Die ersten beiden Filme der Terminator-Reihe sind zurecht Meilensteine der Filmgeschichte oder zumindest des Actionfilms. Fast jeder kennt sie und viele lieben sie. In diesem Jahr wird der vierte Film ins Kino kommen und das Setting in die Zukunft verlegen. Wer die Zeit nach dem zweiten Film sehen möchte, der sollte sich den Serienableger “The Sarah Connor Chronicles” anschauen, denn dieser spielt zeitlich nach dem zweiten Film und lässt die Ereignisse aus dem schwächeren dritten Terminator-Film außen vor und erzählt eine alternative Geschichte:
Im Jahr 1999 versuchen Sarah Connor und ihr Sohn John unter falschem Namen ein normales Leben zu leben, nachdem sie glauben, dass sie mit der Zerstörung einer Computerfirma den Tag der Abrechnung abgewendet haben. Nun müssen sie sich sowohl vor der Polizei als auch vor weiteren Maschinen in Acht nehmen, von denen sie verfolgt werden. Trotz aller Vorkehrungen wird John von einem T-888 namens “Cromartie” entdeckt und soll eliminiert werden, doch seine Mitschülerin Cameron entpuppt sich ebenfalls als Maschine und hat den Auftrag, John zu beschützen. John, Sarah und Cameron fliehen mit einer Zeitmaschine in die Zukunft ins Jahr 2007 und versuchen dort, die Machtergreifung der Maschinen durch die Zerstörung von Skynet zu verhindern.
Vor der Sichtung der Serie war ich nicht wirklich überzeugt davon, dass die Terminator-Reihe auch als Serie funktionieren würde. Die erste Staffel der Sarah Connor Chronicles hat mich auch noch nicht ganz überzeugt, zeigt aber durchaus gute Ansätze. Es gibt einige schöne Verweise auf die Filme und auch die Atmosphäre der Filme wird ganz gut transportiert. Bei den Begegnungen mit und zwischen den Terminatoren spielt die Serie ihre Stärken aus und die an die Filmmusik angelehnte Musikuntermalung unterstützt die aufkommende Spannung. Dafür fällt die Handlung deutlich ab und bleibt die ganze Zeit über sehr dünn und bietet keine Überraschungen oder Wendungen auf – hier wurde viel Potenzial vergeben. Dass außerdem alles sehr vorhersehbar ist und in einigen Folgen erstaunlich wenig passiert, Stichwort Längen, trübt den ansonsten ganz guten ersten Eindruck.
Schwierig ist die Aufgabe der Hauptdarsteller, müssen sie doch die bekannten und zurecht von den Fans geliebten Darsteller des zweiten Terminator-Films ersetzen. Doch Lena Headey (“300″) gibt eine sehr gute Sarah Connor ab und die zuckersüße Summer Glau (“Firefly”) als Terminatrice Cameron ist zwar nicht Arnie, soll sie aber auch nicht sein. Sie macht jedenfalls eine ausgezeichnete Figur. Auch Thomas Dekker (“Heroes”) passt in die Rolle des John Connor und füllt die Lücke zwischen Terminator 2 und 3 gut aus. Der Darstellerwechsel macht kaum Probleme.
Fazit: Terminator – The Sarah Connor Chronicles führt die Terminator-Saga zeitlich gesehen nach dem zweiten Film fort. Das gelingt der Serie im Großen und Ganzen sehr stimmig und es kommt im Verlauf der Staffel auch ein ganz gutes Terminator-Feeling auf. Dennoch hat die Serie einige schwerer wiegende Schwächen, die Handlung ist ziemlich dünn und die Charaktere verhalten sich alle sehr vorhersehbar. Möglicherweise liegt das an der verkürzten Staffel, aber so bleibt auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.
Meine Wertung: 6/10
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Terminator S.C.C. in der IMDB
Review von bullion
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Ich hatte mir die erste Staffel schon im Original angeschaut und war recht angetan. Klar, andere Actors als in den Filmen, da ist ein Umgewöhnung immer schwer. Aber wie du schon schreibst Konna, die machen ihre Aufgabe sehr gut da und wenn man aufhört mit den Filmen Maß zu vergleichen, dann sieht man, dass es doch eine recht sehenswerte Serie ist. Ich freu mich auf die zweite Season.
So langsam glaube ich, mir hat die Serie aus der ganzen Blogosphäre noch am besten gefallen…
Finde sie auch immer noch supersympathisch, wenngleich meine Bewertung der zweiten Staffel auch nicht mehr so euphorisch ausfallen wird. Eine dritte Staffel wird es ja wahrscheinlich sowieso nicht mehr geben.
@ Konna: Ich denke, manche Serien müssen sich auch erst entwickeln und starten erst ab der zweiten Staffel gut durch. Und auf jeden Fall zieht der Autorenstreik da auch seine Spuren.
Eine der vielen Serien, die ich schon nach dem Piloten wieder aufgegeben habe.
@Rio: Ja, an den Schauspielern liegt es jedenfalls nicht, es ist eher die dünne Story… die vielleicht dem Autorenstreik geschuldet ist.
@bullion: Mag sein, mir hat sie jedenfalls nicht ganz so gut gefallen, ich bin sogar wirklich 1-2 mal am Abend dabei eingeschlafen, was mir bei anderen Serien sonst fast nie passiert ist.
Werde aber der zweiten Staffel wohl trotzdem eine Chance geben. Gegen Ende hat die erste Staffel ja nochmal etwas zugelegt. Hoffe nur, dass es einen vernünftigen Abschluss geben wird, wenn es denn wirklich die letzte Staffel sein soll.
@David: Eine der vielen Serien, die du nach dem Piloten aufgegeben hast? Du solltest nicht ganz so kritisch sein, manchmal lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Auch Terminator SCC steigert sich im Verlauf der Staffel.
@Rio: Das denke ich auch, deswegen schaue ich meist auch nicht nur eine Folge… und da die erste Staffel hier nur 9 Folgen hat, werde ich der zweiten wohl auch eine Chance geben. Muss sich wohl nur hinten anstellen.
john connor ist ja in der ersten staffel noch ein ziemlich milchbubihafter typ – das hat mich ziemlich geärgert. wenn er der anführer des widerstandes werden soll: dann gute nacht! in der zweiten staffel gibt sich das aber halbwegs. sehenswert allemal.