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Filmriss: Transporter 3

Mit dem ersten Film der Transporter-Reihe von Luc Besson gelang Jason Statham der große Durchbruch. Seitdem ist der ehemalige Turmspringer der englischen Olympiamannschaft fast pausenlos am Drehen und wird als neuer Actionstar gefeiert. Die Transporter-Reihe zeichnet sich vor allem durch toll inszenierte Action mit Hang zur Übertreibung aus. Dabei nehmen sich die Filme nie zu ernst. Furiose Autostunts, klasse Martial Arts und ein sehr sympathischer Hauptdarsteller machten die ersten beiden Teile zu absoluten Kultfilmen des Genres. Nun schickt sich der dritte Teil an, an die Tugenden der Vorgänger anzuknüpfen.

Transporter 3

Die Story von Transporter 3 dient eigentlich nur als Ausrede für die ganze Action und hält sich im Großen und Ganzen angenehm im Hintergrund: Frank Martin hat seinen Job als etwas anderer Kurierfahrer aufgegeben und geht stattdessen in Frankreich mit seinem Freund Inspektor Tarconi angeln. Doch als eines Abends Martins alter Kollege Malcolm plötzlich mit seinem Auto durch Franks Hauswand kracht und eine junge Frau namens Valentina auf dem Rücksitz hat, ist Frank gefordert. Er wird von dem Ex-Delta-Force Soldaten Johnson gezwungen, eben diese Valentina, die die Tochter des ukrainischen Umweltministers Leonid Vasilev ist, quer durch Europa zu fahren. Der Minister soll erpresst werden, seine Unterschrift unter einen hochdotierten Vertrag mit einer Entsorgungsgesellschaft zu setzen, der großen Schaden für die Umwelt bedeuten würde. Der Auftrag wird Frank und Valentina zusätzlich durch die Tatsache erschwert, dass ihnen beiden Armbänder umgelegt werden, die explodieren, sobald sie sich weiter als 25 Meter von Franks Auto wegbewegen…

Ich habe mich sehr auf diesen Film gefreut. Der erste Teil hat mich zu einem richtigen Fan von Jason Statham gemacht. Der Mann ist einfach cool. Meine Erwartungen an den dritten Transporter waren dementsprechend auch hoch und ich hoffte, dass er an die Qualität seiner Vorgänger anschließen konnte. Diese Hoffnung wurde absolut nicht enttäuscht, man bekommt alles, was man sehen will: Autos, Stunts und tolle Fights. Schön auch, dass sich die Reihe treu geblieben ist und sich weiterhin nicht so ernst nimmt, der Humor ist erhalten geblieben. Zwar gewinnt die Story keinen Innovationspreis und auch einige Dialoge wirken arg gekünstelt, aber darüber kann man leicht hinwegsehen. Transporter 3 zeigt, wie modernes Actionkino aussehen kann. Der Schauwert war – sowohl was die Kulissen in ganz Europa als auch die Actionszenen betrifft (Stichwort: BMX-Verfolgungsjagd) – sehr hoch und langweilig war der Film zu keinem Zeitpunkt.

Wie schon in den Vorgängern ist Jason Statham (“Crank“) als fähiger und wehrhafter Kurierfahrer klar dominierend. Und seine Rolle scheint ihm immer noch wie auf den Leib geschrieben, cooler gehts einfach nicht, auch wenn Frank in Transporter 3 neben seiner harten Schale auch seinen weichen Kern zeigt. Sein Auftritt ist sehr souverän. Auch sein Freund, der französische Inspektor Tarconi, gespielt von François Berléand (“Die Kinder des Monsieur Mathieu“) trägt vor allem für den humorigen Teil des Films seinen Teil bei. Im Vergleich fallen Robert Knepper (“Prison Break“) als Bösewicht Johnson, der etwas blass bleibt, und vor allem Film-Debutantin Natalya Rudakova ab. Vor allem letztere geht einem doch hin und wieder ziemlich auf die Nerven.

Fazit: Transporter 3 gelingt es, qualitativ an die beiden Vorgänger anzuschließen, orientiert sich aber deutlich mehr am (besseren) ersten Teil. Die Actionszenen lassen sich sehen und wer auf schnelle Autos, Stunts und übertriebene Action steht, die sich aber selbst nicht zu ernst nimmt, der wird mit dem Film seine Freude haben. Realismus- und Logikfanatiker eher nicht. Fans der Vorgänger werden auch nicht enttäuscht sein. Negativ fallen nur einige Dialoge und Franks Begleiterin Valentina auf. Der Streifen bleibt dennoch ein absolutes Muss für alle Action-Fans.

Meine Wertung: 8/10

User-Wertung:

VN:F [1.9.3_1094]
Rating: 4.9/10 (7 votes cast)

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Filmriss: Transporter 3, 4.9 out of 10 based on 7 ratings





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17 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping

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    ri Reply to this comment

    Juchhu… da wollt ich auch noch rein. Und wenn der besser als Teil 2 ist, dann kann ja nichts schief gehen ;) Danke!

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    Wie jetzt!? Nur 8 Sterne und keine 9… oder sogar 10? 8O
    Na, ich werde ihn mir auch noch auf jeden Fall im Kino anschauen und dann meine Bewertung hier abgeben. Bei den anderen Filmen habe ich es gerade gemacht – haben ja ziemlich den gleichen Geschmack, nech Digga!? ;)

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    @ri: Wenn du die Reihe magst, wirst du nicht enttäuscht werden. Berichtest du, wie du in fandst? :)

    @Pixelschubser: Ja, bei aller Begeisterung muss man auch realistisch bleiben, finde ich. Ich hatte erst 9 stehen, aber im Vergleich mit anderen Filmen tun sich eben doch ein paar kleine Schwächen auf, die man in die Wertung einfließen lassen sollte. Liege mit 8 aber immer noch höher als der internationale Wertungsdurchschnitt… an dem ich mich zwar nicht messen will und auf den ich auch keinen Heller Wert lege, aber an manchen Kritikpunkten ist was dran. Aber 8 ist doch wirklich noch sehr gut. Schau ihn dir auf jeden Fall an! ;)

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    Ich fand den Dritten auch recht gut, aber eine “9″ wäre absolut übertrieben, ich finde selbst eine “8″ noch wohlwollend.

    NICHT, weil mich der Film nicht unterhalten hat. Keineswegs. Aber es muss nach oben noch VIEL Luft geben, für Filme, die eben viel besser sind. Und diese gibt es.

    Selbst eine “6″ würde noch bedeuten: Anschauen. Wir sind leider nur alle so abgestumpft, dass wir das Prädikat SUPERGENIAL inflationär benutzen.

    Nochmal: “Transporter 3″ ist ein absolut kurzweiliger Film, der den Eintrittpreis allemal wert ist. Ich empfehle ihn auch, für Fans der Action.

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    @Reizzentrum: Die Frage ist: In welchem Maßstab bewerte ich einen Film? Bewerte ich den Film in seinem Genre oder bewerte ich alle Filme im Vergleich miteinander? Lassen sich Filme wie etwa “Fight Club” und “Scary Movie” miteinander vergleichen oder nicht? Oder bewerte ich Filme gar ganz ohne jeglichen Vergleich?

    Ich versuche meist nach der ersten Methode zu verfahren. Und mit hundertprozentiger Sicherheit kenne ich nicht so viele Filme wie du, weswegen meine Vergleiche nicht so fundiert sind. Aber in meinem Horizont (und nur davon kann ich ausgehen) verdient der Film als Actionfilm seine 8.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur leicht zufrieden zu stellen und bewerte nicht objektiv genug. :)

    Das Filme hochgelobt werden, kommt meiner Beobachtung nach nicht häufiger vor, als dass Dinge schlechtgeredet werden und jeder Fehler stark abstraft wird.

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    Lach, was gefiel dir denn nicht an Valentina?

    Ansonsten schließe ich mich aber an… angenehme leichte Unterhaltung… Action geniessen, Kopf abschalten!

  7. Gravatar Icon

    @Marc: Sie hat mich irgendwie genervt mit ihrer zuerst zickigen Art und nachher mit dem Rumgeheule. Und so wirklich sinnvolle Sätze hat sie nicht gehabt… war aber wohl auch nicht die Aufgabe ihrer Rolle. ;)

  8. Gravatar Icon

    ri Reply to this comment

    Wenn ich denn endlich ins Kino komme, geb ich mein Statement ab, aber loggo! ;)

  9. Gravatar Icon

    Ich fand ihn auch sehr unterhaltsam. Nur Valentina war der bittere Wermutstropfen. Mehrmals dachte ich: Soll er die Alte doch rausschmeißen, weiterfahren und im Rückspiegel das Feuerwerk genießen. Und in der – im wahrsten Sinne des Wortes – Schlüsselszene hat Frank so ziemlich 90% meines Respekts eingebüßt.

    Als er dann dem Zug folgte, wünschte ich mir, daß er damit AUF den Zug fahren sollte, mein Schatz wünschte sich, daß er IN den Zug fährt. Und wir wurden beide nicht enttäuscht. Wunderbar. :D

    In jedem Fall sehr kurzweilig. Und daß der Film aberwitzig und voll wunderbarer Ironie ist, ist wohl das Erfolgsrezept der Reihe.

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    Transporter 3 reiht sich nahtlos in die Serie der Filme ein und erfüllte meine Erwartungen. Super Stuntkino mit soliden Effekten und spannender Umsetzung. Freund Frank bekommt auch dieses mal eine unnötige Frau (nicht verallgemeinern ;) an die Backe geheftet. Schade. Auch die Story ist gewohnt dünn. Aber meine Erwartungen wurden erfüllt.

  11. Gravatar Icon

    @ri: Ich bin gespannt! :)

    @atomality: Hey, ich heiße Dich dann mal ganz offiziell unter neuem Namen willkommen, ist ja der erste Kommentar! ;)
    Ja, ich habs auch gehofft, dass er sie rausschmeißt und die von dir angesprochene Schlüsselszene… nun gut, ich war froh, als sie vorbei war. Genial aber der Satz: “Kannst du dir vorstellen, dass es Situationen gibt, in denen Männer einfach nicht in Stimmung sind?” (oder so ähnlich). :mrgreen:
    Und die Zugszenen waren allerdings super, habe mich auch richtig gefreut. :D

    @Robert: Stimmt. Es wäre sicherlich Luft nach oben gewesen in Sachen Story und Frau (indem man letztere weggenommen hätte und erstere etwas tiefgängiger gestaltet hätte), aber dennoch weit weg von einer Enttäuschung, finde ich. :)

  12. Gravatar Icon

    8 Punkte? Ernsthaft? Haben wir den gleichen Film gesehen? :mrgreen:

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    Ich fands jut… habe ihn mir angesehen… und wollte Action sehen… und die habe ich gesehen…

    Gruß
    Ingo

  14. Gravatar Icon

    @David: Mit welcher Erwartung bist du denn an den Film herangegangen? Ich habe bekommen, was ich wollte und deswegen die gute Bewertung. :)

    @Ingo: Willkommen! Richtig, so gings mir auch!

  15. Gravatar Icon

    Wenn man den Großteil der Filme mit Statham und insbesondere die Transporter Reihe kennt, dann wusste man ja eigentlich was einen erwartet. Und da wurde zumindest ich nicht enttäuscht. Schöne, kurzweilige, nicht ganz bierernste Action. Er kommt zwar meiner Meinung nach nicht an Teil 1 heran, aber war auf jeden Fall besser als der 2.
    Unter dem Gesichtspunkt kann man ihm auf jeden Fall 8 von 10 geben. Filme unterschiedlicher Genres zu vergleichen ist eh schwer bis unmöglich.

  16. Gravatar Icon

    Also der 3 Teil ist wirklich nicht gelungen, da waren die ersten beiden besser wobei der zweite schon stark abgebaut hatte

Antworte auf “Filmriss: Transporter 3”