Viel wurde im Voraus darüber diskutiert, ob ein Revival der alten Enterprise-Crew mit neuen Schauspielern der fast im Ruhestand versunkenen Star Trek Reihe neues Leben einhauchen kann. Würden die neuen Schauspieler an ihre großartigen Vorgänger herankommen, würde der Geist der alten Star Trek Filme wieder eingefangen werden können? Viele Zweifler gab es, aber viele haben auch gehofft und ihre Hoffnung nicht zuletzt in Regisseur J.J. Abrams gesetzt, der schon gezeigt hat, dass er sein Handwerk versteht. Und so viel sei im Voraus verraten: Dieser Star Trek Film ist genau das, was das Franchise gebraucht hat und ist Hommage und Neuanfang zugleich.
Bei einem überraschenden Angriff durch ein aus der Zukunft gekommenes Raumschiff der Romulaner muss der Offizier George Kirk sein Leben opfern, um die Besatzung des Schiffes zu retten, auf dem sich auch seine hochschwangere Frau befindet. Das Kind namens James Tiberius Kirk wächst in Iowa auf und entwickelt sich zu einem rebellischen Draufgänger. Nach einer Schlägerei mit Sternenflottenkadetten in einer Bar spricht ihn Captain Christopher Pike an und überredet den jungen Kirk zur Sternenflotte zu gehen, wo er sich recht schnell mit dem Arzt Dr. Leonard McCoy anfreundet. Auch der junge Spock hat seinen Weg zur Sternenflotte gefunden, nachdem er für sich als Halb-Vulkanier mit einer menschlichen Mutter auf seinem Heimatplaneten Vulkan keine Zukunft sah. Beide lernen sich kennen als Kirk bei einer simulierten Gefechtssituation mogelt, die Spock entworfen hat. Bei Kirks Anhörung erreicht die Sternenflotte ein Notruf von Vulkan…
Ich habe mir wirklich sehr viel vom neuen Star Trek Film versprochen. Und was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Es stimmt eigentlich alles in diesem Film. Kritiker werden zwar sagen, das der eigentlich Geist von Star Trek, das wissenschaftliche und diplomatische Element und die Zukunftsvision, im Film nicht im Vordergrund stehen und das die Handlung kompliziert bis unlogisch ist, aber das kann ich aus meiner Sicht ganz und gar nicht bestätigen. Stattdessen schafft es der Film auf unglaublich fesselnde und unterhaltsame Weise zugleich ein wirklicher Neuanfang und eine Hommage zu sein. Zahlreiche Anspielungen werden gemacht, die man in einer Sichtung wahrscheinlich gar nicht alle erfassen kann. Das alles wird so modern und bildgewaltig inszeniert, dass einem die Laufzeit von zwei Stunden deutlich kürzer vorkommt. Ein besonderes Lob gebührt auch dem fantastischen Score. Alles passt hier einfach wunderbar zusammen und legt einen perfekten Grundstein für weitere Filme. Der nächste befindet sich auch schon in der Planung.
Auch über die Besetzung ist im Vorfeld des Films viel diskutiert worden. Sind die Schauspieler nicht nur optisch nah an den Vorbildern, sondern können sie auch schauspielerisch deren Geist einfangen? Ja, sie können. Zwar bringt jeder Darsteller ein gewisses Stück eigener Interpretation in die Rolle hinein, aber die Vorbilder sind so gut getroffen, dass man sofort wiedererkennt, mit wem man es hier zu tun hat. Das betrifft die ganze Crew von Chris Pine (”Zum Glück geküsst“) als Captain Kirk und Zachary Quinto (”Heroes“) als Spock bis zu John Cho als Hikaru Sulu. Ganz besonders gut gefallen haben mir Karl Urban (”Der Herr der Ringe“) als Dr. “Pille” McCoy, Simon Pegg (”Hot Fuzz“) als Scotty und Anton Yelchin als Pavel Chekov. Es ist aber schwierig, überhaupt jemanden besonders herauszuheben, denn alle Darsteller haben einen hervorragenden Job abgeliefert, lediglich Eric Bana (”Troja“) bleibt als Bösewicht Nero ein wenig blass.
Fazit: Der elfte Star Trek Film ist der erhofft gelungene Neuanfang geworden. Es stimmt einfach alles in diesem Film, von der Besetzung der “alten” Rollen bis hin zur Geschichte, der Inszenierung und der Würdigung der Reihe trifft jedes kleine Detail absolut ins Schwarze. Das ist Star Trek, wie es alle Fans geliebt haben und lieben werden. Regisseur J.J. Abrams ist ein Geniestreich gelungen, der der fast in der Versenkung verschwundenen Reihe wieder neuen (Warp-)Antrieb geben dürfte. Auch für Nicht-Trekkies eine uneingeschränkte Empfehlung!
Meine Wertung: 10/10
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Star Trek in der IMDB


Ah, siehste, ich wusste doch, dass mir Pille bekannt vorkommt! Hab den auch gestern gesehen (haha, schon zum 2. Mal, dass wir denselben Film gleichzeitig gesehen haben
) und war zwar nicht ganz so begeistert wie du, aber dennoch gut unterhalten.
Ok, ich hab bis auf die letzte Serie auch nix gesehen und habe wahrscheinlich nicht mal einen Bruchteil der Andeutungen verstanden (Captain Archers Beagle als Ausnahme).
Was mich ein wenig verwirrt hat, war ein fehlender Abschluss zu Spock und Uhuras Beziehung. Die wurde irgendwann unter den Tisch fallen lassen.
hmm, klingt so als müsste ich mal wieder ins kino! aber spock und uhura? irgendwie komisch, der erste filmkuss zwischen einer schwarzen und einem weissen war doch kirk und uhura – böses kleines flittchen uhura
Werte Kommentatoren, bitte haltet euch mit Spoilern zurück!
@juliaL49: Stimmt, ich erinnere mich, das hatten wir schon mal. Bei welchem Film war das noch? Ein Quantum Trost, oder?
Mir fehlte da eigentlich kein Abschluss, haben sich die beiden nicht angesehen, als Spock am Ende auf die Brücke kam? Es wird ja nun wohl noch weitergehen, schauen wir mal.
@tobi: Aber unbedingt, der Film ist wirklich absolut fantastisch. Und Uhura kann man aufgrund der Story nicht als Flittchen bezeichnen, aber das schau dir lieber selbst an.
Also ich muss den nochmal auf Englisch gucken, auf deutsch war der Dialekt Chekovs einfach lächerlich.
Und Zachary Quinto schafft es nicht im geringsten, Nimoy ähnlich zu sein. Man sieht ständig dieses Sylar-Grinsen auf seinem Gesicht.
Bei Eric Bana muss ich Dir zustimmen, mir fällt aber auch kein Film mit ihm ein, bei dem es anders wäre.
Nebenbei: Kobayashi Maru heißt die “Gefechtssimulation”
Und in beiden Realitäten ist Kirk der einzige, der auf die Idee kommt, die Vorgaben zu verändern um die unlösbare Aufgabe zu lösen.
Scheint eine richtige Review-Welle zu werden mit Star Trek 11
@David: So schlecht fand ich den Chekov nicht, ein ehemaliger Kumpel von mir aus Russland hat so ähnlich gesprochen.
Und dass du in Quinto immer Sylar siehst, liegt wohl daran, dass du zu viel Heroes geguckt hast. Sonst sind fast ausnahmslos alle von ihm begeistert. Ich eingeschlossen.
Danke für den Namen, ist mir wieder entfallen (eigentlich wusste ich nur nicht, wie man es schreibt). Aber das du hier wieder zu spoilern anfängst, muss ich ja nochmal rügen!
@nastorseriessix: Ja, aber ist auch wirklich ein genialer Film!
Hab mir den Streifen noch nicht angeschaut, also auch nicht den kompletten Text gelesen … will da noch gar nicht zu viel wissen, ehee ich diesen mir reinziehe. .. aber finde das Fazit ja schon mal jut ..”Guter 11. Teil” (zusammgefasst) … da kommt dann auch Freude bei auf, wenn man sich den Streifen in den Kinos anschauen kann ..,.,,
Klingt gut! Werde aber wohl erst auf DVD dazu kommen, bin aber auch alles andere als ein Trekkie, doch J.J. Abrams und Simon Pegg reizt mich doch sehr…
@Sebastian: Solltest dir den unbedingt ansehen, ich bin wirklich hin und weg.
@bullion: Auch für Nicht-Trekkies ist der Film sehenswert, musst vielleicht nur 1, maximal 2 Punkte Nostalgie-Bonus abziehen, aber 8/10 ist ja immer noch nicht schlecht.
hehe … nun denn … bin derzeit verhindert. Aber am Freitag werde ich mir dann einen Streifen anschauen … die Frage ist nur, ob zuerst “Star Trek” Wolverine … oder was auchimmer. .. Mal schauen … oder Illuminati … ich weiss es noch net.. aber in jedem Falle ,.. mal wieder 2 Stunden im Kino chillen und in ner fernen Glaxy leben .. grins
Hallo zusammen,
ich gebe es zu, als TNG im Fernsehen lief, war ich richtiger “Trekkie”, so mit Uniform und Kommunikator und allem…ich bin mal gespannt, wie der neue Film ist. Habe schon viel Gutes gehört…
Gruß,
Martin
@Sebastian: Star Trek, unbedingt Star Trek – ich glaube nicht, dass Wolverine oder Illuminati da herankommen.
@Martin: Mein Vater und meine großen Geschwister waren damals sogar auf der Star Trek Convention in Düsseldorf. Damals war ich noch zu klein dafür, leider.
Da war ich auch
[...] war im kino und hab mir star trek angesehen, nach all dem lob welches der film, beispielsweise bei konna, abbekommen hat musste das wohl sein. und ich kann direkt sagen, es war gute unterhaltung! ok, ich [...]
Ich finde den Film echt Klasse. Die Story stimmt und die Charaktere sind perfekt gewählt und getroffen. Als bekenndender “Heroes”-Fan konnte ich mich an “Spock” ohne Kräfte nicht recht gewöhnen. Ich finde gerade “Nero” so gut, da man (ich) Eric Bana zuerst nicht erkannt habe.