als können sie es kaum erwarten, Gokels endlich wieder zu verlassen. Ein Vogel, der sich hin und wieder mal mit einem lauten Pfeifen zu erkennen gab, ließ mich wissen, dass ich nicht ganz alleine war [...].”
Die Geschichte geht dann noch weiter, dass er im Zug eingeschlafen ist und deshalb ausversehen in Gokels gelandet ist. Aber wie ihr seht: Nach Gokels muss man wohl nicht unbedingt fahren. Wenn ihr das trotzdem wollt, könnt ihr mir gerne einen Besuch abstatten. Ich mache auch auf, denn ich wohne nicht am Bahnhof.
Nachträglich bearbeitet habe ich natürlich die schwarzen Balken, die private Informationen und Schleichwerbung verbergen sollen und die rote Unterstreichung.
Filmriss: Max Payne
Verfilmungen von Videospielen scheinen verdammt dazu zu sein, schlecht zu sein. Diesen Eindruck könnte man jedenfalls gewinnen, wenn man sich die bisher erschienenen Vertreter dieses Genres anschaut. Ob das nun an daran liegt, dass Spiele immer eine interaktive Komponente haben, die im Film notwendigerweise wegfällt oder an der Tatsache, das zu viele Spieleverfilumgen von Uwe Boll produziert werden, darüber lässt sich streiten. Nun schickt sich aber die Verflimung des Kultspiels Max Payne an, es besser zu machen. Und einen Vorteil hat der Film schon mal: Er ist nicht von Uwe Boll. Das ist doch eine gute Voraussetzung. Was der Film aber letztlich wirklich taugt, das erfahrt ihr im Folgenden.
Nachdem seine Frau und sein Baby eiskalt ermordet wurden, war Detective Max Payne nicht mehr derselbe. Sein einziger Antrieb ist Rache zu nehmen an denjenigen, die ihm alles, was er hatte, genommen hatten. Seit dem Vorfall sitzt er in einem Polizeirevier und kümmert sich um die Akten ungelöster Fälle, während er nachts nach Hinweisen auf die Mörder seiner Familie sucht. In einem Club begegnet Max der jungen Natasha, die Kontakte zu einem Drogenring hat. Kurz nach der Begegnung wird sie jedoch ermordet und Max gerät unter Verdacht. Nur sein ehemaliger Partner ist von seiner Unschuld überzeugt und entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Morden an Natasha und Max’ Familie. Bevor er sie jedoch Max mitteilen kann, wird auch er ermordet. Max Payne bleibt also nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln und dabei ist ihm so ziemlich jedes Mittel recht. Schnell führt ihn eine Spur zum großen Pharmakonzern Aesyr, bei dem seine Frau vor ohrem Tod gearbeitet hat.
Meine Erwartungen an Max Payne waren gemischt. Einerseits befürchtete ich die typische Videospielverflimungsmisere, andererseits machten die Trailer einen extrem guten Eindruck. Glücklicherweise hat der gute Eindruck bis zum Schluss dann die Überhand behalten. Man muss jedoch ein paar Kompromisse eingehen. Und zwar ist der Film nur bedingt als Actionfilm zu bezeichnen – viele Actionszenen gibt es nämlich nicht. Auch der Einsatz der aus dem Spiel bekannten Bullet-Time findet nur sehr spärlich statt.
Der Film funktioniert eher als düsterer Krimi, denn Max’ Suche nach dem Mörder seiner Familie ist der Hauptaspekt des Films. Dabei orientiert er sich von der Story sehr am ersten, indizierten Teil der Spiele (nimmt sich aber ein paar Freiheiten, was gut ist!) – Kenner werden z.B. die Droge “Valkyr” kennen. Fans der Spiele werden sich sowieso über diverse Anspielungen im Film freuen können. Vor allem die Flashbacks, die sich zum Teil wiederholen, aber mit Fortschritt der Story und Max’ Ermittlungen immer weiter aufgedeckt werden, sind toll eingesetzt. Mir hat der Weg, den der Film gegangen ist, sehr gut gefallen. Woran man sich noch stören könnte, wären einige Logikfehler, etwa dass Max überlebt, als er mit einer Shotgun aus nächster Nähe getroffen wird.
Mit Mark Wahlberg (“Shooter“) ist die Rolle des Max Payne perfekt besetzt. Die optische Ähnlichkeit ist zwar nicht 100% vorhanden, aber kommt dem im Großen und Ganzen schon sehr nahe. Wahlberg beweist sein vielseitiges schauspielerisches Talent und ist ganz klar die zentrale Figur, auf die sich alles konzentriert. Den Nebenrollen wird schon allein aufgrund der Story nur wenig Möglichkeit gegeben, groß aufzuspielen, fügen sich aber gut ein. Und Mila Kunis (“After Sex“) als Mona Sax ist einfach ein wahrer Augenschmaus.
Fazit: Max Payne ist weniger ein Actionfilm als vielmehr ein Krimi mit einem tollen Hauptdarsteller Mark Wahlberg und vielen kleineren und größeren Anspielungen auf die Spielvorlage. Optik und Atmosphäre sind dem Max Payne universum gut nachempfunden. Wer die Spiele (beide!) gespielt hat und sie mochte, sollte sich den Film auf jeden Fall anschauen. Die angeführten Kritikpunkte, der Film biete zu wenig Action und sei stellenweise unlogisch, schaden dem Gesamteindruck nur wenig. Für mich die bisher beste Videospielverfilmung.
Meine Wertung: 8/10
[starreview]
User-Wertung:
[starrater]
Verschmelzung von Musik und Gaming | Lisa Miskovsky – Still Alive
Trotz des hohen wirtschaftlichen Potentials werden Computerspiele noch immer als eher zweitrangiges Unterhaltungsmedium behandelt oder gar im Zuge der Killerspiel- und Suchtdebatte als gefährlich eingestuft. Filme und Musik hingegen sind allgemein akzeptierte Unterhaltungsmedien und haben daher auch einen dementsprechend höheren Wirkungskreis.
Sowohl Musik als auch Filme bedienen sich schon länger bei Computer- und Videospielen und nutzen diese zu Marketingzwecken, etwa indem Spiele zu Filmen entwickelt werden oder bestimmte Songs in Spielesoundtracks auftauchen. Den anderen Weg kennt man bisher hauptsächlich nur von Filmen, doch sind Verfilmungen von Videospielen noch ein recht junges Genre und immer noch nicht wirklich ausgereift, richtig große Erfolge sind solchen Filmen bisher eher verwehrt geblieben.
Electronic Arts bestreitet nun mit seinem Spiel Mirror’s Edge denselben Weg auch mit der Musik. Natürlich gibt es Spielesoundtracks schon seit geraumer Zeit, aber extra für ein Computerspiel ein Song geschrieben und produziert wird, das ist schon sehr ungewöhnlich. Doch hat EA die Songschreiber Rami Yacoub und Arnthor Birgisson, die unter anderem mit Songs für Pink, Britney Spears oder Kelis schon an der Spitze der Charts waren engagiert und den Song von der schwedischebn Pop/Rock-Sängerin Lisa Miskovsky performen lassen. Die Single wird sogar in den Handel kommen und diverse Remixe enthalten, etwa von Paul van Dyk und Benni Benassi, die für ihre Remixe bekannt sind.
Steve Schnur, Worldwide Executiv of Music and Marketing von EA sagte folgendes:
“Zu einem bahnbrechenden Videospiel gehört auch ein ebenso atemberaubender Titelsong. Mit diesem Track haben wir innovative Wege in der Präsentation neuer Musik beschritten. Wir haben einige der Top-Remixer der Welt zusammengebracht und mit ihnen ein Album erstellt, das Genre-Grenzen überschreitet.” [via xboxdynasty.de]
Sogar ein Video zum Song wurde gedreht, das sich optisch sehr stark an der Spielvorlage orientiert. Je nach Erfolg des Songs und des Spiels dürfte dieser Schritt wegweisend für Marketingstrategien zukünftiger Spiele sein. Und je mehr sich Computerspiele in den Mainstream-Unterhaltungsmedien ausbreiten, umso größer wird die Akzeptanz werden. Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich das entwickeln wird.
Zum Schluss noch den Song und das Video in voller Länge:
8 Tipps für Gastbeiträge
Mein Blogjulklapp steht vor der Tür und ich dachte mir, passend dazu veröffentliche ich mal ein paar Tipps zum Schreiben von Gastbeiträgen. Die sind natürlich vollkommen subjektiv und spiegeln meine Meinung wider, wie ein Gastbeitrag auszusehen hat, welche Do’s und Dont’s es gibt und auch ein paar allgemeinere Dinge. Vielleicht ist die Auflistung ja für den einen oder anderen ganz hilfreich.
Es lohnt sich, sich Mühe mit Gastbeiträgen zu geben, denn durch sie lassen sich so gut wie sonst auf keine Weise neue Leserkreise ansprechen. Ein Gastbeitrag kann und sollte für beide Seiten positive Ergebnisse haben, daher lautet die oberste Devise “Verständigung”. Wenn eine Partei am Ende mit dem Ergebnis unzufrieden ist, verschenkt man viel Potential für etwaige zukünftige Aktionen, weshalb man sich mit dem Gastautoren bzw. mit dem Blogbetreiber über den Gastbeitrag unterhalten sollte.
Allgemeine Regeln
Tipp 01: Du bist ein Gast, also benimm Dich auch so
Was im realen Leben gilt, gilt auch für Gastbeiträge auf Blogs. Es ist nicht Deine Seite, also gehört es sich, sich dementsprechend zu benehmen. Dazu zählt vor allem, stets darauf zu achten, dass man nicht die Leser des Bloggers verscheucht, indem man etwa eine unangemessene Sprache verwendet. Außerdem sollte man, wenn man Bilder verwendet, nur welche nehmen, die man auch verwenden darf. Die Höflichkeit gebietet es, seinen Beitrag selbst Korrektur zu lesen, damit der Blogbetreiber nicht letztlich doch viel Arbeit am Artikel hat. Und was ein absolutes No-Go ist, sind Affiliate Links oder Werbung in Gastbeiträgen.
Tipp 02: Selbstreferenzierung ist okay, aber nicht übertreiben
Wenn man einen Beitrag auf einem fremden Blog schreibt, möchte man natürlich auch etwas davon haben. Ein Link aufs eigene Blog oder, wenn es thematisch passt, auf einen eigenen Beitrag ist völlig okay, aber man sollte es nicht übertreiben. Das wirkt extrem unhöflich und so, als ob man nur scharf auf den Traffic ist. Auch nicht gut ist es, gar nicht auf seine eigene Seite hinzuweisen, denn wenn die Leser mehr über den Gastautor erfahren wollen, aber keinen Link finden, ist das auch nicht gut. Es muss das richtige Maß gefunden werden.
Tipp 03: Menge der Gastbeiträge
Ein Gastbeitrag ist hin und wieder eine nette Abwechslung für die Leser und entlastet den Blogger in der ein oder anderen Situation. Allerdings sollten die Gastbeiträge auch wirklich Gastbeiträge bleiben und nicht zur Regel werden. Als Grenze sind je nach sonstigem Output 1-2 Gastbeiträge die Woche zu veranschlagen oder 1 Gastbeitrag auf 10 Beiträge des Blogbetreibers. Vor allem bei (zum Teil) privaten Blogs fällt das ins Gewicht, denn ein Teil der Leserschaft wird mit Beiträgen konfrontiert, die sie nicht interessiert, was zu Leserverlust führen kann. Bei Themen- oder Firmenblogs fällt das natürlich nicht so sehr ins Gewicht.
Themenwahl
Tipp 04: Vermeidung von nichtssagendem Inhalt
Hin und wieder sieht man Gastbeiträge, die im Prinzip gar nichts aussagen. Da kommt ein bisschen “Gesülze” ala “hihi, jetzt darf ich hier einen Gastbeitrag schreiben, aber ich weiß eigentlich gar nicht, worüber ich schreiben soll” – so einen Beitrag kann man in der Regel auch gleich weglassen. Wenn man nichts Intelligentes oder auch Witziges zu sagen hat, kann man sein eigenes Blog damit voll machen, aber nicht das Blog eines anderen. Nur ein lustiges Video oder ein Bild sind ungeeignet für Gastbeiträge.
Tipp 05: Privates nur unterstützend
Das, was für “nichtssagenden” Inhalt gilt, gilt in abgeschwächter Form auch für Privates. Das hat in der Regel auf anderen Blogs nichts zu suchen. Ausnahmen liegen dann vor, wenn man ein privates Erlebnis einbringen kann, dass zum Thema passt oder wenn man den Blogbesitzer persönlich kennt und vielleicht ein gemeinsames Erlebnis erzählen möchte. Letzteres passt natürlich nur auf Blogs, die sowieso schon hin und wieder private Themen haben.
Tipp 06: Das perfekte Thema
Nachdem ich in den Tipps 04 und 05 umrissen habe, was sich NICHT als Thema für einen Gastbeitrag eignet, nun die positve Überlegung. In einem Gastbeitrag sollte man etwas schreiben, dass einerseits thematisch ins Blog passt und andererseits auch auf dem eigenen Blog stehen könnte. Im Optimalfall sucht man nach Überschneidungen und schreibt etwas aus diesem Bereich. Ein ganz gutes Beispiel sind die Gastbeiträge, die ich mit Julia von 49 Suns ausgetauscht habe. Wir bloggen beide regelmäßig über Musik und haben jeweils ein Mixtape auf dem Blog des anderen veröffentlicht. Da sich unser Musikgeschmack sehr unterscheidet, hat das einen zusätzlichen Aspekt hineingebracht, der aber dennoch sehr gut ins Blog passt. Überzeugen könnt ihr euch davon, indem ihr Julias Gastbeitrag bei mir und meinen Gastbeitrag bei Julia anschaut.
Nach dem Gastbeitrag
Tipp 07: Auf Kommentare eingehen
Wenn ein Gastbeitrag erschienen ist, ist die “Pflicht” für den Gastautor nicht automatisch beendet. Je nachdem wie es der Betreiber des Blogs hält, gehört es sich, auf Kommentare wie Nachfragen oder kritische Meinungen zu antworten. Das ist gleichzeitig ein Signal an potentielle neue Leser, dass man sich um die Kommentare bemüht und sie auch wahrnimmt.
Tipp 08: Ein Hinweis auf dem eigenen Blog
Nicht nur ein Service für die eigene Leserschaft, sondern auch eine Nette Sache für das Blog, auf dem der Gastbeitrag erscheint: Ein kleiner Hinweisbeitrag, der zum Gastbeitrag führt, in dem man kurz andeuten kann, worum es geht und evtl. einen Aufruf machen kann, sich an der Diskussion zu beteiligen. Letzteres hilft auch wieder, um den Beitrag aktuell zu halten und wiederum Leute auf sein eigenes Blog aufmerksam zu machen.
Noch mehr Tipps?
Sicher gibt es noch mehr Dinge, die bei Gastbeiträgen zu beachten sind. Oder manche von diesen Punkten werden anders gesehen. Ich bin gespannt, was ihr noch so zu dieser Liste beitragen könnt und wie eurer Meinung nach ein Gastbeitrag aussehen muss!
Game Checkpoint: Bully – Die Ehrenrunde (PC)
Mit dem Namen Rockstar Games ist vor allem der Name einer Spieleserie verbunden: Grand Theft Auto. Doch im Schatten dieser Spieleserie, die spätestens seit dem jüngsten Ableger GTA IV zu den erfolgreichsten aller Zeiten gehört, gibt es weitere Spiele von Rockstar Games, die ebenfalls von bestechender Qualität sind. Ebenfalls bekannt sein dürfte Max Payne, das gerade mit Mark Wahlberg als Hauptdarsteller in die Kinos gekommen ist. Heute im Game Checkpoint geht es aber um noch ein anderes Spiel: Bully – Die Ehrenrunde.
Weil er von jeder seiner bisherigen Schulen geflogen ist und seine Mutter mit ihrem neuen Mann auf eine einjährige Hochzeitsreise geht, muss der Rüpel und Rotzlöffel Jimmy Hopkins auf die Bullworth Academy gehen, eine Schule, in der Kinder aller gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen untergebracht sind und auf der hart durchgegriffen wird. Als Neuling muss Jimmy sich den Respekt bei Strebern, Neureichen, Rockern, Sportlern und natürlich auch Lehrern hart erarbeiten, indem er diverse Gefälligkeiten für sie erledigt. Und dann ist da auch noch Gary, der versucht, Jimmy auf seine Seite zu ziehen und ihm zu helfen, die Schule zu übernehmen.
Aus der Geschichte wird schnell deutlich: Bully steckt voller Highschool-Klischees und Satire auf das, was uns in diversen Filmen und Serien bekannt ist. Das ist zwar im Großen und Ganzen überzeichnet, aber gerade daraus ergibt sich ein sehr stimmiges Bild der Schule, deren Schüler sich bei genauerem Hinsehen dann doch als vielschichtiger Erweisen. Das Schulthema ist so konsequent durchgesetzt, dass wir sogar den Unterricht besuchen müssen, wenn wir nicht von strafwütigen Schulpräfekten verfolgt werden wollen. Der Unterricht ist mit verschiedenen Minispielen realisiert worden. Im Englischunterricht bilden wir zum Beispiel aus vorgegebenen Buchstaben möglichst viele Wörter, im Chemieunterricht muss zur rechten Zeit die richtige Taste gedrückt werden. Das macht Spaß und bei einem Erfolg werden wir mit kleinen Boni belohnt. Das motiviert!
Wenn der Unterricht dann vorbei ist, nehmen wir Aufträge von Mitschülern, Lehrern oder Bewohnern der angrenzenden Kleinstadt an, um in der Story voranzuschreiten oder Geld zu verdienen. Das erinnert sehr an GTA und im Prinzip spielt sich Bully: Die Ehrenrunde auch genauso wie eine kleine Version des berühmten Vorbilds, allerdings ohne übermäßige Gewalt, es gibt kein Blut und es wird auch niemand getötet. Rauferein gehören aber zum Schulalltag wie Flirts mit Mitschülerinnen, deren Herzen man mit Geschenken erobern kann, um einen Kuss zu erheischen. Wenn man will, kann man auch einfach mit Skateboard oder Fahrrad durch die Gegend fahren und mit Nebenjobs ein kleines Zubrot verdienen.
Zur technischen Seite sei nur so viel gesagt: Das Spiel sieht auf den Next-Gen-Konsolen und auf dem PC noch einmal deutlich besser aus als etwa auf der PS2, für die es schon seit etwa 2 Jahren aus Lizenzgründen unter dem Namen »Canis Canem Edit« erhältlich ist. Das Spiel ist komplett mit englischem Ton, bietet jedoch deutsche Untertitel an, die dem Sinn nach in den meisten Fällen passend gewählt sind. Die Bedienung fällt mit einem Gamepad wesentlich leichter als mit Maus und Tastatur.
Fazit: Die Bedienung ist der wirklich einzige schwerwiegende Kritikpunkt, den man dem Spiel machen kann. Ansonsten bietet Bully sehr viel Spaß. Das Spielprinzip ala GTA fordert, aber frustriert nicht und das Drumherum wie die lebendige Atmosphäre und der bissige Humor motiviert für lange Zeit, sodass bei der recht langen Spieldauer von ca. 35 Stunden keine Langeweile aufkommt. Somit ist Bully eine Empfehlung für jeden Fan von Actionspielen.
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Trailer
Catull frei interpretiert | Carmen 2
Lexxa hat mir in den Kommentaren einer ihrer Beiträge nahe gelegt, ich solle doch mal eine kleine Catull-Übersetzung auf meinem Blog posten. Und das alles nur, weil ich andeutete, dass es bei ihm die größten Schweinereien zu lesen gibt. Aber warum eigentlich nicht? Passt doch eigentlich ganz gut auf mein Blog, schließlich haben sowohl die lateinische Sprache als auch Catull einen deutlichen Bezug zu mir. Ersteres, weil ich es nicht nur studiere, sondern liebe und letzterer, weil ich zur Zeit ein Proseminar belege, das Catull zum Thema hat. Ob ich daraus eine kleine Serie mache oder es bei diesem Eintrag belasse, lasse ich an dieser Stelle mal offen. Bevor ich jedoch den ersten Text bespreche, erst einmal eine kurze Biografie zum Dichter Catull:
Gaius Valerius Catullus, zu deutsch und verkürzt einfach Catull genannt, war ein römischer Dichter, der im 1. Jahrhundert vor Christus gelebt hat. Seine genauen Lebensdaten sind nicht bekannt, als relativ sicher gilt aber, dass er relativ jung, nämlich mit 30 Jahren, gestorben ist. Aufgrund verschiedener Äußerungen in seinen Werken, werden sein Leben auf 84-54 v. Chr. datiert. Er gehörte den Neoterikern (Dichter einer neuen Art) an und im Hause seines Vaters verkehrte sogar Caesar. Seine Familie genoss also durchaus hohes Ansehen in Rom, was sich zum Teil auch aus seinem Werk erkennen lässt. Sein Werk sind 116 Carmina (Plural von Carmen = Gedicht, Gesang), die thematisch grob unterteilt sind in Liebesgedichte, Gedichte über Freunde/Freundschaft und Schmähgedichte.
Der Text
Ich habe mir mal ein Gedicht ausgesucht, das zwar nicht unbedingt durch die Wortwahl provoziert, sich aber ganz hervorragend interpretieren lässt. Das Gute und Schlechte zugleich ist, dass wir den Autor nicht mehr fragen können. So wissen wir nicht, was richtig ist, aber können so viel heruminterpretieren, wie wir wollen. Den Originaltext findet ihr in der latin library erspare ich euch einmal, ich gebe nur meine eigene, freiere (!) Übersetzung an:
Gedicht 2
Sperling, du Vergnügen meines Mädchens,
mit dem sie zu spielen pflegt, den sie an der Brust hält,
dem sie die Fingerspitze gibt, wenn er es verlangt
und den sie zu heftigen Bissen reizt,
jedes mal, wenn es meiner strahlenden Geliebten gefällt,
und mit dem sie es liebt zu scherzen
als kleinen Trost für ihren Schmerz,
damit, glaube ich, die schwere Leidenschaft zur Ruhe kommt:
Könnte ich doch mit dir so wie sie selbst spielen
und die traurigen Sorgen des Herzens lindern!
Interpretationsmöglichkeiten
Es ist unschwer zu erkennen, dass es hier um das Thema Liebe geht. Das lyrische ich, das in der Regel mit Catull gleichgesetzt wird, besingt den kleinen Vogel seiner Geliebten und das Spiel mit seiner Herrin. Diese, vermutet er, hat Liebeskummer und tröstet sich mit dem Sperling. Catull hat auch selbst Liebeskummer, er beobachtet “sein Mädchen” beim Spiel mit dem Vogel und möchte, dass seine “Sorgen des Herzens” gelindert werden.
Ich ahne, dass ihr euch nun fragt, wo die Provokation und das Versaute bleiben. Das kommt jetzt. Es gibt Philologen, die glauben, dass der Sperling ein Synonym für Catulls bestes Stück ist, er also seinen Penis anspricht. Das ändert natürlich einiges macht das ganze Gedicht doch um einiges “anrüchiuger”. Ich überlasse das mal eurer Fantasie, was damit gemeint sein könnte, wenn eine Frau das Glied eines Mannes “zu Bissen reizt”.
Diese Interpretation ist natürlich umstritten, aber dennoch sicherlich irgendwie möglich, wenn man bedenkt, was für deutliche und drastische Worte Catull in einigen seiner Gedichte benutzt. Wie seht ihr das denn, die ihr – ohne euch zu nahe treten zu wollen – wohl größtenteils Laien seid? Spricht euch das an oder findet ihr es befremdlich? Würde mich sehr interessieren, was ihr darüber denkt.



