Innovative TV-Formate sind selten, meistens funktionieren Serien auf sehr ähnliche Weise. Nicht so die Serie “24″ (oder auch “Twenty Four”). Als sie 2001 startete, gehörte sie zum Ideenreichsten, was man so im Fernsehen sehen konnte. Alle Ereignisse der Serie finden in Echtzeit ab, sogar die Werbung wurde mit einkalkuliert. Schnell entbrannte ein regelrechter Hype um Jack Bauer, der bis heute anhält. Die Serie erfreut sich zahlreicher Fans und Hauptdarsteller Kiefer Sutherland ist mit 40 Millionen Dollar Gage für die 6. bis 8. Staffel der bestbezahlteste TV-Darsteller der Welt geworden. Irgendwas muss also an der Serie dran sein. Was das ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.
Federal Agent Jack Bauer, Leiter der Anti-Terror-Einheit CTU in Los Angeles, ist gerade erst nach einer Trennung wieder mit seiner Frau Teri und der gemeinsamen Tochter Kimberly zusammengezogen. Kurz nach Mitternacht reist Kimberly aus. Als Jack und Teri sich auf die Suche nach ihrer Tochter machen wollen, bekommt Jack einen Anruf aus seinem Büro: Ein Notfall, er müsse sofort kommen. In den nächsten 24 Stunden soll ein Mordanschlag auf den schwarzen Präsidentschaftskandidaten Senator David Palmer verübt werden und Jack muss das mit seinen Leuten verhindern. Allerdings, so wird gemunkelt, befindet sich ein Spitzel in den eigenen Reihen, Jack muss also äußerst diskret vorgehen. Während Jack also auf der Arbeit festgehalten wird, sucht Teri weiter nach Kimberly, die noch nicht ahnt, in welch großen Schwierigkeiten sie steckt.
Lange habe ich “24″ nicht wirklich beachtet. Erst ein Angebot für die erste Staffel hat mich dazu verleitet, der Serie eine Chance zu geben. Und was soll ich sagen: Ich find sie super. Die Inszenierung ist wirklich großartig. Der Echtzeit-Aspekt sowie zum Beispiel auch die Splitscreens erzeugen eine ziemlich hohe Spannung und Dramatik. Hinzu kommt eine Spannungskurve, die stetig steigt und von schon Anfang an auf hohem Niveau steht. Die 24 Folgen, die jeweils eine Stunde Echtzeit behandeln, sind extrem wendungsreich werden dadurch auch nicht langweilig. Allerdings fordert die Echtzeit auch ihre Tribute: Logikfehler häufen sich und um die Spannung über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, spielt der Zufall eine nicht geringe Rolle. Ganz leicht negativ fällt auch der hin und wieder fehlende Realismus auf, der ja dem Zuschauer durch die Echtzeit eigentlich suggeriert werden soll. Daran sollte man sich aber nicht stören, denn ansonsten gibt es eigentlich gar keinen schwerwiegenden Kritikpunkt.
Für Kiefer Sutherland dürfte Jack Bauer die Rolle seines Lebens sein und nicht umsonst wurde er für seine Leistung mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und trat mit dieser Rolle auch als Gast bei den Simpsons auf (in der Episode “24 Minutes”). Aber auch die Nebendarsteller sind im Großen und Ganzen überzeugend, sodass man ihnen ihre Rolle abnimmt. Herauszuheben sind noch Dennis Haysbert (“The Unit – Eine Frage der Ehre”) als Senator Palmer und Xander Berkeley (“96 Hours”) als überkorrekter CTU-Direktor George Mason. Einen Totalausfall in der Besetzung gibt es nicht.
Fazit: 24 ist eine überaus spannende und wendungsreiche Actionserie, von der man als Zuschauer wirklich sehr gefesselt wird, nicht zuletzt Dank des Echtzeit-Aspekts. Zwar kommt es hin und wieder zu gravierenden Logiklücken und auch viel Realismus darf man nicht erwarten (der Zufall wird doch arg oft bemüht), aber wenn man sich nicht so sehr daran stört, erwartet einen ein absolut temporeiches und actiongeladenes Fernseherlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird.
Meine Wertung: 8/10
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24 in der IMDB
Jack Bauer Facts
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Jetzt erst gesehen? Hast es ja lange ausgehalten…
Die ersten drei Staffeln fand ich grandios, die vierte ziemlich Banane, die fünfte dann wieder herausragend und die sechste war hanebüchend… mal sehen ob ich mir die siebte noch antue.
@bullion: Ja, ich hatte bis dahin genug mit anderen Serien zu tun.
Wenn du die ersten drei Staffeln gut fandst, kann ich mich ja schon freuen, die zweite habe ich nämlich schon bestellt und warte schon ganz sehnsüchtig drauf. Mal schauen, ob sie mir auch gut gefällt.
Ab der dritten Staffel fand ich die “Befragungen” zu Gewalttätig.. die Story zu Actionlastig… Die Luft war raus. “Weeds” und “6ft Under” gefallen mir da BESSER
Ich glaube, wir haben und ähnlich lange gedrückt und dann beim gleichen “Anbieter” das gleiche Angebot wahrgenommen
Ich persönlich finde ja, dass sich die Echtzeitgeschichte komplett versendet. Mir jedenfalls fiel das genau einmal pro Folge auf (“The following events take place…”), ansonsten hätte sich die gesamte Handlung der Staffel gefühlt auch über eine Woche erstrecken können.
@Yitu: Ok, bei der dritten bin ich ja noch nicht. Mal sehen, ob ich es auch so sehen werde.
@YellowLed: Das kann gut sein, das Angebot war jedenfalls echt gut.
Das mit der Handlung über eine Woche ist mir nun nicht so aufgefallen, ich hatte schon immer das Gefühl von Echtzeit. Hat das denn deinem Gesamteindruck geschadet?
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24′ed…
Ich erwähnte ja bereits meine viel zu spät entdeckte 24-Sucht. Ähnlich wie Konna bin auch ich über ein sehr verlockendes Sonderangebot der ersten Staffel gestolpert – eine echte Einstiegsdroge. Dabei ist 24 eigentlich überhaupt nicht meine S…
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