Nachdem ich im ersten Teil meines Gedankendeponie-Jahresrückblicks die Monate Januar bis Juni noch einmal Revue passieren lassen habe, kommt nun die zweite Jahreshälfte an die Reihe. Diese ist besonders durch einen enormen Leser- und Kommentarzuwachs geprägt, wodurch einige schöne Diskussionen und Aktionen zustande gekommen sind. Aber zu den Zahlen und Statistiken komme ich im dritten Teil. Nun erstmal der monatliche Überblick:
Juli
Der Juli verlief fast genauso flau wie der Juni. Besonders war eigentlich nur die Einführung des “Netzfreitags“, ein Selbstversuch, bei dem ich jeden Freitag vollkommen aufs Internet verzichten wollte. Das hat auch einige Wochen gut geklappt und mir bewiesen, dass ich doch nicht so internetsüchtig bin, wie ich glaubte. Schade fand ich nur, dass sich niemand meinem Versuch angeschlossen hat. Außerdem wurde “Must see” als neue, unregelmäßige Serie eingeführt, bei der ich auf Filme, Serien und TV-Shows hinweise, die für mich ein absolutes Muss darstellen. Am meisten Kommentare bekam übrigens ein Blogrätsel, die ja auch immer zu den Dauerrennern gehören.
August
Im August war dann das Sommerloch endlich überwunden – und dass, obwohl ich eine Woche in Dänemark verbracht habe und dort nicht gebloggt, dafür aber hinterher einen umfangreichen Reisebericht geschrieben habe. Der August war auch wieder einmal etwas lustiger, die Jahrbuch-Bilder finde ich immer noch zum Brüllen komisch. Und auch über bestimmte Ortsnamen kann ich immer noch lachen. Aber auch ernstere Themen fanden Platz, auch wenn die Beachtung eher gering war, fand ich die Beiträge zum Emo-Verbot in Russland und zu Einkäufen ohne Gegenwert selbst gar nicht mal so schlecht.
September
Der September war nicht nur sehr beitragsreich, sondern auch reichhaltig an richigen Highlights meines persönlichen Bloggerjahres. Da war gleich zu Beginn das Bloggertreffen in Hamburg, bei dem ich langjährige wie neuere Bloggerkollegen und -Freunde das erste mal real kennen gelernt habe. Kurz danach war dann auch mein 2-jähriges Blog-Jubiläum angesagt, dass ich natürlich groß hier auf der Gedankendeponie feierte – mit vielen tollen Kommentaren von euch! Ich habe euch im September auch nach Feed-Empfehlungen gefragt und einige von den empfohlenen Blogs lese ich heute noch gern. Außerdem ist für mich der Traum vieler Blogger in Erfüllung gegangen: Ich wurde in der Wikipedia verlinkt. Nicht zu vernachlässigen ist auch mein kleiner Wettbewerb “Aus schön mach hässlich“, den ich im September startete. Ein sehr ereignisreicher Monat also, wie ihr seht.
Oktober
Auch der Oktober war relativ ereignisreich und brachte viele erfolgreiche Beiträge hervor. Es war auch ein wenig der Monats der Tipps & Tricks, denn ich versuchte mich an Ratgebern zum Anregen von Diskussionen auf dem Blog, der Verwendung von Kategorien und Tags, dem Halten von Lesern auf dem Blog, und zwei Beiträgen, die sich mit SEO für Anfänger (Teil 2) beschäftigten. Drei Beiträge sorgten regten offenbar sehr zu Kommentaren an, denn die Mitschlafgelegenheit (17 Kommentare), meine Gedanken, warum Marcel Reich-Ranicki Unrecht hat mit seinen Äußerungen beim Fernsehpreis (24 Kommentare) und die Begründung, warum Männer keine Komplimente mehr machen (20 Kommentare), liefen extrem gut. Ein persönliches Highlight war das Bestehen meiner Stil-Klausur – ein Ereignis, das für mich zu den Wichtigsten des Jahres gehört.
November
Im November ging es dann im Großen und Ganzen wieder etwas ruhige zu, auch die Zahl der Beiträge nahm merklich ab. Dennoch gab es auch ein paar richtige Besucher- und Kommentarmagneten, etwa die erneute Ausrichtung meines Blogjulklapps, bei dem sehr viele von euch mitgemacht haben. Passend dazu gab es einen Beitrag mit Tipps zu Gastbeiträgen, den augenscheinlich viele der Teilnehmer auch gesehen haben.
Auch jedes Jahr wieder gern von euch auf meinem Blog gefeiert: Mein Geburtstag. Dabei wollte ich den gar nicht so breit treten. Und während wieder einmal ein Beitrag, der mir ganz gut gefallen hat, fast kaum beachtet wird (Verschmelzung von Musik und Videospielen), gefällt euch vor allem die Tatsache, dass ich geblitzt wurde. Das Foto ist inzwischen glücklicherweise weg.
Dezember
Und schon sind wir im Dezember, der ja noch nicht ganz vorbei ist. Aber die eine Woche, in der da noch was passieren könnte, wird wohl eher die Familie im Vordergrund stehen und weniger das Internet. Aber es gab auch schon bis zum jetzigen Zeitpunkt einige Höhen im letzten Monat des Jahres 2008. Diskussionswürdig waren offenbar meine Beiträge darüber, ob Bärte misstrauisch machen und über meine Tätigkeit als Google- und Werbehure. Außerdem feierte die beliebte “Müllsuche” ein ebenso überraschendes wie erfolgreiches Revival und der Blogjulklapp verlief so gut wie reibungslos. Nicht nur einer meiner, sondern auch eurer Lieblingsbeiträge im Dezember war die erste Ausgabe meiner Zitatesammlung, in der nur Zitate vorkamen, die aus der Bloggosphäre stammen.
Fortsetzung folgt
Wie angekündigt folgt im dritten und letzten Teil meines Gedankendeponie-Jahresrückblicks ein detaillierterer Blick auf die Statistiken. Außerdem werde ich ein Blog-Fazit 2008 ziehen, in der ich auf die Entwicklung dieses Blogs etwas näher eingehen werde und überlege, wohin die Reise gehen wird. Es wird also vielleicht auch noch mal spannend für diejenigen, die den bisherigen Rückblick eher unnötig fanden, weil er nichts Neues gebracht hat.

















3 Kommentare
Also mit dem Versuch das Internet Freitags nicht mehr zu besuchen, wäre bei mir wohl nach der ersten Stunde schon gescheitert
Schöner Überblick. Überlegt hatte ich mir auch schon mal sowas. Frohes Fest noch
@Ecki: Ach, so schwer ist das gar nicht. Aber es ist unglaublich, wie viel Zeit man plötzlich für ganz andere Dinge hat, das ist der Wahnsinn.
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