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Game Checkpoint: Assassin’s Creed (PC)

“Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein”, sinnierte Reinhard Mey in seinem wohl berühmtesten Schlager. Und wenn wir Altair, den Protagonisten aus Ubisofts Assassin’s Creed, butterweich animiert über die Dächer der mittelalterlichen Versionen von Damaskus und Jerusalem hetzen und einen hohen Turm nach dem anderen erklimmen lassen, möchten wir doch meinen, dass Freiheit schon viel weiter unten anfängt, wenn man nur weiß, wie man sich bewegen muss. Blöd nur, dass die Bewegungsfreiheit in ein derart enges Spiele-Korsett gezwängt wird, dass nach einiger Zeit die Motivation nachlässt, weil man schon alles gesehen hat.

Assassin's CreedZur Story: In der Zeit des dritten Kreuzzugs sind drei Mitglieder eines Assassinen-Ordens im Auftrag ihres Meisters Al Mualim in einem Tempel in Jerusalem unterwegs, um ein mysteriöses Relikt zu besorgen. Unglücklicherweise kommt ihnen der Kreuzritter Robert de Sable mit einigen seiner Schergen zuvor. Aus Selbstüberschätzung und gegen den Rat seiner Begleiter tötet der Assassine Altair einen Unschuldigen und bringt die Mission in Gefahr. Nachdem er von seinen Gefährten getrennt wird, begibt er sich mit leeren Händen zurück zu seinem Meister. Als einer von Altairs Begleitern mit dem gesuchten Relikt, aber einem Arm weniger ebenfalls ankommt und dem Meister von Altairs Fehlverhalten berichtet, werden Altair alle Ränge aberkannt und er wird zum einfachen Novizen degradiert. Um seinen Namen reinzuwaschen und seinen Rang zurückzuerhalten, muss er für Al Mualim neun führende Personen des Kreuzzugs meucheln.

Was an sich nach einem wunderbar unverbrauchten Szenario für ein Spiel klingt, wird durch eine zweite Inhaltsebene immer wieder durchbrochen. In Gestalt des Desmond Miles werden wir in einem Labor gefangen gehalten, da dieser ein Nachfahre des Assassinen Altair ist. Mit Hilfe des Animus, einer Maschinen, die über die Gene an die Erinnerungen von Vorfahren gelangt, wollen dubiose Personen an irgendwelche Geheimnisse kommen, die sich uns nur nach und nach erschließen. Durch das ständige hin und her zwischen den Ebenen wird man immer wieder aus den Geschichten herausgerissen, was dem Spielfluss sehr abträglich ist. Zumal ist keine der beiden Handlungen sonderlich gut präsentiert noch besonders spannend. Die in der Spielgrafik geführten Dialoge sind zwar teils recht tiefsinnig, aber überhaupt nicht dynamisch.

Stimmt denn wenigstens das Gameplay? Zumindest teilweise. In der ersten Spielhälfte gibt es einige Momente, in denen einem der Mund vor Staunen offen stehen bleibt. Die Grafik ist wirklich ein Traum, genauso die Animationen von Altair, besonders in den Kämpfen oder beim Erklimmen von Gebäuden. Das hat man so noch nicht gesehen. Aber spätestens nach der Hälfte der rund 15 Stunden Spielzeit hat man sich an allem satt gesehen und das Gameplay müsste zum Tragen kommen. Tut es aber nicht, denn es ist von ständigen Wiederholungen geprägt: Türme hochklettern, immer ähnliche Aufgaben erfüllen, Ziel meucheln. Hinzu kommen Wiederholungen in der Sprachausgabe, in der Architektur, in den Kampfszenen. Beinahe kommt man sich vor, als würde man 9x das gleiche Spiel in leicht abgewandelter Form durchspielen. Und irgendwann wird diese Monotonie langweilig.

Dabei macht das Spiel sonst ziemlich viel richtig: Grafik und Animationen sind wie gesagt wirkliche Hingucker, die Bewegungsfreiheit ist enorm, die Musik stimmungsvoll, das Kampfsystem durchdacht und die Bedienung ist größtenteils (bis auf das Beenden des Spiels) auch okay, vor allem mit einem Gamepad. Deswegen ist Assassin’s Creed auch immer noch ein ordentliches Spiel. Nur selten konnte man sich in einem Spiel so frei bewegen und dann auch noch so schön durch reich bevölkerte Städte turnen. Und wenn man in Jerusalem auf den höchsten Turm klettert und schließlich oben steht, fühlt man nah an den Wolken doch einen Hauch von Freiheit.

Assassin's Creed

Wertung: 7/10

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Assassin’s Creed Webseite
Offizieller Trailer
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3 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping

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    Ja, es ist immer das gleiche – aber irgendwie wird es trotzdem nicht wirklich langweilig.
    Das einzige, was ich an Assassin’s Creed grottenschlecht fand, ist das Ende, dei dem man sich denkt:”Moment, war’s das? Hä? Da muss es doch weitergehen!!”.

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    @isinesunshine: Hm, also gegen Ende fand ichs schon relativ langweilig und war froh, als ich es durch hatte. Das Ende war übrigens wirklich eine Katastrophe. Aber es soll ja noch einen zweiten Teil geben.

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    Beni Reply to this comment

    EY LEUTZ, ich weiß nicht was ihr habt das spiel fand ich vom anfang bis zum ende einfach bombe. Ich mein ich kenne kein anderes game das im Mittelalter spielt und so geil ist. es ist einfach mal was anderes als die ewigen ego shooter und so. und das fand ich auch klasse. die hauptperson,kp wie der heißt :) , hat plötzlich diesen geilen adler-blick drauf und ab da hab ich mir gedacht: GEIL!! wann kommt der nächste Teil raus???!!! puh hab jetzt so ziemlich alles gesagt was ich dachte.

    PS: ASSASSINS CREED 2 kommt vorraussichtlich mitte NOVEMBER raus. WOHOOO :D :D :mrgreen: :mrgreen:

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