CD-Check: Subway To Sally – Kreuzfeuer (Ltd.)
Kritik
Subway To Sally sind wieder da mit einem neuen Album. Die Band arbeitet offenbar unermüdlich und bringt trotz ausgedehnter Touren ihr mittlerweile 10. Studioalbum heraus. Kreuzfeuer heißt die neue Scheibe und soll das beste enthalten, was die Band, die sich in keine Schublade stecken lassen möchte, in ihrer langen und erfahrungsreichen Geschichte zu bieten hat. Und musikalisch bieten die Sallys auf Kreuzfeuer wirklich eine Art Überblick über ihr bisheriges Schaffen und kehren mit einigen Songs wieder vermehrt in Richtung Folk zurück (“Krähenkönig”), bleiben aber auch der eingeschlagenen härteren Linie treu (“Einsam”). Über mangelnde Abwechslung kann man sich hier wahrlich nicht beschweren.
Textlich behält die Band das gewohnt hohe Niveau der Vorgänger bei und Eric Fish bringt mit seiner unverwechselbaren Stimme die manchmal direkten, manchmal bildhaften Texte gewohnt stark rüber, es gibt reichlich Gelegenheit zum Nachdenken, etwa bei den religiösen Theman in “Judaskuss” und “Vater”. Als Experiment ist das Duett “Komm in meinen Schlaf” mit Ria, der Sängerin der Band Eisblume, zu verstehen. Leider nicht komplett gelungen, die Eisblume kann dem STS-Frontmann nicht annähernd das Wasser reichen. Viele der Songs gehen direkt ins Ohr, die Eingängigkeit ist trotz der Tiefe der Songs nicht verloren gegangen, Ohrwürmer sind garantiert.
Das Album enthält 12 vollwertige Tracks mit einer Spielzeit von 52:56 Minuten. Eine sehr erfreuliche Länge, zumal es auf dem Album keinen Totalausfall gibt, der zwangsweise der Skiptaste zum Opfer fallen muss. Auch ein mehrmaliges Anhören hintereinander ist gut möglich, ohne dass Langeweile aufkommt. Ebenfalls nichts zu meckern gibt es am hervorragenden Booklet, dass stilvoll illustriert ist und alle Songtexte plus Zusatzinformationen gut lesbar beinhaltet. Einzig an der äußeren Gestaltung des limitierten Edition kann man sich stören – das Digipack wird in Kreuzform aufgeklappt, der Deckel ist oben, was dazu führt, dass das Album im Regal von der Seite nicht abgeschlossen und kein Schriftzug sichtbar ist. Der enhanced Part der limitierten Edition enthält das Video zu “Besser Du Rennst”, ein Live-Video zum Song “Eisblumen”, sowie Wallpaper, Screensaver und eine Foto Gallerie.
Fazit
Mit Kreuzfeuer führen Subway To Sally konsequent fort, was sie schon seit jeher auszeichnet: Sie hören sich von Album zu Album nie gleich an, lassen es aber trotzdem nicht an Wiedererkennungswert fehlen. Das Album fährt eine gute Mischung aus härteren und ruhigeren Songs auf, bietet einige Ohrwürmer und genug konzerttaugliches Material. Textlich auf dem Niveau des Vorgängers Bastard, musikalisch wie ein Ritt durch die Bandgeschichte wirkend, dürfte Kreuzfeuer schnell das Herz der meisten Subway To Sally Fans erobern und auch den einen oder anderen neuen Fan anziehen.
Subway To Sally – Kreuzfeuer (Album)
Facts:
- Tracks: 12
- Gesamtspieldauer: 52:56
- Erscheinungsjahr: 2009
- Genre: Folk-Rock/Folk-Metal
- Homepage: www.subwaytosally.com
- Anspieltipps: So fern so nah, Angelus, Vater
Einzelwertung:
Texte: 8 von 10
Musik/Produktion: 9 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 8 von 10
Gesamt: 9 von 10 Punkten
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Dieser Beitrag wurde von Konna am 29.03.2009 um 11:44 in der Kategorie Musik veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den Tags: CD-Check, Subway To Sally. Bislang wurden 4 Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.








4 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping
cimddwcSollte ich mir dann auch mal zulegen – nicht zuletzt als Vorbereitung aufs Konzert im April.
am 29.03.2009 um 12:01
Konna@cimddwc: Oh, du hörst auch Subway To Sally? Das wusste ich noch gar nicht! Seit wann denn das?
am 29.03.2009 um 18:45
cimddwcAb und zu.
Aber nachdem du und andere v.a. von ihren Konzerten so geschwärmt habt, war klar, dass ich die auch mal live erleben muss.
am 29.03.2009 um 18:55
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