Der April ist fast vorbei – ein guter Zeitpunkt, die aktuelle Monatsumfrage zu beenden und das Ergebnis anzuschauen. Es wurde nach der Meinung zu Smileys gefragt und stolze 137 Stimmen wurde abgegeben. Der größte Anteil der Abstimmenden ist der Ansicht, dass Smileys ok sind, solange es nicht zu viele sind (47%). Halb so viele haben gesagt, dass Smileys sie überhaupt nicht stören bzw. dass sie Smileys super finden. 16% finden sie in Beiträgen fehlplatziert, aber in Kommentaren okay, 9% haben eine Antipathie gegen animierte Smileys und lediglich 6 der 137 Umfrageteilnehmer mag überhaupt keine Smileys. Hier das Ergebnis noch einmal als Grafik:
Wie stehst du zur Verwendung von Smilies in Blogs?
- Ok, solange es nicht zu viele sind (47%, 64 Votes)
- Stören mich überhaupt nicht / Smilies sind super (23%, 32 Votes)
- In Beiträgen fehlplatziert, in Kommentaren ok (16%, 22 Votes)
- Ok, solange sie nicht animiert sind (9%, 12 Votes)
- Ich mag gar keine Smilies (4%, 6 Votes)
- Etwas anderes (Kommentar) (1%, 1 Votes)
Total Voters: 137
Viele Kommentare sind zum Thema Smileys eingegangen, viele hatten etwas zum Thema zu sagen, meist wurde die eigene Verwendung der kleinen Kreisen mit Gesicht etwas präziser dargestellt. Aber vor allem zwei Aspekte sind mehrfach genannt worden, die nicht außer Acht gelassen werden sollten:
- Smileys sind gut, weil sich durch sie leichter bestimmte Meinungen und Stimmungen erkenntlich machen lassen. Das gilt vor allem auch für Ironie.
- Es kommt auf das Thema des jeweiligen Blogs und/oder Beitrags an, ob Smileys passend sind. Bei ernsten Themen oder einem deutlichen professionellen Anspruch wird von einer Verwendung eher abgeraten als bei lustigen Beiträgen.
Zum ersten Punkt gab es aber auch eine kritische Stimme vom Maschinen Blogger, der sagt:
“[...] genau darin sehe ich das größte Problem in der digitalen Kultur. Die Sprache wird reduziert auf das nötigste, Tippen ohne groß zu denken und am Ende noch schnell einen Kreis mit Augen hineingeknallt um die Emotion mitzuteilen.
Wie wäre es, wenn in Büchern/ Literatur auch Smileys eingesetzt würden. 400 Seiten lassen sich so um 50% reduzieren, kein lästiges aufhalten mit der deutschen Sprache.
Der Smiley an sich mag ein Gutes Wesen sein, aber er verleitet leider viele gar nicht mehr über das nachzudenken, was eigentlich gesagt werden soll.”
Ob man dieser Aussage zustimmen möchte oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, aber der Kommentar zeigt, dass das Thema Smileys sehr kontrovers diskutiert werden kann. (Die meisten) Blogs sind meiner Meinung nach zwar nicht mit Büchern vergleichbar, aber dass man bestimmte Smileys auch nicht unbedingt setzen müsste und ein Text trotzdem verständlich bliebe, davon bin ich auch überzeugt. Dennoch kann ein Smiley in gewisser Weise die Funktion von Mimik übernehmen und verleiht dem geschriebenen Wort eine “Klangfarbe”, wie Robert in seinem Kommentar treffend aufzeigt.
Ich bedanke mich für die rege Teilnahme an meiner Umfrage, sowie für das interessante und aufschlussreiche Ergebnis. In den nächsten Tagen startet dann die nächste Monatsumfrage.
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Beitrag zur Monatsumfrage 04/2009

















11 Kommentare
Die Kritik vom Maschinen Blogger und der Vergleich zu den Büchern ist ein interessanter Punkt.
Ich verwende eh wenig Smilys und dann eher in den Kommentaren um anzuzeigen wie ich etwas meinte. Kann auch bei einem Satirischen Satz noch dazuschreiben das ich verschmitzt lächel, doch das sieht dann auch wieder in einem Kommentar doof aus.
Da sind dann die Smilys schon besser angebracht.
Aber jeder wie er es mag, manche benutzen nun mal mehr oder auch weniger Smilys.
Smileys sind lustig und süß. Aber die Frage ist echt, ob sie einem nicht zu viel am Schreiben abnehmen.
Mich z.B. verleiten die paar Smiley die ich oben anklicken kann, damit sie hier im Kommentar erscheinen immer mehr dazu, nicht mehr *grins* *doof guck* etc. zu schreiben.
Und ich muss sagen, dass finde ich persönlich sehr schade. Denn auch ist *grins* kein Satz, aber dennoch hat sowas für mich mehr Ausdruck als
Ich persönlich versuche daher wieder mehr drauf zu achten nicht nur Smileys zu verwenden…
Das mit dem vergleich zu dem Buch aus dem Zitat finde ich faszinierend. Denn ich stelle es mir irgendwie ziemlich “lustig” vor so ein Buch zu lesen, wo die Ausdrücke durch Smileys ersetzt werden.
Wäre mal was neues, aber auf dauer glaub ich nichts.
Ich muss zugeben, dass ich mich oft sehr zusammenreißen muss u.a. in meinen eigenen Artikeln nicht zu viele Smileys zu verwenden. Wenn ich im Nachhinein noch mal drüberlese, fällt mir immer erst auf, wie viele ich verwendet habe und lösche immer erst ein paar überflüssige Bildchen, da ich eigentlich im vorherigen Satz schon ausgedrückt habe, dass es beispielsweise lustig gemeint sein soll.
Meine Meinung ist also auch, dass man es wirklich nicht übertreiben sollte, weil ansonsten ein angemessener Textfluss verlorengeht.
Von daher war es schon mal interessant zu sehen wie andere darüber denken!
Ich finde Smileys in Kommentaren okay bzw. kann man oft durch ein einfaches “:D” als Antwort viel mehr ausdrücken als durch ein paar Sätze dazu. In Beiträgen versuche ich sie auch so gut es geht zu reduzieren bzw. nicht zu verwenden, höchstens mal den Zwinker- oder Grinsesmiley, v.a. falls es sich direkt an eine(n) bestimmte(n) Leser(in) richtet. Finde es aber auch nicht tragisch, wenn jemand gern mit Emoticons, vielleicht sogar “personalisierten” (also abseits der gelben Standardriege), agiert und davon auch mehrere in seine Beiträge einbaut.
Den Vergleich mit einem gedruckten Buch finde ich zwar einerseits interessant (ich muss mich v.a. in Mails oft sehr zusammenreißen, um nicht dauernd Smileys zu setzen, wo man durch sprachliche Mittel auch Ironie etc. transportieren könnte), aber andererseits ist der Unterschied zwischen gedrucktem Buch und Web (2.0) eben die mögliche Interaktion, die gerade durch Emoticons sehr viel breiter (z.B. in Youtube et. al. über Sprachgrenzen hinweg) ermöglicht wird.
In Blogs finde ich Smileys ganz ok.
In E-Mails oder im IRC wirken sie auf mich kindisch und unprofessionell.
Ich bin ein großer Fan von den normalen Smileys.
Zum einen muss es das richtige Thema und zum anderen müssen es auch die richtigen Smilies sein. Da gibt es ja große Unterschiede!
In meinen Beiträgen versuche ich es immer auf ein Smiley zu begrenzen, so als abschließender Unterstrich. Denn zu viele Smilies wirken in der Tat zu unseriös und kitschig, es sei denn man legt im eigenen Blog nicht so viel Wert auf diese Dinge…
Ansonsten find ich Maschinen Bloggers Aussage gut, denn die Sprache im Allgemeinen kommt wirklich oft viel zu kurz.
@Sebastian: Jep, seh ich auch so, interessant auf jeden Fall. Bemühe mich selbst auch mehr darum, die Smiley-Nutzung eher auf die Kommentare zu beschrenken, aber manchmal passts einfach auch gut in den Artikel.
@zitrone: Nur ist zum Beispiel *grins* auch lange nicht deutlich, es gibt ja verschiedene Arten des Grinsens.
Die Idee, das ein Buch Smileys hat, finde ich auch total witzig, sollte man mal schreiben, wär auf jeden Fall was neues.
@Sonja: Erwische ich mich auch manchmal bei. Schaue oft am Ende des Beitrags noch mal, welche Smileys ich wieder streichen kann. Aber manchmal mach ich ganz unbewusst sogar die Smiley-Gesichter in echt nach, wenn ich sie schreibe.
(dieses hier gerade nicht. ^^)
@Jü: Oh ja! Smileys in Mails, das ist auch so eine Sache, die wollen mir da auch immer reinrutschen. Sollte nur bei Mails an seine Uni-Profs lieber nicht passieren.
Das mit der Interaktion ist ein guter Einwand, stimmt auf jeden Fall!
@FoolMoon: Im IRC auch? Ich dachte gerade dort sind die Smileys zu Hause. Sind doch eigentlich aus dem Chat entstanden, oder sehe ich das falsch?
@Katja: Stimmt! Bei den Smileys gibt es ganzt gravierende Unterschiede. Da finde ich diese Standardsmileys eigentlich noch am besten. Als Abschluss nutze ich ebenfalls gern Smiley, drückt auch immer so ein bisschen die Stimmung des Autors aus.
Weil du gerade Uni-Professoren erwähnst… ich hatte im letzten Semester eine, die selbst beinhart dauernd Zwinker- und Grinsesmileys eingebaut hat.
Und weil du geschrieben hast, du machst beim Schreiben öfter die Smiley-Gesichter nach – das passiert mir auch dauernd bzw. merke ich, dass ich manchmal sogar abseits des Computers Grimassen ziehe, die frappant an die kleinen gelben Wesen erinnern (z.B. an den hier:
) und von denen ich glaube, dass ich sie früher nicht so gemacht habe.
Schöne Auswertung der Umfrage!! Ich habe gerade bei mir nochmal drüber geschaut und habe gemerkt, dass ich meine Smilies vor allem am Ende eines Absatzes oder am Ende eines Beitrages setze – wie einen zusätzlichen Punkt oder Marker, hier ist der Absatz zu Ende. Sehr merkwürdige Angewohnheit, wenn ich mir das recht überlege. Richtig erklären, warum ich das mache, kann ich es auch nicht. Hat sich einfach so eingeschlichen.
Was ich auch bemerke: Hinter bestimmten Notizen von Vorlesungen mache ich auch Smilies
<– der da ist vor allem beliebt. Eben wenns was gibt, bei dem ich während der Vorlesung schmunzeln musste oder das witzig fand. Zu mehr als nem Smilie hat man bei dem Mitschreibwust ja aber auch keine Zeit. Um das mal aus Ausrede zu nehmen.
Aber daran kann man wie auch die Vorredner schon erwähnt haben, eben gut erkennen, wie leicht wir darin beeinflussbar sind. Wir halten uns ja alle schon etwas länger im Netz auf und sind durch diverse Chats, Websites, Foren sicher alle mal durchgegangen und so hat sich das eben eingeprägt. Erstaunlich irgendwie, aber andererseits auch nicht verwunderlich. So sind wir Menschen nunmal.
@Jü: Haha, das is ja echt cool, macht die Professorin doch gleich irgendwie sympathisch.
Aber finde ich ja lustig, dass du auch Smiley-Gesichter machst, sieht bestimmt lustig aus manchmal.
@Hikari: Danke! Ich nutze die Smileys auch so, vor allem auch in den Kommentaren. Fast jeder meiner Kommentare hört mit einem Smiley auf, ich setz die schon vollkommen unbewusst.
In meinen Vorlesungsnotizen mache ich aber keine Smileys, die sollen seriös bleiben. ^^
Ich finde, es hängt einfach am Schreibstil der jeweiligen Person. Ich bin generell jemand, der gerne Smileys verwendet, weil sie das Geschriebene ein wenig auflockern.
Hierbei nutze ich sie aber nicht statt einen Satz zu schreiben, sondern hänge sie an den Ende eines Satzes bzw. einer Aussage, um beispielsweise zu verdeutlichen, dass ich es nicht so ernst meine, wie man vielleicht denken könnte.
Z. B. Mensch bist du bescheuert!
Ohne Smiley wirkt es schroff, mit dagegen wie ein liebevoller Spruch.
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