Ein Blog und seine Leserschaft im Wandel der Zeit (1)

Dieses Blog existiert schon seit etwas über 2 1/2 Jahren. Nein, das wird nicht wieder ein selbstreferenzieller Beitrag, aber mir ist heute etwas aufgefallen, was man wirklich erst merken kann, wenn man schon eine Zeit lang mit seinem Blog dabei ist. Mit der eigenen Leserschaft verhält es sich nämlich irgendwie genauso wie mit Freunden: Viele kommen, viele gehen wieder und nur wenige bleiben ewig. Weil meine Gedanken zu diesem Thema so umfangreich sind, trenne ich den Beitrag mal in mehrere Teile, aber jeder davon ist in sich abgeschlossen, es darf also gerne Stellung genommen werden.

Wenn ich mal überlege, wie sich meine Leserschaft im Laufe der Zeit verändert hat, dann fällt schon mal auf, dass die Zahl erstens um ein vielfaches vergrößert hat. So wie sich auch die Zahl der Bekanntschaften vergrößert, je länger man lebt, ganz einfach weil man immer mehr Leute kennenlernt. Manche Bekanntschaften sind dann auch nur flüchtig und man kennt sich, hat aber nicht wirklich viel miteinander zu tun. Soweit normal.

Dann gibt es aber wie schon angedeutet auch Leute, mit denen macht man recht viel, schreibt sich gegenseitig Kommentare, hat sich in der Blogroll stehen und irgendwie bildet sich auch eine kleine Blogger-Clique heraus. Doch mit der Zeit lebt und “liest” man sich wieder auseinander. Dafür gibt es verschiedene Gründe, etwa eine Meinungsverschiedenheit, die in einen regelrechten Kleinkrieg mündet, die Artikel interessieren einen nicht mehr so sehr oder manche Blogs schließen einfach ihre Pforten, aus welchen Gründen auch immer. Alles schon erlebt.

Wenn ich mir anschaue, wer heutzutage bei mir relativ regelmäßig kommentiert, so stelle ich fest, dass von den ganz alten Hasen nur noch sehr wenige übrig sind. Die meisten der momentan aktivsten Kommentatoren kenne ich noch gar nicht so lange, maximal vielleicht ein halbes Jahr. Ob sich das in einem halben Jahr wohl schon wieder geändert haben wird? Keine Ahnung, aber irgendwie ist es schon erschreckend, dass sich die Leserschaft so sehr im Wandel befindet.

Aber es ist bei mir selbst in der Rolle des Lesers anderer Blogs ja nicht wirklich anders. Viele der Blogs, die ich früher immer gelesen habe, lese ich heute überhaupt nicht mehr, dafür lerne ich immer wieder neue Blogs kennen. Bei vielen weiß ich nicht einmal, ob sie überhaupt noch bloggen, ob sie zum Beispiel den Twittertrend mitgegangen sind oder ob sie immer noch wie früher sind. Man müsste eigentlich mal wieder dort vorbeischauen, sehen, welchen Weg frühere Begleiter gegangen sind. Vielleicht auch mal wieder einen Kommentar hinterlassen, aber kann man das so einfach? Man geht doch auch nicht einfach auf alte Grundschulfreunde zu und tut so, als sei in der Zwischenzeit überhaupt nichts gewesen. Ich käme mir dabei irgendwie komisch vor.

Vielleicht ist es mit auseinandergegangen Blogbekanntschaften einfach so wie mit einer zerbrochenen Liebe: Am besten lässt man sie ruhen.

- Fortsetzung folgt -

 

37 Kommentare

  1. Sascha says:

    Also mich hat vor kurzem ein alter Schulfreund über ein soziales Netzwerk wiedergefunden und angemailt. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Planungen für ein gemeinsames Treffen sind bereitsi mGange.

    Wir haben auch nicht großartig darüber gesprochen, warum der Kontakt damals plötzlich so einfach abgebrochen ist, obwohl wir gut miteinander auskamen und in der Schulzeit viel miteinander zu tun hatten.

    Wie du schon sagst, das Leben ist ein einziger, sich ständig im wandel befindlicher Prozess, bestehend aus unzähligen Einzelfaktoren, die ihn das Leben in ungeahnte Richtungen entwickelt. Da kommt es eben vor, dass man ohne näheren Grund den Kontakt zum ein oder anderen Menschen verliert. Umso schöner finde ich es dann, wenn man dennoch wieder den Kontakt zueinander findet.

    Da würde ich mich einfach drüber freuen und mir nicht lange Gedanken machen, warum der Typ erst jetzt wieder auf mich zukommt oder warum ich das nicht gemacht habe. Sieh es doch mal so: wenn man trotz des verlorenen Kontaktes wieder daran interessiert ist, den Kontakt zu jemandem aufleben zu lassen, dann kann der das durchaus auch als Kompliment auffassen. Wie gesagt, ich würde mich über so etwas auf jeden Fall freuen.

  2. lexxa says:

    Hi Du!
    Also ich hab mich in deinem Beitrag auch angesprochen gefühlt – wir kennen uns nun doch schon recht lange, und leider hat das gegenseitige Kommentieren zwischen uns auch nachgelassen. Und der Grund dafür ist mir wohl bekannt – ich schreibe bei mir einfach nicht mehr so häufig wie früher und vermutlich sind die Sachen, die ich dann von mir gebe, auch nicht mehr wirklich interessant für dich.

    Ja, mein Blog hat sich verändert – weil sich auch mein Leben verändert hat – aber sehr zum Positiven, muss auch gesagt werden.
    Vielleicht ist mir das Schreiben einfach leichter gefallen, als mir irgend etwas abging, als ich noch innerlich unruhig war. Und da hat mir das Schreiben immer sehr geholfen. Momentan habe ich einfach sehr wenig zu beklagen und schreiben tu’ ich zumeist nurmehr in der Redaktion, in der ich arbeite.

    Lange Rede – kurzer Sinn: Ich wollte dir nur sagen, dass ich dennoch regelmäßig bei dir reinschau und auch gerne bei dir lese – auch wenn ich nicht mehr so oft die passenden Worte zum Kommentieren finde.
    Ich habe mich vermutlich endlich ein Stückchen mehr in Richtung Realität und ein Stückchen weiter weg von der digitalen Welt entfernt, aber ganz werde ich sie nie sein lassen – auch nicht meinen Blog. Dazu bedeutet er mir doch zu viel. Und wer weiß, was die Zukunft noch so alles bringen wird. Die letzten Kapitel sind mit Sicherheit noch nicht geschrieben.
    :mrgreen:

    In diesem Sinne:

    Liebe Grüße aus Salzburg

  3. Konna says:

    @Sascha: Ich verstehe, was du meinst und eigentlich klingt es auch logisch. Aber wie ist das, wenn man sich damals zum Beispiel im Streit getrennt hat? Soll man dann bei Interesse der erneuten Kontaktaufnahme einfach darüber hinweggehen und so tun, als wär nichts gewesen? So einen Fall fände ich schwierig.

    Oder auch bei einem normalen Fall: Bei einem Blog kommt man ja meist in ein bestehendes Umfeld wieder hinein, es gibt Stammleser und -kommentatoren und so weiter und da finde ich es auch schwierig, wieder einen Zugang zu finden, weil das frühere Bild ja doch irgendwie noch in einem verhaftet ist. Klar, Menschen ändern sich nicht so einfach, aber verpasst hat man ja doch einiges. Klingt vielleicht blöd, aber vielleicht verstehst du ja, was ich meine – ich finde es schwierig, das richtig auszudrücken.

    @lexxa: Also eigentlich überrascht es mich, dass Du Dich angesprochen gefühlt hast, den gerade Dich habe ich nun überhaupt nicht gemeint. Ich weiß genau, dass du regelmäßig bei mir mitliest und ich hoffe, dass du weißt, dass ich auch jeden deiner Beiträge lese.

    Dass es dabei nicht immer zu Kommentaren kommt, hat sicherlich verschiedene Gründe. Wenn ich jetzt für mich spreche, kann ich nicht sagen, dass es mich nicht interessiert, im Gegenteil, ich finde nur oft nicht die passenden Worte. Das ging und geht mir bei deinen Artikeln aber fast immer so, denn ich finde deine Artikel in der Regel so überragend und umfassend formuliert, dass mir regelrecht die Worte fehlen. Wozu soll ich wiederholen, was du schon im Beitrag geschrieben hast? Aber ich will mir Mühe geben, wieder mehr bei dir zu kommentieren.

    Davon abgesehen freue ich mich sehr für dich, dass sich in deinem Leben viel zum Positiven gewendet hat und da habe ich auch das vollste Verständnis, dass das Internet und vor allem Blogs nach hinten rücken, wäre bei mir nicht anders. ;)

    Wir hatten uns schon einmal etwas aus den Augen verloren und haben uns wiedergefunden (du erinnerst dich bestimmt), von daher bin ich davon überzeugt, dass diese “Blogfreundschaft” (eigentlich ein doofer Begriff, aber es passt vielleicht) bestehen bleibt. Und ein eventuelles Treffen irgendwann auch mal in der Realität wird – trotz aller Veränderung und allem Wandel – von keinem von uns ausgeschlossen, glaube ich. :)

  4. lexxa says:

    Ja, ich weiß was du meinst! Aber aus den Augen haben wir uns jetzt auch nicht verloren, und das hab ich auch nicht vor..
    Danke für deine lieben Worte, haben echt gut getan!!
    Ja, es wird bal mal Zeit, diese “Blogfreundschaft” mit einem richtigen Treffen zu besiegeln! Und das Bier geht dann auf mich!
    :drink:
    Dir noch einen schönen Abend!

  5. jana says:

    Das Leben ist eben Veränderung, egal ob offline oder online. Man lernt Leute kennen, geht mit ihnen ein Stück gemeinsam durchs Leben und verliert sich auch wieder aus den Augen. Das ist halt mit den Blogs nicht anders. Mir geht es da wie dir…als Leser von Blogs und selber als Bloggerin.

    Danke dir jedenfalls nochmal mit der Idee zut Sprechblasenmitmachaktion :-) Ich hoffe natürlich auf einen Beitrag von dir :mrgreen:

  6. Hikari says:

    Ich finde es eigentlich gar nicht merkwürdig, dass man sich wieder neu anfreunden kann mit jemanden, mit dem man auch seit langer Zeit nichts mehr zu tun hatte, früher aber einmal eng befreundet war. :) Ich denke, manche Freundschaften haben eben auch einmal solche etwas leeren Phasen und können dann aufgefrischt werden. Und jemanden ganz unverbindlich mal einen Kommentar zu hinterlassen ist ja eigentlich gar nicht merkwürdig :)

    Aber deinen vergleich finde ich ansonsten sehr gut gelungen. Und stimmt, die Sache mit den Lesern und auch mit sich selbst als Leser ändert sich wirklich teilweise recht häufig. Interessante Gedanken dazu.

  7. Hm, was in einem 1/2 Jahr ist weiss ich eigentlich nicht, da ich nicht in die Zukunft sehen kann und das auch gar nicht will, wo würde denn der Spass dann dabei bleiben? ;)

    Ob ich deinen Blog dann noch lese, keine Ahnung, aber durchaus möglich. :)

    Im Wandel befindet sich alles, zumindest sollte es so sein, den ohne Wandel bzw. Entwicklung/Weiterentwicklung wo würden wir da heute noch sein, in der Steinzeit? :lol:

    Es ist wahrlich interessant den Wandel des eigenen Blog zu beobachten und zudem den Wandel andere Blogs mitzuerleben, als Leser. :D

  8. hans says:

    unsere blogs sind ja ungefähr gleich alt und bei mir verhält es sich genau so. wobei der grossteil der leser, die quasi von anfang an bei mir waren, auch heute noch vorbei schaut.

    durch meine berufliche tätigkeit komme ich ja sehr viel herum und ich nutze die möglichkeit immer, mich mit anderen bloggern zu treffen, da sind mit der zeit auch schon viele nette bekanntschaften hinzu gekommen, was mich sehr freut.

    denn der persönliche kontakt ist mir fast noch wichtiger als der virtuelle. schliesslich möchte man ja auch mal wissen, wer bei einem im blog rumschwirrt… ;)

  9. juliaL49 says:

    Ah, der Konna haut wieder rein und trifft den Nerv der Zeit :) Eine Gruppe hast du aber in deinem Beitrag vergessen, die sich zum Glück hier in den Kommentaren eingefunden hat: diejenigen, die am Anfang fast jeden Beitrag kommentierten und dann nur noch sporadisch aus der Leserschaft auftaucht. Wir sind da, zeigen uns aber nicht so oft :)
    Das betrifft in meinem Fall z.B. auch Hans’ Blog, bei dem ich schon ewig lese, aber dieses Jahr nur eine Handvoll Kommentare abgegeben habe.

    Das ist einfach so, dass auch von der anderen Seite (aus Sicht des Kommentierers) Blogs kommen und gehen und diejenigen, die bleiben und weiter gefallen, weiter gelesen werden, aber aus Zeitgründen nicht mehr so oft kokmmentiert werden.

  10. hans says:

    ich bin dir aber nicht böse, julia… ;)

  11. Konna says:

    @lexxa: Kriegen wir schon hin. Und wir sind ja so erwachsen, dass wir wissen, dass der andere uns auch dann mag, wenn er mal nicht bei einem kommentiert. :)

    @jana: Aber es wird einem irgendwie nur selten bewusst, oder? Also zumindest kommt es mir so vor, die meiste Zeit denke ich gar nicht daran und sehe das alles als selbstverständlich. Da freut man sich natürlich über ein paar Konstante in der Reihe.
    Und nichts zu danken für die Idee, ich hoffe, dass sie auch gut ankommt. Aber ich bin optimistisch. ;)

    @Hikari: Vielleicht sollte ich es einfach mal gezielt auf einen Versuch ankommen lassen. Bei manchen bin ich mir auch relativ sicher, dass es sie nicht stört, bei anderen hingegen kann ich das gar nicht einschätzen.

    @nastorseriessix: Stimmt, das war auch eher eine rhetorische Frage. Nur wenn ich ein halbes Jahr zurückblicke und die Veränderung sehe, ist es ja durchaus möglich, dass sich in einem halben Jahr später wieder vieles geändert hat.
    Ich will auch nicht bestreiten, dass eine gewisse Veränderung gut und wünschenswert ist. Allerdings gibt es ja auch immer Veränderungen im negativen Sinne – und es kann ja auch möglich sein, diese wieder auszubügeln. :)

    @hans: Ja, der persönliche Kontakt ist mir auch immer sehr wichtig, dazu wollte ich in der Fortsetzung dieses Artikels schreiben. ;) Aber immer wenn es mir möglich ist, bin ich gern dazu bereit, Blogger bzw. generell “virtuelle Freunde” auch real zu treffen. Ist meist eine wirklich gute Sache.

    @juliaL49: Den Nerv der Zeit? Ist das Thema gerade aktuell und ich hab was nicht mitbekommen? :D
    Die von dir erwähnte Gruppe gibts natürlich, gehöre ich in gewissen Blogs auch ja zu. ;)
    Es gibt vielleicht auch als Leser eine gewissere Neuerungssucht. Ein neuer Blog ist auch ein neuer Mensch und um sich selbst vorzustellen, muss man dort natürlich erstmal öfter kommentieren. Da bleiben die alten Hasen dann manchmal auf der Strecke (auch wenns vielleicht schade ist), man hat ja leider nicht unendlich viel Zeit.

  12. Lordy says:

    Das, was du da beschreibst, bemerke ich auch. Ich habe das schon früher als Administrator eines Forums gemerkt und in der Blog-Welt ist es nicht wirklich anders.
    Die Leserschaft wandelt sich extrem schnell. Heute ist alles schnelllebig. Ich kenne das auch von mir. Ich lese einen Blog recht häufig und auf einmal will ich da nicht mehr vorbeischauen. Gründe gibt es ja, wie du sagtest genug.

    Wobei du ja vor allem daraus schließt, wer bei dir kommentiert. Das solltest du nicht machen ;) . Ich zum Beispiel kommentiere auch mal eine ganze Zeit nicht, wenn mir einfach nix zum Sagen bzw. Schreiben einfällt.
    Interessant finde ich immer, wenn ich von Freunden höre, dass sie meinen Blog lesen, aber ich das selbst gar nicht wusste, weil sie noch nie kommentiert haben. Das ist dann irgendwie was Besonderes. Und zeigt, dass man seine Leserschaft eigentlich auch gar nicht kennt. Man kennt nur die, die sich “offenbaren”. (Sowas muss ja jetzt von einem Theologen kommen :D ).

    Was deinen Blog angeht, so lese ich regelmäßig seit gut 2 Monaten, davor sporadisch seit Dezember 2008. Bin also noch nicht lang dabei, aber finde ihn einfach super. Lob muss sein.

    Und nun ende ich, weil ich gerade nicht mehr weiß, was ich noch weiteres schreiben wollte. Ich melde mich, wenn es mir wieder eingefallen ist. ^^

  13. Jenny says:

    Es ist eben so wie im richtigen Leben, Freunde kommen, Freunde gehen. Man lernt eben immer wieder neue Leute kennen, dafür verliert man andere aus den Augen. Ist leider so.

  14. hi konna!

    da ich noch nicht soooo lange blogge, kann ich dir nicht unbedingt zustimmen. bei den wenigen kommentaren – im vergleich zu deinem und vielen anderen blogs – ist nicht ab zu sehen wer regelmäßig liest und wo und wann wandlungen stattfinden. ich denke jedoch, dass wie im richtigen leben auch hier das motto gelten kann: stillstand bedeutet rückschritt!

    man sollte das ganze nicht so negativ sehen, denn neue kommentatoren mit neuen meinungen können zur steten weiterentwicklung des schreibers beitragen. viele freundschaften im laufe der lebensjahre gehen ja nur deshalb auseinander, weil man sich nicht mehr viel zu sagen hat. es gibt nichts neues, man kennt sich zu gut, oder verliert zu schnell das interesse den gegenüber richtig kennen zu lernen.

    ich jedenfalls freue mich über jeden alten und neuen kommentar, der mich anregt bei einigen themen noch weiter zu denken oder mir einfach mal hilft mein selbstbewusstsein als schreiber und denker auf zu baun.

  15. zitrone says:

    schöner Beitrag und irgendwie so wahr :/

  16. Consuela says:

    Ich glaube, das ist der Lauf der Dinge. Es tritt jemand in Dein (Blog-)Leben, aber genauso schnell kann er auch wieder hinaustreten. Die Gründe sind meist verschieden.

    Ich merke es bei mir, dass ich in einigen Blogs auch eher selten kommentiere, aber durchaus die Beiträge lese. Manchmal ist es einfach die Zeit, die mir dazu fehlt. Manche Beiträge lese ich auch erst später und dann wurde zu dem Thema bereits alles gesagt. Das Internet ist halt schnelllebig ;)

    Ich fände es aber keineswegs komisch, wenn man nach langer Zeit der “Funkstille” sich einfach mal wieder bei alten (Blog-) Bekannten meldet – wenn nicht gerade ein “Kleinkrieg” untereinander stattgefunden hat, der das Auseinandergehen begründet.

  17. Konna says:

    @Lordy: Okay, ich schließe nur aus den Kommentaren daraus, aber ich kann ja leider nicht sehen, wer hier liest und wer nicht. ;) Von daher ziehe ich noch zu Rate, wo ich selbst noch lese und denke mir, dass nach einer gewissen Zeit bzw. Beitragszahl ohne Kommentar wohl nicht mehr mitgelesen wird. Zumal, wenn man aus einer Blogroll wieder entfernt worden ist, wobei das auch nichts heißen MUSS. Ist schon schwierig.

    Dein Lob kann ich nur zurückgeben und auch die Zeitspanne stimmt in etwa überein. Und inzwischen wird das auch mit den Kommentaren mehr, bei uns beiden, wie mir scheint. ;)

    @Jenny: Ja, so ist es wohl leider. Bei einigen finde ich das wirklich schade, aber wenn man sich auseinanderlebt und sich nichts mehr zu sagen hat, sollte man sich das wohl auch eingestehen.

    @kuschelpunker: Du hast schon Recht, aber am schönsten wäre es doch, wenn man die alten behalten würde und die neuen bekommt. Nur leider trifft dann wohl der Grundsatz zu, dass man es nie allen Recht machen kann. Es bleibt wohl nur, dass man seinen Weg geht und schaut, wer mitgehen will und wer die Reise an der Stelle beendet. Auf keinen Fall sollte man eine Weiterentwicklung und Erschließung neuer Leserkreise negativ bewerten.

    Es ist ein bisschen wie in der Musik: Der eine will, dass sich eine Band nie verändert, andere finden frühere Alben grausam und kommen erst später dazu.

    @zitrone: Hey, was machst du denn so einen traurigen Smiley da hin? ;) Es gibt ja auch noch die Fälle, die sich trotz unterschiedlicher Richtungen im Blog noch im realen Leben verstehen und schätzen. Und auch wenn wir beide vielleicht nicht mehr so oft schreiben wie früher (was ich vor allem mir anlaste, da meine Zeit recht knapp bemessen ist), so weiß ich, dass ich mich stets auf dich verlassen kann. Außerdem bist du immernoch diejenige mit den meisten Kommentaren hier. :D

    @Consuela: Ich würde so gerne mehr Zeit haben, um in allen meinen Blogs, die ich lese, auch zu kommentieren, leider bin ich oft schon damit ausgelastet, hier die Kommentare zu beantworten und nach der Pflicht ist man dann auch irgendwie oft schnell in einer Situation, in der man sich sagt: “Ach komm, dann im nächsten Beitrag”.

    Vielleicht schau ich wirklich mal bei alten Weggefährten vorbei und hinterlasse einen Kommentar. Die Mehrheit scheint es ja nicht komisch zu finden. :)

  18. Lordy says:

    Ja ich denke auch, dass das so langsam immer mehr wird. Ich brauche immer so meine Anlaufzeit xD. Aber die habe ich ja nun auch hier so gut wie hinter mir. Und ich bedanke mich mal für dein Lob.

    Das, was man sehen kann, ist nur das halbe Bild. Vor allem, wenn man keine Statistik in Echtzeit nutzt, die einem vielleicht mehr verraten kann. Aber auf eine solche verzichte ich auch, weil ich daran auch so gut wie kein Interesse habe.

    Ich finde manche Veränderung auch traurig. Es gibt mehrere Kommentatoren und Leser, die ich mit dem Neustart verloren habe. Und das finde ich in sofern traurig als das ich dachte, dass diese Menschen echt gute Freunde werden können. Aber naja, wenn man von denen nichts mehr hört, dann kann von deren Seite aus wenig Interesse bestanden haben. Aber so ist das eben. Wie viele hier sagen. Das ist wohl der Lauf der Dinge. Schade, aber wohl nicht zu ändern.

  19. zitrone says:

    Lol… Ich habe immer noch die meisten???

    Krass… Naja, ich lese ja auch mehr oder weniger fleißig hier, aber leider kommt Schule, Bewerbungen und Bewerbungsgespräche immer wieder dazwischen und auch meine Site leidet darunter.

    Aber hey, ich hab den Führerschein und wenn ich n bissl mehr Praxis hab, kann ich auch mal längere Strecken fahren *grins*

    Minigolf spielen real und so, wennu verstehst!

  20. Robert says:

    Vielleicht ist das so wie mit den Leserbriefen. Ich glaube, man verwechselt einen Blog viel zu häufig mit einem Forum, in dem jemand ein Frage hat und darauf eine Antwort möchte. In erster Linie ist ein Blog aber eine einseitige Geschichte, nicht jeder Beitrag schreit danach kommentiert zu werden, sondern möchte einfach nur gelesen werden, wie einen Artikel der berühmt männlich geprägten Toilettenlektüre. Die Leserschaft unterscheidet sich also oft von den Kommentatoren, wobei nichts schlechter oder besser ist als das andere.
    Leser, die häufig kommentieren, das sie eine andere Meinung haben, verlassen den Blog auf lange Sicht, wenn sie resigniert feststellen, das sie ihr Gegenüber nicht von der eigenen Meinung überzeugen können. Habe ich jedenfalls festgestellt.
    Zurück zum Thema: Natürlich ändert sich beides, die Leser und der Blog selbst, neues Design, andere Interessen, neue Strömungen beeinflussen den Blogger in der Art oder der Tatsache überhaupt zu schreiben. Auch Leser ändern ihre Interessen und Gewohnheiten, das aber nicht mit dem Blog als solche zu tun hat.
    Persönliche Blogs haben meiner Meinung nach treuere Leser als Fachspezifische Blogs, weil sich der Leser beim persönlichen Blog eher für den Blogger und seine Welt interessiert.Fachspezifische Blogs liefern Informationen, mehr nicht (aber auch nicht weniger).

  21. Konna says:

    @Lordy: Vor allem dein letzter Absatz gibt gut wider, was ich mit diesem Beitrag meine. Über ein Blog kann man – sofern es einigermaßen persönlich geführt wird – sehr viel über einen Menschen erfahren, oft sogar mehr als wenn man sich direkt gegenüber steht, weil einfach manche Themen so nicht angesprochen werden.

    Und das führt dann eben dazu, dass man sich besser kennenlernt und man gewinnt eben zum Teil auch den Eindruck, dass auf der anderen Seite der Leitung jemand sitzt, mit dem man wirklich gut auskommt. Und das ist irgendwie schade, wenn man sich dann wieder auseinanderlebt. Aber über persönliche Beziehungen zu den Lesern wollte ich in der Fortsetzung noch schreiben. Aber guter Punkt von dir.

    @zitrone: Ja natürlich hast du. Alle anderen, die überhaupt auch nur in der Nähe deiner Kommentarzahl waren, bloggen oder kommentieren gar nicht mehr. Und an deine fast 700 Kommentare muss man erstmal herankommen. ;)

    Und du musst dich auf jeden Fall nicht rechtfertigen, ich weiß ganz genau, dass du viel zu tun hast und es geht mir ja nicht anders mit der Uni und so.
    Trotzdem freue ich mich natürlich immer, wenn du mich besuchen kommen und gegen mich im Minigolf verlieren willst. :D

    @Robert: Sicherlich sollte man nicht zwischen guten und schlechten Lesern/Kommentatoren unterscheiden, aber wenn ich hier von der Leserschaft spreche, so meine ich natürlich nur die Leserschaft, die auch wirklich messbar ist, also Leute, die nicht nur ein oder zwei Beiträge kommentieren und dann nie wieder kommen.
    Ansonsten natürlich völlig logisch, was du sagst. Und vermutlich muss ich die Ursache bei mir selbst suchen, denn die Inhalte meines Blogs haben sich doch deutlich gewandelt. Insofern kommt wohl wieder die Weisheit zum Tragen, dass man es nicht allen recht machen kann.

  22. Lordy says:

    Dann bin ich doch mal auf die Fortsetzung gespannt. Und schön, dass ich mit diesem Gedanken nicht ganz alleine bin und es auch noch andere gibt, die das ebenso mitbekommen und sehen.

  23. zitrone says:

    Ich werde nicht verlieren! Super-Zitro verliert niiiiie :twisted:

  24. Martin says:

    Hallo Konna,

    ich habe Deinen Artikel mit Interesse gelesen. Das Ganze hat mich auch wenig zum Grübeln gebracht. Ich führe meinen Blog jetzt auch schon einige Zeit und mir ist ähnliches aufgefallen wie Dir. Einige wenige “Stammkunden” bleiben, die meisten kommen und gehen. Und, ganz ehrlich, ich bin da nicht anders. Ich habe hier vor Ewigkeiten häufiger kommentiert und Deinen Blog dann irgendwie aus den Augen verloren. Du hast mir damals in meiner Anfangsphase ab und an mit wertvollen Tipps geholfen, etwa wie ich RSS einfüge und die Widgets konfiguriere. Nun, irgendwie habe ich Deinen Blog jetzt wieder entdeckt und unheimlich viel “nachzulesen”…

    Grüße,
    Martin

  25. jakob says:

    Ein sehr philosophischer Beitrag, erinnert mich gerade an mein Leben. :|

  26. Konna says:

    @Lordy: Ich hab noch nie wirklich strikt zwischen online und offline getrennt, was freundschaften angeht. Klar ist es was anderes, wenn man sich auch persönlich sehen und gemeinsam was unternehmen kann, aber auch online können wirklich gute Freundschaften entstehen, was bei mir schon mehrfach der Fall gewesen ist.

    @zitrone: Is klar. ;)

    @Martin: Hey Martin, das ist ja mal ne Überraschung. Darf ich mal so ganz plump fragen, wo du plötzlich herkommst? Hab ewig nichts von dir gehört und gelesen. Und auch wenn wir gegenseitig bei uns nicht viel kommentiert haben (du 5 kommentare hier, wie angezeigt wird, ich wohl auch nicht mehr bei dir), so erinnere ich mich doch gut. :) Freut mich, dass dieser Beitrag einen verlorenen alten Bekannten wieder auf den Plan gerufen hat. :D

    @jakob: Oh, klingt nicht gut. Auch den Kontakt zu alten Freunden und Bekannten verloren?

  27. jakob says:

    Naja, durch die Abitur wird das Freundesprofil automatisch etwas ausgemistet. Es gab an meiner Schule viele, die man so im Vorbeigehen gegrüßt oder auf einer Party mal was zusammen getrunken hat, aber nach einem Monat ohne Schule sind diese Bekanntschaften, die auf täglichem gemeinsamen Unterricht etc. beruhen, nicht mehr wirklich greifbar – teilweise war ich auch nur genervt, als ich manche hab reden hören. Die Spreu trennt sich vom Weizen, aber ich sitze eh nicht der utopischen Vorstellung auf, dass ich mit einem Großteil in Kontakt bleiben werde. Ansonsten ist der Verlust wirklicher Freunde schon etwas länger her. Schweift aber vom Thema ab. ;)

  28. Martin says:

    Ach Konna, irgendwie habe ich dieses Blog hier aus den Augen verloren… aber das wird sich jetzt wieder ändern ;) Das Du Dich noch erinnerst freut mich indes riesig…

    Gruß,
    Martin

  29. Konna says:

    @jakob: Stimmt, nach dem Abitur oder generell dem Schulabschluss ist der Bruch wohl am größten. Ging mir da so wie dir, mit vielen hatte man außer Schule eben nichts gemeinsam, wobei ich mit den meisten gut ausgekommen bin.

    @Martin: Na klar, ich habe sogar noch einige Beiträge vor Augen mit ganz speztiellen Flugzeugfotos und so. Werde dein Blog auch mal wieder in den Feedreader aufnehmen. :)

  30. Martin says:

    Das freut mich…mittlerweile nimmt auch mein Job in der Mediothek Krefeld einen größeren Teil des Blogs ein. Wie Du schon gesagt hast, das ein oder andere verändert sich.

    Das mit den Freunden und Bekannten ist schon eine spannende Sache. Ich habe vor kurzem über ein Social Network eine Mitschülerin wieder getroffen. Als wir ein paar Mal hin und her gemailt haben, waren viele schöne Erinnerungen wieder da…

    Gruß,
    Martin

  31. Lordy says:

    Nicht nur bei dir, Konna. Ich kenne das so auch. :)

  32. Konna says:

    @Martin: So eine Veränderung scheint ganz normal zu sein, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ich bin jedenfalls gespannt und frage mich, ob sich noch mehr alte Begleiter hier einfinden werden. :)

    @Lordy: Ganz im Ecki’schen Stile antworte ich darauf mal nur mit einem Smiley: :D .

  33. Magrat says:

    Oh, hier wurde schon wieder ganz fleißig hin- und herkommentiert und geantwortet, das Thema spricht offenbar viele Leute an… na, und mir fällt auch noch etwas dazu ein.

    Ich bin jemand, der Veränderungen scheut. Alles soll möglichst so bleiben wie es ist, bzw. wie ich es kenne. Daß das so nur selten funktioniert, weiß ich inzwischen. Zum Beispiel hab ich mal versucht, eine Art Clique wieder zu vereinen. So 6-8 erwachsene Leute, die sich zerstritten und auseinandergelebt hatten. Die fanden die Idee auch gar nicht SOOO schlecht, kamen alle zu meinem Geburtstag. Aber es hat halt nicht funktioniert, danach haben sich die meisten nie wieder gesehen. Es war halt zu viel passiert, und mit einem “Vertragt euch und benehmt euch gefälligst wieder wie früher” war es nicht getan.

    Und ob “real” oder “virtuell”, das ist halt das Leben, und wer weiß, wozu es gut ist. Alles passiert eben so, wie es passieren soll.

    So, genug philosophiert ;)

    Ich werde hier in deinem Blog jedenfalls noch öfter herumstöbern…

  34. Konna says:

    @Magrat: Offenbar ist das so, ja, hätte ich so auch gar nicht gedacht, freut mich aber umso mehr. :)

    Ich selbst stehe Veränderungen erstmal neutral gegenüber, Veränderung kann nämlich manchmal auch sehr gut sein, aber eben leider auch weniger gut, wie deine Erfahrung zeigt und wie auch ich schon mehrfach erkennen musste.
    Inwieweit das der Lauf der Dinge oder Schicksal ist, vermag ich nicht zu beantworten. Das ist Sache der Philosophen. ;)

    Ich freue mich derweil lieber darüber ,dass du öfter vorbeischauen möchtest. :D

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