8 Tipps für Gastbeiträge

Mein Blogjulklapp steht vor der Tür und ich dachte mir, passend dazu veröffentliche ich mal ein paar Tipps zum Schreiben von Gastbeiträgen. Die sind natürlich vollkommen subjektiv und spiegeln meine Meinung wider, wie ein Gastbeitrag auszusehen hat, welche Do’s und Dont’s es gibt und auch ein paar allgemeinere Dinge. Vielleicht ist die Auflistung ja für den einen oder anderen ganz hilfreich.

Es lohnt sich, sich Mühe mit Gastbeiträgen zu geben, denn durch sie lassen sich so gut wie sonst auf keine Weise neue Leserkreise ansprechen. Ein Gastbeitrag kann und sollte für beide Seiten positive Ergebnisse haben, daher lautet die oberste Devise “Verständigung”. Wenn eine Partei am Ende mit dem Ergebnis unzufrieden ist, verschenkt man viel Potential für etwaige zukünftige Aktionen, weshalb man sich mit dem Gastautoren bzw. mit dem Blogbetreiber über den Gastbeitrag unterhalten sollte.

Allgemeine Regeln

Tipp 01: Du bist ein Gast, also benimm Dich auch so

Was im realen Leben gilt, gilt auch für Gastbeiträge auf Blogs. Es ist nicht Deine Seite, also gehört es sich, sich dementsprechend zu benehmen. Dazu zählt vor allem, stets darauf zu achten, dass man nicht die Leser des Bloggers verscheucht, indem man etwa eine unangemessene Sprache verwendet. Außerdem sollte man, wenn man Bilder verwendet, nur welche nehmen, die man auch verwenden darf. Die Höflichkeit gebietet es, seinen Beitrag selbst Korrektur zu lesen, damit der Blogbetreiber nicht letztlich doch viel Arbeit am Artikel hat. Und was ein absolutes No-Go ist, sind Affiliate Links oder Werbung in Gastbeiträgen.

Tipp 02: Selbstreferenzierung ist okay, aber nicht übertreiben

Wenn man einen Beitrag auf einem fremden Blog schreibt, möchte man natürlich auch etwas davon haben. Ein Link aufs eigene Blog oder, wenn es thematisch passt, auf einen eigenen Beitrag ist völlig okay, aber man sollte es nicht übertreiben. Das wirkt extrem unhöflich und so, als ob man nur scharf auf den Traffic ist. Auch nicht gut ist es, gar nicht auf seine eigene Seite hinzuweisen, denn wenn die Leser mehr über den Gastautor erfahren wollen, aber keinen Link finden, ist das auch nicht gut. Es muss das richtige Maß gefunden werden.

Tipp 03: Menge der Gastbeiträge

Ein Gastbeitrag ist hin und wieder eine nette Abwechslung für die Leser und entlastet den Blogger in der ein oder anderen Situation. Allerdings sollten die Gastbeiträge auch wirklich Gastbeiträge bleiben und nicht zur Regel werden. Als Grenze sind je nach sonstigem Output 1-2 Gastbeiträge die Woche zu veranschlagen oder 1 Gastbeitrag auf 10 Beiträge des Blogbetreibers. Vor allem bei (zum Teil) privaten Blogs fällt das ins Gewicht, denn ein Teil der Leserschaft wird mit Beiträgen konfrontiert, die sie nicht interessiert, was zu Leserverlust führen kann. Bei Themen- oder Firmenblogs fällt das natürlich nicht so sehr ins Gewicht.

Themenwahl

Tipp 04: Vermeidung von nichtssagendem Inhalt

Hin und wieder sieht man Gastbeiträge, die im Prinzip gar nichts aussagen. Da kommt ein bisschen “Gesülze” ala “hihi, jetzt darf ich hier einen Gastbeitrag schreiben, aber ich weiß eigentlich gar nicht, worüber ich schreiben soll” – so einen Beitrag kann man in der Regel auch gleich weglassen. Wenn man nichts Intelligentes oder auch Witziges zu sagen hat, kann man sein eigenes Blog damit voll machen, aber nicht das Blog eines anderen. Nur ein lustiges Video oder ein Bild sind ungeeignet für Gastbeiträge.

Tipp 05: Privates nur unterstützend

Das, was für “nichtssagenden” Inhalt gilt, gilt in abgeschwächter Form auch für Privates. Das hat in der Regel auf anderen Blogs nichts zu suchen. Ausnahmen liegen dann vor, wenn man ein privates Erlebnis einbringen kann, dass zum Thema passt oder wenn man den Blogbesitzer persönlich kennt und vielleicht ein gemeinsames Erlebnis erzählen möchte. Letzteres passt natürlich nur auf Blogs, die sowieso schon hin und wieder private Themen haben.

Tipp 06: Das perfekte Thema

Nachdem ich in den Tipps 04 und 05 umrissen habe, was sich NICHT als Thema für einen Gastbeitrag eignet, nun die positve Überlegung. In einem Gastbeitrag sollte man etwas schreiben, dass einerseits thematisch ins Blog passt und andererseits auch auf dem eigenen Blog stehen könnte. Im Optimalfall sucht man nach Überschneidungen und schreibt etwas aus diesem Bereich. Ein ganz gutes Beispiel sind die Gastbeiträge, die ich mit Julia von 49 Suns ausgetauscht habe. Wir bloggen beide regelmäßig über Musik und haben jeweils ein Mixtape auf dem Blog des anderen veröffentlicht. Da sich unser Musikgeschmack sehr unterscheidet, hat das einen zusätzlichen Aspekt hineingebracht, der aber dennoch sehr gut ins Blog passt. Überzeugen könnt ihr euch davon, indem ihr Julias Gastbeitrag bei mir und meinen Gastbeitrag bei Julia anschaut.

Nach dem Gastbeitrag

Tipp 07: Auf Kommentare eingehen

Wenn ein Gastbeitrag erschienen ist, ist die “Pflicht” für den Gastautor nicht automatisch beendet. Je nachdem wie es der Betreiber des Blogs hält, gehört es sich, auf Kommentare wie Nachfragen oder kritische Meinungen zu antworten. Das ist gleichzeitig ein Signal an potentielle neue Leser, dass man sich um die Kommentare bemüht und sie auch wahrnimmt.

Tipp 08: Ein Hinweis auf dem eigenen Blog

Nicht nur ein Service für die eigene Leserschaft, sondern auch eine Nette Sache für das Blog, auf dem der Gastbeitrag erscheint: Ein kleiner Hinweisbeitrag, der zum Gastbeitrag führt, in dem man kurz andeuten kann, worum es geht und evtl. einen Aufruf machen kann, sich an der Diskussion zu beteiligen. Letzteres hilft auch wieder, um den Beitrag aktuell zu halten und wiederum Leute auf sein eigenes Blog aufmerksam zu machen.

Noch mehr Tipps?

Sicher gibt es noch mehr Dinge, die bei Gastbeiträgen zu beachten sind. Oder manche von diesen Punkten werden anders gesehen. Ich bin gespannt, was ihr noch so zu dieser Liste beitragen könnt und wie eurer Meinung nach ein Gastbeitrag aussehen muss! :)

 

13 Kommentare

  1. beetfreeq says:

    Das sind mal sehr gute Tipps! Einiges halte ich für selbstverständlich, an anderes hab ich selbst so noch gar nicht gedacht.

    Dann bin ich ja gut gewappnet. Bin schonmal auf die Auslosung gespannt!

  2. juliaL49 says:

    Wieder mal ein vorbildlicher Tippsbeitrag, Konna :mrgreen:
    Es sind vor allem die kleinen Dinge (neben dem großen: Thema), wie z.B. das mit den Bildern, was du angesprochen hast.

    Was man vielleicht noch ergänzen könnte: gibt es einen Gastzugang oder reicht der Gastautor den Text ein. Beide haben Vor- und Nachteile, besonders im Bereich Kontrolle/Sicherheit und Arbeitsaufwand.

  3. Herr Momo says:

    Prima, dass Du noch mal ein “how to” schreibst – da waren einige Überlegungen drin, die ich bisher noch nicht so im Kopf hatte…

  4. Konna says:

    @beetfreeq: Was für die einen selbstverständlich ist, ist bei manchen was ganz Neues, hab ich schon gesehen, aber gut, dass wir wenigstens zum Teil einer Meinung sind. :)

    Ich muss mir noch überlegen, wie ich das mit der Auslosung mache – genauso wie letztes Jahr gehts jedenfalls nicht, das würde zu lange dauern. Aber mir fällt schon was ein.

    @julia: Danke für das Lob. Es war mir persönlich wichtig, dass vor allem auch diejenigen, die nicht wissen, was sie schreiben sollen, oder diejenigen ohne Erfahrung einen Punkt haben, wie sie die Gastbeiträge angehen können, damit wir nachher hoffentlich ganz viele tolle Beiträge haben.

    Zu deiner Ergänzung: Hätte ich auch anführen können, stimmt. Da ich aber keine bestimmte Präferenz habe, sollte da jeder für sich selbst entscheiden. :)

    @Herr Momo: Dann hat es sich ja schon gelohnt. Freut mich! :D

  5. ela says:

    Ich wüßte dann noch gern ob ich meinen Beitrag dann als Mail an den eigentlichen Betreiber des Blogs sende…habe nämlich noch nie einen Gastbeitrag gemacht oder eingebunden und das obwohl ich schon seit 3 Jahren blogge, ok ich sagte ja Neustart im August das hatte aber andere Gründe

  6. Konna says:

    @ela: Das machst du am besten mit dem Betreiber des Blogs ab und richtest dich danach, wie er oder sie es gern hätte. Sobald die Auslosung gewesen ist, werde ich Mails rausschicken mit Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. :)

  7. Hikari says:

    Ich bin schon sehr gespannt drauf :D Ich hatte nur mal einen gemeinsamen Blog mit einre Freundin, bei der ich mit Gastbeiträgen angefangen hatte. Aber das war etwas ganz anderes und ich frage mich jetzt schon, worüber um Himmels Willen ich schreiben könnte. Literatur wär mir da ja das Liebste, da kenn ich mich aus und das dürfte mehrere Leute ansprechen *grübel grübel*

  8. Konna says:

    @Hikari: Ich bin auch schon ziemlich gespannt, zumal diesmal so viele Blogs dabei sind, die ich noch gar nicht kannte. :)
    Bei manchen Blogs würde ich mich wohl extrem schwer tun mit dem Thema, bei anderen hingegen überhaupt nicht. :D

  9. tshalina says:

    Also meinen Gastautor hab ich mittlerweile sehr lieb gewonnen! :) Ich bin ihm sehr dankbar, dass er immer dann einspringt, wenns bei mir etwas hektisch ist. War leider die letzte Woche krank und stand folglich etwas neben mir. Da wir zwei aber ungefähr den gleichen Schriftstil haben und uns für ähnliche Dinge interessieren, denke ich, dass Arnd keine Leser verscheucht, sondern eher eine Bereichung für den Blog ist.

    Danke für die Tipps, Konna.

  10. Yuki_Keylin says:

    Ich bin echt mal gespannt. Hoffentlich wird es nicht zu schwierig…
    Aber ich denke mal, wir schaffen das. ;)

Trackbacks

  1. Blogjulklapp 2008 - Die Auslosung
  2. 9 Wege zur Blogging-Balance
  3. 5 Wege zu mehr Backlinks

Schreibe einen Kommentar

 
 




 

Fan werden

Schwarzes Brett

Seitwert

Archiv