Filmriss: 24 (Season Four)

Jack Bauer ist ein wirklicher Pechvogel. Schon dreimal hat er die Vereinigten Staaten vor Terroristen gerettet, aber wirklich gedankt wird es ihm nicht. Nun arbeitet er nicht mehr für die CTU, sondern ist im Verteidigungsministerium angestellt, weil er Abstand von dem ganzen Trubel und seinem alten Leben wollte. Doch wie es der Zufall so will, zieht ihn gerade diese Position wieder mitten in dieses alte Leben hinein und schnell wird ihm klar, dass es erneut an ihm liegt, eine terroristische Bedrohung zu vereiteln. Die vierte Staffel von 24 erzählt einen weiteren Tag im Leben des Jack Bauer. Ob es sich lohnt, diesen Tag als Zuschauer zu verfolgen, lest ihr in der folgenden Review:

24 (Season 04)Nachdem Jack Bauer die terroristische Bedrohung durch ein tödliches Virus aufhalten konnte und wegen eines Undercovereinsatzes  in die Drogensucht rutschte, wechselte er den Arbeitsplatz. Statt für die CTU arbeitet er nun für den Verteidigungsminister der USA, mit dessen Tochter er eine Beziehung hat. Doch als Terroristen den Minister und seine Tochter entführen, liegt es an Jack, wieder in seine alte Rolle zu schlüpfen und sie mit Hilfe der CTU wieder zu befreien. Doch schon bald wird deutlich, dass die Entführung nur der Anfang einer Reihe von Anschlägen ist, die jahrelang vorbereitet worden ist. Eine Gruppe Fanatiker will die Vereinigten Staaten ins Unglück stürzen und schreckt dabei vor keinem Mittel zurück. Es liegt an Jack, deren Anführer namens Marwan zu finden und zu verhindern, dass er mit seinen Anschlägen durchkommt.

Nach drei Staffeln hat sich das Konzept von 24 mittlerweile gefestigt und eingespielt: Terroristen bedrohen die USA und Jack Bauer und der CTU bleiben 24 Stunden, um die Bedrohung abzuwenden. Innerhalb dieser Zeitspanne gibt es einige Wendungen und es wird viel geschossen und auch die ein oder andere Explosion gibt es zu sehen. Das ändert sich auch in der vierten Staffel nicht, allerdings funktioniert das Gesamtkonzept diesmal etwas schlechter als noch in den vorherigen Staffeln. Statt eines großen Anschlagsziels haben Jack Bauer und Co. es diesmal mit einer ganzen Serie von terroristischen Akten zu tun. Das führt zu einem sehr gewellten Spannungsverlauf, der aber erst gegen Ende an Höhe gewinnt, da die Lösungen der ersten Angriffe meist schnell und eher unspektakulär vonstatten gehen. Der Rest ist typisch 24 – oft unrealistisch, aber durchaus das, was man als Fan erwartet.

Mittlerweile dürften die Fans von 24 auch die zahlreichen Besetzungswechsel gewohnt sein, doch in der vierten Staffel wird der Cast zunächst sehr deutlich umgekrempelt und viele neue Figuren übernehmen wichtige Rollen. Einige davon fügen sich richtig gut ein, etwa der Computerspezialist Edgar Stiles (Louis Lombardi), der führende Bundesagent Curtis Manning (Roger R. Cross) oder auch die Tochter des Verteidigungsministers, Audrey Raines (Kim Raver, “Third Watch“). Dennoch freut man sich als Kenner der ersten Staffeln, dass schon etablierte Figuren mit der Zeit wieder in die Handlung zurückgeführt werden. Bösewicht Marwan (Arnold Vosloo, “Die Mumie“) übertrifft den Terroristen Stephen Saunders aus der vorherigen Staffel sogar, da er bis zum Ende sehr stringent handelt.

Fazit: Die vierte Staffel 24 fällt qualitativ ein wenig von den drei bisherigen Staffeln ab. Das liegt vor allem an ein paar auffälligen Ungereimtheiten in der Inszenierung – die Echtzeit wird mehrere Male nicht konsequent beibehalten und die Figurenkonstellation ist sofort klar – da gibt es keine Überraschungen. Dennoch kann Jack Bauers vierter Tag auch wieder einige Stärken der Serie vorweisen. Tolle Actionszenen mit Schießereien und Explosionen gibt es genug und die Handlung ist spannend genug, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Nur das Niveau der drei Vorgängerstaffeln erreicht Staffel vier nicht ganz.

Meine Wertung: 7/10

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24 in der IMDB
Review von bullion
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7 Kommentare

  1. bullion says:

    Hat dir ja nun doch noch ganz gut gefallen. Ich fand die fünfte Staffel wieder deutlich stärker und die sechste bisher am schwächsten. Werde irgendwann auch mal mit der siebten beginnen. Mal sehen, ob mich Jack Bauer noch überzeugen kann.

  2. Konna says:

    @bullion: Ja, eigentlich nur ein wenig schwächer als die vorherigen Staffeln. Letztlich hab ich sie doch wirklich gern geschaut und war auch recht schnell durch. Freue mich auf die fünfte, die schon in meinem Regal steht – scheint ja wieder besser zu werden! :)

  3. Gerrit says:

    Du kannst auch schon Staffel 7 auf dem Internet gucken, aber meiner Meinung nach bleibt Staffel 1 die beste.

  4. Avery says:

    Staffel 4 hat mir eigentlich damals sehr gut gefallen, viel schlimmer ist aktuell die 7. Staffel, der Anfang ist noch gut, aber danach wird es einfach nur schlecht. :(

    Die 7. Staffel kann man übrigens nicht nur im Internet gucken sondern auch auf Premiere.

  5. Konna says:

    @Gerrit: Seh ich auch so, Staffel 1 ist von den Staffeln, die ich bisher gesehen habe, die beste, wobei ich die anderen nicht wesentlich schlechter finde und nur Staffel 4 ein wenig mehr abfällt.

    @Avery: Tatsächlich? Naja, ich lass mich überraschen, angucken werd ich sie mir so oder so, allerdings erst auf DVD – bei 24 halt ich diese Portionierung nicht aus. ;)

Trackbacks

  1. Filmriss: 24 (Season Five)
  2. Filmriss: 24 (Season Six)

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